Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Transkript

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00:00:00: Das ist schon etwas, da muss man sich ein bisschen intensiver damit auskennen.

00:00:04: Und der Braub ist perfekt spritze nicht zuletzt außer juristisch.

00:00:07: Herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:09: Gut durch die Zeit!

00:00:10: Der Podcast rund um Mediation, Konfliktcoaching und Organisationsberatung.

00:00:14: Ich bin Sascha Waike und begrüße dich zu einer neuen Folge.

00:00:17: Die heutige Folge wird sich wieder und dafür vertieft und speziell mit Schlichtung und dem Schlichtungsverfahren in einem speziellen Bereich beschäftigen.

00:00:28: Und dafür habe ich mir zwei Experten eingeladen, die schon hier im Podcast waren beziehungsweise schon fest dazugehören.

00:00:36: Herzlich willkommen Frau Dr.

00:00:38: Josefine Oortrick!

00:00:41: Hallo, vielen Dank für die Eindatung.

00:00:43: Wir haben kürzlich über Schlichtung gesprochen weil dazu hast du veröffentlicht.

00:00:48: und der dritte im Bunde heute Jörg Schneider-Brotmann Du kennst dich ja aus?

00:00:53: häufig und immer wieder gerne zu unterschiedlichsten Themen.

00:00:57: Und heute zum Thema Schlichtung?

00:00:59: Ja, vielen Dank Sascha!

00:01:00: Hallo ich bin halt heute zufällig vorbeigekommen.

00:01:02: Ich dachte schon mal rein ins Studio und wenn ihr über Schlichtungen sprecht dann bin ich auch gern dabei.

00:01:07: Genau

00:01:08: das hat durchaus einen Hintergrund weil wenn du nicht im Podcast bist dann arbeitest du auch richtig zb als schlichter in IT-Projekten Und deshalb passt das hier ganz gut zusammen, denn heute soll es darum gehen wie läuft so was in der Praxis?

00:01:22: und wenn ich sage in der praxis da sind wir schon beim thema die gibt es natürlich nicht einheitlich sondern Das ist sehr ausgefaltet in unterschiedlichen bereichen.

00:01:30: aber jörg du bist sozusagen für IT projekte Jahr lang als anwalt tätig gewesen und in diesem kontext auch mediativ moderativ und eben schlichtend beauftragt wurden

00:01:43: worden.

00:01:44: Ich werde es auch weiterhin und ich bin auch heute noch als Anwalt tätig, aber sagen wir mal weniger.

00:01:50: Tatsächlich ist heute sind dann die konsensualen Streitbeilegungsverfahren mein Schwerpunkt und fachlich.

00:01:56: in der Tat habe ich meinen Hintergrund, mein Schwerkpunkt eben im Bereich von IT-Projekten vom IT Recht.

00:02:01: Auch da können wir vielleicht nachher ein bisschen drüber sprechen.

00:02:03: Inwieweit eben Fachexpertise bei der Auswahl eines schlicht das auch eine Rolle spielt?

00:02:09: Und da arbeiten wir uns vor bis wir sozusagen gar in dieses spezielle Gebiet kommen.

00:02:14: Josefine, du hast dich ja mit dem Schlichtungsverfahren im Großen und Ganzen beschäftigt.

00:02:20: Und dieses Feld aufbereitet das ein ernstzunehmendes reguläres wenn auch nicht reguliertes Verfahren wird?

00:02:28: So habe ich doch richtig verstanden ne?

00:02:30: Ja genau!

00:02:31: Das ist ganz gut getroffen glaube ich dass sehr intensiv und viele Jahre dazu geforscht es eine schöne Ergänzung jetzt mal die Praxis und die Theorie zusammen zu bringen.

00:02:40: von daher freue ich mich auf das Gespräch.

00:02:42: Von wo aus starten wir denn und wo wollen wir hin, wenn wir uns ein Schlichtungsverfahren in solchen privaten Projekten – die können auch natürlich von öffentlicher Hand gestartet sein und beauftragt sein.

00:02:55: Aber wir befinden uns im privaten Verfahren bei der Schlichtung.

00:02:58: Wir sind nicht irgendwie im staatlichen Gericht.

00:03:00: Und es gibt diesen Auftrag nicht nur einfach... Mediativ tätig zu sein, sondern eben schlichten.

00:03:07: Wo sind wir da in der Konfliktmanagementordnung oder in der ADR-Welt angelangt?

00:03:12: Die Schlichtungslandschaft

00:03:14: – die Schlichtung selber!

00:03:15: Ich meine das haben wir ja schon definiert beim letzten Podcast.

00:03:19: Letztlich läuft auch ein Vorschlag hinaus, der unverbindlich ist und das ist denke ich ganz wichtig auch in Unterscheidungen zur Mediation, der eben kein Vorschlag beinhaltet durch den Mediator.

00:03:29: aber innerhalb dieses Schlichtungsbereichs kann man eigentlich sagen Schlichtung kann man überall machen.

00:03:34: Also, Schlichtungen ist so ähnlich wie eigentlich auch die Mediation ist ein Tachan.

00:03:39: Sobald ein Konflikt entsteht können wir schlichten.

00:03:42: Natürlich ist es für manche Verfahren besser geeignet und für andere nicht so gut.

00:03:47: Für manche Konflikte besser geeignant, für andere nichts so gut.

00:03:50: Wir haben Konflikte ja zwischen Verbrauchern und Unternehmern.

00:03:54: Wir haben konflikte zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern sogenannte B to B Und wir haben auch Konflichte zwischen Privatpersonen.

00:04:01: Also überall in diesen Bereichen kann Schlichtung angewendet werden.

00:04:05: Bekannt ist vor allen Dingen der Bereich C to B, also Verbraucherschlichtung d.h.

00:04:10: zwischen Unternehmer und

00:04:11: Verbraucher.

00:04:12: Das C steht für Kastelma.

00:04:12: dann?

00:04:13: Ja genau, Kasteln ja.

00:04:15: Konzumer.

00:04:17: Stimmt!

00:04:18: Konzumer.

00:04:20: Du hast gut an mir jemanden, der sich im Englischen ausgeht.

00:04:24: In diesen Verbraucherstreitbelegungen, das ist deswegen doch bekannter weil es dazu eben dieses Verbraucherstreiberlegungsgesetz gibt.

00:04:31: Das ist reguliert, das sind europäische Vorgaben und da sind auch verschiedene Schlichtungsstellen eingerichtet.

00:04:38: insgesamt sind siebenundzwanzig Schlichtungstellen derzeit die Deutschlandweit bestehen und wo sich der Verbraacher hinwenden kann.

00:04:46: aber ich sage mal ein ganz großer Teil an Schlichtumsverfahren wird zwischen Unternehmen durchgeführt.

00:04:52: also dass es tatsächlich etwas was überhaupt nicht bekannt ist meistens, außer denjenigen die da beteiligt sind oder in diesen Bereichen tätig sind.

00:05:00: Eins davon ist das worüber besprechen werden – die IT-Schlechtung.

00:05:05: also auch da kann man zwischen dem Unternehmen im IT-Konfliktbereich sehr viel machen.

00:05:12: ich komme ja eher aus der baurechtlichen Ecke.

00:05:15: da im privaten Baurecht, das ist gerade in der privaten Wirtschaft sehr häufig der Fall dass große Baurechtskonflikte geschlichtet werden weil es vor den Gerichten einfach sehr lange dauert.

00:05:26: Es sind immer Sachverständigen gut achten notwendig und daher bietet sich dort einfach sehr stark auch an.

00:05:33: Noch eine Frage, weil du sagst ja auch das ist kaum bekannt.

00:05:37: Weil darüber nicht groß berichtet wird?

00:05:39: Die ganzen Verbraucherschlichtungen und die ganzen Schlichtungsstellen mit denen auch Verbraucher jetzt immer mehr an Kontakt kommen gerade auch über online gestützte Tools, weil darüber dann die Schlichtung Verfahren laufen... schon weit ausgefalte, die haben auch durchaus jetzt steigende Fallzahlen.

00:05:54: Damit hat das aber gar nichts zu tun.

00:05:56: Die Verbraucherschlichtung, die müssen wir wirklich nochmal in einen eigenen Podcast uns genauer anschauen, dass es wirklich eine Landschaft ist.

00:06:02: Aber mir scheint dieses was du beschreibst diese privaten und gerade vom Bereich BtoB Schlichtung ganz ähnlich zu sein, aber eben gar nicht so bekannt wie die Schiedsgerichtsbarkeit also wo klege- und beklagte privat ausmachen können wie wir in einem schiedsgerichtlichen Verfahren zu einer Lösung kommen.

00:06:21: Und das ist ja durchaus sehr, sag ich mal stark reguliert.

00:06:25: jetzt nicht von staatlicher Seite aber da haben sich Schieds- gerichtsverfahren etabliert.

00:06:29: Da gibt es Institutionen die das anbieten.

00:06:31: Wie ist das Verhältnis zu diesen Schlichtungsverfahren, die wir uns gleich anschauen werden?

00:06:36: Also letztlich war es vollständig recht.

00:06:38: gerade bei den Unternehmen sind natürlich auch die Schiedsschrift Verfahren sehr beliebt in Abgrenzung zum Gerichtsverfahren, zum staatlichen.

00:06:46: Letztlich sind sie vom Inhalt her gar nicht so sehr von Unterschied.

00:06:51: Also man möge mir das nachsehen.

00:06:53: Es gibt da diejenigen... Wir sind hier

00:06:55: im Praktiker-Podcast!

00:06:56: Ja genau aber vor allen Dingen die Praktikatschiedsgerichtsteilnehmer oder auch die Richter im Schiedsgerichtsverfahren werden natürlich sagen also da gibt es schon große Unterschiede.

00:07:05: Aber letztlich ist es genau wie du sagst Sie sind auch reguliert Man kann dort ein bisschen mehr frei agieren, also man hat ein paar Möglichkeiten gerade was zum Beispiel den Beurteilungsmaßstab für die Lösung angeht.

00:07:17: Da ist also nicht unbedingt nach Gesetz und Recht notwendig sondern man kann dort auch sagen es gibt gewisse Grundsätze, die jetzt eben sich nicht unbedingt aus dem Gesetz ergeben, die man dort heranziehen kann.

00:07:33: Also insofern schon ein bisschen freier.

00:07:36: aber trotzdem das Verfahren selber ist doch relativ stark reguliert Und das ist schon der große Unterschied zu den Schlichtungsverfahren auch.

00:07:44: Also es gibt zwar eine Verfahrensordnung, gibt's bei jeder Schlichtung oder auch bei den Großen.

00:07:50: Das wird auch sehr intensiv ausgehandelt aber dazu wird Jürg dann sicher noch was sagen.

