Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

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00:00:00: Hey du, gleich jetzt hier zu Anfang des Podcasts.

00:00:03: Schnappt ihr das Smartphone?

00:00:05: Gebt eine Sterne Bewertung ab und schreibt mir einen Kommentar damit wir wissen wie dir der Podcast gefällt.

00:00:12: Und jetzt geht's mit dem Podcast mal.

00:00:14: Herzlich Willkommen zum Podcast.

00:00:15: Gut durch die Zeit!

00:00:16: Der Podcast ist rund um Mediation-Konflikt Coaching und Organisationsberatungen Ein Podcast von den Koffeema.

00:00:22: Ich bin Sascha Weigel und begrüße dich zu einer neuen Folge Und die heutige Folge dreht sich um Herausforderungen und Phänomene in der Beratung im allerweitesten Sinne.

00:00:33: Und sich so einem Thema zu nähern, dass ich mit den Begriffen Problemscham- und Lösungskränkung umschrieben habe – da gibt es für mich natürlich nur eine Anlaufstelle!

00:00:44: Das sind meine Kollegen, die ratlosen Berater Günther Moor und Rolf Balling.

00:00:50: Zunächst mal herzlich willkommen hier am Podcaststudio.

00:00:53: Hallo Rolf, hallo Günther.

00:00:56: Und ich habe euch auch nur mit diesen zwei Begriffen so beworfen und gefragt, habt ihr Lust?

00:01:01: Hab gesagt ja klar.

00:01:02: Habt ihr Zeit?

00:01:03: Ja klar!

00:01:03: Und jetzt sind wir dabei das Thema ein bisschen in den Griff zu bekommen.

00:01:08: Ich will zunächst ein bisschen also das darlegen was ich aus der Mediation kenne und ich hab diese zwei Begriffe kürzlich im anderen Podcast gehört Problemscham also dass die Klienten wenn sie schon Beratung angefragt haben oder eben dem Fall auch Konflikt Mediation, dass sie da schon eine Schwelle überschritten hatten.

00:01:29: Eine gewisse Schamschwelle, das Sie diesen Konflikt haben oder das Beratungsthema und das natürlich mitbringen auch in die Beratungen.

00:01:37: Das ist nicht ganz weg.

00:01:38: also nur weil die Schwelle über schritten wurde es meine Beobachtung zumindest in mediationen, dass das nicht dann einfach weg ist sondern man schämt sich, man ist peinlich berührt, man will schon noch ein bisschen verstecken gerade so auch in Organisationsmediation.

00:01:53: Das war nicht ganz so schlimm oder es war nicht gemeint.

00:01:56: Bei Trennungsmediation ist das auch häufig, dass man steht nicht einfach zu dem Problem.

00:02:02: In der Mediation ist es noch einfacher da kann man das Ganze rüberschieben auf den anderen denn der hat sich unmöglich benommen und Lösungskränkung meint die These.

00:02:12: vielleicht zunächst mal die These genährt aus Erfahrung wenn das Thema in der Beratung zu schnell auf Lösung geht dann entsteht Widerstand, dann wird sich dagegen gewährt.

00:02:24: Weil und so die These es auch kränkend ist dass man sich Wochen Monate oder vielleicht auch Jahre mit einem Problem rumgeschlagen hat oder den Konflikt bearbeitet hat und dann soll das plötzlich innerhalb von zwei Stunden oder drei Einheiten das sind immer noch ein paar Stunden nur gleich gelöst worden sein oder eine Lösung gefunden haben.

00:02:43: Das kann irgendwie nicht sein!

00:02:45: Das ist so der Ausgangspunkt Und ich dachte mir, das ist ein Gespräch wert.

00:02:48: Vor allem mit erfahrenen Beratern die auch noch Coaching zu einer Zeit entwickelt, mitentwickelt haben als dass es eine sehr ungewöhnliche Methode war.

00:02:57: Da halt die Frage an euch zunächst mal zum Problem scharmen kennt ihr das?

00:03:01: Also was sagt das euch Günther?

00:03:06: Klassiker des Coachings, als er sagt wir sind schon ein bisschen länger dabei vom Wolfgang Los der so beschrieben hat dann wann gehen Leute in Coaching und dass da verschiedene Vorstufen schon sind.

00:03:17: Da hat man sich schon irgendwo damals wurde noch Bücher gelesen also irgendwie versucht in einem Buch aufzuklären Radgeber oder so und dann vielleicht auch mit Leuten aus der näheren Umgebung zu sprechen und so das Coaching beispielsweise erst eine Folge Stufe ist nach anderen Versuchen da dran zu gehen, ich glaube das spiegelt das ein Stück wieder was du sagst an der Stelle.

00:03:41: Also es wurde schon ein bisschen im Hinterhof versucht zu klären und damals wurde noch in Büchern gegoogelt.

00:03:47: Rolf wie ist das im Coaching?

00:03:48: In der Einzelberatung?

00:03:49: gibt's da eine Problemscham?

00:03:51: Ja ja das gibt es.

00:03:52: Ich würde gerne so einen halben Schritt zurückgehen.

00:03:55: Danis Schneider und auch einige andere unterscheiden ja die natürliche Scham Und die Scham, die wir normalerweise im Kopf haben, also aufgrund einer Beschämung, und diese natürliche Scham.

00:04:07: Also dies erkennen, da war es gut dass ich was gelernt habe oder sowas, das muss ich jetzt integrieren.

00:04:13: Die ist ja nicht zu vermeiden und sie auch sehr positiv zu sehen.

