Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

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00:00:00: Also der Begriff Paradox ist ja so ein schöner Begriff, weil er die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

00:00:06: Insofern hat er ja ein Stück weit seine Berechtigung.

00:00:09: Herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:11: nütigste Zeit!

00:00:12: Der podcaste Rundomediation, Konfliktcoaching und Organisationsberaterung – ein Podcast von den Kuffemen.

00:00:18: Ich bin Sascha Walke begrüße Dich zu einer neuen Folge.

00:00:21: Die heutige Folge dreht sich um Mediation und genauer genommen hoffe ich ein bisschen das Thema zu erhellen Mediationsparadox, dass schon alt ist.

00:00:31: Und auch schon gut ausformuliert aber zu dem es neue Erkenntnisse geben soll.

00:00:38: Das haben wir einer Professorin aus Österreich zu verdanken!

00:00:42: Ich begrüße hier im Podcast Studio Frau Prof.

00:00:45: Emma Meyerhofer.

00:00:46: Hallo Frau Meyerhoffer

00:00:47: Hallo herzlichen Dank für die Einladung.

00:00:49: Ebenso freue ich mich, dass Sie zugesagt haben jetzt wo auch die Studie in Teilen veröffentlicht ist jedenfalls und auch schon die Fachaufsätze allerorts raussprudeln.

00:01:02: Und unterschiedlichste Themen, die Mediatoren auch betreffen dann ja veröffentlich sind.

00:01:08: Ich habe sie ja angefragt wegen dem Mediations-Bahadoks.

00:01:10: da kommt ihr bestimmt gleich hin.

00:01:13: Zunächst aber mal zu Ihnen, es war wenn ich das richtig recherchiert habe nicht der Fokus Ihrer Arbeit sondern ein Beiwerk dass sich ergeben hat in welchem Kontext sind denn dort Daten entstanden?

00:01:27: Ja genau also das Medizonsparadox in dem Sinn waren keine decidierte Fragestellung.

00:01:33: allerdings hat unsere Studie doch sehr, sehr viele empirische, also auch gut abgesicherte empirische Daten geliefert.

00:01:41: Die auch Antworten darauf geben und darauf gehe ich dann auch in unterschiedlichen Aspekten oder in unterschiedliche Dimensionen ein.

00:01:48: Ganz grundsätzlich war diese Studie, die von Anfang der XXIII bis September XXV umgesetzt worden ist – also über gut zweieinhalb Jahre – darauf ausgerichtet oder hatte die Zielsetzung dass wir erstmals für Österreich Mediation umfassender nicht nur vermessen haben, also quantitativ sondern auch mit validativen Fallstudien ergründen wollten.

00:02:15: Also wir wollten Erkenntnisse zur Anwendungspraxis Qualität und Wirksamkeit zunächst außergerichtlicher Mediation gemäß Zivilrechtsmediationsgesetz in Österreich gewinnen aber auch zum Wechselverhältnis zwischen Mediation und Gerichtsbarkeit.

00:02:29: Und auch die aktuellen

00:02:31: Strukturen

00:02:32: des Berufs- und Tätigkeitsfeldes haben uns interessiert, und haben wir mit erhoben.

00:02:37: Mediatoren waren sozusagen schon die Fokusgruppe, die die Forschungsfragen im Blick hatten.

00:02:44: Es ging sozusagen um das Arbeitsfeld der Arbeitsumstände von Mediatoren speziell österreichische Mediatoren – das war das Einzugsgebiet!

00:02:53: Speziell österreichische Mediatorinnen, allerdings nicht nur Mediatorinnen.

00:02:57: Die Studie werden ein metodenplurales Forschungsansatz.

00:03:02: Sie hat auch und das halte ich für einen besonderen wichtigen Teil unserer Studie

00:03:07: eine

00:03:08: repräsentative Bevölkerungsbefragung umfasst.

00:03:10: Zielgruppe sozusagen von Mediatoren?

00:03:12: Genau

00:03:12: so ist es!

00:03:13: Und zwar Tatsächlich ganz breit, eine kontrollierte Zufallstichprobe von thousand seven hundred twenty-four Personen schlussendlich die ausreichend vollständig geantwortet hatten.

00:03:25: Das war eine Mischerhebung aus Telefoninterviews und Online Befragung.

00:03:29: zwei Dritte zu ein Drittel wie das Zu diesem Zeitpunkt Erhebungen Katastate auf die Art war um möglichst weit und vielfältig zu erreichen In fast allen wesentlichen Dimensionen sei das Alter geschlecht, Bildung, Einkommen, Regionen in Österreich und so weiter repräsentativ.

00:03:47: Wir sind es nicht bei Personen mit Migrationsgeschichte!

00:03:53: Die sind allgemein schwer reichbar.

00:03:55: Da hätte es sehr spezielle Anstrengungen gebraucht, die hatten wir nicht dabei.

00:03:59: also da möchte ich zu bedenken geben, da fehlt uns Wissen.

00:04:02: Ansonsten sind wieder richtig gut aufgestellten dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung.

00:04:07: Wir haben ansonsten versucht so gut wie alle Mediatoren und Mediaturen zu erreichen.

00:04:12: über die Liste eingetragener Mediatorinnen einerseits über den größte Berufsvereinigung, den Bundesverband Mediation über im österreichischen Netzwerk Mediation zusammengefasste Mediatorinnen.

00:04:24: Aber auch über im Internet noch auf diversen portalen zugängliche Personen.

00:04:30: und wir haben auch Richterinnen in Österreich als außerhalb des Strafrechts.

00:04:35: aber ansonsten nur ist alle versucht zu erreichen.

00:04:38: das hat uns das Justizministerium unterstützt dabei

00:04:42: Das heißt auch in Österreich, vielleicht zur Nachfrage konkretisierend.

00:04:45: Auch in Österreich sind alle Verfahrensarten, alle Rechtswege mittlerweile mit Mediationsanforderungen gepflastert.

00:04:55: eine Verpflichtung sozusagen zu außergerichtlicher Klärung ist es vorgeschaltet.

00:05:00: oder gehen Sie davon aus dass jeder Gerichtsweg schon auch mit Mediationen zu tun haben?

00:05:08: Potenzial Könnte sicher nicht jeder als Exekutionsrecht oder Insolvenzrecht werden vermutlich völlig irrelevant sein.

00:05:14: Im Stafrecht ist woanders geordnet, nämlich im Tatausgleich.

00:05:18: also das war sie ein...

00:05:20: Das ist glaube ich Österreich der Atheit?

00:05:22: Du als Deutschland genau, Täter-Opferhausgleich.

00:05:24: Die haben wir decidiert ausgeschlossen.

00:05:26: ansonsten ist es aber so dass in Österreich dann nehme ich gleich ein Ergebnis vorweg.

00:05:31: Also ich kann Ihnen jetzt die Praxis berichten.

00:05:33: direktlich ist das eine Situation das können andere besser Aber es ist keinesfalls gut besonders gut verankert in den Wasserfahrungsgesetzen, auch nicht nur in einzelnen Materiellen richten.

00:05:44: Es ist so dass Gerichte neuen seltenen Fällen auf Mediation aufmerksam machen.

00:05:50: Und es gibt keine Zulässigkeitsvoraussetzung um zu Gericht zu kommen?

00:05:55: Nein überhaupt nicht!

00:05:56: Mit Ausnahme weniger Bereiche, nämlich insbesondere Nachzurschaftsstreitigkeiten, ist eine göttliche Einigung, ein göttlicher Einigungsversuch notwendig.

00:06:06: Das sind ganz valide Zahlen und darauf kann man jetzt auch wirklich Schlussfolgerungen und Erkenntnisse stoßen.

00:06:12: Also das ist bei mir angekommen, bei dem was Sie aufgefahren haben für diese Studie die über zweieinhalb Jahre lesen.

00:06:19: Genau also im wesentlichen Jahr.

00:06:20: natürlich reflektieren wir ständig die Reichweite der Aussamen, die wir treffen können.

00:06:25: Vielleicht noch so ein zwei Erläuterungen zu dem Kontext?

00:06:30: Sozialwissenschaftlerin, das Ganze ist am Institut für angewandte Rechts- und Kriminalsoziologie aufgesetzt worden.

00:06:39: Und der eine oder andere vielleicht am Zuhören hier fragt sich schon wie kommt es denn da zur Mediation?

00:06:43: Also wieso haben sie Mediation in den Fokus genommen Frau Meyerhofer?

00:06:47: Das ist doch ein Nischenprodukt!

00:06:49: Unser Institut beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit alternativen Formen der Konfliktlösung.

00:06:56: Wir haben etwa schon in den Achtzigerjahren den damaligen, außergerichtlichen Tagesgleich das Modellprojekt an.

00:07:01: Zunächst können wir also einen Jugendlichen mitbegleitet und mit Forschung dann auch bei der Ausweitung auf Erwachsene.

00:07:07: Wir beschäftigen uns mit Restorative Justice Ansätzen, Mit Nachbarschaftskonflikten.