00:07:55: Da gibt es natürlich auch Verfahrensgrundsätze und so, aber es gibt jetzt weniger diese Formalen... Voraussetzungen, die man in diesen Gerichtsverfahren also sowohl aus dem staatlichen als auch aus dem Schiedsgerichtsverfahren da schon kennt.

00:08:08: Das ist mit Sicherheit ein sehr großer Unterschied.

00:08:10: und was natürlich der allergrößte Unterschied ist das Schiedsschieds-Gerichtsverfang zielt auf eine Entscheidung, die ist verbindlich.

00:08:16: Also des Ergebnis daran sind dann beide Parteien gebunden.

00:08:19: Es ist beim Schlichtungsverfahren nicht so mit einer Ausnahme wenn sich die Parteien vorher darauf verständigen dass es bindend sein soll.

00:08:27: in gewissen Fällen aber sind wir dann schon arg an der Grenze Schiedsgerichtsverfahren.

00:08:33: Also da muss man dann Abgrenzung vornehmen und das ist dann ein bisschen diffizieler, sag ich mal.

00:08:39: Da kann man einzeln noch einmal drauf eingehen.

00:08:41: aber also da gibt es Möglichkeiten auch um vorhinein eine gewisse Bindung herbeizuführen.

00:08:46: Aber sobald die Bindung sich auf die Entscheidung bezieht, sind wir denn schon zumindest in einem hybriden Verfahren was so schlichtungen Schiedssgerichts-Verfahren angeht.

00:08:54: Jörg!

00:08:55: Ich habe in Erinnerung dass du auch als Schiedsprichter Ach Giers, oder zumindest einen schizgerichtlichen Verfahren beteiligt bist.

00:09:04: Oder war es als Anwalt?

00:09:06: Stimmt das?

00:09:08: Nein, da drückt dich deine Erinnerung tatsächlich.

00:09:11: Also ich habe früher natürlich auch Gerichtsverfahren gemacht.

00:09:14: also klassische Gerichts- verfahren, Schiedsgerichtsverfahren hab' ich nicht gemacht und jetzt mache ich's bewusst nicht einfach.

00:09:21: aus der Entscheidung heraus ist wirklich eine ganz andere Rolle.

00:09:24: Der Schizrichter ist eben tatsächlich ein Entscheider und diese Entscheidungsmacht wirkt sich natürlich nachher auch auf das Verfahren aus.

00:09:31: Und als Pflichter mache ich eben nur Vorschläge, ja vielleicht noch... Also ich glaube, ihr habt das wunderbar rausgearbeitet.

00:09:38: Tatsächlich Schiedsgerichtsbarkeit wird viel genutzt in BtoB-Konflikten vor allem auch im internationalen Kontext.

00:09:45: ja weil sozusagen ein Schiedsericht wird als neutraler betrachtet als ein nationales Gericht.

00:09:50: manchmal noch ein großer Vorteil ist natürlich was wir auch bei der Schlichtung haben wenn die Aktion ist natürlich die Vertraulichkeiten.

00:09:56: Ja gerichtsverfahren sind öffentliche Verfahren Schiedskriegsverfahren ist eben nicht öffentlich.

00:10:02: Das wird deshalb häufig gewählt und Man kann sagen Vor- oder Nachteil, ja es geht schneller aber es hat halt nur auch eine Instanz.

00:10:09: Wenn das Schiedsgericht dann seinen Spruch macht, dann gilt er auch und da gibt's nicht noch einen instanzen Weg wie jetzt bei uns in Deutschland üblicherweise im dreistufigen Instanzenweg.

00:10:19: Ich habe jetzt allerdings gehört dass die Schiedskriegsverfahren gar nicht mehr ganz so beliebt sind sondern teilweise wirklich auf die Schlichtungsverfahren oder Mediationsverfahren zurückgegriffen wird Weil das Schiedsgerichtsverfahren doch sehr aufwendig ist.

00:10:31: Also es geht ja in die Richtung Gerichtsverahren und wir haben auch dort Sachverständigen, Gutachten usw.

00:10:37: Ich weiß nicht, ob du dazu was sagen kannst?

00:10:39: Das würde mich wirklich tatsächlich interessieren!

00:10:42: Also ob man den Zahlen ausdrücken kann, das weiß ich nicht.

00:10:45: Was schon ist, Schiedsgerichtsverfahren sind extrem aufwendig.

00:10:48: Sie tendieren dazu sich auszubreiten wenn man so will auch von den Kosten her weil es müssen ja dann die Anwälte bezahlt werden.

00:10:55: Die schiedsrichter diesen richtig teuer also sagen mancher Vorteil dem man vielleicht sagen würde na kostengünstigkeit im vergleich zum gerichtsverfahren ist nicht mehr so gegeben.

00:11:04: und Weil noch eins, wenn ich das ergänzen darf auch die Justiz schläft nicht.

00:11:08: Also es werden jetzt in Deutschland ja mehr und mehr diese International Commercial Courts eingeführt also spezielle Kammern an den Landgerichten wo eben auch internationale Streitigkeiten geführt werden können.

00:11:18: Und ich habe den Eindruck dass das ganz gut angenommen wird.

00:11:21: Dass der eine oder andere Streitigkeit, die vielleicht vor ein paar Jahren noch voraus Schiedsgericht gegangen wäre jetzt eben zum Internet zum Commercial Court geht.

00:11:29: Das heißt auch, Parteien, in dem Fall Konfliktparteien und Unternehmen eine wirkliche Landschaft vor sich haben wo sie ihren Konflik jetzt auf unterschiedliche Art und Weise bearbeiten können.

00:11:44: Sie müssen das meistens in Absprache dann mit der anderen Seite auch machen.

00:11:47: Das finde ich ja manchmal Vorteil, manchmal Nachteil im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren.

00:11:52: da gehe ich halt hin als Kläger und dann ist es gut oder ich sage halt Ich warte ab, bis du mich verklagst.

00:11:56: Aber ich muss nicht mit dem anderen das absprechen.

00:11:59: aus der Begleitungsrolle als Anwalt oder weil du sagst, arbeitest auch als Schlichter dann in einer neutralen Position ist es eine eigene Welt als schiedsgerichtlicher Anwaltung tätig zu sein.

00:12:14: Das hatte mich ein bisschen verwundet.

00:12:16: aber ich habe mich da vielleicht wirklich falsch erinnert dass du auch sagst du bist bei einem Schieds- gerichtsverfahren nicht als Anwalter dabei gewesen.

00:12:23: Genau, das Schiedsgerichtsverfahren ist ja im Grunde auch ein kontraktorisches Verfahren wie des Gerichtsverfahren und die Anwälte agieren ähnlich.

00:12:31: Es werden umfangreiche Schriftzettel eingereicht, es findet eine Beweiserhebung statt, es wird Zeugenvernehmungen sogar mit Cross-Examination also mit einem Kreuzverhör teilweise Elemente aus angloamerikanischen Prozessen.

00:12:43: genau Das liegt bei mir jetzt eigentlich eher daran, dass ich halt auch anwaltlich bin.

00:12:48: Ich bin einfach mehr ein Vertragsjurist.

00:12:49: Also ich habe eben immer Projekte begleitet, Vertragverhandlungen und sozusagen eigentlich für mich selber auch waren Prozesse eigentlich immer sozusagen last resorter, wenn es komplett gerissen ist irgendwie das Band.

00:13:02: aber ansonsten bin ich einfach mehr einen Vertragsurist und hab nie so sehr meinen Schwerpunkt gelegt auf die Prozessführung.

00:13:09: Das finde

00:13:10: ich vielleicht auch noch mal für die Zukunft eine wichtige Differenzierung im beruflichen Selbstverständnis.

00:13:15: Da bin ich eher so dem Verfahren der Kontraktorischen tätig und agierend, und bin ich also Vertrags-Jurist bzw.

00:13:23: eher in diesem konsensualen Verfahren.

00:13:25: Und das beides – und das wird mir deutlich je mehr ich mich mit Kollegen unterhalte – ist nicht alles abdeckbar.

00:13:32: Das kann man nicht in einer Person abdecken!

00:13:35: zu viel auch für die Kollegen, die Rechtsanwalt und Mediatoren sind.

00:13:41: Das ist schon anscheinend eine vorgelagerte Entscheidungsfrage.

00:13:44: Genau ist eine Herausforderung und natürlich in kleineren, mittleren Kanzleien sind die Kolleginnen sowie Vertragsgestalten verhandeln als auch Prozessual tätig, aber je größer die Einheiten werden oder je spezialisierter.

00:13:59: Gerade dieses Thema Prozessführung Litigation Neudeutsch Dispute Resolution hat sich einfach so als eigenes Feld auch über den letzten Jahr herauswickelt und häufig ist es dann so eine großen Kanzlein hat man Spezialisten für die Prozessführung Und die arbeiten dann in den Prozessen wiederum zusammen mit den Fachspezialisten also Mit dem Gesellschaftsrechtler wenn's ein gesellschaftsrechtlicher Konflikt ist oder mit dem Baurechtler wenn es ein baurechtlicher Konflikt ist, also da geht auch so der Trend zur Spezialisierung kann man sagen.

00:14:29: Ich würde sagen jetzt stürzen wir uns auf die Kernfrage hier wie passiert das dass dich Leute als schlicht aber auftragen?

00:14:38: Wie kriegst du davon Wind

00:14:40: genau?

00:14:40: wie ist der Weg zur Schlichtung?

00:14:41: sozusagen wir gucken mal dahin.

00:14:44: Also war sich Noch nicht erlebt habe ist das, was man bei der Mediation ja oft hat.

00:14:50: Sogenannte Atrockmediation,

00:14:52: d.h.,

00:14:52: ein Konflikt entsteht.

00:14:53: Es gibt vielleicht nur eine Gerichtsstandsklausel im Vertrag?

00:14:56: Dann kommt es auch gar nicht so selten vor, auch im IT-Bereich dass dann die Parteien merken, jetzt vor Gericht zu gehen ist vielleicht nicht so günstig.

00:15:02: Vielleicht weil wir noch eine fortdauernde Geschäftsbeziehung haben und dann kommt relativ häufig zur Mediation.

00:15:08: Also das ist dann eigentlich dieser Weg, sozusagen aus einer Verhandlung.

00:15:12: Sie versuchen es über eine Verhandlungslösung zu klären.

00:15:14: Wenn die Verhandlungen scheitern, dann holt man jemanden dritten dazu um die Ver Handlung fortzuführen.

00:15:19: Diese Hürde ist relativ gering.

00:15:21: von der Verhandling zur Mediation.

00:15:23: Ad hoc zur Schlichtung ist eher ungewöhnlich habe ich so noch nicht erlebt.