00:04:17: aber typischerweise meinen wir unter Scham so, beschäme mich mich selber oder ich werde beschämt Und das ist natürlich ein Grundproblem, was ja schon vor der Beratung anfängt.

00:04:28: Schon in der Acquisition.

00:04:29: Wie stelle ich mich als Berater da?

00:04:31: Kommt dann überhaupt jemand?

00:04:32: Denn wenn jemand so'n, sagen wir mal, backliges Selbstwertgefühl hat, dass er sich ständig als nicht gut genug fühlt, dann ist es wirklich gar nicht so einfach mit dem... ...in einen Verhältnis zu kommen wo der sich nicht dauern selber beschämt und dann in Gefahr ist die ganze Beratungen abzuräuchend.

00:04:49: Das ist eigentlich das Titelproblem.

00:04:51: Da sind wir keine Therapeuten in einem Coaching oder so, aber es muss ständig im Fokus sein wie man den jemand hilft in einem guten Gefühl sich selbst gegenüber in der Beratung zu sein.

00:05:00: Das ist genau der Punkt!

00:05:02: Das Stichwort Acquisition fand ich jetzt ganz interessant weil wir das als Mediatoren eben auch erlebt haben im weitesten Sinne dass wir die Klage von einzelnen Konfliktparteien immer verstanden haben so schwer Konflikt beladen und die sind so genervt und ermüdet, die müssten doch Mediation sofort in Anspruch nehmen als Angebot diese Situation zu beenden.

00:05:31: Aber in eine Mediation zu gehen und seinem Konflikpartner das anzubieten – das ist fast ne Ausnahmesituation, es ist ne ganz seltene Erscheinung!

00:05:40: Und da vermute ich dass Problemscham eine Rolle spielt.

00:05:44: Also sich mit seinem Konfliktpartner, anführungsstichen seinem man will den ja gar nicht haben eigentlich vor einem Berater einen Mediator zu präsentieren da ist auch ein Stück Scham da und ich vermute es ist keine natürliche Scham sondern sowas wie ach ich habe mich drauf eingelassen das war doof.

00:06:02: ob nun der Geschäftspartner oder der Ehepartner also mein... Ich weiß nicht.

00:06:06: schämt man sich dafür auch?

00:06:08: Ich meine, ist ja jetzt wie du so sprichst sehr auf einer stark kognitiven Ebene.

00:06:13: Ich denke wenn Leute überhaupt Beratung, Coaching Mediation in Anspruch nehmen und ein Problem bei sich identifizieren dann haben sie eine bestimmte Idee dazu.

00:06:22: Wenn das jetzt ein Problem wäre was sofort lösbar ist dann brauchten Sie ja kein Beratungssystem.

00:06:27: also wir haben ja auch die Denke unserer Branche dass es ein Thema hinter dem Thema gibt Und ich glaube, dass das manchmal die Leute auch vermuten oder auch schon wissen.

00:06:36: Dass das Problem was deklariert wird mit dem sie in Beratung, Mediation und so etwas reingehen eigentlich nicht das Wesentliche ist.

00:06:44: Manchmal haben es es schon erfasst, dass dahinter was ganz anderes steckt oder Sie wissen's einfach nicht.

00:06:49: also insofern kann etwas entdeckt werden oder zum Vorschein kommen, was einem auch sehr unangenehm sein kann, was man vielleicht noch gar nicht erfassen kann.

00:06:57: Thema hinter dem Thema

00:06:59: Und da wäre Scham schon, ich sag jetzt mal die logische oder passende Emotionen?

00:07:05: Aus zwei Gründen.

00:07:06: Einerseits weil sie selber unsere Klientel von Managern oder so, die an sich den Anspruch haben Dinge zu lösen und voranzubringen.

00:07:14: Da ist ja erst einmal das zugeben dass Sie selbst nicht können oder keine vernünftige Lösung haben oder vielleicht noch in Mediation auf jemand anderen dabei angewiesen sind.

00:07:23: Ist ja schon eine Sache die an einem Kratz sozusagen.

00:07:27: Ja, und das Thema hinter dem Thema ist noch mal eine zweite Ebene.

00:07:31: Also Scham is was höchstpersönliches... Und die Idee jetzt von Scham, der auch jetzt einer der im Coachinger so zu drinnen ist, der nimmt es ja sehr persönlich!

00:07:40: Und was immer hilft, ist es soweit wie erstmal möglich auch zu klären dasses Problem auch andere Aspekte hat, die gar nicht mit der Person zusammenhängen.

00:07:49: also zum Beispiel die Organisation ist nicht gut aufgestellt oder Die Vergangenheit der ganzen Problemsituation hat sehr wenig mit ihm zu tun, sondern die haben andere produziert.

00:07:59: Oder er hat nicht die passenden Ressourcen oder sonst was alles, dass man also den Blick erst mal weitet und das man schon sieht, dass er da mitspieler ist aber dass er praktisch der Problem bringer ist und dann muss man seinen Mut loben, aber jetzt nicht unbedingt der Hauptverantwortlich in seiner Blödheit, dass es überhaupt da ist, ne?

00:08:18: Da muss man ihn erstmal wirklich entlasten!

00:08:20: Wo ist vielleicht auch... Das, was wir anbieten als Beratung.

00:08:24: Und das ist ja ein sehr weiter Begriff für mich ist Beratungen der Oberbegriff und drunter sind jetzt ganz unterschiedliche Ansätze zu verstehen.

