Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Transkript

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00:00:00: In der amerikanischen Literatur wird das ja sehr kontrovers.

00:00:03: Hier wird es gar nicht kontroverse diskutiert, hier wurde einfach nur evaluative Wertungen in der Mediation sind Schlechtleistung, sagte Gräger.

00:00:20: Herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:22: Gut durch die Zeit!

00:00:23: Der Podcast rund um Mediation, Konfliktcoaching und Organisationsberatung ist ein Podcast von Inkofema.

00:00:30: Ich bin Sascha Weigel und begrüße dich zu einer neuen Folge Und die heutige Folge ist für mich was ganz Besonderes denn ich habe lange gesucht, um zu diesem Thema zu sprechen und ich freue mich, dass es gelingt.

00:00:43: Denn heute geht es um Mediation genau genommen um einen Mediationsstil einer Art und Weise der Vermittlung die evaluative Elemente mit aufnimmt, wertende Elemente bewertende Elementen und damit auch Elemente, die allgemeinen Mediation für viele nichts zu suchen haben.

00:01:06: So will ich das mal markant profilieren.

00:01:08: Und ich freue mich, dass ich eine Expertin auf diesem Gebiet mit eingeladen habe und sie zugesagt hat.

00:01:17: Herzlich willkommen Frau Katrin Böhring-Buhle!

00:01:20: Herzlich

00:01:21: Willkommen!

00:01:24: Ich glaube untertreibe nicht wenn ich sage, ich hab mir Mühe gegeben und wusste aber auch, dass zu diesem Thema Sie die Richtige sind weil Sie dazu Ihre Masterarbeit verfasst haben.

00:01:36: Das ist ein schön wiedererkennbarer Titel, man kann nicht nicht werten aus dem Jahre.

00:01:46: Wie kommt das, dass Sie zu diesem Thema evaluative Mediation Ihrer Masterarbeit geschrieben haben?

00:01:52: Wenn sie sind in der Mediation mit dieser Masterarbeit aus dem Jahr im Jahr und aus dem Augusten keineswegs angetreten als Mediatorin und das scheint so ein wenn ich den Lebenslauf nachverfolgen konnte im Internet so das I-Türfischen gewesen, zu sein einer langen Karriere als Mediatorin.

00:02:11: Ja ich bin ja Richterin oder Wahlrichterin aus dem Jahr zwei Tausend Achten.

00:02:16: und den Ende der Neunziger habe ich einen Lehrgang motiviert durch meinen Bruder in Harvard gemacht zum Thema Mediation bei Fischer und Jury.

00:02:28: die waren damals so die pfeste der Mediation

00:02:33: Nicht ganz unbekannt für den einen oder anderen wahrscheinlich, der hier zuhört.

00:02:38: Auf jeden Fall kam ich dann zurück nach Deutschland und stellte es fest, dass Meditation bekannt war bei Mediationen nicht.

00:02:46: Also der Begriff war voll kommunikant.

00:02:49: Und ich habe dann erst versucht was am Gericht zu machen aber das war karkt stießlich auf offene Ohren.

00:02:56: Und dann habe ich noch mal einen Kurs in Wirtschaftsmediation gemacht, im Jahr zwei Tausend Sechs.

00:03:00: Dann bin ich zum Direktionsgericht gegangen und hab gesagt, ich will das jetzt hier machen.

00:03:06: Ich habe das zusammen mit einer Freundin aufgebaut am Amtsgericht.

00:03:11: Wir haben die Fälle mediiert wie sie so gekommen sind und hatten großen Erfolg.

00:03:17: ein Jahr ohne Entlastung oder bezahlung.

00:03:21: Die Gerichtsleitung gemacht, oh das funktioniert ja sehr schön.

00:03:25: Insbesondere mit diesen langen großen Fensterbarkaten.

00:03:30: und dann habe ich...

00:03:35: Das war noch nicht eines der vielen beschriebenen Projekte zum Testen von Mediation.

00:03:41: Das war praktisch informell mehr oder weniger ganz... Ganz eigenverantwortlich.

00:03:47: Und das im Kontext der Justiz muss man ja jetzt auch mal sagen, dass ging.

00:03:51: Ja ich habe einfach gesagt, ihr habt es Beispiel genommen was mir mein Bruder damals erzählte, dass die jungen Studenten in Harvard zu den Gerichten gegangen sind und die Leute auf den Fluren abgefangen haben weil sie gesagt, da gibt es so Sammeltermine und erwarten dann die einzelnen Rechtssuchenden warten vor den Türen des Gerichts auf, dass sie endlich dran kommen.

00:04:15: Und die jungen Studenten hinterher hingegangen haben, ob sie denn Interesse hätten mal mit ihnen was Alternatives auszuprobieren.

00:04:21: und dann habe ich gedacht ja okay ich meine es warum eigentlich nicht?

00:04:25: Genauso hab' ich das also mein Direktor Vorwürf beim Amtsgerichtspräsidenten vorgetragen und der hat dann gesagt ja ok also wenn du, weil ich sehr nachhaltig war, wenn du es unbedingt willst Du kriegst den Raum gestellt, das ist aber alles.

00:04:42: Wir haben ja mehrere Rahmsgerichte in Hamburg und dann haben wir die angeschrieben, ob denn jemand alte Akten auf der sogenannten Fensterbankakten hat, die seit Jahren bei rumliegen und irgendwie nicht entschieden werden?

00:04:55: Ja, so sind wir vorangekommen und es war erstaunlicherweise sehr erfolgreich!

00:04:59: Und ein Jahr haben wir's gemacht...

00:05:02: Also gerade die Fälle juristisch Abgeschoben werden sozusagen an die Fans, und das waren die Ausgangsfälle für sie.

00:05:10: Das war auch

00:05:10: der Brecher natürlich weil da wurden die Kollegen entlastet und dann haben sie gesagt okay Und dann bin ich nach dem Jahr hat man mich zu ca.