00:07:12: als ich war da auch mal bei einer Studie dabei.

00:07:14: Da ging es um Konfliktvermittlungen im Gemeindebau.

00:07:18: Ich selbst habe auch immer wieder schon Mal zum Mediation geforscht, etwa auch an einer Studi... in Österreich beteiligt gewesen zu Wirtschaftsmediationen, die durchgeführt worden ist.

00:07:29: Da war ich als wissenschaftlichen Mitarbeiterin ein wenig mit dabei.

00:07:33: Also insofern liegt es auch in der Tradition unseres Instituts, das schließt dann eine breite Tradition an ja.

00:07:39: Auch gerade läuft jetzt wieder im Strafrechtsbereich eine Studie.

00:07:42: da geht's um, wo es Storative Justice in allen Verfahrensstadien oder gerade auch in Personen schon im Gefängnis sind.

00:07:49: Kommen wir mal zu den Inhalt.

00:07:50: Was war denn für Sie, die eben über Jahre sich schon auch mit der Mediation wissenschaftlich beschäftigt?

00:07:56: Die überraschende Erkenntnis gab es etwas wo sie wirklich aus den Daten nochmal völlig neue Perspektive gewonnen haben sagen.

00:08:04: das hätte ich nicht gedacht.

00:08:05: Da muss ich jetzt erzähl ich ein bisschen darüber nachdenken.

00:08:08: Es gab einige Also überraschende, aber doch irgendwie auch spannende Ergebnisse.

00:08:15: Mich hat erschüttert – also erschüttern klingt jetzt eigentlich stark!

00:08:18: Aber mich hat schon recht beschäftigt wie prekär dieses Berufsfeld ist und wie wenig die Institutionalisierung gelungen ist, auch die berufliche, ja?

00:08:28: Die Berufsfeldinstitutionalisierung und ich würde sagen weniger stagnieren als er ja Rückgänge wahrnimmt.

00:08:40: Und das wundet auch wiederum, weil das ja in Österreich doch noch mal stärker gesetzlich institutionalisiert wurde als Deutschland.

00:08:51: Es ist halt nicht mehr so dass die Mediatoren unmittelbar beim Ministerium gelistet sind?

00:08:58: Sie können gelistete sein und viele sind es auch in der sogenannten Liste eingetragener Mediatorinnen und Mediatoren.

00:09:04: da muss man auch bestimmte Voraussetzungen erfüllen als Qualitätssegel gewissermaßen.

00:09:09: Es dürften ungefähr neunzig Prozent, also zumindest sind in unserer Stichprobe neunzig Prozent und wir haben dann Verglichen auch bei den Mitgliedern des österreichischen Bundesverband Mediation sind neunzehnt Prozent gelistet.

00:09:21: Also dürfte das ungefähr hinkommen für die, die zumindest gelegentlich aktiv sind oder noch ein gesteigertes Interesse an Mediation haben?

00:09:30: Es dürfte aber doch auch recht beträchtliche Anzahl geben, schlecht mal eine Ausbildung gemacht hat, aber dann nie was weiter damit gemacht hat.

00:09:39: Die haben auch wir nicht erreicht.

00:09:41: Also wir haben auch vom Justizministerium anonymisiert die Listeinträge seit Beginn der Listenführung bekommen und haben sie ausgewertet und sehen da auch wie das ganz stark auf weit über viertausend Eintragungen in den ersten Jahren gestiegen ist.

00:09:59: Und jetzt sind wir so bei tausend hunderttausends achthundert Einträge.

00:10:02: also hier spiegelt sich das wieder.

00:10:05: Das heißt, das ist im Rücklauf und über die gesamte personelle Bandbreite von Ausgebildeten oder auch gelisteten Mediatoren können Sie aus den Daten sehen.

00:10:21: Absolut.

00:10:22: Also wir haben in unserer Befragung dann die Berufsgruppenbefragungen der Mediatoren und Mediatoren, da haben wir dreihundertachzehn gültige Datensätze gewonnen und einbeziehen können.

00:10:32: Und die dürfte auch wirklich für die Mediatore und Meditoren repräsentativ sein mit Ausnahme derjenigen, die ganz weit weg mittlerweile davon sind.

00:10:42: Die haben wir sicher weniger erreicht.

00:10:44: Der innaktiven und der, die das auch als... Zusatzqualifikation für ihren Hauptberuf, wo sie halt mediative Kompetenzen auch in der Steuerberatung am Bau oder sonst irgendeinem

00:10:57: Voraus.

00:10:57: Führungskräfte?

00:10:58: Genau, Führungskräfte ja auch.

00:11:00: Die haben wir sicher weniger gerecht.

00:11:01: und sonst haben wir auch geprüft.

00:11:04: an ein paar Daten sind wir ziemlich gut aufgestellt mit diesen Stichproben und da sehen wir das ungefähr also nur aus unserer Stich Probe.

00:11:12: nur

00:11:13: achtunddreißig Prozent das regelmäßig machen so knapp six und dreißig Prozent machen es gelegentlich.

00:11:19: Und das dürfte also in der Hinsicht sind wir nicht repräsentativ, dass dürfte noch deutlich zu hoch sein.

00:11:24: Wir sehen auch, dass Mediation vergleichbar zur Deutschland vorrangend eine Nebentätigkeit darstellt oder ein ergänzendes Leistungsangebot im jeweiligen beruflichen Tätigkeits-Spektrum.

00:11:38: Also etwa wenn ich auch Coaching, Supervisionen, den psychsozialen Beratungssetting anbiete oder da ist es auch oft beim Unternehmensberaterinnen.

00:11:48: Wir sehen auch, dass kaum jemand davon leben kann alleine.

00:11:51: Also das ist natürlich ganz gravierend für die Entwicklung meines Berufsschänders.

00:11:57: Also hauptberuflich machen es nur circa dreizehn Prozent unserer Stichprobe.

00:12:01: Das heißt, das dürften wieder noch weniger sein bei allen, die mal eine Mediationsausgebung gemacht haben deutlich weniger dort.

00:12:08: Sogleich machten die meisten nur so zwischen vier bis acht Mediationen.

00:12:13: Ja also sehr wenige Landzahl Und ich glaube davon leben beruflich, so da haben wir auch mal Daten.

00:12:20: Wenn es da welche gibt dann haben sie die in ihrer Studie auf jeden Fall auch erfassen können.

00:12:25: Das sind nicht derartige Ausreise oder entfernt liegende, die gar nicht Zugang finden sondern da können wir sagen die Daten, die Sie da haben das betrifft den gesamten Mediatoren-Personenkreis

00:12:39: Genau!

00:12:39: Es ist ja nur eine Handvoll, die davon leben kann.

00:12:41: Also tatsächlich geht sich doch um dreizehn Personen die wir in der Stichprobe haben, oder dürften wir einen nicht unwesentlichen Teil erfasst haben.

00:12:50: Es wird schon noch ein paar mehr geben.

00:12:52: Wir sehen dann zudem auch noch ganz große Unterschiede in der Honorarhöhe und das hängt natürlich auch davon ab, wo ich es hauptberuflich mache oder nur als Nebentätigkeit und noch von vielen anderen Faktoren.

00:13:03: Wir haben also den Faktor mit einem Produkt zu tun, dass noch nicht selbst einen eigenen Beruf bildet.

00:13:10: Also im Sinne von... Ich kann sagen, es gibt Mediatoren, tun und als Vollzeit-Mediatoren arbeiten, sondern es bleibt immer ein Produkt neben anderen.

00:13:21: Genau, so kann man glaube ich sagen dass die kritische Masse nie entstanden ist oder zumindest bis jetzt nicht entstanden sind.

00:13:28: in Österreich wo ausreichend System.

00:13:30: vertrauen entstehen ist also auch Vertrauen in dieses Angebot wo es ausreichender bekannt ist wo alle Menschen irgendwelche Leute kennen die damit eine Erfahrung haben genug ausgewiesene, erfahrene Mediatoren gibt zu denen ich zugekommen habe.

00:13:46: Diese kritische Masse ist gewissermaßen bis jetzt nicht erreicht und es gerät auch gerade wieder eher in die andere Richtung.

00:13:53: Und das wäre ein schöner Übergang zum Mediationsparadox.

00:13:56: denn das was Sie so beschreiben als kritische Masse, das klingt nach dem Wunschtraum von einst den Mediaturen hegten weil sie Wie viele andere auch gedacht haben, klar Konflikte stören die Konfliktparteien.

00:14:10: Die sind da genervt, die erzählen ihr ganzes Umfeld davon und es ist doch nichts naheliegender als ein Lösungsangebot wahrzunehmen dass Mediatoren dort mit ihrer Mediationsmethodik anbieten das sie das wahrnehmen aber Sie tun's nicht diese Konflikpartei.

00:14:29: Ich weiß nicht, ob Sie das in Ihrer Studie auch haben.

00:14:31: Mediatoren sind ja auch mal hin und wieder Konfliktparteien die das Produkt kennen, die Leute kennen aber auch das Produkt selbst nicht buchen.