00:08:32: Wir haben ja einen sehr spezifischen systemisch orientierten.

00:08:36: es gibt Dutzende anderer Ansätze von der Expertenberatung oder Fachberatungs noch ausgehend.

00:08:42: wo können Berater diese Charme mit verstärken beziehungsweise regulieren vielleicht auch unbedeutender machen.

00:08:51: Also was haben wir denn da als Berater für einen Einflussmöglichkeit, wo wir ja noch nicht der Berater in diesem Fall mit dieser Person an diese Fragestellungen sind?

00:09:01: Also noch vor der Auftragsklärung!

00:09:03: Was seht ihr dafür

00:09:04: Verstärker?!

00:09:05: Wir sind ja auch Teil der Kultur, also Teil des Umfeldes dieses Klienten, der jetzt Tese diese Problemscham mitbringt oder entwickeln kann wenn er von solchen Problembearbeitungsmethoden hört.

00:09:21: Ich meine, der Unterschied zwischen Scham und Schuld ist ja noch mal interessant.

00:09:24: Scham ist ja etwas was mit der Gesamtperson, mit der eigenen Person verbunden wird.

00:09:29: da genüge ich als Person nicht während Schuld ist etwas wo ich irgendwie einen Fehler gemacht habe das auch einsehe und verdammt nochmal ich bin unter meinen Möglichkeiten geblieben oder sonst was im Einzelnen.

00:09:41: das lässt sich aber beim nächsten Mal beheben.

00:09:43: Scharm geht ein Stück tiefer.

00:09:45: deshalb Eine Antwort auf deine Frage ist das, Wolf.

00:09:48: Das würde ich sehr unterstützen.

00:09:49: was du gesagt hast dass da sich ein Stück auch in die Breite gehen von der Person weg.

00:09:54: systemisch denken heißt ja auch den Kontext mit einem Beziehen der Rolle spielt um da auch mal die Einzelpersonen im Kontext zu sehen und nicht als Einzelaktör oder als Einzeltäter sozusagen das finde ich schon eine ganz wichtige Geschichte werde ich sehr unterstützt.

00:10:12: also Die Idee jetzt kommt der Berater an der sagt so und so da geht es lang Punkt, hast du es begriffen?

00:10:17: Das ist ja glücklicherweise auch ziemlich selten und der alte Spruch von wegen Ratschläge sind auch Schläge.

00:10:22: Ist ja was dran.

00:10:23: insofern da sind den nicht gerade die Systeme gut.

00:10:26: also erst mal eine eingehende Befragung zu machen um den Kontext auch zu erfassen und dann eher so manchmal möglichst harmlos also nicht sofort.

00:10:37: jetzt hab ich's eine Idee zu entwickeln, um mal sehen ob der Klient anbeißt oder auch nicht.

00:10:42: Oder ob er es auch weiterentwickelt und dass er also auch selber Teil des Lögesprozesses wird ist also schon wichtig das jetzt ein Berater ob jetzt reine Fachberatung sein sonstige Beratung ist selbst in einem der ziemlich gute Idee hat für die Lösungsrichtung, dass ja den Klienten schon im Prozess so einbindet, dass sie nicht die Idee hat ihr wird jetzt mit der Lösung beschmissen und muss jetzt einfach irgendwie fressen.

00:11:06: selber bin auch sehr lösungsorientiert unterwegs.

00:11:10: Das bedeutet aber, dass ich am Anfang den Menschen erstmal so abhole und das er ein gutes Umfeld braucht in dem er drin ist.

00:11:18: Irgendwann kommt schon der Punkt, dass sie mal bei unserem gemeinsamen Freund George Cole Reza put the stinking fish on the table.

00:11:25: Das heißt also da dran muss was eigentlich das Thema oder wo steckt die meiste Emotionalität drinnen?

00:11:32: Dann erst ist die Frage wie kann man Lösungen erarbeitet, also das ist vielleicht mit dem zweiten Thema was wir haben.

00:11:39: Mit der Lösungskrankung dass man da nicht so schnell in die Bütte geht und sagt naja warum?

00:11:45: Man macht das als systemischer Berater dann nicht mit einem kalten Ratschlags sondern mit einer hypothetischen Frage in den Rat verkleidet ist.

00:11:53: aber trotzdem sollte man mit solchen Sachen einfach auch sich Zeit lassen und den Menschen erstmal mit seinen ganzen Schichten ein Stück ankommen lassen.

00:12:02: Genau dazu ist es vom Güntern.

00:12:05: Der erste Schritt ist, was meistens vergessen wird erst mal zu sagen ... Jonathan, lieber Mann!

00:12:11: Da glaube ich Ihnen wirklich, dass es Ihnen dabei schlecht geht.

00:12:14: Es ist wirklich schlimm.

00:12:15: Also dieses Einverständnis ist schlimm und jetzt kommt da eine Beratung mit allem Angst oder so, dass man auch seinen emotionalen Zustand dabei aufnimmt.

00:12:23: Dass du da George Corrisor reinpringst?

00:12:26: Wo das sofort wegfällt wenn ich Problemscham mitgebracht habe Da war das bemerkenswert, dass ich da das sofort zur Seite legen konnte.

00:12:36: Also das ist auch interessant.

00:12:38: wie gelingt das?

00:12:39: Was muss da mitgebracht werden?

00:12:41: von Klientenseite in eine gewisse Bereitschaft aber eben auch was können wir Berater der anderen Seite tun?

00:12:47: denn Das ist ja schon sozusagen ein Ausgangspunkt, der darüber entscheidet ob es überhaupt zur Beratung kommt.