00:05:18: zwanzig Prozent entlastete und ich habe als Gerichtsminiaturin gearbeitet.

00:05:23: Und das war ziemlich erfolgreich.

00:05:26: und dann wurde ja das geändert, das wurde es mediasionsgesetz im Jahr zehntausendzehn oder zwölf Und da wurde der Güterrichter eingeführt,

00:05:36: aber

00:05:36: im Prinzip habe ich das gleiche gemacht.

00:05:39: Ja, ich hab noch bei den sieb zwei tausend sechs und der Zeit wo also schon auch sich in Deutschland private Initiative diese Mediationsverbände gegründet und etabliert hatten gab es da Berührungspunkte?

00:05:54: Und waren sozusagen für Sie wieder Erkennungen und ein kollegiales Connection mit Nicht-Juristen zwar, aber immerhin mit Mediatoren.

00:06:02: Das hat ja dann doch schon Fahrt aufgeregt?

00:06:04: Ja, aber da haben wir relativ wenig gemacht.

00:06:07: Ich habe es einfach weitergemacht und habe zwischendurch mal meine Fortbildung gemacht.

00:06:13: Das habe ich so gesehen, wenn das angeboten wurde, bin ich hingefahren, hab mir das angerührt ... Und dann drohte meine Pensionierung und habe ich mir gedacht, was machst du denn nun?

00:06:25: Also in den.

00:06:27: Jetzt machst du noch mal ein richtiges Studium und denn weiss eigentlich, du arbeitest als Mediaturin weil du weißt gar nicht so richtig.

00:06:34: ist das nun alles negatis?

00:06:36: ist das richtig was?

00:06:37: was hat?

00:06:39: tief dass

00:06:40: sie hatten ja die ausbildung in harbert gemacht die soll

00:06:42: ja nur lange.

00:06:44: ich meine das war Ende der neunzehn.

00:06:48: dann habe ich bin ich an die viadrina gegangen und hab dort diese dieses diesen Lehrgang, Konfliktmanagement und Mediationen gemacht.

00:06:58: Und da war ich dann doch etwas irritiert, weil ich feststelle, dass ein Mediationsstil vorgetragen wurde und zwar doch sehr, sagen wir mal engagiert und sehr ausschließend, der reinfazilitativ war.

00:07:15: Ich hatte das Gefühl, dass es kann... Also, ich fühlte mich sehr unwohl und habe auch tatsächlich zwischenzeitlich überlegt aufzudrehen so gar nicht meine Vorstellung und Sprach, wie ich arbeitete.

00:07:28: Und dann kam aber der Oppositionsgeist, da habe ich gesagt okay jetzt du hast es anders gemacht.

00:07:34: Die Opposition?

00:07:35: Also nicht der Pflichtengeist, der sagt Ich mache das zu Ende was ich angefangen hab sondern der Opposition Geist, er sagt auch ein bisschen nicht.

00:07:44: Beides.

00:07:45: Also ich denke auch genau.

00:07:46: Naja, dann habe ich das auch vertreten, es wurde so gut Aber es war auch unheimlich spannend.

00:07:54: Ich habe sehr viel gelernt, ich hab natürlich ganz viel tolles Material da gekriegt und das war schon eine tolle Zeit diese Zweite in anderthalb Jahre Ausbildung und dann die Mediationen hinterher, die Arbeit, die Masterarbeit.

00:08:08: Und ich wurde dann... Ich habe angefangen im Dezember-VI.

00:08:12: und April-XIII wurde ich konsoniert und dann habe ich im August XIII die Masterarbeit abgegeben.

00:08:22: Ich glaube, im letzten halben Jahr der Ausbildung entschlossen darüber zu schreiben waren ja so ein persönliches Anliegen.

00:08:30: Und das habe ich dann auch getan.

00:08:33: Ja und die Arbeit ist also mehr als lesenswert?

00:08:36: Hat sich auch schon interessant gemacht, aber dann hat sich die Präsidentin oder Leiterin dieses Lehrgangsfrau Professor Gläser hat sich dann auch diese Arbeit angenommen weil der Titel war sehr gefährlich Und dann hat sie...

00:08:54: Gefährlich im Sinne von, es entsprach nicht dem Vorstellungsbild von Mediation.

00:09:00: Ja, deswegen war es mir wohl auch wirklich interessant, dass die Prüferin war oder die Beurteilerin und ich dachte, was das wohl wird?

00:09:10: Aber sie war sehr fair und hat sich sehr gut beurteilt.

00:09:12: Also das muss ich sagen.

00:09:15: Sie war neugierig drauf.

00:09:17: Hat das gut evaluiert!

00:09:21: Das war Ihre Arbeit und Ihre sozusagen sowohl Krönung als auch Beginn dann von außerrichterlicher Mediationstätigkeit, also der Sie heute immer noch arbeiten.

00:09:33: In diesem

00:09:34: ganzen Lehrgang war auch ein Professor dabei, der auf mich aufmerksam wurde und dann fragte ob ich seinem Team beitreten würde, seiner Kanzlei die damals doch relativ jung war, Professor Bodenheimer bin ich dann Mitglied seiner Sozialität geworden und ich bin so zu dir.

00:09:53: Ich bin nach wie vor in dieser Kanzlei Wohnheime als Mediatoren.

00:09:58: Sehr schön!

00:09:59: Frau Böhring-Ole, können wir inhaltlich ein bisschen zu dem weshalb das einen Unterschied macht?

00:10:08: Klassisch faszinativ oder transformativ zu arbeiten oder eben auch evaluativ wo bewertende Elemente in der Mediationstätigkeit aufkommen und durchgeführt werden, wo viele andere sofort sagen, oh nee Bewertungen nicht.

00:10:27: Also schon gar nicht Lösungsvorschläge oder was auch immer noch dazugehört.