00:15:28: Jedenfalls in meinem Bereich, vielleicht im Baurechtsbereich anders sondern... Der Weg zur Schlichtung, so wie ich ihn kenne läuft eigentlich über Konfliktklauseln in den Verträgen.

00:15:38: Sascha das Thema hat mir ja hier auch schon öfters.

00:15:40: wir haben uns ja mit Streitbeilegungs-Klauseln befasst verschiedenster Art häufig Mediationsklausel aber da gibt es relativ häufig halt in den Verträgen dann entsprechende Schlichtungs- Klauseln.

00:15:52: Es leuchtet mir ein.

00:15:53: Ja, Josephine... Was?

00:15:54: Entschuldigung!

00:15:56: Ich wollte nur noch ergänzen und vielleicht kann ich da kurz reingreden.

00:15:58: Also ich kenne es gerade auch im Baurecht zum Beispiel sind die Atok-Schichtung glaube ich auch weniger der Fall was aber so zumindest das ich in den Forschungen mitbekommen habe häufig daran liegt wer sind die Parteien und wie groß ist der Konflikt.

00:16:12: Wie groß ist das Projekt, in dem Fall bei uns jetzt die Baumaßnahme oder bei euch eben das IT-Projekt?

00:16:18: Und gerade so bei großen Sachen, wo es wirklich so ein B to B Streitigkeiten reingeht sind es ja häufig Unternehmen, die schon Erfahrungen haben, die meist vorher schon irgendwie Schlichtung, Mediation, irgendetwas gemacht haben und die dann von vornherein diese Klausel mit integrieren.

00:16:34: Wir haben jetzt im Bereich Behörde also ich bin ja bei einer Behörder Immer wieder auch die Frage, gehen wir vielleicht doch mal in einen Schlichtungsverfahren rein als Partei im solchen Konflikt.

00:16:45: In so einem Fall würde dann schon eine Art Hock-Schlichtung zustande kommen.

00:16:49: also das würde ich jetzt nicht ausschließen.

00:16:52: aber ich denke es kommt dir deswegen nicht so häufig vor weil es auch gerade in dem IT Bereich wahrscheinlich, dass sind Player dabei die da einfach schon erfahren sind, könnte ich mir vorstellen.

00:17:03: Also das war so ein bisschen meine Beobachtung, dass die, die schon mal Erfahrung damit gesammelt haben dann versuchen Klauseln mit reinzufügen oder die anwältlich gut beraten sind.

00:17:12: Wer Anwälte in die Vertragserstellungen mitnimmt, da sind jetzt mittlerweile eben dieser ADA-Klausel mit dabei.

00:17:19: also daran wird wahrscheinlich der Unterschied liegen wie es dazu kommt.

00:17:23: Würdest du sagen, ich nehme jetzt Baubehörde als Standardwissen.

00:17:28: Dass das überall so wäre dass diese Idee aufkommt?

00:17:31: dann lass uns doch mal über ein Schlichtungsverfahren nachdenken.

00:17:33: oder hat es vielleicht in dem Falle bei deiner Behörde mit dir zu tun weil du ja dafür stehst und das auch wahrscheinlich auch deswegen dort mit aufgenommen wurde weil das naheliegende Gedanke ist?

00:17:44: Also ich glaube bei Behörden ist schon diese Besonderheit dass wir sehr häufig mit Formularen arbeiten Und Verträge bestehen bei uns aus Vertragsformularen, die entsprechend manchmal ein bisschen angepasst sind.

00:17:56: Aber im Großen und Ganzen sind das meist von den Ministerien erstellte Formulare.

00:18:00: In diese Formuliere etwas rein zu bekommen wird zum Beispiel so eine Idiarklausel...

00:18:04: Was nicht vorgesehen ist?

00:18:06: Es dauert einfach!

00:18:07: Also ich will gar nicht sagen dass die Offenheit nicht da war.

00:18:10: also gerade bei uns in der Bauverwaltung sehe ich es durchaus.

00:18:13: Die Offenzeit ist da aber bis sowas dann, ich sag mal, in die Gänge kommt...

00:18:18: Die nach Vierplanter

00:18:19: hat

00:18:21: die nach Viertlanter.

00:18:23: Es hat alles, finde ich auch manchmal seine Berechtigung.

00:18:27: Weil wenn es dann drin steht, steht's halt auch drinnen für viele Jahre.

00:18:30: Das muss man immer so vor Augen haben und von daher glaube ich das gerade derzeit wo so ein bisschen umdenken auch in der Verwaltung also stelle ich immer wieder fest auch kommt wo immer mal an diese Ich nenne es jetzt mal EDA-Verfahren, gedacht wird.

00:18:46: Es ist oftmals einfach an den Verträgen noch nicht drinsteht.

00:18:49: Also ich meine wir haben Verträge also Konflikte in Vertragsbeziehung die wurden im Jahr oder so.

00:18:58: Damals war das nach gar nicht der Fall dass da sowas aufgenommen wurde und von daher denke ich aber für die Zukunft und Zukunft Nehm ich jetzt weit, in zwanzig Jahre vielleicht.

00:19:09: Ich weiß es mich ganz nicht einschätzen aber... Es ist bestimmt noch eine Zeit hin!

00:19:15: Aber irgendwann werden denke ich diese Klauseln auch in den Verträgen drinstehen und dann wird sich das ändern.

00:19:21: Aber derzeit wird's genauso aussehen dass irgendjemand im Konflikt in die Behörden sagt eigentlich könnten wir doch mal so ein Verfahren probieren weil das Gerichtsverfahren jetzt hier nicht passend ist oder so?

00:19:32: Und dann wird zu dieser Atchokschlichtung oder Mediation kommen.

00:19:36: Ich will mal noch eine These, warum das so naheliegend ist in der Mediation.

00:19:40: Aus Sicht der Konfliktpartei ist mir das total einleuchten, dass man zerstreitet sich, man merkt hoffentlich ... Man wird nicht verstanden und versteht den anderen nicht.

00:19:49: Und dann passiert schnell diese Idee Wir reden überhaupt nicht mehr zur Sache sondern hier geht es nur noch um die Person und untergleichen.

00:19:57: wir brauchen jemandem der uns da hilft.

00:20:00: Wir brauchen jemanden der uns nicht in der Sache hilft.

00:20:02: Deshalb auch kein Richter Sondern jemand der uns wieder Er hilft, dass wir uns verständigen können.

00:20:07: und dafür stehen Mediaturen mittlerweile tatsächlich in den meisten Köpfen als das sind jetzt die richtigen.

00:20:13: Aber ein Schlichter also der uns in der Sache einen Vorschlag macht Das scheint mir wirklich auf dem ersten Blick merkwürdig weil man ja dem die ganze Sache erläutern muss vom fachlichen her und so.

00:20:26: Und da würde ich sagen ad hoc.

00:20:28: von der Worte ist mir völlig klar, dass da Parteien nicht so einfach drauf kommen.

00:20:32: Wir müssen ja erstmal Fachchen ins Bild setzen.

00:20:34: Ja, so ist das.

00:20:35: Das ist eine Hypothese genau.

00:20:37: ich habe ja auch gesagt Ich kann es auch nicht genau sagen warum?

00:20:40: Ich glaube es liegt auch einfach dran dass die Mediation ist halt inzwischen bekannter und das was du sagst eigentlich wahrscheinlich auch doch niederschwelliger weil halt die drittunterstützung ist im Grunde Wenn man so will in der Gesprächserleiterung einer Verhandlungsunterstützung durch den Mediator und dann ein Schlichter dazu zu nehmen, der auch noch einen Vorschlag macht.

00:20:59: Das ist natürlich schon mal ein Schritt weiter.

00:21:01: Ich wollte noch gerne anknüpfen an das was du Josephine gesagt hast.

00:21:04: Tatsächlich öffentliche Hand IT-Verträge gibt es auch Muster.

00:21:08: die berühmten EVBIT Früher hießen nie mal BVB seit vielen Jahren.

00:21:12: Es gibt praktisch Musterververträge für IT Verträge zwischen der öffentlichen Hand und privaten Auftragnehmern.

00:21:19: Die werden gemeinsam von der öffentliche Hand mit dem Bitkom in Gremien erstellt, nagelt mich nicht fest aber soweit ich tatsächlich weiß gibt es da drin bisher auch keine Schlichtungsklauseln.

00:21:30: also die sehen einfach ganz normal vor.

00:21:33: wenn's halt Streit gibt gehts vor Gericht.

00:21:34: Da wiederum ist meine Vermutung die öffentliche hand fühlt sich doch oder sie ist anrecht und gesetzgebunden Und das Gerichtsverfahren ist nun mal ein gesetzlich normiertes Verfahren und liegt dann einfach näher.

00:21:46: Sozusagen die Entscheidung zu treffen in der öffentlichen Hand, wir machen jetzt eine Mediation und lösen unseren Konflikt möglicherweise außer oder nicht rein rechtlich, es vielleicht nicht so einfach zu treffen wie für zwei Private her?

00:21:58: Genau da kann man glaube ich tief einsteigen.

00:22:01: das Thema Ich habe vor kurzem noch einen Aussatz dazu geschrieben, so Pflichtungen Behörden und so...

00:22:05: Ich

00:22:06: denke dass Feld ist noch ein Stückchen weiter denn Das eine ist, dass die Parteien also die öffentliche Verwaltung vielleicht noch nicht so die Erfahrung gesammelt hat.

00:22:15: Und das andere ist wenn es einmal als Klausel vorgeschrieben ist dann muss ich wie beim Gesetz letztlich auch ja irgendwie auch die Möglichkeiten schaffen.

00:22:24: und wenn ich als Ministerium diese Vertragsmuster erstellen gar keine Vorstellung habe an wen man sich wenden könnte als Schlichter und da mein Behörden auch gar keinen Auskunft dazu geben kann tue ich mich natürlich sehr schwer, so eine Klausel aufzunehmen.

00:22:40: Tatsächlich haben wir in den Verträgen teilweise je nachdem um welche Verträge es sich handelt schon... ähnliche Klauseln.

00:22:46: Es geht am meisten in die Richtung, die nächste höhere Behörde anzurufen manchmal für eine Entscheidung das ist noch mal was anderes.

00:22:53: aber es gibt auch Klausel, die dann vorsehen dass diese nächsthöhere Behörde so einer Art schlichten tätig wird also so ein Vermittlungsverfahren nimmt.

00:23:01: Also die Möglichkeiten gibt es teilweise bei uns jetzt in der Bayerischen Bauverwaltung Für alle anderen kann ich jetzt gerade nicht reden Ist ein bisschen etwas vorhanden Aber noch nicht die typische EDI-Klausel die man kennt.