00:12:54: Also wozu sagen Beratungen schon losgeht aber die berühmte und berüchtigte Vertragsklärung überhaupt noch nicht stattgefunden hat?

00:13:00: Ich bin doch ein bisschen bei dem Thema dabei, bei diesem Punkt was ist sinnvoll zu tun?

00:13:07: das Anerkennen dass der Klienter unter leidet is fast so zu sagen auf der Kippe, auf der Gradwanderung mitleitet, das mittramatisiert.

00:13:19: Mit ins Drama geht.

00:13:21: und die ersten Kontaktflächen sind ja nicht sprachlich sondern sind wie wir uns präsentieren.

00:13:26: was habt ihr für eine Erfahrung gemacht sozusagen wie ihr durch die Zeit der Beratung die ihr jetzt ne dreißig Jahre vielleicht sogar vierzig Jahre gemacht habt?

00:13:35: Was hat sich da geändert?

00:13:36: Nicht nur jetzt weil ihr etwas gelernt habt sondern auch weil sich Klienten geändert haben Weil die Anfragen anders wurden oder die Probleme wenn das so ist.

00:13:46: Mein Punkt wäre dabei, also Ratschläge gibt es genug in Büchern und sonst so alles die teilweise sehr überfordernd wirken.

00:13:53: Also wichtig ist deine Problem oder so ist jetzt sehr speziell und ich gehe auch deine Spezialität auf die Situation ein und für mich ist immer gut zu fragen das is ja wirklich schlimm was haben sie denn schon alles probiert um die Situation zu verbessern oder zu ändern?

00:14:09: Und da weil dann auch wirklich aufmerksam zuzuhören bringt eine Menge Information Aber das bringt auch sofort eine ganz gute Kontextion, um wirklich den speziellen Fall und seinen Leiden auch wirklich verstehen zu können.

00:14:20: Mir fällt noch das Stichwort Normalisierung ein.

00:14:23: Ich glaube, dass hat man eben auch schon mal ... Wenn ich als Berater da jetzt so direkt so einsteigte oder haben Sie aber eine Geschichte die kommt ja nie vor nur bei Ihnen.

00:14:33: Ihre Einzigartigkeit, ne?

00:14:35: Also so

00:14:36: hin runter!

00:14:37: Verbrechen, wie sie da mitbringen habe ich ja noch nie gehört.

00:14:40: Also dass er normalisiert ist für viele Leute dann wenn die zu uns kommen treten in eine andere Welt auch ein.

00:14:49: Die wissen ja das öfters über Probleme gesprochen wird mit einem Coach Ist vielleicht in ihrem Management Alltag anders.

00:14:56: Da wird es nicht so benannt Dass man den Leuten mitteilt du bist nicht allein Damit.

00:15:01: viele bieten dann nicht drüber, vielleicht mit dem Thema Scham.

00:15:04: Da hat man es schon mal benannt.

00:15:05: So selten ist das gar nicht.

00:15:07: Also so ein Stück Normalisierung da reinzubringen.

00:15:09: Typisch

00:15:09: dafür ist das Transition Coaching.

00:15:11: Also jemand befördert vielleicht sogar aus einem eigenen Team oder so jetzt als Vorgesetzter.

00:15:16: Das ist einfach eine Situation die problematisch ist und mit der Person ist mir überhaupt nichts zu tun.

00:15:22: Man muss zum Tiff gehen und wenn man in so einer Art von Beförderung hat, ist es Stand der Technik dass man sich dann Beratungen holt so speziell wie es im Einzelfall ist, ist das normalste und professionellste von der Welt sich dann beraten zu.

00:15:36: Ja, das erinnert mich an den einen Fall, dem wir in der Supervision hatten, die ich nur ganz grob speziell.

00:15:41: Wo jemand sehr erfolgreich ist, die Arbeit richtig gut macht vorgeschlagen wird oder sich auch darum bemüht ob jetzt nun direkt gewollt und laut angepriesen oder nicht für ein nächstes Level, für eine nächsten Karriere Schritt.

00:15:54: Und dort wird dann was verlangt?

00:15:57: Was bis dato auch für diese Person völlig unbekannt war.

00:16:00: Ist zwar ein neuer Job und eine neue Karriere Stufe, plötzlich wird im Problem damit verbunden weil das war bisher keine Kompetenz auf den Stellen die bisher besetzt und mit hervorragender Qualität abgearbeitet wurde.

00:16:13: Und dass man dann plötzlich davor steht okay jetzt wird von mir verlangt einen Führungskräfte Coaching oder sonstiges spezifisches Coaching zu machen und plötzlich bin ich nicht mehr der beste Bewerber oder die beste Beweberin, sondern jemanden, der einen Marke hat, den noch nicht so weit ist.

00:16:32: Hey du!

00:16:33: Das ist eine kleine Pause, damit du Zeit findest ein kleines digitales Feedback auf deinem Podcastcatcher hier zum Podcast zu hinterlassen.

00:16:41: Ich warte noch ein paar Sekunden und jetzt geht's mit dem Podcast weiter.

00:16:46: Vielen Dank.

00:16:49: Ja, es ist ein Unterschied zwischen Rollencoaching und persönlichem Coaching den man da vielleicht machen kann.

00:16:55: Das was du sagst ist ja typisch dass jemand in eine Rolle reinkommt.

00:16:59: also wenn du einen Flugzeug pflegen sollst dann rufst ich bin Naturtalent um dann da einsteigst dann würden vielleicht wenige Leute mit ihr wiegen, wenn du es nicht gelernt hast.