00:10:32: Was ist denn für Sie alles evaluativ?

00:10:37: Was sie jetzt einbringen und in anderen Stilen so nicht wiedererkannt haben oder nicht gehört haben?

00:10:44: also wo ist für Sie der Unterschiede?

00:10:47: Na ja, also der Beginn ist so dass ich tatsächlich facilitativ beginne indem ich nämlich hatte es Versuche herauszufinden wo sind die Medianten was ihr anliegen und ich dann zunächst wirklich verstärkt einfach zuhören.

00:11:04: Ich höre zu und versuche zu verstehen was sie umtragt worum es.

00:11:11: bei mir sind meistens zwei Parteien denen man geht Entsprechend dem, wie ich es sage.

00:11:19: Ob da soziale Gefälle sind, ob da Wissensgefälle sind oder ob das Menschen sind die Schwierigkeiten haben für sich einzustehen und Dominanz Sachen.

00:11:36: All das beobachte ich.

00:11:38: Ich komme dann ins Gespräch mit den Partialen, mit den üblichen Kommunikationsmethoden und versuche dieses wechselseitige Verständnis für einander auch zu ermitteln.

00:11:50: Ich muss vielleicht noch dazu sagen meine ersten Termine sind nicht zeitlimitiert.

00:11:56: das heißt ich fange an und sage denen immer nehmen sie sich vier Stunden Zeit.

00:12:02: es kann weniger oder länger dauern aber das müssen Sie ungefähr zumindest zur Verfügung haben.

00:12:08: Also länger kann es auch noch dauern, das ist für sie kein Maximal-Zeitraum für den

00:12:12: ersten

00:12:13: Termin vier Stunden.

00:12:14: Aber ich sage das zu einem dynamischen Prozess.

00:12:18: man muss sehen wie weit man kommt was aber auch noch braucht und auf denen bitte ich Sie sich einzulassen.

00:12:25: Und in diesem Prozess erfahre ich natürlich eine ganze Menge und entsprechend sende ich meine Methoden an.

00:12:39: Sagen wir mal, der Punkt wo das am stärksten das evaluative dann reinkommt ist natürlich dass sich schon vorsichtig die rechtlichen Situation sind.

00:12:49: Bei mir ist es ja meistens das Recht mit Eindringen und sagen so juristisch sieht es vielleicht so aus sie können aber auch anders entscheiden.

00:12:59: Sie müssen sich danach nicht richten.

00:13:02: Es mag möglicherweise gar nicht ihren Enttassen entsprechen Aber Sie müssen wissen, dass es so ist.

00:13:09: Also ich gehe in die Richtung das ich finde sollte eine informierte Selbstbestimmung der Parteien sein.

00:13:16: Sie sollten eine Grundlage haben auf der sie nicht hinterher... Ich habe zum Beispiel auch Erfahrungen gemacht mit Ergebnissen von Mediationen wo tatsächlich informieren richtlichen Sachen, der ein oder andere oft verzichtet hat auf Positionen die er hätte durchsetzen können uns aber nicht gewusst hat.

00:13:36: Bewusstverzichten ist ja völlig in Ordnung, man kann ja auch handeln man kann sagen okay also ich hab dies dafür das und so aber... Man muss ja wissen worauf an Verzichten.

00:13:47: Und des Familienrecht oder Scheidung und Trennung ist sehr stark beregelt und eben auch gut durch entschieden.

00:13:55: man weiß also schon genau was steht mir

00:13:57: zu.

00:13:58: Ja so genau weiß man

00:14:00: das.

00:14:00: Ich meine als Informierter, als informierte Mediator.

00:14:03: Ja

00:14:03: aber auch das ist ja so dass vermehrenrecht ist tatsächlich nicht so durch entschieden sondern es gibt ganz viele Ermessensbereiche und deswegen kann man auch nie sagen das wird jetzt zu entschieden.

00:14:14: aber man kann natürlich sagen die breite das bewegt sich in dem Feld also gerade sagen wir mal so Themen Unterhalt oder so da ist ein extreme Entschadungsbreite weil das da sehr viele Ermessensstilräume bestehen auch der Richter Und von daher degustest mich.

00:14:34: Da ist Ihre Aufgabe als Mediatorin die Grenzen des Spielfeldes, der rechtmäßigen Möglichkeiten?

00:14:41: Die benennen Sie frühzeitig...

00:14:44: Wenn es dann angebracht ist!

00:14:48: Ich hab

00:14:48: zum Beispiel gestern was gehabt, da war ganz deutlich, die wollten dazu nichts wissen.

00:14:56: Die wollten, das war ... und hab ich's auch zurückgehalten.

00:14:58: Dann haben die erst mal gucken, wie sie selber mit ihren ... dem, was sie für Gewicht- und Interessengericht ansahen, wollten die Lösungen finden?

00:15:09: Und da hab' ich mich sehr zurück gehalten!

00:15:11: Also man muss sich, und das find ich so wichtig... Das geht ja nicht darum, dass ich hier irgendeine Ideologie vertrete.

00:15:17: Es geht darum, den Interessen der Parteien entsprechen möchte und ihnen helfen möchte, zu einer Lösung zu kommen.

00:15:23: plus diese Lösung sollte ihnen sozusagen alle Möglichkeiten geben und sie sollen dann selbst entscheiden.

00:15:31: Und ich bin weit davon entfernt, irgendeine Entscheidung vorzugeben.

00:15:36: Das ist überhaupt nicht mein...

00:15:39: Ja, aber als Juristin sozusagen, als langjähriger Richterin völlig in Ordnung über rechtliche Grenzen auch zu berichten, wenn es erwünscht ist.