00:23:12: Sobald es drinnen steht, muss das auch gezogen werden.

00:23:15: Und daher sage ich ja für die Mediation, die Strukturen sind das Entscheidende.

00:23:19: Man muss sich auf die Formulabletter stürzen und auf die Mediationsklauseln.

00:23:25: Aber gut, das hat eher noch einen anderen...

00:23:27: Warte mal!

00:23:27: Ich würde mal ganz kurz deinen Vorherregenden wiezu geht meine Mediationen und vielleicht nicht unbedingt in die Schlichtung?

00:23:33: Ich habe es tatsächlich jetzt als Partei Behörde anders empfunden.

00:23:37: im Baurecht bei mir sind die Kollegen häufig dass sie gar nicht so den Konflikt in dem persönlichen Sehen, sondern es wird schon das sachliche gesehen.

00:23:47: Deswegen würden sie wahrscheinlich weniger auf einen Mediatur kommen, weil sie sagen, was hilft der uns?

00:23:52: Der hat nicht mal fachliches Verständnis manchmal, sondern die würden dann tatsächlich eher auf den Schlichter, der ja häufig auch die Fachexpertise mitbringt und dann sagen wir wollen gerne eine Art Vermittlung.

00:24:04: Wir wollen jemand Drittes, der sagt wie's ist eine Entscheidung ist, an die wir gebunden sind.

00:24:11: Sondern das aber zumindest der andere, die andere Partei und wir wissen wie es denn jetzt die Rechtslage oder wie ist das

00:24:19: zu

00:24:20: entscheiden im Sinne von nicht verbindlich?

00:24:22: Aber wäre das jetzt zu lösen?

00:24:24: also ich glaube dass schon auch.

00:24:28: ja genau das macht's schon auch attraktiv.

00:24:30: okay das ist das was nicht passiert.

00:24:32: ad hoc schlichtung Ja,

00:24:36: also ich lasse mich gerne eines besseren Belehren.

00:24:38: Nicht

00:24:39: mal hast du es ja gesagt was?

00:24:40: Genau vielleicht kommen ja Zuhörer und Zuhörerinnen und bringen jetzt tausend Beispiel für Ertopschlichtungen finde ich super!

00:24:47: Sie dürfen auch gern zu mir kommen wenn sie ein Problem haben.

00:24:49: meine Erfahrung jedenfalls ist und wer hat gesagt seine Frage war die Ausgangsfrage ja wie kommt man zur Schlichtung?

00:24:56: und meine Tese meiner Aussage war eben in dem die Parteien wenn sie einen Vertrag schließen eine entsprechende Schlichtungsdlausel vereinbaren.

00:25:03: Das läuft meistens dann auch jetzt nicht komplett parteiotonom, also dass die Parteien sich hinsetzen und überlegen was können wir denn machen?

00:25:11: Und wie könnte das denn aussehen in dem Verfahren?

00:25:13: so sondern sie greifen dann zurück auf entsprechende Organisationen.

00:25:17: Die eben solche Konfliktmanagement-Klaus oder in diesem Fall eben dann Schlichtungsverfahren anbieten und wählen dann des Schlichtung Verfahren dieser Organisation.

00:25:28: So und da gibt es verschiedene Organisationen eben und dann wird ein bisschen branchenspezifisch.

00:25:33: Aber beispielsweise im IT-Recht und darüber kommen immer wieder welche zu mir.

00:25:37: Und das kann ich ja hier auch sagen, gibt es die Deutsche Gesellschaft für Rechte an Informatik.

00:25:41: Die hat eben eine Schlichtungsstelle schon seit... mit dem eigenen Schlichtungsverfahren.

00:25:48: Und das ist mittlerweile eigentlich, kann man doch sagen ziemlich bekannt und wird relativ häufig in IT-Verträgen an dieses Verfahren vereinbart.

00:25:56: Dann haben wir den gleichen Effekt eben wie bei einer Mediationsklausel.

00:25:59: Wenn es dann vereinbart ist, dann geht's!

00:26:01: Und da muss man sich halt erstmal aufs Verfahren einlassen wenn eine Partei das will.

00:26:06: Zunächst – das wusste ich auch gar nicht – ist es so dass es eigene Institutionen gibt die Verfahren dann organisieren und prozessieren, indem sie verschiedene schlichte Personen mein wegen auf einer Liste hat.

00:26:18: Sie haben eine Verfahrensordnung und die pranschen Kenner wissen da geht man hin und macht das.

00:26:24: Also was Unpersönliches im Sinne von es hat eine Autorität dass es das gibt als Institution sind darüber hinaus dass es leuchtende schlichter Persönlichkeiten gibt die dann aufgrund ihrer persönlichen Autoritäten das Verfahren in Gang setzen.

00:26:39: Es ist institutionalisiert durch so eine Ordnung.

00:26:42: Da liegt eine feste Schlichtungsordnung dahinter, die kann man abrufen und dann auch eine Standardschlichtungsklausel, die wir dann einfach aufnimmt in den Vertrag und dann läuft eben dieses Verfahren.

00:26:53: Das ist ähnlich wiederum wie in der Schutzgerichtsbarkeit.

00:26:55: da gibt es ja auch diese Organisationen, die DISS in Deutschland, die dann eben auch ihre Schiedsordnungen haben sogar auch eine Mediationsordnung oder dann international ICC Und das gibt es eben auch dann im Schlichtungsbereich, also wenn ich jetzt bei der DGI bleibe.

00:27:10: Die hat ihre Schlichtung Ordnung.

00:27:12: und dann gibt's die Schlichtungsstelle.

00:27:14: Sars in Berlin ist jetzt glaube ich in Passau genau hängt an der Uni mit angedockt bei einem Prof- und die schlichtungsstell hat aber eigentlich nur ... eine verwaltende Tätigkeit, also die nimmt das Verfahren an.

00:27:27: Die reicht es dann weiter an die Gegenseite.

00:27:28: Dann gibt's ne Gebühr für das Verfaren und dann sucht die Schlichtungsstelle ein Schlichter oder eine Schlichterin aus oder mehrere kann man vielleicht auch gleich mal drüber sprechen Und dann geht eigentlich... Wenn sich dann die Parteien mit dem Schlichtereinverstanden erklären, dann geht das Verffahren über zum Schlichtern und abdann läufts eben in den Händen des Schlichters oder der Schlichterin.

00:27:48: Du hast die Parallel zur Schiedsgerichtsbarkeit gemacht, da ist das aus.

00:27:52: Die Mediation haben das ja auch probiert.

00:27:55: Die IHK's haben solche Institutionen geschaffen und es gibt einzelne Institutiones, die das auch... Da hat das noch nicht funktioniert!

00:28:02: Vielleicht wie kam das?

00:28:04: Wenn du diese Entwicklung so mitgemacht hast dass das bei der Schlichtung akzeptiert etabliert wurde?

00:28:13: Die Fachkönner wissen, okay wenn wir eine Schwierigkeit haben und wir wollen eine Schlichtung dann gehen wir dorthin.

00:28:19: Also ich glaube in dem Fall ist es tatsächlich über diese Organisation deutsche Gesellschaftsverrechnung.

00:28:24: Informatik ist einfach einer der anerkannten Branchenverbände sag' ich mal für IT-Juristen aber auch für Leute die aus der Technik kommen.

00:28:32: also verbindet sozusagen beides.

00:28:35: Es ist eine etablierte Organisation.

00:28:37: Kennt jeder IT-Jurist eigentlich, kann man wirklich sagen?

00:28:40: Macht jährlich Kongresse und da wird eben auch immer wieder wurde dann eben auch dieses Schiedsschlichtungsverfahren vorgestellt.

00:28:45: Und so ist es pö a pö eingesickert ja!

00:28:47: Ich meine das ist natürlich bei Weitem nicht in jedem IT Vertrag drin aber eben doch relativ häufig.

00:28:53: ich würde mal sagen dass es Branchen bekannt, aber eben bei den Juristen sei es Inhausjurysten die sich eben mit der IT Recht befassen oder eben anwälten und dadurch haben das schon viele Wendernverträge gestaltet werden einfach auf dem Schirm.

00:29:05: Und was vielleicht noch hinzukommt, ich glaube da hatten wir auch schon mal drüber gesprochen.

00:29:08: und jetzt gerade in diesem IT-Bereich gibt es glaube ich wenige die gute Erfahrungen damit gemacht haben, IT Rechtsstreitigkeiten vor Gericht zu führen weil häufig geht's tatsächlich darum möglichst schnell eine Entscheidung hinzubekommen.

00:29:22: Es geht häufig drum dass man noch ne fortbestehende Beziehung hat.

00:29:25: ja also alles Elemente auch kosten spielender Rolle alle Elemente die vielleicht nicht unbedingt für das Gerichtsverfahren sprechen

00:29:31: Unverschaltlich auch wirklich ein Vorschlag.

00:29:33: Das, was Josefine sagt ist einfach attraktiv.

00:29:36: Man bekommt einen fachlich begründeten Vorschlag.

00:29:40: Genau man kriegt einen Schlichter.

00:29:41: also die Schlichte sind eben alle qualifiziert.

00:29:44: es gibt Juristen schlichter Also Anwaltsschlichter meistens Anwälte Die aber eben alle aus dem IT Recht kommen.

00:29:49: das heißt sie haben Fachexpertise und Es gibt auch Schlichten die von der technischen Seite kommen Die haben auch Fachexpertise.

00:29:56: In manchen Verfahren nimmt man auch beides zusammen, also eine Koschlichtung mit einem Juristen und einem technischen Sachverständigen.

00:30:03: Und das kriegste natürlich vor Gericht nicht... Ja es gibt zwar Kammern mittlerweile in Bayern glaube ich auch, in Baden-Württemberg haben wir das spezialisierte Kammern

00:30:11: aber

00:30:12: die Richter haben natürlich nicht die Tiefe und die Praxiserfahrungen wie jetzt sage ich mal einen IT Rechtsanwalt der da seit vielen Jahren macht.

00:30:19: Das ist glaube ich der Mehrwert den man eben bekommt Zusätzlich sozusagen zu den verfahrensmäßigen Vorteilen eben diesen Sachverstand, der ja dann am Ende auch in den Vorschlag mit einfließen kann.

00:30:30: Da würde ich auch gleich einhaken tatsächlich weil... Ich würde fast die These wagen dass es genau in diesem Branchen deswegen so gut ankommt wo diese Fachexpertise so notwendig ist und häufig von den Gerichten bisher noch nicht geleistet werden konnte.

00:30:45: also Du hast ja von uns auch schon gesagt, Jürg, langsam entwickelt sich das in einigen Bereichen.

00:30:50: Da haben wir Spezialgerichte aber gerade ich sage mal vor ein paar Jahren mit baurechtlichen Streitigkeiten.