00:17:08: Also Rollcoaching, das erleichtert auch so ein Stück, dass selbst wenn jemand irgendwie gute Voraussetzungen hat und der Beste war ist ja immer vielleicht für die eine Kränkung, wenn er dann gesagt wird Ja Du bist jetzt in einem Kontext da musst du was neu lernen.

00:17:22: Das ist eben nicht mit Boardmitteln, die du bisher hattest zu machen Da musst du dich langsam durch Aufgaben-Bösung auch reinarbeiten.

00:17:30: Also ne?

00:17:32: Du bist noch nicht soweit Sondern Jetzt gibt's Rollen Anforderungen Die müssen gelernt werden, es ist völlig normal da jetzt ein Coach sich dafür zu organisieren.

00:17:42: Es hat natürlich dann die Chance auch was erleichtern das im Coaching zu machen also jemand der furchtbar fleißig war viel gearbeitet hat und irgendwann die ersehnte Stelle als Abteilungsleiter kriegt.

00:17:53: Der meiste müsste jetzt seinen Fleiß noch weiter so noch eskalieren.

00:17:57: wenn der jetzt hört immer du bist jetzt in einem anderen Spiel Da musst du aus der Metaposition da drauf gucken.

00:18:02: Jetzt kommt es nicht mehr auf Fleiß an, sondern ein bisschen durchblickend wie du koordinierst.

00:18:06: Das ist ein anderes Bier.

00:18:08: Nimm's als Erleichterung!

00:18:10: Das ist natürlich dann leicht zu verkaufen kann man auch sagen.

00:18:12: Ja das ist ein Punkt, wo ich doch noch den mit rein bin.

00:18:15: aber ich habe noch einen anderen im Kopf, den ich in der Mediationsausbildung häufig sage ne?

00:18:20: Es geht darum weniger zur Arbeiten.

00:18:21: Kennt ihr auch wahrscheinlich Kotzing-Ausbildungen ne?

00:18:23: Wenige arbeiten den Klienten ins Arbeiten bringen.

00:18:26: so eine berühmte Floskel dabei.

00:18:28: und dass er Erinnerte mich jetzt daran, weil eben auch Mediaturen ihre Fähigkeiten häufig damit bewerben.

00:18:33: Dass sie ganz viele Konflikte gehabt haben, dass die ganz einschneidende Erlebnisse gemacht haben, die Sie dann dazu gebracht haben sich doch auf die Seite der Berater zu schlagen, Mediator zu werden und das die eigenen Konflikte in Ausweis sind, dass man auch gut die Konflichte von anderen begleiten kann.

00:18:52: Und das ist eigentlich genau ein Rollenthema.

00:18:54: Ich bin ja in einer anderen Rolle.

00:18:55: ich muss auch was anderes machen dass das vielleicht gar nicht so überzeugend dann auch wirkt.

00:19:00: Welche Erfahrungen habt ihr damit?

00:19:01: Ist in dem Falle eigene Erfahrung ein direkter Ausweis für gute Beratung?

00:19:08: Ich glaube schon, dass es wichtig ist sich selbst als Intervention reinzubringen in vielen Situationen, dass man sagt also diese Sache ist auf mir nicht unvertraut ich meine wie der Lehrer in der Schule sollte man vielleicht eine Stunde vor den Schülern sein Im Lehrstoff, Lernstoff.

00:19:29: Aber das macht schon Sinn.

00:19:31: also ich habe jetzt gezögert als du das gesagt hast.

00:19:34: Ich würde nicht zu einem Mediator gehen der sagt also bei mir bist richtig weil ich hab schon tausend Konflikte in meinem Leben gehabt.

00:19:41: Also weiß ich nicht ob das für mich eine gut überzeugende Marketingorientation wäre.

00:19:47: dann würde ich eher denken da habe ich irgendwie einen konflikten soll vor mir, der aus persönlichen gründen immer wieder reingerät.

00:19:54: also vielleicht hab ich es falsch verstanden was du meinst

00:19:57: genau und genauso hab ich gemeint das kann man schon mal mit sagen.

00:20:01: also dass mein wegen auch erfahrung darin hat.

00:20:04: aber das ist nicht die erste aufschlag.

00:20:08: Mediatoren, aber das ist schon beim Thema Marketing.

00:20:11: Da ist das der zweite Satz auf der Webseite.

00:20:13: Die eigene Konfliktgeschichte die einen dazu gebracht hat.

00:20:15: Ich glaube bei Coaches ist es nicht viel anders.

00:20:17: Aber ich habe noch ein anderes Konzept was vielleicht sinnvoll zu der Frage passt mit Problemscham ihr kennt das mit Sicherheit auch aus Coaching dass man so bestimmte Zugangs Typisierungen vorgenommen haben.

00:20:29: Da gibt es also nicht nur den optimalen Klienten, der weiß eigenverantwortlich.

00:20:34: ich habe ein Problem und muss das nicht allein lösen.

00:20:37: Ich kann dafür Coaching und Beratung in Anspruch nehmen aber es bleibt mein Problem Und ich bin da eigen verantwortlich und würde so eine Ansprache dann halten.

00:20:44: bitte unterstützen Sie mich bei meiner problemfindung.

00:20:48: Regen sie mich zum reflektieren anstellen sie mir ungewöhnliche Fragen damit ich meinen Problem lösen kann.

00:20:52: Das ist ja relativ selten.

