00:00:10: Herzlich willkommen zum Podcast und durch die Zeit der Podcast rund um Mediation, Konflikt Coaching und Organisationsberaterung ein Podcast von Enko Fema.
00:00:19: Ich bin Sascha Weigel begrüße dich zu einer neuen Folge!
00:00:23: Die heutige Folge soll sich
00:00:26: um
00:00:28: Mediation in einem anderen Kulturraum drehen aber auch um wie beginne ich mit Mediation?
00:00:34: Was sind erste Erfahrungen?
00:00:39: sind Unterschiede auch zwischen der jiesigen Kultur und der Kultur, die wir uns heute anschauen.
00:00:45: Es wird die amerikanische Kultur sein da wo die moderne Mediation praktisch auch herkommt Und ich habe mir dafür eine ganz kompetente Kollegin eingeladen Frau Annette Doll.
00:00:55: Hallo Annett!
00:00:57: Hallo Sascha
00:00:59: Schön dich hier im Podcast zu haben.
00:01:03: Wir haben uns ja kennengelernt auch hier in Deutschland.
00:01:08: interessante Geschichte.
00:01:09: Da kommen wir auch noch ein bisschen dazu, aber zunächst mal so wo bist du in den Staaten?
00:01:14: Was machst du da?
00:01:15: wie hattest dich dahin verschlagen?
00:01:16: denn du bist ursprünglich und auch immer noch staatsbürgerechtlich auch deutsche Staatsbürgerinnen.
00:01:24: Korrekt also ich bin was was man heute aus so'n bisschen third culture people nennt als jemand wo die frage wo kommst du her?
00:01:33: einfach nur mit jetzt komplikated, beantwortet werden kann.
00:01:37: Also ich bin ganz klar... Ich bin in Deutschland aufgewachsen aber sehr schnell schon im verschiedenen Ausland unterwegs gewesen also England Spanien Chile und dann eben auch die USA.
00:01:48: Ich bin aus mehr oder weniger privaten Gründen eigentlich dann in den USA in Anführungsstrichen geendet und seit two thousand eins eigentlich mit einigen Unterbrechungen in den usa.
00:02:01: In den USA bin ich neunzig Prozent eigentlich an der Ostküste im Staat Connecticut.
00:02:05: Das ist halber Weg, ein sehr ländlicher Start aber halber weg zwischen New York und Boston also the best of all worlds!
00:02:14: Und bin aber im Moment in einer Arbeit die in Wisconsin in einem Stadt oder den großen Seen stattfindet, kleines bisschen nördlich von Chicago.
00:02:22: Das heißt, nach gut amerikanischer Manier ist mein Pendelweg eine etwa zwei-stündige Flugreise mit Auto an jeder Seite.
00:02:33: Der Bereich in dem ich eigentlich fast mein ganzes Leben tätig war als der Maschinenbau und hab da auch immer wenn immer in diesem Kulturkreis deutsche Firma im Ausland also jetzt meistens USA tätig gewesen.
00:02:48: Das heißt, von der Branche her kommst du nicht aus einer Branche die sich kommunikationsprogressiv versteht.
00:02:58: Wo Mediation sozusagen naheliegend ist sondern praktisch eingeführt hingebracht werden muss.
00:03:08: und du bist aus Deutschland nach Amerika und damit schon auch angesprochen.
00:03:12: dieses Verhältnis von moderne Mediation hat sich aus Amerika nach Europa entwickelt Und jetzt geht es wieder in die andere Richtung.
00:03:22: Wie kamst du?
00:03:23: Oder wie hat sich bei dir die Notwendigkeit oder das Bedürfnis nach Vermittlung, Umgang mit schwierigen Gesprächen als Vermittlerin ergeben?
00:03:36: Also du hast natürlich recht – ich geb dir unabereitig recht der Maschinenbau.
00:03:41: allein durch den Hintergrund sage ich mal, neunzig Prozent der Menschen, die dort arbeiten.
00:03:46: Vor allem die Menschen in entscheidungstragenden Positionen sind im Management jeglicher Art, sind natürlich neunzig Prozent Ingenieure über achtzig Prozent männlich.
00:03:58: Das ist keine Umgebung wo sich Mediation oder das Anerkennen von anderen Interessen unbedingt natürlich breit macht.
00:04:09: auf der anderen Seite Wie bin ich dahin gekommen?
00:04:13: Es gibt durchaus, also auch in großen Maschinenbau-Firmen.
00:04:16: Gibt es vor allem durch die Betriebsräte aber nicht nur schon auch die Entwicklung dahin dass man durch Mediation oder durch mediative Ansätze dort auch bessere Erfolg haben kann.
00:04:31: Wie bin Ich dahingekommen?
00:04:32: wirklich auf eher absurde Art?
00:04:34: Ich habe vor langer Zeit fünfzehn oder zwanzig Jahren Einmal einen eintägigen Workshop gemacht in einem buddhistischen Tempel hier bei uns im Ort.
00:04:43: Und da ging es um Non-Violent Communication, also nicht direkt Mediation aber halt natürlich einer des Rundsteines vor allem der transformativen Mediation.
00:04:54: und das hatten wir unglaublich viel Spaß gemacht, weil es eben so unterschiedlich war zu dem was ich im täglichen Leben auf der Arbeit mache.
00:05:02: Hab das im Hinterkopf behalten und immer gesagt wenn ich mal einen Stopp ein Break in meiner Karriere habe dann werde ich mit Zeit nehmen mich damit mehr zu beschäftigen.