00:30:55: Das ist schon etwas... da muss man sich ein bisschen intensiver damit auskennen und da braucht es Fachexpertise nicht zuletzt außer juristisch also Ingenieure, Architekten die da eine Rolle spielen.

00:31:07: und ich sag mal wo es vor Gericht einfach schwierig war und ich glaube in der Baubranche gibt's nämlich Auch so Verein oder größere Institutionen, also bei uns ist zum Beispiel die DGA-Bau.

00:31:18: Die da intensiv in daher ist, da außergerichtliche Möglichkeiten zu schaffen?

00:31:23: Ich glaube das es genau daraus auch entstanden ist.

00:31:26: So ein bisschen auf eine Frustration mit den Gerichtsverfahrens.

00:31:29: Also zehn Jahre ist im Baurecht ja nichts mit Gerichts verfahren, dass darüber dann entstanden is und wahrscheinlich der Grund wieso sind anderen Branchen vielleicht gar nicht so familirecht oder so nicht ganz so ankommt, weil da leisten die Gerichte glaube ich ganz gute Arbeit.

00:31:47: Also einfach auch von der Fachexpertise her.

00:31:49: Wie lang dauert das hier?

00:31:50: Wenn du als Schlichter da angefragt wirst von der DGRI in einem Verfahren womit rechnest du dass du dann den Vorschlag gemacht hast?

00:31:59: und die Sache ist vorbei?

00:32:02: Nicht jedes Verfahren endet mit einem Vorschlag.

00:32:04: viele Verfahren enten mit einer Einigung Ohne das ist das Vorschlags eines Richtersbedarf.

00:32:10: Und aus meiner Sicht ist es auch der Königsweg, Der Vorschlag treut sozusagen im Hintergrund aber mit unterwollend die Partei in den Vorschlag gar nicht.

00:32:19: Das könnte ja sein dass der Vorschlag in die eine oder andere Richtung geht und dadurch und nicht dadurch.

00:32:24: aber es gelingt immer wieder.

00:32:26: eben dann tatsächlich und ich bin auch gehalten durch die Schlichtungsordnung jetzt im Fall der DGRI in jeder Phase des Verfahrens auf eine gütliche Einigung hinzuwirken.

00:32:36: Ja, also ich arbeite tatsächlich relativ stark auch mediierend.

00:32:40: Ich habe immer das im Blick wie kriegen wir eine Einigung hin zwischen den Parteien?

00:32:44: Vielleicht ist es dazu und dann ja, wie lange dauert es?

00:32:47: Also die Regel ist drei bis sechs Monate, würde ich sagen, bis das Verfahren mal anläuft und je nachdem ob's online geführt wird oder ob man in Präsenz macht oder meistens ins Hybride verfahren, Teil online, Teil in Präsent.

00:32:59: Es gibt aber auch Verfahren, die dauern einfach länger weil... besondere Umstände vielleicht noch da sind.

00:33:06: Eine Besonderheit und da ist wiederum das Schlichtungsverfahren näher am Schiedsverfahren als jedenfalls in meiner Branche, als an der Mediation.

00:33:13: die Parteien wollen unbedingt Schriftzätze schreiben.

00:33:16: ja also des Verfahren geht los mit Schriftsetzen Und ich habe schon Schrift-Sätze gehabt.

00:33:21: Das war im Grunde eine Klage, die ein bisschen umformuliert war.

00:33:24: Und während des Verfahrens hat sich dann auch herausgestellt... Die Partei hatte die Klage schon fertig geschrieben und dann ist die andere Partei in Schlichtungsverfahren gegangen.

00:33:32: Dann haben sie einfach einen Schritt-Satz genommen.

00:33:34: Wenn dann die eine Partei fünfzig Seiten schreibt, kann es die andere Seite natürlich nicht runter machen.

00:33:39: Dadurch hat es eine gewisse Tendenz aufzubauschen.

00:33:41: Ich versuche eigentlich immer am Anfang auch Vorgaben zu machen.

00:33:44: Maximal zehn Seiten, maximal zwanzig Seiten werden gerne nicht eingehalten.

00:33:48: Wenn eine Parteise nicht einhält, dann die andere auch nicht.

00:33:51: Aber das Ziel ist tatsächlich eigentlich in drei bis sechs Monaten so ein Verfahren abzuschließen.

00:33:56: Also du hast ein bisschen mehr Leserarbeit und Vorbereitungsarbeit als vielleicht bei einer Mediation, ja vielleicht branchenabhängig auch weniger ist.

00:34:04: aber was geschieht in so sagen wir vier fünf Monaten des Verfahrens?

00:34:08: Was heißt das konkret für dich was du an Tagen zur Seite legen musst damit du das absolvieren kannst?

00:34:17: Bis auch du einen besseren Umgang mit Konflikten erlernen?

00:34:21: Dann ist vielleicht unsere Mediations- oder Coachingausbildung etwas für dich.

00:34:26: Wir starten regelmäßig im März und eine Mediationsausbildung auch noch zusätzlich im Oktober eines jenen Jahres, informiere dich auf unserer Webseite, kontaktier uns und wir können schauen ob das das passende ist!

00:34:40: Und jetzt geht's mit dem Podcast weiter...

00:34:44: Also ich kann ja mal so einen typischen Ablauf vielleicht schildern Der Schlichtungsantrag geht zur Schlichtungstelle, die übersendet den dann an die Antragsgegnerinnen mit einem Vorschlag von den Schlichtern und dann schließen, wo Schlichterinnen stimmen, denen beide Parteien zu.

00:34:57: Was auch nicht immer im ersten Anlauf klappt – ich habe gerade einen Verfahren laufen, da hat es offenbar eine ganze Weile gedauert bis sich die Parteien auf einen Schlichtereinigen konnten.

00:35:05: Das war doch nicht am Ende des Tages!

00:35:07: Und dann mache ich ein Verfahrensauftakt und den mache ich mündlich Aber meistens eben nicht vor Ort, weil die eine Partei sitzt halt vielleicht in München und die andere sitzt in Hamburg oder Berlin häufig.

00:35:17: Sondern wir machen einen Verfahrensauftakt online und da wird das Verfahren vorgestellt, da wird es Verfahren skizziert.

00:35:24: Da leg ich dann fest okay ihr dürft Schriftsetze einreichen aber in welchem Umfang?

00:35:28: In welcher Zeit?

00:35:29: Also die Freiheit, die mir dann die Schlichtordnungsordnung lässt nutze ich dann aus um das Verfahrendesign eigentlich zu erstellen.

00:35:36: des Konkrete so und hat man am Anfang eine Phase, ein bis zwei Monate wo halt die Parteien ihre Schriftzätze austauschen.

00:35:43: Das ist dann so dieses klassische Ping-Pong.

00:35:45: da muss man dann irgendwann mal das Netz hochziehen.

00:35:47: ja weil sonst geht es ewig hin und her.

00:35:49: also das versuche ich tatsächlich eigentlich immer auf

00:35:52: vom Tischtennis zum Volleyball

00:35:54: genau sozusagen genau Dach der Decke kann ich hoch genug sein.

00:36:00: Nein, also ich versuch's ja dann irgendwann mal wieder einen Punkt reinzuziehen und dann geht es in die Regel noch einmal in eine gemeinsame Sitzung wo man das dann mal auswertet.

00:36:09: schaut haben wir jetzt den Sachverhalt eigentlich beisammen.

00:36:11: Dann gehe ich relativ häufig und das ist vielleicht auch ein Unterschied zur klassischen Mediation auch in Einzelgespräche Also in Einzels Gespräche mit den Parteien rein um nochmal rauszukriegen Wo sind die Interessen?

00:36:22: Wo sind möglicherweise die Grenzen Um einfach relativ frühzeitig zu sehen, gibt es einen Verhandlungsraum.

00:36:29: Also man kann sagen das ganze Verfahren ist vielleicht im Vergleich zur Mediation etwas direktiver von meiner Seite her.

00:36:36: Ich habe eine aktifere Rolle.

00:36:37: Ich gestalte sehr starkes Verfahren und designe es stark.

00:36:41: auch die Einzelgespräche sind dann häufig die Grundlage.

00:36:44: also wenn's ein Ideal läuft dann mache ich Einzel Gespräche und dann gibts dir eigentliche Sitzung Treffen in Personen.

00:36:50: dann nimmt man sich den Tag Zeit Und da ist dann das Ziel, einen Knopf dran zu machen.

00:36:56: In den meisten Fällen solltet es auch gelingen.

00:37:00: Aber eben nur in den meisten nicht immer.

00:37:02: Es kann auch weitergehen.

00:37:03: Da können wir gleich noch drüber sprechen was noch so passieren kann.

00:37:06: und online ist der Auftakt aber dann relativ häufig auch direkt dann im Präsenz vor Ort.

00:37:11: oder sagst du auch ne, dass das gut, dass der Abstand ist.

00:37:14: Das braucht für eine Schlichtung gar nicht ein persönlichen Austausch.

00:37:18: Den Auftakt mache ich online.

00:37:19: die Einzelgespräche kann man auch gut online machen, aber die eigentliche Verhandlung, ja die Schlichtungsverhandlungen, die versuche ich schon im Präsenz zu führen.

00:37:28: Also da gilt das Gleiche wie für alle Verhandlungen also sowohl eben reine Parteiverhandlungen und Mediationen.

00:37:35: Da macht einfach die Präson des gemeinsam im Raum sein, das spüren wie die Personen ticken bei welchen Punkten vielleicht man merkt, da gibt es noch Unruhe.

00:37:45: Das ist ein zentrales Element, das versuche.

00:37:49: Josephine, wenn du nicht hier sozusagen ne Aufsattel wirst habe ich eine Frage an euch beide und so ein bisschen verteilt vielleicht in der Jürg.

00:37:57: Du hast aus der Praxis wie das ist als Schlichter dort in so einer Schlichtungsordnung zu agieren Und Josephine du hast dir das in deiner Arbeit ja auch so ein bischen auf der Vogelperspektive angeguckt und festgestellt.

00:38:08: am Anfang da gibt es gar nichts für die Schlichtung also keine Regelung.

00:38:13: Anders als beim Mediationsgesetz vermisst ihr zum gegenwärtigen Zeitpunkt für das Schlichtungsverfahren Regelungen, die zu Schwierigkeiten führen.

00:38:23: Wenn man mal jetzt nicht versucht mit einer Regelung so eine bessere oder eine verkappte Marketing-Maßnahme durchzuführen wie das vielleicht bei Mediationsgesetz auch am Anfang gedacht war.

00:38:34: Also gibt es Probleme und Herausforderungen für die Schlichtung dass sie eben So reguliert ist von staatlicher Seite her.