00:15:50: So wie auch andere Fachmediatoren dann – mein wegen Architekten im Bausachen und mein wegen Wirtschaftswissenschaftler über wirtschaftliche Fragestellungen – die dürfen das durchaus zum Besten geben, wenn er erwünschte und sozusagen zum mediatorischen Auftrag gehört.

00:16:09: Das ist eine Form der evaluativen Vorgehensweise.

00:16:13: Ja, das

00:16:14: denke ich!

00:16:14: Und auch sagen wir mal so dieses dieses Risiko, um das man sagt okay für den Pfeil wenn sie sich jetzt nicht einigen und es kommt vor Gericht dass man dann schon bisschen klarer sagt ok die Gefahren bestehen.

00:16:29: Und das Risiko gehen Sie ja hin.

00:16:31: also sozusagen eine Risikoeinschätzung vornimmt.

00:16:38: Wo würde das noch deutlich werden?

00:16:41: evolutives Arbeiten was bei anderen Mediationsstilen eher ungewöhnlich erscheinen würde, neben der Risikoreinschätzungen rechtliche Grenzen oder fachliche Grenze zu benennen.

00:16:58: Wenn

00:17:00: Sie das nochmal... Also wo würde man noch erkennen dass jemand in der Mediation als evaluativ arbeitender Mediator erscheint?

00:17:09: Die Parteien dürften bei einem evolutiven Mediator auch nachfragen ist die und die Lösungsidee die wir haben?

00:17:17: Du darfst mir das überhaupt machen.

00:17:19: Ja, also eigentlich ist der Stil... Deswegen ist es auch kein rein evaluativer Stil.

00:17:24: Ich bin diesen Begriff auch ein bisschen... Das sind einfach die Alteren, die sich absetzen von diesem Dogma des Fazilitativen.

00:17:33: Also für mich würde ich gar nicht jetzt sagen, konzentrieren darf oder reduzieren darf, dass ich evaluativ arbeite.

00:17:41: Ich möchte nur nicht nur faszinativ arbeiten, sondern eine gewisse Freiheit haben.

00:17:46: Das könnt ihr mir auch vorstellen, dass man in bestimmten Bereichen einfach wenn es darum geht das sie auch Unterstützung brauchen darin sich besser zu artikulieren und auch ihre Gerechtigkeitsvorstellungen nicht einfach runter schlucken und dass man dann danach hat und so habe ich das Gefühl ihnen das total gegen den Strich geht.

00:18:06: Und ich weiß, dass man schon ... Das ist was man warnen und auch, dass es z.B.

00:18:14: meistens mal in Opposition geht.

00:18:17: Ich könnte mir vorstellen, dass ich noch ganz anders machen könnte oder ... Meistens sage ich auch irgendwas, ich kenne ein Beispiel da so.

00:18:27: Die haben das so und so gelöst.

00:18:29: Wäre das eine Idee?

00:18:30: Man kommt dann auch wenn der Prozess stockt Trinkt man auch eigene Ideen an.

00:18:36: Ja, also damit kann ich auch viel anfangen wenn ich das so mir vorstelle dass eben auch evaluativ gearbeitet wird?

00:18:45: Also dass bestimmte Grenzen die andere Stile sozusagen dann für sich haben, dass sie sagen ja also das ist noch für mich völlig okay Ich kann dort fachliche Einschätzung geben Das sind ja die Punkte und ich habe ja sozusagen auch mit evaluative Mediation dazu veröffentlicht und suche sozusagen immer auch noch die Grenzen.

00:19:07: Und manchmal den Eindruck, auf der einen Seite sind sie nicht groß zwischen den Stilen weil das was Sie auch beschrieben haben, dass machen auch andere Mediatoren, die sich nicht so, sag ich mal, definitiv wo ist noch, würde sagen, wo ich Diskussionen vermute?

00:19:25: Auch mit Ausbilder-Kollegen und Ausbildungskandidaten haben es wenn es um fachlichen Rat geht, der eingefordert wird.

00:19:34: Was würden sie denn mir raten?

00:19:36: Oder was würden Sie uns

00:19:37: raten?".

00:19:39: Wie kommt das bei Ihnen vor und wie gehen Sie daran?

00:19:45: Ja es geht da sehr vorsichtig an aber ich erteile den Rat.

00:19:48: Das heißt also ich sage ja nach all dem... Es kommt auch darauf an zu welchem Stadion wenn die mich in der ersten Sitzung danach raten dann noch mal nicht.

00:19:56: Aber wenn wir das schon mal, sag ich nach dem was ich jetzt alles von ihnen gehört habe habe ich den Eindruck, dass es Ihnen darum geht und vor dem Hintergrund.

00:20:06: Und auch vor dem rechtlichen Hintergrund würde ich es so machen.

00:20:10: Sie können es aber auch durchaus nicht in Ihrer Autonomie ist anders zu entscheiden muss.

00:20:17: sie müssen.

00:20:17: eben auch das wäre etwas wo ich denke das könnte fair sein das könnte ihren Interessen entsprechen.

00:20:25: also aber ich mache schon auch Vorschläge Aber nur, wenn das wirklich gefragt wird.

00:20:31: Oder wenn es so stockt ist gibt ja auch Leute die können einfach ganz schlecht reden.

00:20:35: und dann frage ich auch meist mal, würde es ihnen helfen, wenn ich jetzt nicht eine Idee hätte oder würden ich einen tun?

00:20:42: Das mache ich fragig auch.

00:20:43: Ich mach sowas nicht ungefragt also nicht ohne Erlaubnis.

00:20:49: Und ich höre eben nicht... Unforsichtigerweise, sondern schon prüfend und sehr vorsichtig formulierend.

00:20:58: Dass da immer die Tür offen ist, die dürfen das auch ablehnen.

00:21:02: Wenn es sich auch manchmal in solchen Situationen... Ich glaube sogar häufiger machen bevor ich einen Vorschlag mache, dass ich Einzelgespräche führe.