00:05:13: Und als es dann soweit gekommen ist vor etwa zwei Jahren mit dem Thema beschäftigt, wollte dann aber das gerne in Deutschland machen.
00:05:23: Nicht weil es in den USA schlecht ist sondern weil ich eben immer in diesem nicht Spannungsfeld dabei in diesem Bereich zwischen den beiden Kulturen bin und beides immer gerne parallel unterstützen möchte.
00:05:34: Und deswegen ist die Entscheidung getroffen mich in Deutschland umzuschauen wo ich so eine Qualifikation machen kann, wo ich ein bisschen tiefer einsteigen kann in das Thema.
00:05:44: Ich kann mich erinnern dass verwundert war und aber auch erfreut.
00:05:49: Also ich sage, du interessiert sich jemanden für die Miniaturnsausbildung kommend aus Connecticut.
00:05:55: Ich dachte das ist ein bisschen weit vielleicht also vielleicht spreche ich das von mir aus an dass es vielleicht doch ein bisschen weiter sein könnte oder vielleicht auch in Irrtum Aber hat sich dann genauso rausgestellt Und im Nachgang was mir auch völlig deutlich geworden, dass das für dich wichtig war, dass Du auch nie die Verbindung hast abreißen lassen in der Zeit zu Deutschland.
00:06:16: Und war es auch lange Zeit bei einem deutschen Konzern in Amerika tätig und daher ohnehin notwendig.
00:06:24: Da war der Punkt, wo hast du das Fonds nebenbei gesagt?
00:06:28: Betriebsräte als Institution haben sozusagen diese Erkenntnis geprägt ob sie wollten oder nicht, dass eine andere Perspektive beachtet werden muss aus Arbeitgebersicht, aus Führungskräftesicht.
00:06:43: Ist es so wie du es erlebt hast, dass das so eine Art Bedingung war?
00:06:49: Dass man in Unternehmen dann plötzlich merkte okay wenn man kann mit mehreren Perspektiven doch ein bisschen was anstellen.
00:06:55: Es ist nicht nur Wiederborstigkeit und Widerständigkeit sondern das kann schon auch der Sache helfen.
00:07:04: Ich glaube so direkt würde ich das nicht so mit Ja beantworten.
00:07:08: Ich glaube um diese Denkweise und diese Vorgehensweise in Unternehmen einzuführen, egal ob es jetzt Maschinenbau andere Industrie oder auch ganz andere Bereiche sind, es braucht einfach in einem Unternehmen jemandem der ein Fürsprecher ist für diese Vorgangsweise, für die Mediation.
00:07:27: Und bei einem der Maschinenbauer, für die ich gearbeitet habe in der Vergangenheit gibt es so eine Person, die sehr stark im technischen Wesen unterwegs war.
00:07:36: Aber jetzt wirklich sich sehr der Mediation und den Erfolgen, die damit zusammenkommen verschrieben hat – jetzt auch immer Betriebsrat dann aktiv ist – aber vom klassischen Management im Maschienenbau kamen.
00:07:49: Ich habe es nur erlebt, dass es dann sehr viel natürlich im Zusammenhang mit den Betriebsräten praktiziert wird.
00:07:58: Für mich persönlich nicht in den USA haben wir je nach Firma also ich hab noch nie mit Betriebesräten in den US gearbeitet oder mit irgendwelchen Workers Councils Das in den Formen, wo ich war gab es das nicht.
00:08:10: Ich habe das viel mehr auf anderen Beziehungsleveln erlebt denn es gibt ja in jedem Unternehmen alles Mögliche an Beziehungen also zwischen Mitarbeitern und Managern aber halt auch sehr sehr viel nach außen hin zu Kunden.
00:08:24: Und da hab' ich persönlich vielmehr Techniken angewandt und auch wirklich ein oder zweimal deklariert, aber sonst so unterm Tisch sozusagen inoffiziell Mediationen durchgeführt.
00:08:39: Denn gerade im Maschinenbau oder halt in jeder Industrie, in der Investmentgüter gekauft werden also Maschienen- oder Equipment jeglicher Art ist die Kundenbeziehung Ganz wichtig und eine ganz andere als wenn man jetzt in einem Supermarkt ist oder BtoB Elektronikteile verkauft.
00:08:58: Und da, weil Beziehung so wichtig ist und Verständnis so wichtig isst finde ich hat die Mediation gerade in diesen Industriezweigen einen sehr sehr großen könnte einen sehr grossen Stellenwert haben.
00:09:11: Das wäre so das war auch ein Aspekt der ich mir so in der Vorbereitung angekreuzt habe Und ich hab das Klischee am Anfang auch eingebracht, Maschinenbau und so.
00:09:21: Da wird nicht auf Kommunikation geguckt.
00:09:24: Aber andererseits was du benennst im Seelsbereich mit Außendienstmitarbeitern
00:09:29: etc.,
00:09:30: die wissen ziemlich genau was Beziehung bedeuten?
00:09:34: Wie wichtig ist es damit ein Geschäft zustande gekommen oder wer kann gut mit wem?
00:09:42: Darauf wird doch ziemlich geachtet!
00:09:46: Erfahrung hast du damit Vermittlungskompetenzen gemacht, ob nun jetzt Mediation deklariert oder nicht.
00:09:53: Wenn du also Gespräche organisiert hast zwischen unterschiedlichen Perspektiven, Konfliktpartnern
00:09:59: etc.,
00:10:00: die sonst so einfach nicht zustande gekommen wären?
00:10:05: Ja, also das erste ist gerade... du hast den Verkauf angesprochen.
00:10:09: Natürlich sind es alles Menschenkäufe, Fairkäufer, also Menschen kaufen von Menschen.