00:14:42: Haben sie das auch mit untersuchen können?

00:14:45: Also ich habe das tatsächlich öfter bei qualitativen Gesprächen gerade am Anfang auch in so Fokusgruppen gefragt.

00:14:52: Auch bei mir ist dieser Eindruck entstanden den sich schildern dass er der geringere Teil Erfahrung damit hat selbst als Mediant oder Mediandin.

00:15:01: Ich habe interessanterweise bemerkt, es hat jetzt nicht unmittelbar, das hat mir der Stuhl zu tun aber auch mit mir persönlich.

00:15:07: also ich selbst hab mediationengefahren als Mediandin in mehrfacherweise und mit unterschiedlichen Erfahrungen muss ich auch dazu sagen und ich habe das dann am Anfang.

00:15:17: also wenn ich mich den Mediatoren ein vorgestellt habe ich habe dass auch zum Teil gesagt oder tatsächlich auch bewusst gesagt

00:15:24: weiß ich

00:15:27: schon, Erfahrung in verschiedenen Rollen mit der Mediation habe.

00:15:32: Das ist was ich interessant gefunden habe.

00:15:34: Bei manchen habe ich es dann gemerkt wie der Respekt steigt von mir, weil ich das Erfahrung habe.

00:15:42: Ich hab mitgetraut, dass gar nicht einer Sozialwissenschaftlerin die qualitativ arbeitet zu sagen aber ich habe mal vor ein zwei Jahren auf LinkedIn eine kleine Umfrage unter dem Netzwerk gemacht.

00:15:52: da haben so auch sechzig Mediatoren geantwortet, wieviel Erfahrungen sie Medianten da sein, mit Konflikten haben.

00:15:59: Ich bin davon ausgegangen einfach ich habe das gar nicht abgeprüft ob die auch noch Konflikte haben diese ausgebildeten Mediatoren sondern ich gehe einfach davon aus dass sie das haben.

00:16:08: und es war auch so.

00:16:08: es waren über fünfzig Prozent die keine Erfahrung als mediant haben das heißt in ihren konflikte nicht auf die Idee kommen oder sich nicht entschlossen haben, ein Mediator zu beauftragen.

00:16:20: Und natürlich gibt es ja auch viele Konflikte um Mediationen.

00:16:23: nicht das richtige Mittel ist also diese Auffassung dass mediation so die bessere Alternative zum Gerichtsverfahren ist dieser Super-Schalen haltbar würde ich mal sagen.

00:16:33: Es kommt ganz drauf an worum's geht wie die Konstellation ist welche Inhalte Streitinhalte es geht mit Beziehungskonstellations und ob seine jüngere Echtfrage primär geht und was auch immer.

00:16:44: Da wäre ich fast schon geneigt.

00:16:45: Wir machen einen kleinen Themenwechsel und unterhalten diesen Podcast jetzt als erfahrene Medianten, weil sie sagen, die haben mehrere Mediation mitgemacht.

00:16:55: Ich habe auch schon mehrere mitgemachten

00:16:57: in verschiedenen

00:16:58: Kontexten.

00:17:00: Und da können wir dann mal eine Episode machen was Medianten von Mediatoren halten oder von Mediation.

00:17:07: Welchen Wut haben Sie denn auf?

00:17:10: Ich wechsle die Hüte aber!

00:17:12: Alles klar...

00:17:13: Frau Meyerhofer, dann lassen Sie uns zu diesem Paradox kommen.

00:17:16: Ist das denn immer noch eins nach Ihrer Studie oder zerstören sie diesen Status dass die Mediation ein Paradox ist?

00:17:24: Also der Begriff Paradox is ja so ein schöner Begriff weil er die Aufmerksamkeit auf sich sieht.

00:17:31: insofern hat er ja ein Stück weit seine Berechtigung.

00:17:34: aber ich würde es weniger also mit einer soliden Datenbasis in soliden empirischen Basis weniger als paradox beschreiben, sondern eher als ein komplexer Sachverhalten.

00:17:48: Komplexes Zusammenwirken verschiedener Faktoren die zum Teil die Nachfrage erhöhen aber auch viele Faktore und so verschiedene Faktor auf ganz verschiedenen Ebenen, die die Nachfragen bremsen oder sie überhaupt nicht entstehen lassen.

00:18:03: Und dann erklärt sich diese niedrige Inanspruchnahme sehr gut oder ist es sehr gut verständlich.

00:18:08: Da haben wir auch tatsächlich sehr verschiedene Daten dazu gewonnen und ich meine, das trifft auf alle oder ganz viele soziale Sachverhalte zu sind nicht trivialer Systeme da wirkt immer verschiedenes zusammen und je nachdem geht das dann auch anders aus?

00:18:26: Wir haben es mit ja nicht-linieeren Mutikhossalen und faderpengigen Entscheidungen zu tun, welche Konfliktlösung denn tatsächlich gewählt wird.

00:18:36: Das stimmt schon mal!

00:18:37: Das Mediationsparadox hatten Aufmerksamkeitsschimmer.

00:18:40: Man guckt hin vor allen Dingen als Mediator.

00:18:42: aber ich fand ist gut formuliert worden schonmal dieses Paradox und das hat Kollege Klaus Röhl deutlich gemacht.

00:18:49: Er sagt Es ist ein preiswärteres Zügegas Und auch durch, also nicht nur durchaus sondern dann auch nach einem was bekanntes erfolgreiches Verfahren.

00:18:58: Wenn es stattfindet hat das eine hohe Prozentzahl von Abschlüssen schwankt aber achtzig Prozent plus Minus kann man sagen und dennoch wird es nicht in der Form genutzt wie es erwartet werden könnte wenn man den Vergleichmaßstab Gerichtsverfahren nimmt.

00:19:16: Was die Frage preiswerteren Verfahren betrifft ist halt die Frage, was ist die Vergleichsfolie?

00:19:22: Wenn ich ein Gerichtsverfahren hernehme, dann wird Mediation meistens vielleicht nicht immer.

00:19:28: Es gibt doch Entscheidungen, wenn sie gehen wirklich ganz schnell und man braucht nicht mal einen rechtlicher Beistand oder Regner dazu.

00:19:34: aber mehrheitlich wird mediation... günstiger sein.

00:19:38: Zügiger kommt auch sehr darauf an, je nachdem wie lange es dort bis die erste Tagssatzung bei Gericht angesetzt ist also wie lang es überhaupt dauert bis das Verfahren losgeht.

00:19:48: aber ansonsten können manche Verfahren sind doch in ein zwei tagsatzungen abgehandelt.

00:19:52: ja das kommt auch drauf an kann mehrheitlich schneller sein.

00:19:56: Mediationen dauern im Durchschnitt bei uns, das haben wir auch gesehen.

00:19:59: Haben wir auch erhoben.

00:20:00: Durchschnitte dauern sie drei Monate.

00:20:02: Das kann aber stark schwanken.

00:20:04: Aber die meisten sind zumindest in einem halben Jahr seit dem Blick.

00:20:07: Mit Abstand sozusagen ist die Rechnung ja relativ einfach in der Theorie.

00:20:13: beim Gericht hat man zwei Anwälter und Richter mindestens zu bezahlen, bei einer Mediation ein Mediator

00:20:19: oder auf zweit, wenn es oben mediation ist?

00:20:21: Oder in der Kombination sind es zwei.

00:20:23: Und Richterkollegium oder ein Entscheidungsgremium hat man auch mehr, also allein von den Honorarsätzen sozusagen.

00:20:29: und bei der Zeit... Man findet einen Mediator und das hängt meistens von dem eigenen Kalender ab weil man nicht wie bei Gericht terminiert wird sondern man kann sich dasselbe zusammensuchen und bei Gerücht hat man halt diese ganze anderen Gerichtsprozesse die auch laufen als Terminkonkurrenz dar So über den Daumen gepeilt.

00:20:50: Also kann man sagen, es ist schneller organisierbar als ein Gericht weil's in der eigenen Hoheit ist und es ist insoweit preiswert, weil man nur den Tagessatz für das Mediaturnteam zahlt.

00:21:01: Mehrheitlich ganz sicher ja.

00:21:03: Das erfolgreich können wir auch bestätigen.

00:21:05: grundsätzlich unsere Daten also Wir haben hier auch wirklich einmalige Daten.

00:21:09: Insofern ist auch vom sehr hoher Qualität Weil wir die mediationsfälle Für diese Ergebnisse aus unserer repräsentativen Bevölkerungsbefragung herausgescremt haben.

00:21:22: Wir haben von diesen tausendsehnhundertzwanzig Personen hatten in Summe einundachtzig Personen Mediationserfahrungen und das haben wir sehr, sehr sorgfältig abgeklärt auch ob sie überhaupt Mediation kennen mit drei verschiedenen Prüfragen und so damit wir auch die rauskriegen, die Meditation meinen und die also rausfiltern... Die

00:21:42: Frage gehört haben aber eigentlich nicht wissen was es ist

00:21:45: Genau.