00:38:43: Ich glaube, es hat sein Für und Wider.

00:38:46: Es ist einerseits schon der Vorteil den wir auch, ich sag mal meine Mediation haben weil so sehr ist die Mediation ja auch nicht reguliert.

00:38:54: Es gibt zwar Regelungen aber ich sage man ist ja trotzdem relativ flexibel noch und sehr grundlegend im Mediatronsgesetz.

00:39:06: Regenungen gibt für die Parteien, für den Schlichter.

00:39:09: Dass sie einfach sehr frei sind.

00:39:10: Ich bin trotzdem eher ein Fan von einer gewissen Regulierung.

00:39:14: Einfach weil es Sicherheit herstellt und ich habe sehr viele Schlichtungsstellen also mit dem Verbraucherschlichtungsstellen da habe ich einige interviewt und auch so andere schlichte aber zu gesprochen.

00:39:26: Es sind einfach sehr viele, sehr unsicher.

00:39:28: Was dürfen wir?

00:39:29: Was können wir im Rahmen der rechtlichen Regelung jetzt machen und wo sind unsere Grenzen?

00:39:35: Gelten die Mediationsregelungen für uns?

00:39:38: Wie weit gehen sie vielleicht?

00:39:39: Haben da andere Regelungen, die für uns wichtig sind?

00:39:43: Und das war schon auch der Grund, wieso einige sich sehr darauf gefreut haben, dass meine Dissertation dann rausgekommen ist.

00:39:50: Ob jemand gelesen hat, ist die andere Sache aber es war so ein bisschen...

00:39:54: Ich habe

00:39:59: zugehört!

00:39:59: Zwei Lese haben wir schon mal.

00:40:03: Ja, ich glaube es ist ein bisschen das Problem dass es wenig wissenschaftliche Erkenntnisse dazu also von allen Praktischen wer weiß ich das ist relativ dünn.

00:40:14: die Schlichtung in der Wirtschaftsrechtlichen Praxis da gibt's so ein paar Genau von Mai und

00:40:21: davon

00:40:21: hier sagen wir sind nicht im öffentlich-rechtlichem Bedürfnis

00:40:25: Genau.

00:40:26: Und ich glaube, das war damals auch schon sehr schön dass es auf den Markt gekommen ist weil das einfach schon ein bisschen Sicherheit gibt wenn man weiß aber das sind noch andere die machen das und die machen so vielleicht so wie ich's auch mache Wenn jetzt noch die Forschung die Wissenschaft dazu kommen würde und nicht nur in der Verbraucherschlichtung, weil dort haben wir es doch ein bisschen mehr.

00:40:46: Da gibt's auch ein paar mehr Dessertationen dazu, Aufsätze sehr viel, weil es eben einen Gesetz dazu gibt.

00:40:51: das muss man immer dazu sagen da ist auch Potenzial darauf für die Juristen etwas darüber zu schreiben.

00:40:57: aber gerade in den Bereichen die nicht reguliert sind wo es keine Normen dazugebt Rauch ist eigentlich auch Evaluation und es braucht Forschung dazu irgendwie irgendetwas sich ausdenken, sondern wirklich, wo man sagt von dir der Grundlage kann man hier das und das empfehlen oder kann sagen ja hier gibt es dann die Grenzen.

00:41:17: soweit ist es wichtig.

00:41:19: Dadurch dass halt so ein privatrechtliches Verfahren ist haben wir ich sage mal sehr viel Freiheit.

00:41:25: Wir haben die Grundlagen des BGB Die allgemeinen Regelungen aber ich meine Das sind wenige Begrenzungen die sich daraus ergeben.

00:41:35: Von daher hat man relativ viel Freiheit.

00:41:38: Und dann muss man schauen, wo leitet man sonst die Grenzen vielleicht ein bisschen näher?

00:41:42: Also von daher finde ich eine Regulierung schon von Vorteil, eine Regulation im Sinne von Sicherheit bieten und einen gewissen Rahmen zu bringen.

00:41:52: Gut!

00:41:53: Ja Jörg, wie ist das

00:41:55: aus deinem Kontam?

00:42:01: Also vielleicht jetzt mal einfach von der, wenn ich aus konkrete Verfahren schaue.

00:42:05: Das einzelne Verfahren das ich habe da fehlt mir eigentlich nichts so.

00:42:10: Ich hab ja die Schlichtungsordnung im Hintergrund, die gibt mir den Rahmen, den äußeren Rahmen.

00:42:15: Die lässt mich aber für die Gestaltung des eigentlichen Verfahrens dann viel Raum.

00:42:19: tatsächlich gibt es auch zwischen den Schlichtern eigentlich ab und zu mal treffen also relativ wenig Austausch.

00:42:25: glaube jeder macht das halt so ein bisschen.

00:42:28: Ich komme eher von der Mediation her, arbeite mehr mit mehr Tiefengrundsätzen.

00:42:32: Andere sind vielleicht mehr klassischer Anwälte und arbeiten dann eher stärker rechts passiert.

00:42:38: Da gibt es so die Unterschiede.

00:42:40: Also ich glaube ein eigenes Schlichtungsgesetz auf dem Niveau des Mediationsgesetzes sehe ich jetzt nicht wirklich in Mehrwert.

00:42:47: Was uns fehlt in Deutschland ist glaube ich so ein koherentes Gesamtsystem.

00:42:51: also wo man einfach sagt okay Thema Streitbeilegung, was gibt es denn alles für Verfahren?

00:42:57: Also das Gerichtsverfahren natürlich.

00:42:58: ZPO ist auszusehseliert bis ins Letzte und dann gibt's hier so ein bisschen Mediationsgesetz, dann gibt es noch ein bisschen Verbraucherstreitbeilägenungsgesetz und hier und da.

00:43:06: aber das ist ein Fleckenteppich, ne?

00:43:08: Das ist eine Mosaik-Landschaft.

00:43:09: man muss sich so zusammensuchen!

00:43:11: Und das wird ja in der Diskussion auch immer wieder gefordert, dass es zumindest mal einen Coherentes System und es könnte ein gesetzlicher Rahmen sein, der eben die Verfahren definiert abgrenzt voneinander.

00:43:21: Aber wir haben natürlich schon Abgrenzungsthemen.

00:43:24: Ganz klar schlichtung evaluative Mediation ist so ein Thema.

00:43:29: Wann wandert sich in die Schlichtung rein?

00:43:31: Wenn ich eigentlich in einer Mediation bin nur weil ich eine Bewertung abgebe und also da glaube ich könnte es hilfreich sein vielleicht zu die eine oder andere Leitplanke zu setzen das ist einfach verlässlicher ist, dass der Verbraucher, also der Rechtssuchende dann eben weiß auf was er sich einlässt wenn er in ein bestimmtes Verfahren reingeht.

00:43:49: Weil dadurch das es eben so bisschen freestyle-mäßig ist, ist es natürlich so, dass manchmal auch die Parteien vielleicht ein bisschen überrascht sind, wenn ich jetzt mal einen konkreten Vorschlag mache und... Ich kann ein Beispiel bringen, das ist gerade aus letzter Zeit.

00:44:03: Ich habe gesagt die Parteientendieren dazu lange Schriftsetze, es sind eigentlich immer Anwälte beteiligt.

00:44:09: dadurch ist natürlich auch stark rechtsbasierte Argumentation und es werden sogar Beweismittel dann vorgetragen und das lässt die DGH Stichtungsordnung auch zu.

00:44:18: in dem Fall wurde ein Zeugenbeweis angeboten.

00:44:21: so Schichtsverfahren Gerichtsverfahren ganz Gang-und-Gebe im Schlichtungsverfahren eher ungewöhnlich, aber was fange ich jetzt damit an mit so einem Angebot?

00:44:31: Weil die eine Partei hat es angeboten und es erschien mir auch durchaus plausibel weil diese Person eben in dem ganzen Vertragsprozess intensiv dabei war verantwortlicher Position.

00:44:42: Die andere Partei hatte sich dagegen gewendet.

00:44:44: wie geht denn damit um?

00:44:46: also auf welcher Basis Entscheide ich, gebe mich jetzt diesen Beweisantrag statt und vernehme den Zeugen oder nicht.

00:44:52: Und ich habe mich dann tatsächlich da die Parteien angefangen haben mit der ZPO zu argumentieren.

00:44:57: Habe ich mich auf diese Argumentation eingelassen weil die ZPO hat eben sehr schöne Regeln über Beweisangebote.

00:45:03: unter welchen Voraussetzungen kann ein Beweis Angebot abgelehnt werden?

00:45:07: Und hab mich dann im Grunde an die ZPO-Regeln angelehnt.

00:45:11: ja und da hatte ich schon den Eindruck das wurde akzeptiert.

00:45:16: Also ich habe da quasi die Autorität der ZBO als schlichter in Anspruch genommen, was Josefine... Ich weiß nicht ganz korrekt ist weil du hast ja gesagt das Lichtungsversagen basiert nicht auf prozessualen Regelungen

00:45:28: aber beide Parteien waren ja schon rechtlich orientiert und dadurch sozusagen hast du eigentlich gut mitgegangen.

00:45:35: Bieten

00:45:36: wir Zeugen an?

00:45:37: Und soll ich dann einfach sagen nein, weil wir sind in der Schlichtung, da werden keine Zeugen gehört.

00:45:41: Ja wer hat denn diesen Grundsatz aufgestellt?

00:45:43: also den gibt es eigentlich nicht.

00:45:45: Aber das sind praktische Fragen, wo man sich natürlich schon Gedanken machen könnte.

00:45:49: Wenn man jetzt so eine Gesamtkonfliktordnung hätte, inwieweit gibt es dann eben vielleicht doch gerade zum Thema Beweiserhebung Regeln, die man auch im einen oder anderen Verfahren anwenden kann?

00:46:01: Ich glaube, das ist ein ganz schönes Beispiel.

00:46:02: Deshalb zeigt wie die Verfahren so ineinander greifen.

00:46:06: und die Frage, die du da aufwirfst Ja, also berührt jeden Bürger weil er das Verhältnis Staat und Bürger in den verschiedensten Rollen einfach nochmal neu aufwirft.

00:46:17: Das ist eben nicht mehr ganz so einfach.

00:46:20: es gibt so diesen Raum der Privatdormie und nur wenn's nicht geht irgendwie dann geht da zu Gericht Punkt Dann trifft halt der Vater Staat eine Entscheidung Und heute haben wir einfach ein anderes Staatsverständnis in der Praxis, aber das noch lange nicht in Regeln gegossen.

00:46:35: Ich glaube da sind wir mit zwanzig Jahre.

00:46:37: hast du vor uns gesagt Josefine ist so ein guter Zeitpunkt oder Zeitrahmen von Regelung oder nicht?