00:10:16: Also der Maschinenbaubereich ist nicht jemand wo man ins Internet geht und sagt ich kaufe mir mal eben eine anderthalb Millionen Maschine, sondern da sind grade wichtige Dinge essentiell.
00:10:28: Das gegenseitige Vertrauen.
00:10:29: Ein Kunde kauft eine Maschine, ich habe ihm Teile gegeben so was kann die Maschine schneiden und produzieren Und dann ist es sehr wichtig dass man das auch liefern kann und dass der Kunde wenn auch mal etwas schief geht weiterhin dieses Vertrauen hat.
00:10:45: Was ich gesehen hab is wenn in dieser Beziehung also Kunde zu Maschinenproduzent oder Fährkäufer, zu anderen Menschen im Sales Network.
00:10:56: Also in gerade den USA geht sehr viel über Distributoren also Agents was nochmal ein ganz anderes Level an Komplexität mit sich bringt.
00:11:07: das ist sag ich mal zu achtzig Prozent ist es auf menschlichen Beziehungen auch gebaut.
00:11:12: Natürlich die Technik ist wichtig, die Physik hinter der Technik is wichtig alles das ist wichtig.
00:11:17: aber die besten Verkäufer sind normalerweise nicht die im Detail alle Technik Sachen kennen sondern die verstehen was braucht der Kunde damit er jetzt meine Maschine kauft?
00:11:27: und meiner Meinung nach die besten Einkäufer die Menschen die die Maschinen oder andere anderes Equipment einkaufen sind auch nicht unbedingt technisch versiertesten, die die besten Excel-Tabellen aufstellen können in denen sie Maschinenleistungen vergleichen.
00:11:42: Sondern es sind die, die das große Bild sehen und sagen okay mit der Firma, mit den Menschen in dieser Firma können wir arbeiten.
00:11:48: Und dann sind wir natürlich auch nach rein emotionalem Ebene.
00:11:51: Und genau da ist wenn was schief geht, ist Mediation wichtig.
00:11:56: Was ich sehr oft erlebt habe also nicht ein oder zweimal sondern zwanzig dreißig fünfzigmal gibt eine Eskalation Typisch im Equipment Sale, es wurde etwas verkauft und jetzt funktioniert es nicht so wie sich der Kunde das vorgestellt hat.
00:12:11: Zum Beispiel Sachen gehen ständig kaputt oder ein Service merdet sich nicht irgendwie sowas.
00:12:16: Und es gibt immer zwei Eskalationen.
00:12:18: Es gibt die technische Eskulation.
00:12:20: was stimmt eigentlich mit der Maschine nicht?
00:12:22: Wie gehen wir das an?
00:12:23: Hier ist eine Servicetechnik vor Ort und dann ist immer die menschliche Emotionaleskalation läuft parallel.
00:12:32: Wenn Dinge komplett schief laufen habe ich es selten, ganz selten erlebt dass das auf der technischen Eskalationsseite ist sondern immer auf der persönlichen Eskalation Seite.
00:12:42: Und genau da hilft es wenn man dieses Rüstzeug des Verständnis hat.
00:12:47: wie würde denn jetzt in so einem Fall eine offizielle Mediation ablaufen?
00:12:52: und kann nicht das irgendwie ermutigen und unterstützen auch wenn ich ja gar nicht als Mediator auftreten kann weil ich ja Teil der sogenannten Konfliktparteien sind?
00:13:06: Wie lief das bei dir?
00:13:07: Ich meine, du hast dich entschlossen in Deutschland beim deutschen Ausbilder zu lernen.
00:13:15: Wohl wissen dass du das in einem amerikanischen Unternehmen, einer amerikanische Umgebung anwenden wirst oder vermutlich anwänden wirst, ne?
00:13:24: Das war sicherlich das man dem Moment eine Vermutung eins-zu-eins übertragen wird wahrscheinlich nicht gehen.
00:13:31: wo hast du gemerkt Ah ja, okay.
00:13:33: Das ist zu transformieren!
00:13:35: Da muss ich gar nicht irgendwie erst gegen die Wand laufen oder so sondern das läuft hier einfach anders.
00:13:41: Die Frage habe ich nicht hundertprozentig verstanden?
00:13:43: Also du hast in einem deutschen Kontext die Ausbildung absolviert.
00:13:49: Wohl wissen du wirst es übertragen müssen in einen anderen Kulturbereich.
00:13:54: Wo wird dir das besonders deutlich?
00:13:55: dass du das nicht einfach so anwenden kannst Sondern Du die Transformation die Anpassung schon von dir aus vornimmst, weil du weißt das geht so nicht.
00:14:06: Also ich nehme an, dass man so formell sagt Das ist eine Mediation und da müssen wir jetzt einen Vertrag schließen und formell mit Schriftlich Papier oder Piepapur.
00:14:15: So kann mir vorstellen, dass das viel mehr Hands-on stattfindet.
00:14:20: Okay ja jetzt verstehst ganz klar genau das was du am Ende auch angesprochen hast.
00:14:26: Die Formalität Klar, dargelegte Struktur und Prozess entsteht ist etwas was in Deutschland meisten Leuten gefällt.
00:14:38: Das ist das was da sind wir dran gewohnt.
00:14:40: also wenn man eine ausbildung macht ist es klar was man an welchem tag lernt wenn man egal was man macht gibt überall einen klaren prozess und den USA ist viel viel mehr Let's see, we can do this.