00:21:46: Und die rausfiltern, die vom Pfarrer irgendwie versöhnt worden sind und die, die eigentlich in der Paartherapie waren und ähnliche Konsolationen haben wir daraus gefiltert und auch dann nochmal genau beschreiben lassen, diejenigen, die sich nicht ganz sicher waren ob das Mediation tatsächlich ist, dass sie gemacht haben was es denn war und danach noch mal also qualitativ noch erfasst wird.

00:22:08: Das

00:22:08: ist richtig

00:22:10: aufwendig!

00:22:13: Aber wir haben hier diese einundzwanzig Fälle, die tatsächlich als repräsentativ betrachtet werden können.

00:22:20: Die nicht über Mediaturinnen und so empfohlen worden sind.

00:22:23: Und da sehen wir dass die Hälfte sagt ja das Problem wurde durch die Mediation zur Gänze gelöst?

00:22:32: Ein Dritter sagt teilweise also...

00:22:36: Da sind wir schon bei über sechzehn

00:22:38: Prozent.

00:22:39: Sechszehn prozent glaube ich sind es genau!

00:22:42: so ungefähr fünfzehn, sechzehn Prozent, die sagen nein wurde nicht gelöst beziehungsweise es kam zum Abbruch.

00:22:49: Also das können wir bestätigen.

00:22:51: was wir allerdings nicht wissen dass ist ob das für alle Menschen gelten würde wenn sie zur Mediation kregen wenn Sie mit diesem Konfliktlösungsverfahren arbeiten müssen.

00:23:03: Das ist auch ein wichtiger Punkt.

00:23:04: das wäre auch sofort meine These gewesen.

00:23:07: Die größte Hürde und der wichtigste Filter ist der Einstieg in die Mediation.

00:23:12: Und da werden schon die meisten rausgefiltert, wenn jetzt mit dem Wissen um den Erfolg viele sagen dann mache ich das mal, dann würde diese Erfolgsquote auch sinken?

00:23:24: Genau!

00:23:25: Wir haben höchstwahrscheinlich ein Positiv-Screening gewissermaßen von Menschen, die auf vieler solchen dialogorientierten Verfahren gegenüber sind.

00:23:35: Wir haben auch gewisse Hinweise jene Personen eher bereit sind dieses Konfliktblösungsmittel anzudenken, die so mit psychosozialen Beratungsunterstützungangebotenerfahrung haben.

00:23:47: Die auch da eben auch spezifische Selbstreflexionskompetenzen schon gewinnen können und ähnliches.

00:23:53: Und das verändert natürlich die Voraussetzung.

00:23:56: Also dieses Verfahren einfach sympathisch finden weil es sie bestätigt in ihrer Kommunikationsorientierung Emotionsfokussierungen oder weiß auch einfach ihre Tätigkeit entspricht, sagen ja so gehe ich Probleme an.

00:24:10: Also redend, sprechend, denkend, intellektuell, kognitiv...

00:24:15: Genau!

00:24:15: Oder die zumindest da gewisse Grundkompetenzen dir ein Stück weit notwendig sind?

00:24:21: Oder zumindest förderlich sind, sagen wir mal so Gewinnen haben können, besser Gewinnern haben können also.

00:24:27: Und das würde mich zu dem zweiten Aspekt führen bei dem Mediationsparadox, dass die Idee – das ist ein Verfahren ganz niederschwellig und für die breite Bevölkerung jeder kann Science einbringen und wird gehört.

00:24:40: Das sozusagen es gibt eigentlich keinen Ausschluss nicht mal Kinder oder sonstige sondern ist ja alle da ganz demokratisch partizipativ, dass das die Daten auch nicht hergeben, sondern es ist eher etwas für schon sprachlich geschulte also Bildungs ... Wegespielende Rolle, die zur Mediation führen und dann vermutlich auch das habe ich zumindest in einem ihrer Aufsätze dazu gelesen.

00:25:04: Es ist eine Frage des Geldbeutels auch.

00:25:07: Auch genau wenn ich ein paar diese Faktoren ein bisschen beschreiben sollte, die dazu führen dass die Nachfrage so gering bleibt Dann hat diese Unkenntnistese dir Rül doch weitgehend verwirft?

00:25:24: Und damit früher auf alleiniger Flur war, also den man ja dafür fast schon gescholten hat.

00:25:30: Weil das ja doch die einzige Erklärung für andere sein sollte dass das nicht genutzt würde.

00:25:35: Also sie gewinnt ein bisschen an Bedeutung dadurch weil wir sehen in Österreich dass die Hälfte der Bevölkerungsmediation sicherlich kennt oder mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht kennen, weil die Antworten völlig inkongruent sind und etwa Meditation dann in der Definition geht gewählt wurde eigentlich.

00:25:54: Das heißt, nur die Hälfte kennt überhaupt Mediation weiß.

00:25:59: Um dieses Konfliktlösungsverfahren der Erwachsenenbevölkerung muss man hinzufügen und da sehen wir das jene mit höherer Bildung gerade Matur und darüber hinaus also Abi und darüber heraus dass Signifikant öfter kennen und zwar auch tatsächlich relativ stark öfter.

00:26:17: Also das macht einen großen Unterschied, die Bildung, die Formalbildung macht einen grossen Unterschied.

00:26:21: auch Menschen dieses Verfahren überhaupt kennen oder Menschen mit geringerer Formalbildungen haben hier also weniger Chancen schlicht und ergreifend allein.

00:26:28: Doch dass sie es nicht kennen.

00:26:29: Altersspieler gewisse Rolle je älter Menschen sind, desto eher kennen sie es aber nicht so groß wie an der Bildung.

00:26:36: wenn's aber darum geht um die Frage bei jenen die sie überhaupt kennen uns schon mal erwogen haben Wogen haben es circa vierzehn Prozent der österreichischen Bevölkerung, die wir gefragt haben repräsentativ.

00:26:47: Wenn's darum geht wer realisiert das überhaupt dann?

00:26:50: Das heißt geht tatsächlich bei einem Konflikt in eine Mediation Dann sind wir erstens bei knapp fünf Prozent insgesamt und wir sehen dann ist in unseren multivariaten analysen statistischen Analysen dann ist nur mehr das Einkommen ein signifikanter Einflussfaktor.

00:27:08: Das heißt, je weniger Einkommen Menschen haben, desto signifikant weniger nutzen sie im Negator.

00:27:16: Also sie nutzen es noch deutlich weniger

00:27:17: als... Ja dann würde man sozusagen sagen müssen also ist kein billiges Verfahren sondern das ist eins was man sich leisten können muss sowohl sprachlich als auch finanziell.

00:27:29: ich mag dazu eine Überlegung oder eine These vielleicht ist die nicht in der Studie drin aber sie spielt bei dem Thema hier eine Rolle um da irgendwie ein Henke ran zu bekommen.

00:27:37: Alleine der Preis von Mediation und die Frage, kann ich mir das leisten?

00:27:43: Es ist sicherlich also wichtig ein Erkenntnis.

00:27:46: Okay, das können nur die sich leisten können, die ein höheres Einkommen haben oder zumindest Vermögen.

00:27:52: aber es gehört eben auch dieser Aspekt dazu dass das ein Investment ist Das scheitern kann.

00:27:58: man kriegt halt keine Garantie dafür Dass man den Konflikt löst sondern Man kriegt nur die Möglichkeit Dafür die eben auch noch von anderen Faktoren abhängt.

00:28:08: Bei Gericht kriege ich einen Urteil, aber nicht mehr.

00:28:11: Inwieweit es ein Zusammenhang gibt, ob die Affinität von Menschen in so einem risikoreiches Investment zu leisten eine Rolle spielt?

00:28:20: Also eine Korrelation zur Frage zum Beispiel, ob diese Menschen, ob es ein zusammenhang gibt

00:28:26: z.B.,

00:28:27: ob sie Aktieninvestments tragen oder nicht.

00:28:31: Das haben wir nicht erhoben!

00:28:33: Es wäre eine schöne Untersuchung.

00:28:35: Ich weiß aber auch nicht, ob das die entscheidende Frage ist.

00:28:38: Denn das sind ja doch auch nicht so viele, die Aktieninvestments haben.

00:28:41: Richtig!

00:28:42: Deshalb wäre dann eine Schlussfolgerung.

00:28:44: Ah, das würde erklären, dass es da vielleicht weniger sind?

00:28:49: Das was wir aber sehen ist, dass die Frage des Preises und ob das jetzt teuer ist oder nicht... Und die Einschätzung wird teuer.

00:28:59: Das wird nicht vor der Vergleichsfolie-Gerichtsverfahren gezogen.

00:29:04: in der Regel

00:29:05: Das ist bestätigt bei Ihnen.

00:29:08: Genau, das sehen wir in unseren Daten.

00:29:10: Wir haben ja auch gefragt wie Menschen ihre Konflikte, nämlich nicht so leicht zu lösen der Konflikte die sie mit anderen Menschen oder

00:29:19: Stellen

00:29:19: haben, wie Sie die übliche Reise lösen.