00:46:42: auf dieser Ebene haben wir andere Zeiträume.

00:46:46: Noch den letzten Punkt ich bin doch nicht sicher ob hier sozusagen für so eine Konfliktmanagement Ordnung ausreichend getestet und innerlich bereit sind.

00:46:55: Da tun wir uns schon irgendwie schwer.

00:46:58: Ich würde mich beiden anschließen, euch beide.

00:47:01: Weil ich sehe es ganz genau so hier wie du.

00:47:03: So eine Gesamtordnung wäre eigentlich genau das was wir bräuchten.

00:47:07: Es ist einfach viel zu zerklüftet.

00:47:09: und vielleicht noch ein kurzer Anschluss an die Sache, dass du sagst, ich brauche eigentlich keine Regularien, ich habe ja die Verfahrensordnung.

00:47:16: Ich kann jetzt berichten aus meinen Gesprächen mit Institutionen, die diese Verfahrenordnungen aufstellen weil sie sind durchaus in so einer Situation ... Was bringen wir denn da rein in diese Verfahrensordnung?

00:47:28: Stichwort Beweise, was du gerade gesagt hast.

00:47:30: Also ich kenne Verfahrenssordnung und das steht drin beweisen können erhoben werden.

00:47:34: Meistens steht nicht mit drin wie die erhoben werden können.

00:47:36: Genau das ist es dann.

00:47:38: Es sind dann diese Feinheiten, die gerade diejenigen beschäftigen, die entweder diese Verfahnsordnungen ausstellen oder auch die Ausbilder.

00:47:46: wenn ich doch mal bis jetzt gibt's ja keine offizielle Schlichtausbildung.

00:47:50: Es wären manchmal Vereintels so... Aufsatzmodule angeboten zur Mediation oder auch Konfliktlöser, weiß ich jetzt ja aus dem Baubereich.

00:48:00: Da wird eine Ausbildung zum Konflikklöser angeboten.

00:48:02: Das umfasst dann ein paar mehr Alternativeverfahren.

00:48:05: Das finde ich eigentlich eine ganz tolle Sache, wo man sagen kann wenn man Schlichtung so versteht wie ich sie verstehe, nämlich dass Sie mit Mediation und vielen anderen Verfahren noch... Also es gibt ja da noch sehr viele andere Verfahren im alternativen Konflekt-Lösungsbereich.

00:48:21: Wenn man sagt, die haben alle so einen ähnlichen Grundstock.

00:48:24: Es geht nämlich nicht um Recht und Gesetz.

00:48:27: Ich bekomme mein Recht, sondern es geht darum seine Interessen auszugleichen.

00:48:32: Die Parteien haben beide Interessen und die sollen ausgeglichen werden.

00:48:36: Und wenn man sagt davon gehen diese alternativen Verfahren aus dann kann ich vielleicht auch eher eine allgemeine Regelung aufstellen.

00:48:43: Nämlich für alle alternative Verfahren in Abgrenzung zur Schiedsgerichtsbarkeit und zur staatlichen Gerichtsbartheit.

00:48:51: durchaus am sinnvollsten.

00:48:53: Aber Sascha, ich glaube du sprichst da auch wahr es fehlt einfach dass das was ich für uns gesagt an der Forschung noch dahinter ist.

00:49:02: Fehlt an Evaluationen und irgendetwas was die Gesetzgeber an der Hand haben um so eine Regelungen aufzustellen?

00:49:10: Und das macht's natürlich schwer.

00:49:12: Ja ich finde ja Erfahrung auch.

00:49:14: also ich meine warum sollten wir nicht in dem Bereich dort in der Branche Mein wegen der Schlichtungsordnung, da geht das mit dem Beweis zur Fahne.

00:49:21: Und in einer anderen Schlichtung ist es nicht der Fall.

00:49:23: Punkt!

00:49:23: Also dann haben wir einfach eine Vielfalt... oder auch dieser häufig bemühte Vergleich von einem Flickenteppich, aus dem wir aber lernen können.

00:49:31: Aus dem wir wirklich Forschungen auch ableiten können wie es sich unterschiedlich auswirkt.

00:49:36: das ist ja was anderes als der Flickentippig zum Beispiel jetzt so mit den Bundesländern.

00:49:41: alle Bundesländer müssen das gleiche Gesetz vollziehen weil das einfach durchreguliert ist und überall finden jetzt sozusagen die Verwaltungsfragen statt in der gleichen Weise.

00:49:50: Das könnte man wirklich zentralisieren.

00:49:52: Aber in diesem Bereich hier wo wir mit Verfahren Neuland betreten, da würde ich sagen einfach mutig sein und das jetzt so festlegen wenn das für die eigenen Bereich gut ist.

00:50:03: Und da hat man wegen die Institution X, die sich vielleicht frisch bildet, hat es vielleicht die Erfahrung gesammelt dass es gut, wenn man hier Beweisverfahren ausschließt und gucken wie weit springt man damit?

00:50:14: In dem Bereich sind wir ja wirklich in einem privat autonomen Bereich nicht im nicht rechtlichen Bereich.

00:50:21: Ich finde über diese Differenzierung, die wir an der Mediation über Jahrzehnte da gehandelt haben, da geht es um Recht und da geht's um Interessenausgleich.

00:50:29: Das trägt ja nicht soweit.

00:50:30: Auf der einen Seite klingt das so als wenn da wo es nicht ums Recht geht dass man Unrecht bekommt was Quatsch ist weil man einfach die Freiheit nutzt sich zu entscheiden wie man das will.

00:50:41: aber das is halt rechtens ist immer noch im Rechtsrahmen und die Interessen werden ja an sich auch nicht ausgeglichen, also die bleiben ja bestehen.

00:50:50: Nur müssen sie eine trotzdem eine Entscheidung getroffen werden durch die Interestenträger mit der Sie leben können?

00:50:56: Und da entwickelt sich sozusagen oder entwickeln sich so viele verschiedene Verfahren, Mischverfahren, du schreibst es ja auch in deiner Dessertation was es alles zu vermischen gibt von Mediation und Schlichtung Und dass das gar nicht so eine Abgrenzungsfrage ist, sondern wie so ein Kontinuum von.

00:51:12: was macht der Tritte?

00:51:14: Hört den ja zu.

00:51:15: Ist er ganz passiv.

00:51:16: Darf eine Bewertung abgeben.

00:51:18: Darfe ihr eigene Vorschläge einbringen die ganze evaluative Mediation.

00:51:23: und der letzte Punkt ist da ein Schlichter.

00:51:25: Das wird in der Mediationsliteratur durchgehend auch anerkannt, wenn man eine gute Idee hat dann darf er die irgendwie einbringen.

00:51:33: Der Punkt, der wirklich deutlich geworden ist für mich bei dem Schlichtungsverfahren, wenn ich das in den Fokus nehme ist, dass diese Dynamik bei den Beteiligten von Anfang an eine andere ist.

00:51:44: Jörg du sagt es davor?

00:51:45: Ich arbeite einfach mehr!

00:51:48: Ich bin aktiver.

00:51:50: Und ich kann das vielleicht auch noch mal bestätigen, ich glaube Josephines hast du auch schön rausgearbeitet in deiner Arbeit oder ich glaube auch schon im letzten Podcast.

00:51:57: Das ganze Verfahren ist stärker auf mich ausgerichtet Auch von Seiten der Parteien Von Anfang an Stichwort Schriftzettel.

00:52:04: Die Parteien versuchen letztlich mich zu überzeugen Weil irgendwo im Hintergrund treut er dann irgendwann Mal dieser Schlichtungsvorschlag und dadurch ist es eben eine andere Richtung auch Gesprächsrichtung.

00:52:17: Also in der Mediation haben wir ja versuchen, zumindest überwiegend die Gesprächsebene zwischen den Medianten und Parteien hinzubekommen.

00:52:25: Wir haben mehr so diese unterstützende Funktionen.

00:52:28: In einer oder anderen Situation gehen wir auch in eine aktive Rolle.

00:52:31: aber vom Grundsatz her, ich glaube das ist ein Aspekt dieses insgesamt stärker auf den schlichter ausgerichtetes Verfahren deshalb auch diese aktiver Rolle.

00:52:42: Also ich würde die These wagen, weil du das vor uns ja auch gesagt hast dass du da mediativ arbeitest und am liebsten auch wie ein Mediator arbeiten würdest.

00:52:50: Das habe ich dir jetzt unterstellt.

00:52:51: es ist die Erwartungshaltung der Parteien die einen aktive sein lässt und sichtbarer sein lässt weil man sonst einfach enttäuschen würde.

00:53:00: Definitiv also da kommt immer wieder und zwar ziemlich früh von den Parteien gar nicht so von den Anwälten.

00:53:07: Wann kommt denn jetzt mal ihr Vorschlag?

00:53:10: Vielleicht so nach zwei Minuten.

00:53:11: Wir haben so viel Erfahrung, sie können doch jetzt eigentlich schon... Genau!

00:53:14: Vielleicht sind auch zwei Minuten das Auftaktgesprächs oder so und es kommt immer wieder.

00:53:20: Das muss man dann ein bisschen abmoderieren sozusagen zu sagen naja der kommt wenn ihr euch nicht einigt aber erstmal versuchen wir hinzukriegen dass ich euch hier einige.

00:53:29: Und das finde ich eine schöne Porente weil man praktisch die gesamte Mediations Ausbildung oder Tätigkeit unter diesem Gesichtspunkt so beschreiben könnte, dass man die schlichter Rolle, die man zugewiesen bekommt von den Medianten auf der psychologischen Ebene bemüht ist höflich abzulehnen.

00:53:49: Man

00:53:49: könnte es auch

00:53:50: stärker formulieren?

00:53:51: Die meisten Mediatoren, das sie früher oder später dazu befragt werden oder das geguckt wird wie tendierten er dazu und so... Und das das ganze Prämborium in der Mediation zu dieser Kontraintuitiven Verfahren, also ich komme dazu.

00:54:07: Ich bin auch irgendwie ganz entscheidend dass ihr eine Lösung findet aber von mir kriegt er keine Entscheidung

00:54:11: Obwohl ich ne Meinung habe weil es geht ja gar nicht anders.

00:54:15: Das ist der Punkt.

00:54:17: oder man versteigt

00:54:18: sich dann

00:54:20: zu dieser Idee die am Anfang der Mediationsbewegung so deutlich war.

00:54:24: Ich muss eigentlich gar nichts vom Fach wissen.

00:54:27: Eigentlich schadet es vielleicht sogar auch etwas davon, wenn ich mir sogar noch eine eigene Meinung bilden kann aufgrund von Fachlichkeit.