00:14:52: Und das habe ich immer wieder erlebt also gerade mit dem Arbeiten mit technischen Personal zum Beispiel wenn in mit deutschen Mitarbeitern wenn es drum geht okay wir müssen irgendwo was an der Maschine reparieren die gucken erst mal Boah, bin ich da überhaupt ausgebildet?
00:15:08: Habe ich diese Maschine gelernt.
00:15:09: Und in den USA wird viel geredet und viel Tantan vielleicht gemacht aber die gehen erstmal rein und gucken mal was sie da jetzt machen können.
00:15:16: Das ist genau die kulturelle Übersetzung, wo mir ganz klar war dass sich die leisten muss dass wenn man hier reingeht und sagt, okay Leute wie gibt es gerade eine Konfliktsituation.
00:15:29: Ich schlage vor wir gehen jetzt offiziell in einer Mediation ich bin ja Mediator das ist meine Rolle.
00:15:34: so läuft der Prozess ab.
00:15:35: da hat mich schon beim zweiten Satz alle verloren sondern da muss man sagen ganz anders rangehen und das habe ich eben auch intern mehrere Male gemacht gesagt haben wir setzen uns zusammen und überlegen gemeinsam was es jetzt hier für Lösungsansätze gibt.
00:15:51: Denn eine der Probleme in Anführungsstrichen, die ich immer wieder sehe auch in den USA ist dass Menschen gerne nett sind zueinander.
00:16:01: Also es wird oft gesagt das ist ja alles oberflächlich was vielleicht auch stimmt zum gewissen Maße.
00:16:08: aber für mich ganz persönlich sage ich immer es ist mir lieber jemandes ober flächlich nett zu mir als tiefgründig nicht nett.
00:16:15: und das ist immer schon die erste Lage die man auch erst zur Seite räumen muss dass die Leute in einer Art Mediation, in irgendeiner Art von Konfliktgespräch überhaupt wirklich direkt auf den Tisch bringen.
00:16:30: Was ist denn dein Problem?
00:16:31: Wo hast du das Problem mit dem Verhalten der anderen Personen?
00:16:34: oder wie können wir jetzt hier tiefer einsteigen?
00:16:37: Das ist, glaube ich in den USA wesentlich schwerer zu diesem Punkt zu kommen als in Deutschland wo halt viel einfacher Dinge auf den Tisch gelegt werden.
00:16:47: und so ist es.
00:16:47: Und das gefällt mir nicht.
00:16:49: Wenn das in den US fängt, fangen auch die Gespräche an, die ich dann geführt habe immer mit der Präambel I don't want to complain!
00:17:00: Also
00:17:02: auch... Das ist
00:17:03: diese Nettigkeit, genau.
00:17:04: Was ist die Idee davon?
00:17:05: Weil es ja viel beschwore nicht nur sozusagen im Konfliktkontexten oder Mediation sondern das schreibt man doch der amerikanischen Kultur zu was auf hiesige häufig auch im Klischee als oberflächlich gilt.
00:17:21: aber was is'n die Idee?
00:17:23: ja der der Nettigkeiten.
00:17:26: ich weiß nicht ob dass das passende Wort ist um deutschen aber so nice na so sind erst mal Man wird nicht abgestoßen auf dem ersten Moment, schon gar nicht vom Gesicht her.
00:17:38: Amerikaner haben immer ein Lächeln so.
00:17:43: Was ist die Idee?
00:17:44: Wie ist da die Logik dahinter?
00:17:49: Ich glaube bei kulturellen Verhaltensweisen ist keine Logik Dahinter.
00:17:53: also wir sehen das... Du erwähntest das Lächel, das gehört halt hier dazu und das lernen Kinder schon von klein auf.
00:18:01: Und wo ich im persönlichen Umfeld, wo mir das immer am allermeisten klar geworden ist.
00:18:07: Wenn wir im Urlaub waren entweder mit anderen Familienmitgliedern... Also meine Familie habe Teile die kommen aus Frankreich, aus dem Baskinland, natürlich auch Deutschland und wir versuchen ein Familienbild zu machen.
00:18:18: und jetzt soll mal alle lächeln!
00:18:19: Sofort die amerikanischen Kinder wissen sofort was gemeint ist wenn sie sagen okay Smile Und die Kinder aus anderen Regionen, gerade in Europa sehen überhaupt den Sinn dahinter nicht.
00:18:31: Nur weil jetzt da die Tante ein Foto machen will muss sie mir keine Lächeln abbringen.
00:18:35: und ich glaube solche kulturellen Feinheiten ist keinen Morgig dahinter sondern das ist einfach was lange im Netz der Gesellschaft verankert ist.
00:18:48: In den USA kommt natürlich hinzu dass es sehr Service Driven Society ist Und da, und das ist so ein bisschen die dunkle Seite würde ich auch sagen von genau dieser Nettigkeit in dieser Service Affinität.
00:19:01: Ist natürlich dass dies durch Geld getrieben ist.
00:19:04: ja also hier Mitarbeiter im Service sehr viel jetzt nicht im technischen Kundendienst service sondern im Restaurant oder im Freizeitpark oder irgendwo werden ja nicht bezahlt.
00:19:13: also in dem Sinne die haben einen stundenlohn von drei vier vielleicht auch fünf dollar Und werden bezahlt über Trinkgeld, also über Nice Cities.
00:19:21: Wo natürlich ganz klar ist wenn ich mehr lächle kriege ich mir Geld.
00:19:24: und das ist sage ich mal die Dark Side von dieser Nettigkeit ist dass es eben im Prinzip Sie werden dafür bezahlt.
00:19:32: Das erinnert mich an Parts Fiction und den berühmten Dialog oder in Reservoir Dogs wo sich die Protagonisten darüber unterhalten ob man Trinkgelz hat oder nicht.