00:29:22: und da sehen Erwartbarerweise, dass so informell alltagsweltliche Formen der Konfliktlösung – also man spricht miteinander versucht das lässt sich vom sozialem Umfeld dabei helfen und Ähnliches.

00:29:36: Dass die absolut überwiegenden Formen in der Konfektlösungen sind und auch gar nicht zu selten wird einfach nichts getan!

00:29:44: Das ist also Lamping heißt das in der Fachsprache.

00:29:47: Man tut nichts, aber vor allem sie ist es im Verhältnis oder mit der vergleichsvolle informell- alltagsweltliche Formen der Konfliktbearbeitung und die kostet in der Regel nix.

00:29:58: Das Wutte heißt dass sozusagen auch die Konfliktspartei Mediatoren nicht in die professionelle Riege von Richtern oder Schiedsrichter und Schiedskirchen stellt sondern das sind halt Sozusagen nette Tritte, die aber Geld dafür haben wollen?

00:30:17: Das würde ich jetzt gar nicht sagen.

00:30:20: Ich würde nur meinen dass ein Gerichtsverfahren das wird in der Regel dann beschritten wenn Leute das als alternativlos betrachten.

00:30:27: also ich habe keinen anderen Weg mehr als das.

00:30:30: Also da nimmt man gar nicht mal wahr dass man noch was Entscheidungsmöglichkeiten hat oder wenig war.

00:30:35: und wer sind die Türöffner zu Gerichts Verfahren vor allem Anwältinnen und Anwälter, also der Regel geht man zuerst dorthin bevor man zur Gericht geht.

00:30:44: Da sehen wir auch die Spielen bei Konflikten, Problemenkonflikte, die man nicht so leicht lösen kann.

00:30:51: So hatten wir das formuliert doch eine recht bedeutsame Rolle nämlich ein Drittel, ein gutes Drittel der Personen, die solche Konflikte nannte hat da auch anmalkliche Informationen eingeholt oder Beratung gesucht oder sich sogar vertreten lassen.

00:31:07: Die könnten dann ja auch den Weg in die Mediation aufzeigen, als einen möglichen.

00:31:12: Und da sehen wir – das ist in Deutschland nicht so anders wie gerade eine aktuelle oder kürzliche Studie in Deutschland zeigt – dass wir das Anwältinnen und Anwälte-Mediativen kaum im Blick haben bis gar nicht im Blick sind.

00:31:29: Das heißt, die halten eigentlich diesen Weg überwiegend verstellbar.

00:31:35: Beziehungsweise haben selber ihr Berufsbild erweitert und arbeiten verstärkt außergerichtlich beratend, aber eben nicht abgebend in die Mediation oder machen als Mediaturen.

00:31:49: Ein Aspekt der ist mir bei dem was ich jetzt dazu recherchieren konnte noch nicht unter die Augen gekommen den ich in der Praxis deshalb wichtig finde weil ich ihn selbst auch erlebe wenn ich in Organisation tätig bin wo Menschen als Mitarbeiter, als Vertragspartner in eine Mediation gebeten werden.

00:32:11: Arbeitsplatzstreitigkeiten, Streitigkeiten in Vereinen die dann als Organisation dieses Instrument befürworten empfehlen einkaufen und anbieten also wo die Inizierung der Mediation von Hörerstelle oder von organisationaler Stelle kommt und die beteiligten dazu auch Mehrheitlich Ja sagen als Nein, weil das höhere Konsequenzen mit sich tragen würde.

00:32:38: Und diese, sag ich mal, organisationalen Strukturen die da zur Mediation hinführen zu solchen Mediationsgesprächen spielten die in ihrer Studie eine Rolle?

00:32:49: oder haben das Beteiligten ihren qualitativen Interviews angedeutet?

00:32:54: Ich habe das mal gemacht aber... Weil mein Chef gesagt hat mach das mal Hey du!

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00:33:25: Also

00:33:26: ja wir sehen das auch in den qualitativen Studien.

00:33:30: insbesondere.

00:33:31: Wir haben Es waren dann schlussendlich fünfundzwanzig Fallrekonstruktionen durchgeführt.

00:33:37: Zu den meisten haben wir auch Gespräche mit Mediandinnen und Medianten führen können, fast immer auch mit Mediatoren, Mediator vereinzelt nur jeweils die eine oder andere Seite also doch durchaus auch hier breite Einblicke.

00:33:55: da sehen wir dieses Prinzip der Freiwilligkeit.

00:33:57: das würde einerseits sehr hochgehalten.

00:33:59: Das sieht man dann in der Praxis auch dort, wo Formalfreiwilligkeit vorliegt.

00:34:04: Schaut es mit der Freiwilligkeit einzelner Parteien gar nicht so rosig aus weil da doch auch erheblicher Druck durch eine aus welchen Gründen auch immer definitionsmächtige Stelle oder Person vorhanden war Sowohl privat als auch beruflich übrigens.

00:34:20: Auch im privaten Bereich haben wir solche Konstellationen oder in dieser Schnittmenge von beiden, also ich erinnere mich gerade an ein Beispiel einem Familienbetrieb wo wir mit zwei Millionen Dienern, mit Milliarden, Milliarden den Gespräch geführt haben nicht aber mit dem... Es waren vier involviert und da hat der Also der Vater oder auch das Seniorchef, nur deshalb diesen Verfahren zugestimmt.

00:34:49: Weil klar war sein Sohn und ihm auch klar gemacht wurde von seinem Sohn.

00:34:52: Oh ich geh weg!

00:34:54: Ja?

00:34:54: Ich führ diesen Betrieb nicht

00:34:55: weiter.".

00:34:56: Und dieses Interesse den Betrieb zu halten war so groß dass er dann damit reingegangen ist.

00:35:02: also da.

00:35:04: Da

00:35:04: entwickelt sich Freiwilligkeit auch aus Unlust heraus.

00:35:06: Genau

00:35:07: Genau.

00:35:08: Und der hat auch, also ich möchte diese Daten nochmal weiter auswerten gerade was Machtmechanismen in der Mediation betrifft und auch den Umgang mit solchen Machtverhältnissen in Mediation und er hat dann sicher auch etliche Fehler lassen müssen in dieser Mediation so ist doch recht breit durchgeschimmert aber er hat auch etwas gewonnen Sensormes geblieben.

00:35:29: Also das teile ich also auch.

00:35:32: viele.

00:35:33: Trennung mediation kommen zustande, weil glücklicherweise Menschen im Umfeld sagen so geht's nicht.

00:35:39: Also das müsst ihr anders angehen.

00:35:41: Ihr habt Kinder, ihr könnt euch hier den Rosenkrieg leisten oder selbst die Kinder auch sagen also benehmt euch mach geht dorthin statt das so zu machen.

00:35:52: Oder Richterinnen, dass sehr dringend empfehlen und dann überlegen sich oder Jugend aus dem Jugendamt entscheidungsmächtige Personen und dann ist ein großer Druck da?

00:36:05: Und ich glaube, da ist der Begriff Freiwilligkeit in seiner juristischen Terminologie anders und im Alltag irreführend.

00:36:13: Weil natürlich keiner freien Willens oder gerne in die Mediation geht.

00:36:22: Aber

00:36:23: bin nicht

00:36:24: gespannt auf den Teil, den Sie danach rausfiltern werden weil das schon interessant ist auch wo wir überall macht negativ markieren, also via Mediatoren auch und wo macht.

00:36:38: Auch so das ist ja manchmal notwendig und schön und gut.

00:36:43: Das ein interessanter Punkt!

00:36:45: Also was ich auch für einen sehr wesentlichen Element dafür halte dass die Nachfrage so gering ist würde ich gerne noch herausgreifen nämlich mediation ist im mehrfachen Hinsicht ein sehr verhaussetzungsvolles Verfahren.

00:36:56: Ja, da treffen sie ganz offene Ohren bei mir.

00:36:59: Ich sage immer, das ist eine Zumutung.

00:37:04: Das auch und es ist schon mal im Zugang.

00:37:07: Deshalb ist so irre schwierig weil beide oder alle zentralen Konfliktbeteiligten bereit sein müssen dazu und da sehen wir tatsächlich in unseren quantitativen Daten auch daran scheitert es besonders oft.

00:37:21: Das ist das

00:37:22: Zeitfenster, wo alle ja sagen.

00:37:24: Genau!

00:37:25: Bei denen die zwei Mediationen überlegt haben aber dann nicht realisiert haben, waren nämlich zwei Drittel derjenigen, die mediationenüberlegt haben.

00:37:32: Zwei Hundertvierzig haben mediation überlegt und nur Einenundachtzig haben es realisiert.

00:37:36: Zwarhundertvierzig haben sie überlegt im Laufe der... Und bei den zwei HundertVierzig kommen da nur Einundachtzig in eine Mediat ... also schaffen wir jetzt zur Mediation?

00:37:48: Und wir haben uns jetzt bei den Zusatzauswertungen nach angeschaut, wann ist das wahrscheinlicher und wann weniger wahrscheinlich.