00:21:09: Sich doch mal gucken was ist denn da eigentlich drin?

00:21:13: Und das glaube ich auch etwas was ja im Fazilitativen Bereich sind ja einzelne Gespräche überhaupt nicht schön!

00:21:19: Und ich führe, das schreibe ich auch in meiner Mediationsvereinbarung.

00:21:22: Ich schicke den ja vorher so einen Vertrag und da steht auch unter anderem drin, dass sich Einzelgespräche führen damit die das gleich wissen.

00:21:30: Weil es wichtig ist zum Thema Allparteiligkeit, dass sie begreifen, dass ein Einzel Gespräch nicht meine Allparteiligkeit beeinträchtigt.

00:21:41: Sie haben das jetzt so im Nebensatz gesagt zum Thema Einzel-Gespräch aber da sind ganz ähnliche.

00:21:46: manchmal Diskussionen In den Anfängen oder Nullerjahren waren die rigoroser geführt worden als heute, dass die einen sagten, ja also Einzigespräche kommt überhaupt nicht in die Tüte.

00:21:58: Das ist überhaupt nicht mediatorisch und so.

00:22:00: Und die anderen sagten Ja klar das unterscheidet uns doch gerade von Richtern und dem Gerichtsverfahren, dass wir in Einzelgesprächen auch arbeiten können.

00:22:10: Wie nehmen Sie das?

00:22:11: Ist es weniger?

00:22:12: wurde das früher mit mehr Riggerosität geführt Und hat das die Mediationsbewegung hinter sich gelassen oder?

00:22:20: Ich finde es ganz... Ich erlebe schon so, dass es noch geteilt ist.

00:22:26: Also ich bin ja hier in Hamburg in diesem Institut für Mediation und da hab' ich auch mal, mach ich auch eine Mediation!

00:22:33: Wenn sie dann so Gruppenabende haben..

00:22:36: Ist ne Mediatorenvereinigung, ne?

00:22:38: Ich

00:22:38: weiß nicht wie die heißt, irgendwie Hamhoher Institut for Mediation oder so.

00:22:44: Ich glaube, da war die Kollegin mal hier im Podcast.

00:22:47: Die Frau Perker kann

00:22:48: das sagen?

00:22:48: Perker

00:22:51: ja!

00:22:51: Ja, genau.

00:22:52: Das ist dieses Mediaturen... Und

00:22:54: da befestern sie sich halt ab und zu.

00:22:56: Ich gehe damals mal hin und spreche auch mit und dann diskutieren wir, sprechen wir, tauschen wir unsere Erfahrungen aus.

00:23:03: Da hab ich den Ahnung, dass es immer noch so ist, weil viele Leute gibt dir sagen Riko Ros, das mach' ich nicht, das bringt mich.

00:23:11: Und die finde ich auch ganz interessant.

00:23:14: Man muss ja sehen, ich bin Richterin.

00:23:16: Ich habe eine Biografie als Richterin.

00:23:19: Die Neutralität war mein Beruf gewesen.

00:23:22: Als Anwalt ist das häufig viel schwieriger und die kommen auch persönlich in andere für sich Problembereiche rein weil sie einfach gewohnt sind Interessen zu vertreten.

00:23:34: Und ich glaube es ist von der beruflichen Biographie ein Unterschied ob man als Anwalt oder Richter solche Gespräche zu

00:23:45: haben.

00:23:45: Und auch solche Ratschläge gibt es, denn für mich ist das ... Ja also ich mein täglich Boot gewesen nach hundert neun und dreißig zweihundert acht und siebzehn Uhr erfordert ja dass ich als Richter auch Hinweise gebe, Ratsschläge gebe ohne dass ich trotzdem in der Sache entscheide.

00:24:01: Das heißt, ich bin gewohnt es so zu machen, dass es meine Neutralität nicht gefährdet Und es ist einfach so eine Ersicherheit, dass oft wenn ich auch mich mit anwälte und erhalte.

00:24:12: Ich bin einfach so, das sind meine DNA, diese Neutralität.

00:24:20: Das ist einfach...

00:24:21: Ja also ich kann damit was anfangen weil ich auch Richterpersönlichkeiten auch kennengelernt habe und auch wie sie arbeiten und das klingt mir auch so danach.

00:24:32: Da kann ich gut etwas anfangen.

00:24:35: sozusagen die klassische Mediationsliteratur jetzt aufschreien, naja aber das ist ja gar nicht allparteilig also gar nicht zugewandt.

00:24:45: vielleicht verlassen wir ein bisschen unser ausführungs- vorheriges Thema.

00:24:48: Aber wie erleben Sie sich da in diesem Treigestirn von Allparteiligkeit, Neutralität und Unabhängigkeit.

00:24:59: geht Ihnen das ab?

00:25:00: Weil sie als Richterin sozialisiert sind oder haben Sie eine Zugewandtheit die aber eben nicht sich verstrickt in den Konfliktpersönlichkeiten und deren Konflikten.

00:25:13: Also ich glaube, dass genau diese Alparteiligkeit, die ich übrigens auch immer erkläre – bevor ich und zweitens mach dich viele Erklärungen für dich, die kriegen meinen Vertrag… Und dann sagst du ja mir das war so wesentlich gelesen, aber zwei Dinge sind mir wichtig und dieses eine ist die Verschwiegenheit und das andere ist die Alparteiligkeit!

00:25:32: Weil das erklärt es auch, dass ich mich in der ein oder anderen Situation intensiver der einen oder anderen Person zuwende und stärker versuche auf die persönlichen Bedürfnisse und Interessen einzugehen.

00:25:49: Und dass das natürlich aber auch in der Situation bei der anderem Seite... ein Problem erzeugen kann, weil es möglicherweise das Gefühl kriegt.