00:19:45: jetzt wird das natürlich nochmal deutlich.
00:19:48: Was heißt das dann für dich?
00:19:50: Du bist ja Führungskraft, du hast viele Personen sozusagen Personalverantwortung darüber.
00:19:58: In dem Kontext auch dann Vermittlungskompetenzen.
00:20:04: wie musst du da auftreten dass gelingt die Petalikten... Wann ich aus der Nettigkeit hervorholen oder eben diese Nutzen, dass das losgehen kann?
00:20:19: Du hast vorhin selber auch gesagt sind Großteil sind es auch Männer mit denen du zu tun hast.
00:20:25: Worauf ist Es eine Frage von von Technik die du in einer Ausbildung lernst?
00:20:30: Oder ist es ne Frage von der Anschlussfähigkeit Die die eher kulturelle Übernahmen mit sich bringt?
00:20:37: also wo du dich drauf einstellen musst?
00:20:40: Welche Erfahrungen hast du dort gemacht seitdem du Ich sage mal jetzt, mit anderer Perspektive herangegangen bist.
00:20:48: Also die größte Perspektivänderung würde ich jetzt mal sagen ist das ich erkenne wenn ich in einer Situation bin in der jetzt zum Beispiel eine Mediation der beste Weg voran wäre egal ob das jetzt mit Mitarbeitern ist oder halt mit anderen Business Partners normalerweise Kunden.
00:21:07: Das ist ein ganz großer, wirklich was ich aus der Ausbildung mitgenommen habe und das dann in meinem Kopf sich einen Schema abspielt.
00:21:15: Genau so sollte jetzt die Facilitation dieser Mediation ablaufen.
00:21:21: Kann ich es so nicht leisten weil ich nicht Mediator bin in dieser Situation?
00:21:26: Aber ich kann jetzt Teile daraus nehmen und diese Struktur anwenden.
00:21:30: Das ist also eine große Sache, was ich persönlich aus der Ausbildung die ich in Leipzig absolviert habe bei Encorema mitgenommen hab.
00:21:39: Der größte Aspekt ist zu lernen besser zuzuhören.
00:21:44: Und das, also aktiv zuzohören Leute zur Ende reden zu lassen... Also ich bin mehr ein Redner als ein Hörer aber da Wert drauf zu legen und das mache ich ganz, ganz bewusst in diesen Konfliktsituationen jetzt wesentlich besser.
00:22:00: Und dadurch kann man aus den Leuten herausholen was wirklich das Problem ist.
00:22:05: also wie ich das normalerweise mache gerade mit mit outside business partners also Kunden in dem Sinne dass sich lange reden lasse und dann pointiert Fragen stelle wo genau der Schuh drückt und was, was der Kunde braucht damit er sagen kann das ist eigentlich eine tolle Maschine.
00:22:24: oder ja mit euch lässt sich super arbeiten.
00:22:27: Und da bin ich durch die Ausbildung wesentlich strukturierter in meiner Herangehensweise geworden.
00:22:34: Wenn es ein Konflikt ist mit Mitarbeitern, ist es noch mal ein kleines bisschen schwieriger.
00:22:40: Weil man da natürlich immer sofort zwei Positionen hat.
00:22:43: also viele Leute natürlich wollen im Chef der Chefin gefallen und versuchen dann ganz schnell raus zu gehen.
00:22:49: was will die jetzt von mir hören damit das hier schnell vorbei ist weil das ist uncomfortable.
00:22:53: also viele Menschen glaube ich aber halt auch Amerikaner mögen natürlich nicht den offenen konflikt weil's eben manchmal auch einfach klar macht dass es blödsinn ist, über was man sich jetzt hier gerade streite und versuchen schnell aus der Situation herauszukommen.
00:23:07: Und das war meine Erfahrung als ich die Techniken, die ich gelernt habe anzuwenden versucht hab, ist, dass Leute sich einfach versuchen da schnell raus zu winden wenn es eben etwas ist mit Mitarbeitern.
00:23:19: aber beides beides eben Aspekte wo ich die Formalitäten die ich gelernt habe den Prozess anwenden kann
00:23:31: nicht komfortabel.
00:23:32: Es ist tatsächlich auch am Anfang eine häufige Erfahrung, selbst wenn es am Ende dann gut war, ist es doch am Anfang erst mal.
00:23:39: zunächst so.
00:23:40: ja auch dieses genaue Zuhörmann vermutet irgendwie jetzt wird einem gleich ein Strick draus getreten.
00:23:47: ich weiß gar hast du mittlerweile auch diese Kompeten in diesem interkulturellen Kontext angewendet also das sozusagen auf der einen Seite aus Europa oder aus Deutschland Konfliktparteien waren und auf der anderen Seite eben amerikanische, dass das dort was zusammengefallen ist.
00:24:09: Und du als Vermittlerin tätig wurdest?
00:24:13: Nicht direkt!
00:24:14: Obwohl ich natürlich weiterhin täglich genau in diesem Feld unterwegs bin.
00:24:18: also ich arbeite weiterhin für eine deutsche Firma und leide die Zweikfirma den USA Und die Konflikte dieses Miss-Verstehen untereinander ist überall gleich.
00:24:30: Also da gibt es keine großen Unterschiede, glaube ich zwischen den Firmen.
00:24:34: Da habe ich noch nie im direkten Konflikt gesagt okay jetzt setzen wir uns zusammen mit dem Dreierteam und sprechen das durch sondern bin weiterhin und das war auch vorher schon einfach tätig auf der Schiene, auf beiden Seiten für Verständnis zu werben.