00:37:56: Aber wir haben auch diejenigen, die das nicht realisiert haben gefragt aus welchen Gründen und ganz oft kam es nicht zustande, weil entweder die Person selber dann nicht bereit war oder der hat ja die Andere.

00:38:05: Also das ist das häufigste.

00:38:08: Da möchte ich vielleicht auf Moritz Bahndrecht heißen verweisen.

00:38:12: in seiner tollen Arbeit understanding the market for justice bringt er dieses Problem auf so eine tolle, pointierte englische Formulierung.

00:38:23: Nämlich das ist ein Problem, eine ausreichende Nachfrage zu generieren.

00:38:30: Das ist das zentrale Problem.

00:38:32: Die Konfliktlösung muss exposed in der Regel gefunden werden, also wenn der Konflik schon eingetreten ist und die Kommunikation schon ziemlich reuniert ist, wenn schon hohe psychische und auch strukturelle Varianten bestehen.

00:38:48: sich auf ein konzentorientiertes Verfahren einzulassen, dann mit so einem Angebot heranzugehen ist sehr schwierig.

00:38:57: Und das sehen wir und das finde ich auch ganz toll in unserer Studie nämlich auch... Wir haben auch erhoben wie die Personen die Mediation überlegt haben darauf aufmerksam geworden ist, was der Impuls war.

00:39:10: Worum sie überhaupt auf Mediation gekommen sind und da sehen wir das immerhin zehn Prozent davon also es sind vierundzwanzig Personen dann dass deshalb gemacht haben weil Sie eine Mediationsklausel hatten in Ihrem Vertrag.

00:39:21: Also das ist nicht Ex-Post sondern ex ante vor Eintreten eines Konflikts wird vereinbart

00:39:27: ein Auto soll es packt.

00:39:29: Wir sehen zugleich mit denen... Ist jetzt nicht ein Drittel das dann tatsächlich in die Mediation geht?

00:39:33: Sondern es sind drei Viertel diese Personen.

00:39:36: Das heißt Mediationsklauseln, das kann man nur schwer empfehlen wenn

00:39:41: da ist

00:39:42: quasi auf einer rechtlichen Basis oder einen vertraglichen Basiss sind äußerst wirksam.

00:39:47: Von den Vierundzwanzig in Mediation waren?

00:39:49: Hatten zehn eine Mediatationsklause?

00:39:51: Von in Summe zwei Hundertvierzig Personen die Mediationen überlegt haben haben Vier und Zwanzig eine, dies aufgrund einer Mediatonsklausel kamen.

00:39:59: Und da schon sind dann zwanzig, ja, am achtzehn neunzehnt nur sowas in die Mediation gegangen.

00:40:05: Und die Vermutung oder wenn Sie es auch nach alle anderen von den tausend sieben Hundert, die hatten wahrscheinlich gar keine Mediationsklausel?

00:40:12: Das

00:40:12: wissen wir nicht!

00:40:14: Wir haben dann immer so kaskadisch runtergefragt.

00:40:16: Da tatsächlich fühle ich mich sehr bestätigt.

00:40:19: Ich glaube diese Zubringerstraßen, diese Strukturen, die vor dem Konflikt schon gebaut wurden sein müssen entweder in Form eines solchen... Solch ein Autosauce-Pakt ist, nenne ich das dann immer die.

00:40:32: Bevor man die Sinne verliert hat man sich schon gebunden dass das wirkt und wenn andere sagen auf die man hört oder hören muss macht das.

00:40:43: Das ist eine gute Idee auch wenn du keine Lust hast.

00:40:46: aber mach das so!

00:40:47: Dass es zu wenig passiert tatsächlich zu wenig und das ist schon auch ein Paradox finde ich.

00:40:56: Staaten, die EU haben ja wirklich viel Geld in die Hand genommen.

00:41:00: Haben Gesetze geschaffen, haben Strukturen geschaffen und haben aber immer wiederum auch dieses... Also nicht überall, aber sehr häufig diese Freiwilligkeit mit Lust und Laune definiert.

00:41:14: Und da hat man natürlich keinen Bock wenn man im Konflikt ist mit jemanden den man nur wirklich gerade kennengelernt hat von seiner schlimmsten Seite.

00:41:22: In risikoreiches Gesprächsverfahren zu setzen.

00:41:26: Noch

00:41:26: ein wirklich anstrengendes, das muss ich auch nochmal bedohnen, diese eigenverantwortliche Lösungsfindung mit dieser Konfliktpartei, mit der ich gerade in einem schwerwiegenden Konflikt bin.

00:41:37: Sonst überlege ich das ja nicht mal.

00:41:39: Auch fehlende Bereitschaft sich mit diesen Konfligten richtig in die Tiefe gehen auseinanderzusetzen und es ist ja auch unangenehm.

00:41:45: also dass wird auch wirklich oft als Hürde genannt von Mediatorinnen und Mediatoren von fast allen, die wir befragt haben Ich glaube sind fast neunzig Prozent, die gesagt haben Das sind entscheidende Hörden warum Mediation nicht öfter in Anspruch genommen wird.

00:41:58: Das sehen wir auch, weil Sie gerade vorhin gesagt haben dieses eigene Umfeld das muss ich noch mal ein bisschen aufgreifen diese geringe institutionalisierung des Berufsfeldes Und die geringe Verbreitung, die Bekanntheit und Nutzung von Mediation tragen auch wesentlich dazu bei zu dieser geringen Inanspruchnahme.

00:42:18: Ich habe schon gesagt diese kritische Masse gesehen, dass die persönliche Weiterempfehlung seien es vor allem Leute aus dem privaten sozialen Umfeld oder auch von Vertrauensärztin oder ähnliches ja?

00:42:32: Oder von der Therapeutin... Das sind ganz wesentliche Zugänge, diese persönlichen Empfehlungen.

00:42:39: Vor allem auch von Personen die Erfahrung damit haben.

00:42:42: wenn es aber so wenige gibt dann greift das natürlich nicht richtig und zugleich spielt Mundpropaganda die größte Rolle.

00:42:49: Also Mundp Propaganda spielt die größten Rolle beim Zugang zu Mediation.

00:42:54: faktisch Sollte es nicht nur, sollte es nicht.

00:42:57: Sondern auch bis ohne ein unabhängigere und dadurch reproduziere ich auch diese ungleichen Zugangsstrukturen und Zugangshürden nach sozuökonomischen Nacktmalen und ähnliches.

00:43:07: Die hoffnungsspendende Nachrichten bei dem Thema dann ist für mich zum einen das viele Produkte zunächst in einer sozusagen ökonomischen höheren Stellung begonnen haben und sie dann auch durchgetropfelt sind in andere Regionen.

00:43:27: Da muss aber eben eine Menge damit passieren, das sehe ich auch noch nicht so, dass das passiert und das anziehend ist.

00:43:35: Und als Vergleich – das hat mir mal ein Kollege aus der Versicherungsbranche genannt – kann man immer gut die Lebensversicherung heranziehen was auch kein sexy Produkt ist Und auch vorher und am Anfang Jahre gebraucht hat, bis man klarmachen konnte, dass das sinnvoll ist.

00:43:53: Oder der Ehevertrag?

00:43:55: Ja beim Ehe-Vertrag würde ich ja sagen... Hat man am Anfang eine hohe, sage ich mal, ein hohes Engagement dabei zu sein weil da doch irgendwie Lust und Laune aufkommen können während bei einer Leben für sich...

00:44:09: Ich bin auch von einer Ehevereinbarung, einer EHE-Vereinbarungen.

00:44:12: Vertraglichen Vereinbarungen!

00:44:17: Nur muss man da halt, wenn man das also nicht macht.

00:44:19: Man zahlt halt nicht immer Geld so wie bei einer Lebensversicherung wo man monatlich Geld zahlen soll für ein Produkt dass man nicht sehen und nicht anfassen kann Und das nur in einem Falleintritt von dem man tagtäglich betet dass er nicht eintritt macht das einfach Ökonomisch scheinbar für den einzelnen wenig Sinn Sondern für einen größeren kreis Für einen auch manchmal nicht sofort begreifbaren Kreis.

00:44:42: In dem Sinne glaube ich braucht mediation einfach oder darf es sich mehr Zeit geben, auch zu sich zu entfalten.

00:44:49: Und das darf auch scheitern!

00:44:51: Denn was Sie sagen, dass es rückläufig ist... Das finde ich einfach einen wichtigen Punkt.

00:44:58: Dass nicht nur die Euphorie abäppt sondern dass es sich auf einem Level einzupegeln droht und das stangenierend wirkt.

00:45:09: Was ich hinzufügen muss, Mediation hat es insofern aus den genannten Gründen eben so viel Schwere im Vergleich zur Psychotherapie etwa.

00:45:17: Also psychotherapie kann nicht alleine gehen.

00:45:19: Es ist zur Mediation nicht und das ist die

00:45:20: ganze Zeit Alarm.

00:45:22: Ich kann's heimlich machen und keiner wird erfahren.

00:45:26: hier erfährt der Typ auf jeden Fall mit dem ich auf Kriegsfuß bin.

