Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

#290 GddZ - Rache und Mediation. Im Gespräch mit Dr. Fabian Bernhardt

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Im Gespräch mit Dr. Fabian Bernhard geht es um Rache als Reaktion auf Unrecht und um ihre Verdrängung aus moderner Rechtssprache und öffentlichem Diskurs. Bernhard erläutert die historische Trennung von Recht und Rache, ihre starke Präsenz in Popkultur und Fantasien sowie Formen von Konfliktregelung durch Ausgleich und Wiedergutmachung. Am Ende spricht das Gespräch auch über politische Rhetorik, die Gefühle von Verlust und Ungerechtigkeit aufgreift.

#289 GddZ - Radikalisierte Ältere. Im Gespräch mit Mirijam Wiedemann.

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In dieser Folge spreche ich mit Miriam Wiedemann über ihren Beitrag zur Frage, warum wir über radikalisierte ältere Personen sprechen müssen. Im Mittelpunkt steht ein Phänomen, das bisher wenig beachtet wurde: ältere Menschen, oft ab etwa 50 oder 60 Jahren, geraten zunehmend in digitale Radikalisierungsprozesse.

#287 GddZ - Freiwilligkeit und Mediation. Im Gespräch mit Dr. James Peter

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In dieser Folge sprechen wir mit Dr. James Peter über die Freiwilligkeit in der Mediation und darüber, wie dieser Begriff in der Praxis zu verstehen ist. Wir diskutieren, warum Freiwilligkeit zwar als wichtig gilt, ihre genaue Bedeutung aber umstritten ist, und wie sich ein dogmatisches Verständnis auf die Mediation auswirken kann.Wir gehen darauf ein, dass Freiwilligkeit aus seiner Sicht vor allem den Ablauf des Verfahrens betrifft, nicht zwingend den Einstieg in die Mediation. Dabei sprechen wir auch über das Mediationsparadoxon, mögliche äußere Anstöße zur Teilnahme und die rechtliche Wirkung von Mediationsklauseln, insbesondere in der Schweiz.

#286 GddZ - Mediation und Krankheit. Im Gespräch mit Dr. Heinz Pilartz

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Sascha Weigel und Dr. Heinz Pilartz sprechen darüber, wie Krankheit Konflikte in Mediation und Coaching auslösen oder verstärken kann. Pilartz beschreibt, dass eine Erkrankung nicht nur die betroffene Person, sondern das gesamte Familiensystem verändert und deshalb im Verfahren als eigenes Thema behandelt werden sollte.

Er stellt einen Ansatz vor, bei dem die Krankheit symbolisch auf einen Stuhl gesetzt wird, um sie als eigenständigen Bezugspunkt anzusprechen und Scham, Schuldzuweisungen sowie Vorwürfe zu reduzieren.

Außerdem unterscheidet er vier Krankheitskonzepte und zeigt, wie unterschiedliche Haltungen zu Krankheit Konflikte verschärfen können, etwa in einer Familie mit einem kranken Kind. Als wichtig für Mediatoren nennt Pilartz Nicht-Betroffenheit, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, Gespräche zu strukturieren. Ziel sei es, die Kommunikation zu erleichtern, ohne medizinische Aufgaben zu übernehmen.

#285 GddZ - Empathie und Mediation. Im Gespräch mit Prof. Fritz Breithaupt

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Das Gespräch behandelt Empathie als zentrales Thema auch für die Mediation und fragt, warum das Verfahren trotz guter Erfahrungen oft nicht genutzt wird. Breithaupt reagiert auf das „Mediationsparadoxon“ und betont, dass schon der Begriff Mediation für Konfliktparteien abschreckend wirken kann, weil sie zunächst gehört werden und ihre eigene Position bestätigen wollen. Dieser Impuls ist grundlegend und kommt in der Selbstbeschreibung von Mediation viel zu kurz.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Empathie: Sie führt im Konflikt laut Breithaupt nicht automatisch zu gegenseitigem Verständnis, sondern kann bestehende Parteinahmen und Polarisierung verstärken. Außerdem wird die schwierige Rolle der Allparteilichkeit von Mediatoren thematisiert, die vor allem davon abhängt, wie sie von den Beteiligten wahrgenommen werden.

Am Ende wird Mediation als Verfahren beschrieben, das neben Einigung auch Anerkennung, Anhörung und eine erzählbare Erfahrung braucht. Viele Betroffene erinnern eine Mediation erst dann als gelungen, wenn sie daraus eine passende Geschichte machen können.

#284 GddZ - Verhandlungslehre. Teil 8 - Was können wir von Krisenverhandlungen lernen? Mit Dr. Jörg Schneider-Brodtmann

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In dieser Folge sprechen wir über Krisenverhandlungen und Geiselnehmerverhandlungen und darüber, was wir daraus für normale Verhandlungen lernen können. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum in solchen Extremsituationen Beziehung, Empathie und Vertrauen so wichtig sind, obwohl der Kontext zunächst stark konfrontativ wirkt und früher auch so agiert wurde.

Wir stellen zentrale Namen aus diesem Feld vor: George Kohlrieser, Chris Voss, Gary Noesner und Matthias Schranner.

#283 GddZ - Das Konfliktspielfeld. Im Gespräch mit Eberhard Stahl

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In dieser Folge sprechen wir mit dem Diplom-Psychologen Eberhard Stahl über seinen beruflichen Weg in Beratung, Mediation und Organisationskontexte sowie über den Hintergrund eines aktuellen Beitrags aus der Fachzeitschrift *Konfliktdynamik*. Dabei ordnen wir auch seine Arbeit in der Kommunikationspsychologie, mit Gruppen und Teams sowie im Umfeld der Hamburger Schule und von Elbdialog ein.Im Mittelpunkt steht das Konfliktspielfeld als Modell zur Konfliktbearbeitung. Wir erläutern die vier Beziehungsmodi Partner, Parteien, Gegner und Feinde sowie die inhaltlichen Formate Wahrheit, Meinung und Interesse und zeigen an Beispielen, wie Konflikte eskalieren können, wenn wir die jeweilige Form nicht erkennen.Zum Schluss halten wir fest, dass zu jedem Spielfeld bestimmte Verhaltensweisen gehören und schon einzelne Formulierungen ein anderes Konfliktformat auslösen können. Das Modell dient vor allem der Selbstbeobachtung und Selbststeuerung und nicht dazu, Konflikte von außen einseitig einzuordnen.

#282 GddZ - Macht und Beratung in Organisationen. Im Gespräch mit Prof. Claus Nowak

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In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Claus Nowak über Macht in Organisationen, in der Beratung und im Führungskontext. Wir unterscheiden zwischen Machtbasis und Machtausübung, besprechen verschiedene Machtquellen wie Hierarchie, Expertise, Referenz, Ressourcen und Stärke und ordnen ein, warum Macht in Organisationen Entscheidungen ermöglicht und legitim verteilt sein muss. Außerdem grenzen wir Macht von Autorität ab und sprechen über Mandate sowie das Aufgabendreieck aus Zuständigkeit, Verantwortung und Befugnis. Im letzten Teil geht es um Beratungs- und Beschwerdestrukturen wie Konfliktstellen, Ombudsstellen und besondere Beauftragte, bei denen klare Mandate und passende Befugnisse wichtig sind.

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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