00:24:51: Und zu erklären warum hat jetzt der deutsche Ingenieur das so dargestellt?
00:24:57: Obwohl das für den empfangenden amerikanischen Ingenieur wirklich total beleidigend empfunden wurde und versuche das zu erklären.
00:25:05: aber in mediativer Tätigkeit habe ich das noch nie gemacht weil es einfach sehr schwierig ist, dort die richtige Rolle zu finden.
00:25:16: Ganz ehrlich!
00:25:17: Denn da geht's immer um unterschiedliche Führungsebenen und man ist selber immer irgendwo dazwischen.
00:25:22: Ja das kann ich mir gut vorstellen.
00:25:25: Vielleicht noch ein Punkt?
00:25:27: Weil du lebst ja in Amerika, dann sicherlich auch eine andere Aufmerksamkeit auf Mediation, auf das was gesellschaftlich vielleicht in der Kommune oder auch sonst passiert Kontakt aufgenommen oder erhalten zu Mediaturen.
00:25:45: Wie ist in Amerika so, wie du es wahrnimmst?
00:25:47: Die Stimmung zum Thema Konfliktbearbeitung, Mediation und ich meine jetzt nicht die große Politik sondern eher so was läuft da auf Community Ebene oder Sportverein oder dergleichen?
00:26:03: Da gibt es ein paar wirklich ganz tolle Beispiele, was in den USA gut funktioniert und auch ein paar Beispile wo die Akzeptanz nicht so hoch ist.
00:26:14: Insgesamt ist das überhaupt nichts reguliert.
00:26:17: also es gibt in den USA keinen Staat der irgendeine Zertifizierung oder einen Kurs oder irgendetwas verlangt dass man als Mediator tätig sein kann.
00:26:26: Es gibt aber Einen Staat, in dem Mediation sehr groß gefördert wird.
00:26:32: Das ist der Start of Washington – also nicht Washington DC sondern im Norden an der Westfüße.
00:26:37: Nordwesten?
00:26:38: Genau, im Nordwestern der USA und da wird staatlich das komplett gefördert.
00:26:44: die haben mehrere Mediationszentren.
00:26:47: was mir klar geworden ist in Diskussion mit Mediatoren hier in meiner Umgebung Und das kann jetzt wirklich darauf basieren, mit wem ich Kontakt habe.
00:26:58: Ich glaube es aber nicht ist dass hier der Fokus auf der transformativen Mediation ist.
00:27:04: Wenn zum Beispiel im Start Connecticut gibt es unabhängige Mediatoren, die sind zu neunzig Prozent.
00:27:11: Da habe ich mich mit jemandem unterhalten in der Familienmediation tätig.
00:27:14: Also Scheidungen vor allem halt Scheidung wenn in der Familie nur Negativgeld da ist also nur Schulden.
00:27:21: Die können sich keine vernünftigen Scheidungs leisten in dem Sinne.
00:27:23: Da geht's dann in der Mediation.
00:27:25: das sind Menschen die wollen sich nicht mehr streiten sie wollen sich aber trennen.
00:27:28: Und da geht es darum, wie können wir jetzt sorgerecht und die Schulden so verteilen, dass jeder weiterleben kann.
00:27:34: Also das ist typisch ein wunderschönes Beispiel im Start Connecticut.
00:27:40: In einer Stadt ist die Polizei sehr eng verbunden mit diesen Community Mediation Centers.
00:27:46: also das ist sehr viel der Fokus in den USA.
00:27:49: Und wenn die Polizei gerufen wird zu irgendwelchen Konfliktsituationen, wo sie sagen okay wir haben Bigger Fish to Fry eigentlich.
00:27:56: Also wir haben echte Kriminalität und die wir uns gerne kümmern möchten.
00:27:59: aber hier kommen sich Leute an die Köppe.
00:28:01: es geht um Nachbarscheifstreit Es geht um Ruhestörung oder irgendwie so etwas.
00:28:06: Wo dann wo's soweit eskaliert ist natürlich in USA schnell eskalieren kann aufgrund der wachen Pistze überall.
00:28:13: Und die verweisen beide Konfliktverteilen automatisch an lokale Mediatoren.
00:28:20: Hier geben euch die Karten, hier sind lokale mediatoren, seht erst mal zu dass ihr das irgendwie auf außergerichtliche Art und Weise gelöst kriegt.
00:28:28: Das ist der eine Strang.
00:28:29: also wirklich sehr stark auch diese Community Mediation Centers gedrückt.
00:28:34: da gibt es den National Association for Community Mediation.
00:28:39: Die Leute sind sehr gut verbunden.
00:28:42: Und dann gibt es natürlich den anderen Strang und das ist der rein legale Strang.
00:28:46: Der ist auch in Connecticut relativ stark, aber da sind Mediatoren meiner Meinung nach, ist der Begriff fehlverwendet sondern da geht's um eigentlich um arbitration.
00:28:57: also das ist außergerichtsschriftlich.
00:29:00: Stichtgericht heißt das auch deutlich, genau.
00:29:05: Und viel außergerichtliche Vorverhandlung also gerade so Court mit Gericht mit geringfügigen Forderungen zum Beispiel, also Small Claims Court heißt es bei uns.
00:29:15: aber das sind alles rechtsanwälte
00:29:17: d.h.,
00:29:17: die werden vor irgendetwas den Richter vorgeführt wird verhandeln sie Also für mich sind das keine Mediatoren in dem Sinne sondern das sind Verhandler Die auch Lösungsvorschläge bringen machen keine Facilitation für den Prozess, sondern es sind Verhandler.