00:45:30: Und er muss auch einverstanden sein oder mitgehen.

00:45:33: Das macht es viel schwieriger!

00:45:35: Ja, das finde ich ein wichtigen Hinweis.

00:45:37: Dass man das alleine machen kann?

00:45:40: Das sehen wir auch!

00:45:41: Also wir sehen noch dass Menschen relativ oft in Konflikten sich individuell beraten lassen.

00:45:48: Also eben Therapieberatung und Coaching.

00:45:51: Coaching ist im beruflichen Kontext ja eine Hauptstrategie um den Konflikt umzugehen.

00:45:56: Das wird relativ breit in Anspruch genommen während die Meditation nicht.

00:46:02: Und sie haben alle einen entscheidenden Vorteil.

00:46:06: Ich finde, es sind alle auch alleine möglich.

00:46:08: Darum empfehlen wir auch als eine Strategie und das ist auch die Forderung mancher Mediatoren und Mediatoren

00:46:15: dass

00:46:16: im österreichischen Zivilrechtsmediazionsgesetzes etwa das Konfliktcoaching nicht umfasst und das wäre eine sehr wichtige Zugangsstufe auch das anzubieten um damit auch vielleicht den Weg in die Mediation unter anderem vorzubereiten.

00:46:31: dann muss ich's halt an wem anderen weiter empfehle.

00:46:33: danach Eine zweite Strategie dafür ist

00:46:36: ... Das heißt, wie so eine Schwangerschaftsberatung.

00:46:39: Zielorientiert aber Ergebnis.

00:46:41: Du musst dich noch

00:46:41: drüber nachdenken!

00:46:44: Also ich habe das richtig verstanden, dass das Konfliktcoaching in die Mediation eine Stufe sein soll also sagen hinführen soll ohne dass das schon verpflichtend ist.

00:46:54: Das wäre das zweit.

00:46:56: Das wär ein Beratungsgespräch zum Verfahren und das Einzeln angeboten wird wo aber dann beide Parteien oder mehrere schlussendlich bei diesem Beratungsgespräch gewesen sein müssen, natürlich damit sie auch wieder Wissensgleichstand haben und wo es nicht um die Bearbeitung der Inhalte geht.

00:47:14: Der Streitinhalte, sondern tatsächlich darum so ein Verfahren, damit die Vertrautheit ein Stück weit durch Information zu ermöglichen und damit auch der Vertrauensvorschuss in dieses Verfahren ja noch nicht da ist für den die Grundlage zu schaffen.

00:47:31: Das wäre das zweite Element, dieses Konflikt.

00:47:34: Coaching ist ein eigenständiges Angebot dass man so eine Mediation führen kann aber auch für sich ein Angebot ist.

00:47:39: also eigentlich ein Coaching das halt speziell eben auf die Konflikte...

00:47:45: Ja und im akuten Fall auch nicht einfach in einer Art Training es eins zu eins sondern konkret berät.

00:47:53: Vormal vielleicht letzte Frage weil ich sage diese Interviews qualitativ geführt haben, also auch einen Eindruck von den Menschen.

00:47:59: Ich habe letztens hier im Podcast mit dem Kollegen gesprochen der sich mit dem Thema soziale Signale beschäftigt hat und wir uns Mediation angeguckt haben unter dem Aspekt, das könnte auch ein Distinktionsmerkmal sein.

00:48:15: Wie man sozusagen mit dem Unbild des Lebens zurecht kommt?

00:48:19: Die einen die halt permanent von ihrem Chef in alle Welt reden aber nicht nichts Gutes und sich darüber aufregen.

00:48:26: Die anderen ertränken es im Alkohol, die stillen ertragen es und werden Mürre und die Anderen sagen ich kann mir Mediation leisten.

00:48:35: Haben Sie den Eindruck dass Medianten, die also Konflikte auf diese Art und Weise bearbeitet haben.

00:48:44: So als Distinktion vor sich her tragen?

00:48:48: Überhaupt nicht!

00:48:49: Also in der Praxis findet das eine E-Gestart.

00:48:52: würde ich mich jetzt oder so selten dass es keine Rolle spielt?

00:48:56: vielleicht wird's das mal aber ich bezweifle, dass er...

00:48:59: Das heißt Menschen machen zwar Mediation Aber sie sagen das nicht sozusagen gerne.

00:49:06: Wir haben sie auch nur durch Zufall herausgefunden, dass Sie und ich schon mal Mediationen mitgemacht haben.

00:49:13: Und wir beschäftigen uns ja auch in unserer beruflichen Auseinandersetzung damit, denn sofern sind wir auch nicht repräsentativ, würde ich mal sagen.

00:49:22: Ich wollte jetzt noch auf einem wichtigen Punkt in diesem Zusammenhang hin.

00:49:26: Genau!

00:49:27: Das habe ich noch nicht erzählt.

00:49:29: Wir hatten ja unglaubliche Probleme diese... zu realisieren.

00:49:35: Wir haben fast dreihundert Mediatorinnen und Mediatoren angefragt.

00:49:39: Worum ging es, als dass die twenty-fünf Fälle nachvollziehen können?

00:49:43: Genau also wir wollten retrospektiv abgeschlossene Mediationen egal ob er erfolgreich oder nicht besten beides eben rekonstruieren in ihrer ganzen Komplexität durch ausführliche qualitative Interviews mit möglichst schön beteiligten Prozess Und haben dafür, ich glaube sogar einen Zoom bei der Tourführung fast ein Jahr ungefähr veranschlagt von der Zeit.

00:50:09: Ungefähr ein Jahr und wir haben schlussendlich mindestens eineinhalb Jahre gebraucht für den Feldzugang.

00:50:17: Also ich habe ja wirklich schon in sehr schwierigen Feldern geforscht also völlig anderen sehr schwierige Feldzugänge.

00:50:24: Es war für mich erstaunlich das war damit abstandschwierigste Feldzugange.

00:50:28: Die Menschen sind nie, also einer der Hauptgründe dafür ist die Menschen sind nicht mehr bereit auch wenn es positiv abgeschlossen worden ist über diese schwierigen Erfahrungen zu sprechen.

00:50:38: Ach krass!

00:50:39: Also die Medianten auch nicht?

00:50:41: Das ist wirklich unglaublich erstaunlich.

00:50:44: Wie gesagt fast dreihundert Mediatoren haben wir angefragt davon haben zumindest ein Dritt.

00:50:51: bis zur Hälfte haben sie intensiv versucht für uns Mediationsfälle zugänglich zu machen.

00:50:56: Wir haben über Medien aufgerufen, wir haben in Nachbarschaftsplattformen oder Ähnlichem inseriert und über Medien sind dann tatsächlich auch zweitweit wenig gekommen.

00:51:05: Das waren eher kritischere Fälle – das war für unsere sehr wertvoll!

00:51:08: Und wir haben schon davor bei der Quantitativen Bevölkerungsbefragung.

00:51:14: Alle, die Mediationserfahrung haben gefragt ob sie sich vorstellen können dann auch für Qualität die Winter zur Verfügung zu stehen.

00:51:20: Da haben wir zwar vier Jaes bekommen aber keinen dieser Fälle danach noch tatsächlich für ein Gespräch gekriegt.

00:51:27: also das ist wirklich sehr sehr einmalig muss ich sagen bestätigt sich derzeit auch übrigens in mit den Kolleginnen gerade kürzlich gesprochen in unserer restorative Justice Studie in der aktuellen.

00:51:40: auch dort gibt es extreme Schwierigkeiten generell die betroffenen Personen, in welcher Rolle auch immer, in welche Betroffenheit auch immer dazu zu bewegen, mal darüber zu reden.

00:51:52: Was vermuten Sie was der Hintergrund ist?

00:51:57: Na ja es sind sehr schmerzhafte schwierige Prozesse auch in der Mediation meistens Die ganze Phase also diesen Konflikt nochmal im Gespräch durch erleben zu müssen anstrengend ist.

00:52:12: Und auch Personen, die vielleicht zuerst mal zusagen, denken dann drüber nach und überlegen sie es noch einmal.

00:52:19: Ich bin jetzt e froh, dass das soweit gut ist.

00:52:23: Selten ist ja auch eine Sache ganz, ganz heil wieder nachher.

00:52:27: Es bleiben ja manche Blessuren auch da.

00:52:31: Also ich kann das schon nachvollziehen.

00:52:33: Dass es so gravierend ist, hatte mich tatsächlich auch sehr empfascht.

00:52:37: Das war fast noch das Überraschendste übrigens.

00:52:44: Manchmal braucht die Antwort länger und so ein ganzes Gespräch.

00:52:47: Aber ja, das stimmt von der Warte her ist es schon überraschende hätte ich nicht gedacht.

00:52:52: Ist so wie der Spiegel zum Einstieg wenn sozusagen das nicht von Anfang an klar ist dass so ein Gespräch am Ende folgt will man das nicht tun.

00:53:02: Aber ich hätte jetzt auch nicht gedacht, dass es sozusagen so schwierig ist, das es ganz besonders heraussticht.