00:25:58: Jetzt bin ich aber zu wenig vor, ich werde zu wenig berücksichtigt und dann bitte ich die Parteien nicht so wie so ein Gefühl aufkommen sofort das zu sagen und auch sozusagen eine Störung nach dem Motto Störungen war Vorrang zu benennen.

00:26:15: Aber ich persönlich glaube nicht dass sich ein Problem habe mich einer Partei zuzuwenden.

00:26:21: Das ist auch wichtig.

00:26:22: Ich hab kein Problem damit, ich muss ja herausfinden wie geht's dem?

00:26:28: Worum geht es denn?

00:26:29: Was bewegt den überhaupt in der Situation?

00:26:34: Ja dort wird für viele das evaluierende Element ablehnen und sagen, dass is nicht mehr mediaturisch.

00:26:43: Dort wird für vieles das Problem gesehen, dass man damit die Allparteiligkeit aufs Spiel setzt weil mit den Vorschlägen und Ratschläge halt dann doch eine Seite bevorzugen könnte, weil die Ratschläge halt in die Richtung gehen.

00:26:59: Die Fachlichkeit.

00:27:01: Aber da hab ich den Eindruck, indem sie die Allpartaligkeit so ansprechen, räumen Sie das schon ab.

00:27:07: diese Gefahr?

00:27:08: Das zumindest meine Intention!

00:27:12: Ich weiß halt auch immer noch bitte sofort sowieso was aufkommen.

00:27:17: Sagen Sie, dass sie sich hier... Ich gefühle Sie.

00:27:20: Sie werden nicht anwesend

00:27:23: rücksichtigt.".

00:27:25: Was machen Sie?

00:27:26: Wir haben abgeprüft, ob es ein fachlicher Rat sinnvoll ist oder wie Sie das sehen und das Recht bewerten würden.

00:27:35: Die Parteien sagen gerne, Sie sind ja erfahren und machen einen vertrauenswürdigen Eindruck.

00:27:41: Sie geben das zum Besten und merken, wie das Gesicht der einen Partei einfriert.

00:27:49: Ich glaube, die Situation... Ja,

00:27:50: wobei das nicht so offen stattfindet.

00:27:53: Weil ich merke es natürlich schon.

00:27:58: Man merkt ja schon vorher ... Das ist ein dynamischer Prozess.

00:28:06: Bis es zu einem Punkt einen Vorschlag kommt, dann merkt man ja schon wie die Positionen unterschiedlich sind und wenn sie verheiratet sind muss ich mich natürlich der Partei zuwähren, die wahrscheinlich da eher den Kürzeren zieht.

00:28:22: Und versuche das sozusagen einzupacken.

00:28:28: Warum die so gescheit?

00:28:29: Denn nun aus möglicherweise rechtlichen Situationen in die Richtung geht und warum diese rechtliche Situation ja auch häufig etwas widerspiegelt und so in einer gesellschaft gewachsenen Fairness gedankten Gerechtigkeitsgedanken dass das hier so ist und im Widerspruch zu dem anderen steht.

00:28:50: Klar, wenn es nicht jede Mediation gelingt oder nicht jede mediation... Aber was ich nicht mache?

00:28:57: Ich mache keine Vereinbarung von denen ich überzeugt, also die nicht sagen wir, die im Wiederspruch zu denen stehen, was ich verrichtig halte.

00:29:09: Also jetzt die auch juristische Vernichtigheit.

00:29:11: Wenn das eine der Vereinbarungen ist, die eine Partei benachteiligen würde dann würde ich sagen gut wir müssen... Jetzt würde ich Sie bitten diese Vereinbarung durch Ihre jeweiligen Rechtsanwälte sie sollten mit rechter Welt mandatieren.

00:29:25: überprüfen sie das und lassen sich noch einmal ausschließlich bei ihre Rechte beraten.

00:29:30: Wir können uns danach nochmal wieder treffen.

00:29:33: Aber lassen, das kann ich ja nicht sein.

00:29:35: Das sage ich übrigens auch vorweg.

00:29:37: Mediation ist keine Rechtsberatung.

00:29:39: Das kann ich mich denn die Rechte sind nun mal, sonst gäbe es gar kein Gerichte.

00:29:43: Es gibt halt unterschiedliche Rechte und auch Rechtauslegungen Und ich meine es geht mir auch gar keiner anwälte wenn es nicht verschiedene Möglichkeiten gäbe zu einer Entscheidung zu kommen und dass erkläre ich denen auch eine recht.

00:29:55: deswegen müssen sie sich einfach in der rechtern wahl ihrer Wahl aussuchen, den sie bitten das ganze doch einmal juristisch auf ihre Interessenlage auf ihre juristische Interessenlager zu überprüfen.

00:30:09: Und dann können Sie haben sich die Informationen und die Freiheit darüber zu entscheiden ob sie trotzdem diese Vereinbarung dieser Ebene abschließen wollen oder nicht?

00:30:20: Das finde ich schon sehr wichtig.

00:30:23: Ja und wenn dann jemand, wenn die dann sagen ne das brauchen wir nicht also dass ist schon okay so

00:30:29: Dann Dann würde ich doch mal darauf hinreisen, dann würde ich keinen festen Vertrag machen.

00:30:36: Ich würde sagen, im Beteiligten haben sich hier wie folgt geeinigt diese ... Und das formuliere ich nicht streng juristisch, sondern die beabsichtigende da so und so zu machen, dass sie das vereinigen.

00:30:51: Ich mache keine Vereinbarung, die Sie sozusagen

00:30:55: unterschreiben.".

00:30:58: sozusagen Publikum und die Mediatoren, die jetzt nicht den Unterschied einordnen können.

00:31:03: Warum ist das eine eben keine harte oder juristisch tragfähige Vereinbarung?

00:31:10: Was würden sie damit machen dann?

00:31:12: Und was ist so ne Absichtserklärung, so einen Agreement dass hier halt das Ergebnis ist aber es ist nur so ein Zwischenergebnis.