00:29:34: Es sind Schlichter die einfach versuchen Dinge außergerichtlich zu lösen.
00:29:38: aber gerade dieses Community Mediation ich glaube das ist ja auch die Bewegung so ein bisschen die aus dem USA kommt und dann rübergeschwappt ist Auch einfach aus dem Unabhängigkeitsgedanken her.
00:29:48: wir können diese Dinge selber lösen Wir brauchen nicht unbedingt Gerichte und Polizei und alles.
00:29:52: Das ist sehr stark Und das ist sehr schön Und etwas, wo ich persönlich mich in den nächsten Jahren ein bisschen auch mehr involvieren möchte.
00:30:00: Aber genau da ist natürlich die deutsche Ausbildung nicht mehr so sinnvoll.
00:30:04: Da gibt es relativ schnelle Kurse, die man hier machen kann, wo Ich mich auch amerikanisch qualifizieren werde und dann hier einsteigen.
00:30:11: Es läuft fast alles auf der Seite, Nicht Alles aber sehr viel auf Voluntärbasis ab.
00:30:17: Also es sind keine bezahlten Mediatoren, sondern trotz Ausbildung Trotz Erfahrung sind das Leute Volontär versuchen einfach, die Gesellschaft zu verbessern.
00:30:31: Und ich glaube... Das ist
00:30:33: ein Form von Netzwerken, dass man in seiner Community und auch professionellem Netzwerk eine sinnvolle Tätigkeit anbringt.
00:30:42: Auch darüber, ja das Netzwerk stärkt.
00:30:45: Also so nehme ich das von außen wahr!
00:30:49: Das ist ein Teil davon, aber halt einfach auch Voluntärarbeit.
00:30:53: Charity gehört in den USA einfach auch dazu.
00:30:56: also da ist sicherlich Netzwerkformen dabei, aber es ist einfach ein Teil der Society.
00:31:02: Also wenn ich den Aspekt anschaue immer zwischen Deutschland und Amerika, das ist meine Aufteilung Deutschlands Solidarität?
00:31:12: Und Amerika ist Charity.
00:31:14: Also Großzügigkeit oder Charity, Wohltätigkeit kann man es vielleicht übersetzen und das ist der große Unterschied.
00:31:22: in Deutschland haben wir einen Solidaritätszuschlag bezahlt auf unseren Steuern ohne dass da groß Geräge
00:31:31: gesetzlicht und das macht der Staat wird ausgelagert.
00:31:35: Wir geben Steueren und Gelder ab aber ich kümmere mich nicht aus meiner Persönlichkeit her Darum
00:31:41: Ganz genau.
00:31:41: In den USA gibt es dann weniger Steuern, aber dafür geben Leute mehr zu Charity und es gehört einfach dazu Und dazu gehört halt auch dass man seine Zeit gibt und dann eben so etwas Mediation oder irgendwas anderes macht.
00:31:53: Ja
00:31:54: das finde ich ein interessanten Punkt.
00:31:56: Das war mir bisher noch nicht so deutlich gewesen Dass das Für mediation ja auch wirklich einen Unterschied macht in der jeweiligen Kultur an dem jeweiligem Staat.
00:32:08: Wo das wo das niederschlägt.
00:32:10: Ich hatte die Community Mediation, sozusagen da mir angeschaut und das sind häufig geförderte Programme.
00:32:18: Das ist glaube ich weniger Charity.
00:32:21: aber dass das gesellschaftlich ausgreift und dass viele, die sich Mediatoren nennen, das eben als Wohltätigkeit formell anbieten ... Das ist mir neu!
00:32:35: Da bin ich einfach zu wenig in der Kultur unterwegs
00:32:40: Und es hat natürlich einen Einfluss auch auf wie findet die Mediation statt.
00:32:45: Also wenn ich in Deutschland, naja ich bin ein bezahlter Mediator, ich stelle Sachen in Richtung dann erwarten die Leute natürlich auch also gerade in Deutschland da ist die Struktur so geläuftes ab also das eben diese diese Prozessgebung, würde ich das jetzt mal nennen.
00:33:00: Auch sofort und klar akzeptiert wird in den USA wenn jetzt ein Mediator involontär ist oder jemand der eben auch nicht so gezahlt ist wie woanders dann ist viel mehr das Verständnis da.
00:33:12: wir versuchen eine langfristige Beziehungsverbesserung zueinander und zur Gesellschaft herzustellen und deswegen glaube ich also das ist jetzt meine persönliche Interaktion.
00:33:24: Deswegen glaube ich, dass in den USA auch einfach die transformative Mediation größer und erfolgreicher ist weil sie eben genau in dieses Verständnis rein spielt.
00:33:37: Und in Deutschland aber die facilitative, facilitative Mediation sinnvoller und auch erfolgreicher isst.
00:33:45: Ja das ist ein interessanter Punkt.
00:33:49: Das werde ich mal mitnehmen und hier mit den transformativen Mediatoren in Deutschland besprechen.
00:33:54: Weil das war mir auch bisher nicht klar geworden.
00:33:59: Annette, was gibt es aus deiner Perspektive und Erfahrung jetzt damit?
00:34:07: Gut ein zwei Jahre mit dem Thema unterwegs, gut ein Jahr... Was gibt's von deiner Seite wo du sagst, dass ist überraschend für mich gewesen oder Das war erhellend.
00:34:20: Diese Unterscheidung zwischen Europa, USA oder deinem Beruf in deiner Organisation was dir da aufgefallen ist?
00:34:32: Was für mich also warum ich sehr froh bin dass ich es gemacht habe.