00:53:08: Also ich wusste dann auch warum es so wenige qualitative Fallstudien zu Mediativen gibt?

00:53:18: Ja, das ist tatsächlich.

00:53:19: und aber da finde ich ja tatsächlich ihre Studie ist da wirklich ein weiterer Baustein, das ein bisschen zu erhellen aus einer Perspektive wo man das ein bischen nüchtern sieht und nüchter betrachten kann und nicht immer entweder so eine Euphoriegeschichte ist, dass da irgendwie man zur spiritellen Erleuchtung kommt oder eben das was abstoßendes ist.

00:53:43: Sondern dass man es nüchtern betrachten kann auch in den Zahlen schlichtweg.

00:53:48: Das braucht Mediation auch Da Einblicke in dieser Art zu geben damit wir auch mediaturen wissen wie das läuft.

00:53:56: Wir mediatoren wissen ja auch nicht wie mediation läuft in der Breite.

00:54:02: Wir haben unsere eigenen Praxis, bestenfalls.

00:54:05: Und wir haben die von Kollegen.

00:54:07: Okay?

00:54:09: Vielleicht noch ein Supervisor oder Supervisoren, die da ein bisschen Einblick gibt aber wie andere Mediaturen groß arbeiten das erleben wir kaum.

00:54:18: Ja, dass ist vielleicht für den Abschluss noch ein wichtiger Punkt.

00:54:22: Wir haben ja auch noch so Kriterien, welche Kompetenzen braucht es?

00:54:26: Was sind wichtige Qualitätskriteriumsaspekte und so weiter gefragt.

00:54:32: Es sind noch nicht veröffentlicht diese Ergebnisse.

00:54:35: Und also wir haben das aus explorativen Vorerhebungen gewonnen und aus diversen anderen verfügbaren Material.

00:54:42: Das ist Befragungsinstrument und haben dann im Nachhinein gemerkt Hoppala Wir haben eigentlich vergessen, Supervision und Intellizion hier anzuführen.

00:54:51: Also ein Qualitätssicherungs- oder abzufragen.

00:54:56: Und das hat ja einen Grund!

00:54:57: Es wurde so gut wie nicht thematisiert vorhanden vorgesprechen.

00:55:02: Es wurde dann... wir haben natürlich auch die Möglichkeit noch zur Gänzung gegeben also damit solche Dinge dann noch sichtbar werden können in der quantitative Befragung.

00:55:10: Da wurde es mir einfach genannt und das ist ein Aspekt der zumindest in der österreichischen Mediationspraxis und auch in einem rechtlichen Rahmen deutlich zu kurz kommen.

00:55:21: Also das ist jetzt hier ein Fakultativ möglich, sich anrechnen zu lassen bei den Fortbildungen aber also da ganz stark draufzusetzen halte ich wirklich für sehr wichtig für die Qualitätssicherung.

00:55:35: Das

00:55:36: scheint mir einen Unterschied zur deutschen Rechtslage zu sein.

00:55:39: wir haben diese Supervision tatsächlich verpflichtend drin und auch ein wesentlicher Baustein der Ausbildung.

00:55:49: Aber da kenne ich gerade die österreichische Rechtslage nicht, scheint mir aber dann anders zu sein.

00:55:57: Frau Meyerhofer, ich könnte mich noch stundenlang mit Ihnen über diese Mediationsstudie unterhalten oder die Themen, die da einhergehen.

00:56:04: Aber wir haben ja ... Wir haben eine Absprache getroffen.

00:56:09: Die war schon leid.

00:56:09: Und

00:56:09: es hört doch niemanden weg zu!

00:56:11: Wobei's gibt einen Zeitpodcast Ja, glaube ich.

00:56:14: Solange geht bis die Zusammenbrechen, die da reden und das manchmal auch neun Stunden oder zehn?

00:56:19: Alles gesagt genau ja!

00:56:24: Ich höre nicht, ich gebe es zu mit der Art aus Zuleich.

00:56:29: Ich kenne Menschen.

00:56:29: Ich als Hörer, ich aufte mich als Höerer.

00:56:33: Großartiger Podcast Aber kein Vorbild für diesen hier.

00:56:38: wir haben so jetzt mit einer guten Stunde alles gesagt was für den Moment auch zu dieser Studie und der Fragestellung, was es mit dem Mediationsparadox auf sich hat oder zu tun hat.

00:56:50: Ich habe aber auch gehört, dass es weitere Veröffentlichungen und Erkenntnisrichtungen gibt, die in naher Zukunft gelesen werden können und vielleicht dann auch nochmal hier im Podcast besprochen werden.

00:57:03: Vielen Dank erst mal!

00:57:04: Ja ich danke ganz herzlich für die Einladung nochmals

00:57:07: ebenso.

00:57:08: Frau Meierhofer, gute Zeit für Sie Bis demnächst, sage ich.

00:57:13: Tschüss!

00:57:14: Professor Dr.

00:57:15: Emma Meyerhofer, Institutsleiterin am Institut für angewandte Rechts- und Kriminalsoziologie in Innsbruck hat die letzten Jahre eine Forschungsstudie durchgeführt, die sich mit Mediation beschäftigt und hat aus dieser Studie mehrere Veröffentlichungen bereits herausgearbeitet Und eine trete sich um dieses Mediationsparadoxon.

00:57:42: Diese Fragestellung, warum wird so ein Verfahren das billiger als Gerichtsverfahren?

00:57:48: Zügig geht erfolgreich ist also zufriedenstellend dann sein soll nicht stärker abgerufen?

00:57:56: Das hat viele Jahre Mediatoren umgetrieben und es gab Erklärungen noch unnöcher.

00:58:03: Einige Erklärungen sind mittlerweile in das Reich der Legenden verbannt worden.

00:58:09: Andere halten sich noch und an der Seite schleicht sich doch die Erkenntnis rein, dass es mit der Mediation doch nicht ganz so einfach ist wie das am Anfang für die Anbieter von Mediation schien – ein Verfahren, das doch einfach genutzt werden müsste angesichts der Schwere.

00:58:32: Wir haben aber deutlich mitbekommen und Frau Meyerhofer hat das in ihrer Studie mit validen Zahlen aus Österreich jetzt auch belegen können, dass Mediationen hoch anspruchsvoll ist.

00:58:43: Sehr voraussetzungsreich und gar kein einfaches Produkt nicht einfach genutzt oder in Anführungsstrichen konsumiert werden kann!

00:58:53: Und es ist auch nicht so einfach zu sagen naja... ist halt im Verfahren, dass die Eigenverantwortlichkeit im Zentrum rückt und das wollen die Menschen halt nicht.

00:59:04: Da würden sich es auch Mediatoren zu einfach machen.

00:59:07: Es gibt noch viel zu tun – das ist deutlich geworden für alle Beteiligten einer solchen Mediation.

00:59:13: Hier im Fokus stehen natürlich Mediatorinnen und Mediaturen Und ich arbeite gerne als Mediatur.

00:59:21: Ich kann mir keine schönere Arbeit vorstellen als in Konflikten zu vermitteln Und ich bin jedes Mal auch überrascht und erfreut, dass die Medianten auch so sehen.

00:59:36: Und froh sind das ich da geholfen habe.

00:59:39: Aber ich bin mir auch vollkommen im Klaren und merke das auch, dass für die Beteiligten keine schöne Zeit ist.

00:59:47: Das ist nicht angenehm!

00:59:49: Und das soll es auch gar nicht sein – jedenfalls in meinem Verständnis nicht.

00:59:54: Es ist anspruchsvoll, es ist auch das was wir Arbeit nennen.

00:59:58: Es ist Arbeit, die getan werden muss und ich bin froh wenn es Menschen gibt, die das auch erkennen und sagen Ich muss diese Arbeit angehen und ich brauche dafür Unterstützung.

01:00:11: Von dieser Warte her möchte ich Mediationen sehen und verstehen Und hier auch das Verständnis dafür fördern.

01:00:18: Um mich interessiert wie du als Mediatoren oder Mediator, die diese Episode hier gehört hat.

01:00:24: Wie du das siehst was du da Mediation nennst und durchführst?

01:00:30: Oder welche Vorstellungen du hast weshalb du das nicht durchführst obwohl du es gerne möchtest?

01:00:36: Schreib mir!

01:00:37: Oder sende mir eine Sprachnachricht wie du das verstehst und welches Bild du dir von Mediation machst und auch welches bild du gerne von mediation deinen potentiellen Mediantinnen übermitteln willst.

01:00:53: Gerade nach dieser Episode möchte ich diesen Aufruf noch mal verdeutlichen.

01:00:57: Vielen Dank, dass du bisher mit dabei warst.

01:01:01: Kommt gut durch die Zeit!

01:01:02: Ich bin Sascha Weigel, Mediator und Leiter des Instituts in Kofema dem Institut für Konflikt- und Verhandlungsmanagement hier in Leipzig Und auch für Coaching.

01:01:20: Kommt gut durch die Zeit!

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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