00:31:20: Das

00:31:21: macht einen Unterschied

00:31:22: juristischer.

00:31:23: Da kann man ja vorwegso formulieren

00:31:49: Das ist der Unterschied für sie.

00:31:50: Also das heißt diese Diese Verantwortung, die sie tragen als Prozessbegleiterin, als Mediatorin für beide Personen oder für beide Parteien lässt dann davor in Anführungsstrichen zurückschrägen und zu sagen hier wird keine Vereinbarung getroffen.

00:32:07: Die eine Seite aus meiner Sicht benachteiligt.

00:32:10: das können Sie gerne anderswo machen aber hier nicht sondern es wird hier nur so ne Absichtserklärung oder Zwischenfahrt sein.

00:32:19: ich habe den Eindruck dass ist im In der Praxis so gar nicht der ganz große Unterschied, sondern das was sie über Jahre gemacht haben nämlich Parteien zu, ich sag mal rechtsklugen Ergebnissen zu führen wird eben auch im Rahmen der Mediation mit drauf geguckt.

00:32:39: Und dennoch ist zumindest wenn man sich die Literatur anschaut und was Mediatoren ins mediatorische Publikum veröffentlichen, scheint das so ein ganz harter Unterschied zu sein.

00:32:53: Also ich will es nicht übertreiben aber so ein bisschen sacrilege ist das schon.

00:32:57: Wie war das denn?

00:32:58: Dirty Secret?

00:33:01: Ein Dirty-Secret!

00:33:03: Ich weiß nicht, ob einer der Amerikaner nennt das so...

00:33:09: Da ist das ähnlich, auch damals schon so diskutiert.

00:33:12: In der amerikanischen Literatur wird es ja sehr kontrovers kommt.

00:33:16: Hier wird es gar nicht kontroverse diskutiert.

00:33:17: hier wurde einfach nur evaluative Wertungen in der Mediation sind Schlechtleistung, sagte Gräger und...

00:33:28: Das habe ich so auch noch nicht.

00:33:30: Ich kann

00:33:31: das mal an meiner Arbeit nachlesen, da hab' ich das so aufgeführt.

00:33:34: Und bei den Amerikanern ist es anders die argumentieren, die streiten sich.

00:33:39: Die reden über die Vor- und Nachteile der Evaluation in Deutschland.

00:33:43: Reden sie ja gar nicht.

00:33:44: oder ich habe den Stand seit acht Jahren nicht so draußen aber bis achten war es so dass das gar nicht... Es war einfach evaluative Mediation ist keine Mediation.

00:33:54: Ist nicht so gut.

00:33:57: Also ja das Mediationsgesetz ist zumindest offen wenn man sich das so wortwörtlich anschaut.

00:34:04: auch der Gesetzgeber hat das offen gelassen.

00:34:07: Wenn man sozusagen die Rechnung mit den Mediaturen macht, muss man sagen ja es ist keine große Diskussion.

00:34:12: Also es gibt ein zwei Aufsätze von einem relativ unbedeutenden Podcast zur Mediation und es gibt ihre Arbeit.

00:34:20: Vielmehr dazu habe ich zumindest nicht gesehen.

00:34:22: und liebe Hörerinnen und Hörern wenn's dann noch mehr gibt bitte lassen sie es diesen Podcast gerne wissen.

00:34:26: Zum

00:34:27: Teil wollte ich das geschrieben haben, nein ich gab es das

00:34:31: nicht!

00:34:31: Keine Diskussion.

00:34:33: Ja die eine Veröffentlichung war in dem Buch der ist wahrscheinlich schwer auffindbar Die war ein bisschen vorher, aber ... Aber es ist tatsächlich keine wirkliche Diskussion.

00:34:44: Das merke ich auch, wenn ich hier Ausbildungen durchführe für Fortbildungen und Skommediatorinnen von außerhalb die Grundausbildung woanders gemacht haben nicht dass sie einen Schreck kriegen, aber das hat manchmal befreienden Charakter.

00:35:00: Ach, das geht auch so!

00:35:01: Also dieses Fessel anlegen, was Sie von uns auch bezeichnen, dass ich mich da nicht begrenze.

00:35:06: Das ist schon der Fall, auch wenn es im besten Wissen und Gewissen ist dort saubere Mediationsarbeit zu machen.

00:35:15: Ich frage mich manchmal so einzig, weil ich bin ja ein Unionjuristin und führe das sofort und hab halt in den Gericht gearbeitet.

00:35:22: Es kann natürlich sein, dass zum Beispiel ... Und ich auch so fokussiert.

00:35:26: gefragt werde in der Regel vor Scheidung ich mache halt keine mediationen in den bereichen die nicht juristisch sind und da kann das ja natürlich auch ganz anders sein.

00:35:35: dass will ich jetzt auch um.

00:35:37: Das ist nicht so mein Meinterraum wenn es zu psychologen die in rein psychologischen Kontext arbeiten.

00:35:45: aber ich denke eigentlich, ist es eine Wertung in einem Jahr

00:35:50: sind du

00:35:51: ganz ohne wert?

00:35:52: Ja es sind ja verschiedene Rahmen oder oder Prillengläser, die man aufsetzt.

00:35:56: Sie sind aber im Grunde immer da!

00:35:58: Ich muss in jedem Konfliktbearbeitung beachten, dass es rechtmäßig läuft und bezahlbar ist.

00:36:05: Wenn ich mal die systemischen Fokita mit reinnehme, dann muss man beachten das es ethisch läuft.

00:36:13: Jeder hat seine fachlichen Grenzen daher... Ja, also ich bin jetzt in Arbeitsplatzkonflikten häufig sozusagen hauptsächlich eingesetzt und das spielt natürlich unterschiedlicher Rahmen- und deutungsmusterne Rolle.