00:34:36: also zwei Sachen.
00:34:37: einmal das ich dadurch dass sich den Kurs in Deutschland gemacht haben in Leipzig gemacht hab in Kontakt gekommen mit Menschen in Deutschland, mit denen ich normalerweise niemals Kontakt haben würde.
00:34:50: Und das ist immer unglaublich bereichernd.
00:34:52: also in unserem Kurs den wir zusammen gemacht haben da waren Leute die in der Gewerkschaft führend tätig waren.
00:34:58: Da war ein Unternehmer, da waren Menschen die an einer freien Schule unterrichtet haben Also komplett unterschiedliche Leute als was im Maschinenbau normalerweise dann rumschwört und was sich sehen würde in Deutschland.
00:35:10: Ich habe eine neue Art auch ein bisschen an Kommunikation gelernt was auch sehr, sehr wichtig ist.
00:35:18: Wenn man in so einem Bereich fähig tätig ist – das für mich dann hinterher auch den Schluss zugelassen hat -, dass es eigentlich etwas, was wirklich in Schulen und Universitäten als eine Art Basisklasse auch unterrichtet werden sollte, denn es ist für alle besser wenn man das Verständnis hat.
00:35:35: Es müssen nicht alles Mediator an sein aber wenn wir genauso wie wir alle Mathematik ein bisschen in der Schule haben oder wir alle Shakespeare lesen deswegen wären wir alle nicht Literaten Aber dieses Grundverständnis zu haben so kann man Flikte lösen So kann man durch Strukturgebung oder durch Anähern von Verständnissen.
00:35:53: Für mich ist ein ganz wichtiges Überlebenswerkzeug oder einfach ein Werkzeug, das jeder in seinem Kasten haben sollte.
00:36:03: Und das Wichtig ist das Ganze wenn man im internationalen und interkulturellen Raum tätig ist was ja mehr und mehr Menschen sind.
00:36:10: es gibt mehr und meer Leute wie mich für meine Familie die mehrere Staatsbürgerschaften haben oft zwischen Kulturen unterwegs sind die wesentlich unterschiedlicher sind als jetzt Deutschland und USA Und dass es gerade da eigentlich zum absoluten Rüstzugzeug gehören sollte, auf dieser Bühne zu agieren.
00:36:31: Ja gut noch mal zu hören und auch bei aller Klarheit das sich zu verdeutlichen, dass selbst eine Kultur wie die amerikanische und die deutsche durchaus ähnlich sein mag aber dann doch auf der zweiten dritten Ebene ganz erheblich unterscheiden.
00:36:52: Vielen Dank!
00:36:53: für das informative hochinteressante Gespräch.
00:36:56: Ich war mir einfach nügen, vielen Dank, dass du dich gemeldet hast!
00:36:59: Ich wünsche euch viel Spaß mit der Hitze weiterhin – ich hoffe es ist die letzte Hitzgrille jetzt bei euch und ihr könnt euch wieder abkühlen.
00:37:07: Genau, na ja, bei uns hat die Abkühlung schon stattgefunden als wir aus dem Sechthinsel-Finale geflogen sind aber da ist nur noch mal so, dass bei euch gerade dann das Finale sich langsam andeutet.
00:37:21: Genau.
00:37:21: Gute Zeit für dich und bis bald mal wieder hier oder dort?
00:37:25: Genau, bis bald!
00:37:26: Alles Gute Sascha.
00:37:28: Schön, dass wir im Kontakt sind.
00:37:29: Freut mich.
00:37:30: Ja, mich auch.
00:37:31: Ich bin Sandra Gelecker.
00:37:33: Bis bald.
00:37:34: Ciao.
00:37:34: Tschüss.
00:37:37: Interkulturelle Mediation Hier am Beispiel der US-amerikanischen Kultur.
00:37:45: ich habe mit Annette Deuhe gesprochen Gebürtige deutsche Staatsbürerin mittlerweile auch Amerikanerin und lange Jahre tätig in amerikanischen Maschinbaufirmen, Führungskraft-Leitungskraft die sich in Mediationen weitegebildet hat.
00:38:07: Und ihre Vermittlungskompetenzen so professionellisiert hat.
00:38:12: In dem Kontext haben wir uns kennengelernt und konnten uns jetzt auch nachdem sie das in Amerika in mehreren Konstellationen ausprobiert hat, vertieft hat, professionalisiert hat.
00:38:26: Darüber verständigen.
00:38:27: wo sind denn Unterschiede?
00:38:28: Was sind Besonderheiten?
00:38:30: wie muss man dann in der Praxis die Verfahren, die Grundideen anwenden durchführen konkretisieren individuell anwänden und nicht nach Schema hervorgehen.
00:38:44: Hände lasst doch ein Feedback und einen Kommentar zur Episode oder zum Podcast.
00:38:49: insgesamt hinterlas eine Sternebewertung und hilft damit auch anderen interessierten Personen den Podcast zu finden.
00:38:58: Und wenn du welche kennst, die den Podcast noch nicht gehört haben aber du meinst das wäre ne gute Idee für dich dann lass dich nicht hindern diese Episode weiterzuleiten und diese Person darauf aufmerksam zu machen.
00:39:12: Mir in meinem Team würde das helfen.
00:39:15: vielen Dank dafür.
00:39:16: kommt gut durch die Zeit.
00:39:18: Ich bin Sascha Weigel, dein Host von den Kofemen im Institut für Konflikt- und Verhandlungsmanagement in Leipzig.
00:39:23: Und Partner für professionelle Mediations- und Coachingausbildungen.