00:54:33: Ich sollte eigentlich der Ahnungsloseste im Raum sein so dass das nicht ganz praktikabel ist für die Konfliktparteien.

00:54:40: Das haben wir jetzt mitbekommen.

00:54:41: aber dieser Idee hängen ja doch auch viele nah.

00:54:45: und in

00:54:46: anderen Podcasts komme ich dann zu meiner Idee zurück oder zur These.

00:54:50: Dass mit der Schlichtung und der Mediation ist zwar so ne randschafe Abgrenzung Schlichtern und Mediatoren, aber ich sage mal so für die.

00:54:58: Für die Welt da draußen ist das ein Kontinuum.

00:55:03: Das ist fließend.

00:55:05: ja wir hatten es hervorhin.

00:55:06: Stichwort mediation evaluative mediation bewertungen.

00:55:10: wie weit darf ich Bewertungen abgeben?

00:55:12: wann rutscht eine bewertung in?

00:55:13: den verkappten vorschlag rein sozusagen Wortkontinuum beschreibt es ganz gut.

00:55:21: und deshalb auch wieder zurück zum Thema gesetzlicher Rahmen.

00:55:24: Ja, vielleicht hat das doch auch was Gutes?

00:55:26: Also ich habe ja auch die Verfahrensfreiheit.

00:55:29: also Ich arbeite im Schlichtungsverfahren eben relativ stark mit mediativen Elementen.

00:55:34: umgekehrt kann ich ja auch als Mediator sagen also bei mir bekommt ihr wenn ihr wollt Auch ein Entschuldungsvorschlag.

00:55:41: Wenn ich das von Anfang an transparent mache und als Teil meines Verfahrens zum Ausdruck bringe, dann ist es möglich.

00:55:47: Ob's gut ist?

00:55:48: Ist eine andere Frage, weil das Verfahren läuft sofort anders.

00:55:51: Sofort sind die mehr auf mich ausgerichtet aber denkbar ist es.

00:55:55: Man muss eben nur diese Verfahrensklarheit, die immer erforderlich.

00:55:59: oder wenn ich schwenke, wenn ich irgendwann zu dem Punkt komme dass ich sage hey Leute also ihr quält euch jetzt hier seit fünf Tagen rum und es liegt doch auf der Hand Seid ihr einverstanden, dass wir jetzt hier mal einen Schwenk machen?

00:56:12: Wir beenden die Mediation und starten eine Schlichtung.

00:56:15: Auch diese Flexibilität würde ich sagen ist möglich.

00:56:18: da wird jetzt die eine oder andere Mediatorin im Zuhörerkreis wahrscheinlich versuchen die Ohren zu verschließen.

00:56:26: Zu spät!

00:56:31: Ich denke es ist wichtig, dass der Dritte, nenne ich ihn jetzt mal, also Mediatur schlicht da oder wäre auch immer trotzdem genau weiß was er tut und wieso er es tut.

00:56:40: Und wenn ich als mediatur ein Vorschlag unterbreiten möchte dann muss ich mir genau klar darüber sein, was das bedeutet?

00:56:49: Was das für die Parteien bedeutet.

00:56:52: Das müsste vielleicht noch mehr in den Fokus gerutscht werden, weil doch sehr viele Mediatoren auch aufgrund des Mediationsgesetzes was ja nur die Mediation als das Verfahren dastehen lässt.

00:57:04: In der Alternative Konfliktlösung dann doch einige nicht wissen dass es noch andere Verfahren gibt nebenher und wo da die Abgrenzung ist.

00:57:11: also ich glaube da können wir noch gute Aufklärungsarbeit leisten.

00:57:14: Sascha, du machst gerade ein gutes Beispiel jetzt.

00:57:18: Ja, mit euch hier in dem Podcast.

00:57:23: Wir haben das Mediationsgesetz und der ist jetzt so da.

00:57:28: Da werden wir uns noch dran bemühen können wenn ich abarbeiten müssen.

00:57:35: Aber auf den Wert deiner Dissertation als wissenschaftliche Arbeit hingestellt und es steht zur Diskussion.

00:57:45: Und das Buch ist also rein optisch schon einfach eine Wucht, und wenn man sich den Inhalt an... Aber keine Absicht!

00:57:52: Ja, aber Schlichtungen recht, Punkt, ne?

00:57:54: Das muss man erstmal, da steht jetzt so neben

00:57:58: dem Morsibeck Verlag.

00:57:59: Ist auch schon ein Ritterschlag für Juristen, das darf man sagen.

00:58:03: Der hat auch eine Menge Preise abgesahnt und so.

00:58:05: Also absolut.

00:58:06: Wenn wir den Inhalten anschauen dann ist es eine Grundlagenarbeit Wirklich auch alle auseinandersetzen.

00:58:12: Was hat das für die Mediation zu bedeuten?

00:58:14: Was hat es für Mischformen zu bedeuteten, wie verstehen wir uns?

00:58:18: was bieten wir an?

00:58:18: also das öffnet noch mal wirklich Räume in der Notwendigkeit zu gucken wie stark werden jetzt innerhalb der Räumer Abgrenzungsfragestellungen relevant?

00:58:29: und daher finde ich schnell zum richtigen Zeitpunkt wo diese Diskussionen ja wirklich aufkommen.

00:58:34: und daher vielen Dank dass auch noch mal hier im Podcast von dieser Seite besprochen werden konnte, Josefine.

00:58:43: Also mich hat es total gefreut, Jörg auch das aus der Praxis nochmal zu hören bei deiner Seite.

00:58:48: Ich finde das immer sehr hilfreich für die eigene Reflexion auch also sowohl wissenschaftlich als auch jetzt für mich als Partei und als Behörde.

00:58:59: Aber ich glaube, das ist ja sehr wertvoll!

00:59:00: Und vielen lieben Dank euch bald für die Blu.

00:59:02: Gerne

00:59:06: Vielen Dank auch von mir und ich finde, ich freue mich ja dass das etwas unbekannte Tierschlichtung durch deine Arbeit und die Reaktionen darauf.

00:59:14: Und jetzt eben hier durch diese Gespräche, die wir haben vielleicht ein bisschen mehr ins Bewusstsein rückt und zwar eben auch außerhalb dieses Bereich der Verbraucherschlichtungen hat jeder schon mal von gehört.

00:59:25: auf jeder Seite Webseite steht Wir wissen, dass wir das machen können.

00:59:29: Aber wir sind nicht dazu bereit und damit ist es eigentlich abgehakt.

00:59:34: Das steht auch auf meiner eigenen Webseite geb ich zu.

00:59:39: Warum hast du dich ja gesagt?

00:59:42: Ehrlich gesagt, das Muster war so... Und da habe ich gedacht okay, dann denke ich jetzt nicht groß drüber nach, das machen wir mal so.

00:59:50: Da

00:59:50: werden wir bei den Mustern

00:59:53: den Vorlagen.

00:59:55: Also das ist eine meiner großen Geheimnisse.

00:59:57: Ich habe das am Anfang, ich glaube es war in den Jahr zwanzig vierzehn oder wann das war, oder zwanzich siebzehnt so... Da hab' ich das draufgeschrieben.

01:00:03: und natürlich aus so einem Ehrlichkeitsaspekt.

01:00:05: natürlich bin ich bereit und schreib das drauf.

01:00:06: Man hat mich gewundert weil ich dann auch immer noch... Das

01:00:09: einzige bist du!

01:00:09: Ich

01:00:09: hab' noch nie ne Wettseite gesehen wo das draufsteht.

01:00:14: Und ob ich hatte mal einen oder zwei?

01:00:16: Ich

01:00:17: bin

01:00:17: echt entsetzt darüber genau.

01:00:21: Ändere ich jetzt sofort gleich.

01:00:24: Wenn das jetzt der Effekt dieses Gesprächsfors, dann müssen wir vielleicht nochmal nachdenken ja.

01:00:28: Genau und der andere Effekt soll sein liebe Hörner und Hörer Ruf den Jürg an schreibt ihm eine E-Mail Der will als Schlichter ad hoc tätig werden.

01:00:36: Das ist ne Erfahrung die noch fehlt Feuer frei

01:00:41: Und wir werden auch im Podcast darüber berichten natürlich.

01:00:44: Ist ja ein vertrauliches Verfahren.

01:00:47: Gut Ihr beiden Die Zeit ist fortgeschritten.

01:00:51: Vielen Dank und ich sage mal so, bis zum nächsten Mal!

01:00:55: Vielen Danke auch an meiner Seite.

01:00:57: Ja vielen Dank hat viel Freude gemacht und gerne wieder her.

01:01:01: Wir freuen uns auf Diskussionserschlichtung.

01:01:04: Schlichtungen in IT-Sachen.

01:01:06: die Praxis der Schlichtung jenseits der Verbraucherschlichtung haben wir uns heute angeschaut.

01:01:12: Wir haben Jörg Schneider Brotmann hier als Praktiker in diesem Feld Wissenschaftlerinnen, die sich mit dem Thema Schlichtung auseinandergesetzt hat.

01:01:22: Wir haben gelernt dass in der Praxis eine Ad hoc-Schlichtung so wie das bei der Mediation Häufig der Fall ist, fast gar nicht zustande kommen.

01:01:32: Sondern dass sich da schon institutionelle Strukturen gebildet haben ganz ähnlich wie in der Schiedsgerichtsbarkeit die in den pranschen Bekanzen auch genutzt werden.

01:01:40: Ich finde, da hat die Mediation noch Luft, die Mediationsbewegung, die mediationsinstituzionalisierung und darauf muss ich konzentriert werden.

01:01:50: Schön, dass du hier wieder mit dabei warst, in dir den Podcast angehört hast.

01:01:54: Vielleicht dort dir eine Frage im Kopf hattest du?

01:01:56: Und schreiben solltest und vielleicht dort auch mal gelächelt hast.

01:01:59: Wenn dir es gefallen hat, dann hinterlasst doch eine Sterne Bewertung und ein Feedback auf den entsprechenden Portalen.

01:02:05: Apple Podcast oder Spotify.

01:02:07: ist das jetzt auch gut möglich?

01:02:09: Und wenn du beides nicht hast, dann vielleicht auf Google Business bei Inkofema kannst du das auch.

01:02:13: Erzensieren das hilft dem Podcast sehr sich bekannt zu machen oder mit hier ja jede Woche kostenfrei aber nicht umsonst einen neue Episode zum Thema Konfliktbearbeitung, Mediation, Organisationsentwicklung veröffentlicht werden kann.

01:02:30: Kommt gut durch die Zeit!

01:02:31: Ich bin Sascha Weigel, dein Host von INKU-Thema dem Institut für Konfliktonverhandlungsmanagement in Leipzig und Partner für professionelle Mediations- und Coachingausbildungen.

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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