00:20:54: Und da gibt es dieses Konzept, dass es eher andere Typen gibt.

00:20:57: Zum Beispiel den Touristen der einfach nur mal so sich angucken will was der Berater dazu sagt aber so eine Vorbehalt hat Den Anklagenden Der also als klagende Person Andere die nicht in der Beratung jetzt anwesend sind Die vorgesetzten die Teamkollegen etc.

00:21:15: So zu sagen denen Fehler vorwirft und das man selber halt darunter leidet hat so ein Anklagenden-Karakter oder auch so eine Opfer, Rolle die man beschreibt in der Beratung.

00:21:24: und es gibt noch einen dritten Typus neben dem Kurberater.

00:21:29: Ich komme eigentlich als Kollege so und wollte nur mal wissen wie machen Sie denn das so?

00:21:32: Ein systemischer Berater.

00:21:33: ich bin jetzt eher aus der Gestalttherapie oder so.

00:21:36: Dann wäre sozusagen das Phänomen der Problemscham eine eigene Kategorie dazu nochmal wert?

00:21:43: Oder würdet ihr sagen, dass das taucht bei den Traien auch?

00:21:47: Das ist eher eine Umgangsweise damit.

00:21:49: Also ich sage mal was zu dem... Ich weiß nicht ob das der dritte Typ ist.

00:21:52: ne also es gibt Leute die sind ganz raffiniert eigentlich dabei muss man sagen so verdeckt zu lernen.

00:21:58: Die sahen viele Ideen ab oder sowas zu sagen und aber ballens eher für sich was für sie wichtig ist oder nicht oder sichtig ist Und hintermachen sie das was für Sie richtig ist.

00:22:07: Aber sie geben niemals zu Richtung Bade.

00:22:10: Hör mal, das was du da gesagt hast war ganz wichtig für mich.

00:22:14: Es ist schon ein Berater eher schwierig, ne?

00:22:16: Von dem kommt keine Dankbarkeit, von denen kommt auch keine Anerkennung.

00:22:20: und wenn der Berater selber darauf aus eben jetzt isst geliebt zu werden oder so kriegt er dann nix.

00:22:25: Und wie weit man damit geht oder nicht mitgeht, ist manchmal gar nicht so einfach auf Frage denn manchmal kriegt man dann noch keine guten Signale wo ich's denn injetzt?

00:22:34: Nimmt ihr es heimlich mit oder ist der... weiß ich... Zeit absitzt?

00:22:40: Das ist dann wirklich schwierig.

00:22:42: Also ich bin da recht entspannt geworden, das hier ein Konzept von Steve de Chaser auch mit den verschiedenen Kundentypen Kunde Besucher, Kommoderator Ankläger und so weiter.

00:22:52: Neulich einen drin, da habe ich im Nachhinein gemerkt dass er eigentlich Co-Berater war, wo es war Coaching.

00:22:59: War immer total klug im Coaching weil er selber auch eine Coaching Ausbildung hatte, das hat er mir am Anfang auch gesagt.

00:23:06: Er sei aber ein erster Linie Manager und darum ging's usw.

00:23:09: und so weiter.

00:23:09: und sofort habe ich aber dann im Nachhinein so gemerkt, dass er im Grunde das was ich gesagt hab überprüft hat daran was er selbst auch dachte und da auch gerne bestätigt worden.

00:23:20: Und trotzdem früher war ich in sowas irgendwie auch selber angespannt und habe gedacht,

00:23:26: man muss jetzt aussehenden

00:23:27: Kunden machen.

00:23:28: Das ist ja auch richtig was Willen usw.. Ich konnte total entspannt mit dem arbeiten... Ich mache ja auch offene Verträge, dass ich jetzt nicht sage, Sie kommen jetzt achtmal und dann auch mal hier so ein Thema richtig in allen Ebenen durch.

00:23:42: Sondern ich frage jedes Mal, wollen wir einen Termin weitermachen?

00:23:46: Dann nochmal darüber sprechen und so und so lief das bei dem auch irgendwann was gut.

00:23:50: Da war er beruhigt, ging tatsächlich auch sehr persönliche Themen.

00:23:55: Der war im Kunde, indem Schemak net hundert Prozent Kunde also hatte viel mit Kurberatung zu tun von seiner Identität auch her.

00:24:04: Und du meinst, das könnte seine Art gewesen sein mit Problemscham umzugehen?

00:24:08: Ja.

00:24:09: Wie er jetzt – man hat da auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel, so Ende Fünfzig also.

00:24:13: insofern hat sich ja nicht auch noch mal einen Einfluss darauf wie viel Du an Deiner Persönlichkeit jetzt infrage stellen möchtest oder auch nicht.

00:24:22: Ich habe vor kurzem vielleicht ein Monat her oder schon so eine SMS bekommen von einem alten Ausbildungskandidaten vor längerer Zeit in der Ausbildung gemacht.

00:24:30: Und er hat mir noch mal so geschrieben, weil er damals nicht so ganz anwesend war, hatte er geschrieben und nicht so aufmerksam wie er das so eigentlich gewohnt ist.

00:24:38: Das hat sich jetzt alles ein bisschen geklärt weshalb das so ist veränderte Lebensumstände

00:24:42: etc.,

00:24:43: und er hat sich nochmal bedankt dafür dass ich ihn so sein lassen habe.

00:24:46: oder dachte Mensch!

00:24:48: Das ist eine schöne Bestätigung von gewissen ignoranten Zügen an mir die eigentlich versuche immer abzuarbeiten mit Supervision und mit Ausbildung.