00:36:32: Also die juristischen auf jeden Fall im Sinne.

00:36:33: ist es hier arbeitsrechtlich okay?

00:36:35: Die anderen sagen, profit ist wichtig und so können wir nicht agieren.

00:36:39: Das ist nicht fleiß und sonstigen Ansprüchen genügend.

00:36:45: Klar, da bringt Mediatoren oder die Dritten bringen ihre Fachlichkeit mit rein.

00:36:50: Und da spielen sicherliche Grundberufe eine Rolle, aber dass es so gar nicht diskutiert wird, das ist sogar nicht so ein großer Streitpunkt.

00:37:01: Da habe ich eher den Eindruck, das hat was eben mit dem Feld mediation zu tun als wenn Streit nicht okay ist.

00:37:08: also erst wenn man sich nicht streiten dürfte sondern zu allem Das ist halt so ok, so zu links liegen gelassen

00:37:17: Ja, es wird einfach abgetan.

00:37:19: Also ist keine Diskussion?

00:37:20: Ist keine wissenschaftliche Diskussion.

00:37:26: Wenn Sie noch mal dieses Buch noch einmal so seid von mir, da steht das am Anfang ziemlich deutlich drin was sieht dass die Deutschen damit auch machen.

00:37:33: ich habe das jetzt hier zum Beispiel Krieger der massivste Diskussion

00:37:46: Ja, aber da finde ich ja den Vorteil bei Professor Kräger.

00:37:49: Da ist wenigstens ein streitbarer Jurist tätig der im Felde Mediation agiert und dann auch sich zur Verfügung stellt mit seinen Schriften, woran man sich reiben kann.

00:38:00: selbst das ist ja durchaus also selten.

00:38:05: Ja gut es gibt so ein paar die sich damit schon auseinander gesetzt haben nicht?

00:38:09: Ich meine sowieso diejenigen in dem Bereich mediation nähern Und die haben dann auch noch verschiedene Modelle auf.

00:38:16: Aber klar, also Krieger und Trenching sagen einfach... aber sie sagen nicht warum!

00:38:21: Sie sagen das ist keine Mediation.

00:38:25: Das muss man allerdings auch sagen, in Amerika hat es ja auch so angefangen.

00:38:28: Die haben gesagt, dass der Gegensatz zum juristisch-kontraktorischen Verfahren ist.

00:38:35: Es ist der Gegendsatz zum Juristischen Prozess Und hier sollen die Leute eben die Möglichkeit haben, ihre Interessen zu formulieren und sie sollen sozusagen Verantwortung für ihr eigenes Verfahren übernehmen.

00:38:47: Was ja auch richtig ist oder was noch gut ist.

00:38:49: Nur dann haben eben die Amerikaner das weiterentwickelt und auch kontrovers weiterentwickelt und die Deutschen, die haben, sind ziemlich auf ihren faszinierten Stehenden.

00:39:02: Diese Transformativen, das ist glaube ich noch ... sagen wir mal, verbreiteter und auch legitim.

00:39:09: Das ist so glaube ich...

00:39:12: Ja ja da kommt ja auch durchaus so ein Veränderungs, so einen grundsätzlichen Veränderungswunsch der den hiesigen Preiten ja durchaus viel anklang findet zum Tragen also so ein pädagogisches Moment und wo man manchmal den Konflikt schon aus den Augen verliert sondern eher educativ arbeitet dass die Parteien auch in Zukunft alle ihre Konflikte lösen können.

00:39:37: Vielen Dank für den Einblick in Ihre Arbeitsweise und auch in ein Stück weit Mediationsgeschichte.

00:39:44: Danke!

00:39:47: Ich wünsche Ihnen gute Arbeit, ideale Mediationsfälle und Mediatonsparteien

00:39:53: natürlich.

00:39:53: Ja vielen Dank, das kann man immer gut gebrauchen.

00:39:59: Und vielleicht auch bis zum nächsten Mal?

00:40:00: Vielleicht ist damit ja auch eine Debatte angestoßen.

00:40:02: nochmal.

00:40:03: Ja.

00:40:04: Vielen Dank, dass ich

00:40:07: immer mache.

00:40:09: Okay, ich danke Ihnen.

00:40:12: Tschüss!

00:40:28: dass das eine Abgrenzungs-, eine Distinktionshandeln war zum Richterlichen Bearbeiten von Konflikten.

00:40:49: Und dennoch, so wie Frau Bühring-Ule das dargestellt hat, evaluative wertende Elemente Risiko Einschätzungen geben in Absprache mit dem Parteien auf Wunsch und in Abssprache in gute Vertragsarbeit.

00:41:06: würden Transaktionsanalytiker jetzt sagen, ist das erlaubt?

00:41:11: Nicht nur rechtlich erlaubт sondern auch mediatorisch einwandfrei.

00:41:18: Aber das sehe ich alle so und wenn du die eine oder andere Frage oder auch Streitpunkt aufwerfen willst dann hinterlasst mir doch eine Nachricht schreib mir eine E-Mail oder auf sonstigen Kanälen in den sozialen Medien und gib mir Feedback zu dem!

00:41:36: was du zu diesem Stil, diesen Arbeiten von dieser Arbeitsweise von Mediatoren entdenkst.

00:41:42: Wenn dir es gefallen hat dann hinterlass ein Feedback auch in Form einer Sternebewertung auf den Podcastcatchern deiner Wahl ist.

00:41:52: gibt's die Möglichkeit und das hilft dem Podcast an auch von Hörerinnen und Hörern gehört zu werden die bisher noch nicht diesen Podcast kennen.

00:42:03: Kommt gut durch die Zeit.

00:42:05: Ich bin Sascha Weigel, dein Nostes vom INKO-Fema.

00:42:07: Den Institut für Konflikt und Veranstaltungsmanagement.

00:42:10: Button für professionelle Coachingausbilder.

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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