00:24:58: Man denkt, man muss immer hundertprozent aufmerksam sein und auch die Stillen miteinbinden.

00:25:02: Aber in dem Moment fand ich das irgendwie im Nachgang eine schöne Bestätigung.

00:25:07: Das hat schon manchmal seine Richtigkeit jemandem so zu lassen wie er ist.

00:25:11: Genau!

00:25:12: Und jetzt eine Mediation auch, denke ich speziell.

00:25:15: Ein wunderbarer Anspruch an der gute Beratung dass man praktisch das was Klient lernen soll schon in der Beratung inszenieren.

00:25:22: Und wenn du ihn jetzt sein lässt, wie er ist und da kann man Kompromisse machen.

00:25:27: Vielleicht muss ja genau das mit seinem Konfliktpartner machen dass er den so lässt wie er isst und dann sucht man halt nach einem sinnvollen Kompromiss.

00:25:34: Das wäre natürlich die wirklich die hohe Schule.

00:25:37: Das ist ja diese Paradoxie.

00:25:39: ich glaube Ulrich Bröckling sagt immer dieser Anrufung der Person die noch nicht da ist in der beratung.

00:25:44: Wir sprechen mit jemandem auf eine Art und Weise eigentlich noch nicht da ist, weil die Beratung noch nicht zu Ende ist oder noch nicht gefruchtet hat in der Form und das hat was von professionellem Aneinander vorbeisprechen.

00:25:59: In der Hoffnung es kitzelt sich dieser Aspekt heraus also in der TA würde man sagen dass das Erwachsenen ich gestärkter und präsenter ist.

00:26:08: Und wenn das eben am Anfang nicht ist, eben trotzdem nicht mit jemandem zu reden als ein Kind wäre, sondern genau das nämlich eine eigenverantwortliche Person.

00:26:16: Das ist ja schon auch ein interessanter Aspekt von Ignoranz – mit einem pädagogischen oder beraterischem Aspekt!

00:26:23: Du hast ja eben mal gefragt, da habe ich auch nicht direkt darauf antworten können.

00:26:27: Was hat sich geändert?

00:26:28: Ich glaube das ist immer ein Punkt der sich geendert hat.

00:26:32: Wir gucken jetzt auf den Bereich Transaktionsanalyse.

00:26:35: wenn ich mich daran erinnere wie die Transaktion Analytik in den Achtziger und Neunziger Jahren gearbeitet war sehr stark.

00:26:42: Eltern nicht gesteuert also die haben von den Klienten verlangt in einer bestimmten Weise im Ratungskontext aufzutreten und mit bestimmten Formulierungen, wie wird Verantwortung übernommen.

00:26:54: Ich glaube durch die systemische Wende, die wir ja ein bisschen da auch mit reingebracht haben

00:26:59: ist

00:27:00: eine gewerendere oder auch offenere Haltung dar, dass sich jemand da nicht gleich unter Druck gesetzt fühlt und irgendeinerweise eine bestimmte beratenden Rolle spielen zu müssen weil sonst ... Kommt ja nix bei raus und so, ne?

00:27:15: Also dass wir da ein gutes Stück offener geworden sind.

00:27:18: Ich glaube das sich geändert hat!

00:27:20: Die

00:27:20: TAD ist ja wirklich ein bisschen schrecklich problemlösungsorientiert manchmal.

00:27:26: Und die Unterscheidung zwischen einem Problem- und einem unangenehmen Zustand ist dann häufig sehr erleichtern, dass man sagt es ist auch wirklich schlimm oder so.

00:27:36: aber gibt's einen schönen Spruch auf jedes komplexe Problemen gibt es eine einfache Lösung Und die ist falsch.

00:27:44: Also erst mal, okay das ist jetzt erstmal unangenehm.

00:27:48: also reden wir jetzt darüber wie man den Regen abstellt oder regen wir da rüber wie man ein regnischer Ausspand oder so?

00:27:56: Das war wirklich eine pragmatischen Weg.

00:27:58: findet zusammen mit dem Klienten der realistisch ist und nicht so heroisch her mit den Problemen und dann knallen.

00:28:06: Und es hatten Wert, auch eine Zeit lang den falschen Lösungsansatz zu verfolgen.

00:28:10: Das verschafft Zeit und auch ne neue Perspektive.

00:28:13: daher muss man da auch nicht übertrieben perfektionistisch sein.

00:28:17: Wir sind das nicht aber wir müssen diesen zweiten Aspekt noch mit aufnehmen.

00:28:20: Das ist ein schöner Übergang.

00:28:21: jetzt diese Lösungskränkung also dieser Aspekt der dann schon während der Beratung deutlich wird dass mit gewisser Vorsicht oder auch Achtsamkeit dem Thema Lösungsansatz genährt wird und das darf auch meiner Erfahrung oder Beobachtung nach nicht zu früh sein.

00:28:43: Das Problem darf nicht abgeschnitten sein, so sehr ich diesem Gedanken was abgewinnen kann, kollidiert der doch meines Erachtens vielleicht nur auf der Vorderseite mit den lösungsorientierten Ansatz?

00:28:54: Also wer über Probleme spricht, kriegt Probleme und hat Probleme.

00:28:58: Und wer über Lösungen redet, der findet halt eher Lösungen.

00:29:01: Wir müssen gar nicht über das Problem reden, sondern wir können direkt auf die Lösung gehen.

00:29:06: Ein Ansatz, der auch in der Mediation favorisiert wird oder zumindest ausformuliert ist und empfohlen wird und der auch an der Beratung im Coaching ja weithin Schule gemacht hat und auch erfolgreich ist.

00:29:18: Ist das ein Widerspruch miteinander?

00:29:20: Da haben wir da wirklich ... Beides wahr sein kann, wie sieht es bei Lösungskränkungen mit euren Erfahrungen aus als Berater?

00:29:29: Also ich wäre sehr vorsichtig jetzt mit der Shazer so vor Zuricht und Bomben.

00:29:32: das ist die Lösung oder so was ist die Aussage um uns zu zugehen.

00:29:35: Manchmal passt es aber meistens eher nicht.

00:29:37: also mein Weg wäre eher einfach einen neuen Aspekt einzuführen zum Beispiel in einer typischerweise Verwaltung oder so sieht man alles Personal.

00:29:47: Also dort sofort auf die Idee zu gehen, wie funktioniert denn die Organisation?

00:29:52: Was sind dann die Rollen?

00:29:53: Was ist denn da die Ansprüche?

00:29:55: Wo sind die Kriterien?

00:29:56: Also weg vom Personal zu gehen.

00:29:59: Ist für den ja auch erstmal eine Kränkung oder der ganze Zeit Personal denkt.

00:30:02: aber das ist nicht so weit weg und vielleicht auch sehr interessant dass man es auch so sehen kann.

00:30:07: also ich würde dem Klienten nicht sofort mit so einer Art von Lösungsorientierung überfordern, die auch manchmal auch von der Situation nicht angemessen ist muss man sagen.

00:30:15: Auf die Lösungsseite gehen heißt ja nicht, dass man eine Lösung hat sondern dass man die Suchrichtung anders einstellt.

00:30:23: Ich musste in meiner Praxis was lernen und zwar wenn man sich so diese beiden Felder Problem- und Lösungen ich mal da immer zwei Eier hinten rot ist für Probleme ein grünes Verlösung, wenn ich das Studenten beibringe.

00:30:37: Dann habe ich früher gedacht also über Lösungen weil da etwas Schönes ist und so.

00:30:41: Da können Leute viel mehr erzählen.

00:30:43: Das ist totaler Quatsch!

00:30:44: Leute können über Probleme und wie das Problem aufrechterhalten wird usw.. Da können sie viel erzählen.

00:30:50: und wenn es in Richtung Lösung geht dann können Sie sagen nein ich will das Problem nicht mehr haben aber das ist ja keine Lösung.

00:30:56: Aber dass man sich gemeinsam auf diesen Weg begebt glaube ich auch mit eigener Bescheidenei... Ich weiß auch noch nicht vielleicht, was für Sie da passen könnte.

00:31:05: Lass mal uns gemeinsam in die Richtung gehen!

00:31:07: Wolf hat es eben gesagt.

00:31:08: also ich frage auch ziemlich lange ab Was sind bisherige Lösungsideen?

00:31:13: Lösungsversuche Wie konsequent wurden sie beibehalten und so weiter und sofort.

00:31:18: In vielen Fällen hat es damit zu tun, dass tatsächlich auch auf der leeren Seite schon mal eine gute Idee da war.

00:31:27: Die ist aber aus irgendeinem Grund nicht fortgesetzt worden.

00:31:30: oder ist man nicht dran geblieben und so weiter.

00:31:32: Also das da ein Riesenreservoir ist, aber man geht gemeinsam in die Richtung.

00:31:37: Ich verstehe mich dann eher als jemand, der mit dem anderen prüft, ist es gut genug umgesetzt worden?

00:31:42: Ist man lange noch dran gebleiben?

00:31:44: Oder irgendeine Kontextbedingung ist vielleicht verloren gegangen?

00:31:47: Ja, also gemeinsame Suchprozesse.

00:31:50: Das entlastet erst mal zumindest die lösungsorientierte Beratung und auch Kurzzeitberatungen von Steve de Scheser.

00:31:57: genau das nicht meint, dass man eben schon eine Lösung hat sondern die Richtung wird eingeschlagen.

00:32:02: Ich finde es ist ein wichtiger Gedanke gündert den du reingebracht hast.

00:32:05: Und dass Personen in der Beratungen viel über die Problembeschreibung zu sagen haben aber relativ schnell fertig sind beim Thema was ist ein Lösungsweg?

00:32:17: Das deckt sich auch mit der Arbeit, mit der Beratungsarbeit, mit Konfliktparteien.

00:32:22: Das ist ganz ähnlich.

00:32:24: Die Litanei kann immer wieder angeworfen werden.

00:32:29: Der Wiener Mediator Edwarzke ernannt das um die Kriegsberichterstattung der Parteien.

00:32:34: Die ist sehr ausführlich und da merkt man auch dass sie sehr geschliffen ist.

00:32:37: Da wissen die Bescheid.

00:32:39: Erhaltet ihr es für wichtig?

00:32:42: Dass dieses Bedürfnis in Anführungsstrichen auch bedient wird in der Beratung, dass man Zeit gibt das zu besprechen oder um es los rauszulassen.

00:32:52: Das hat ja manchmal so eine Metapher von einer Dampfmaschine.

00:32:55: Man muss jetzt den Dampfer ablassen und erst mal reden lassen.

00:32:59: Ist das Zwingen nötig?

00:33:01: Oder ist das Gefahr für eine Kränkung?

00:33:04: wenn man das abknäppst und sagt ne is nicht produktiv.

00:33:08: Ich würde da schon unterscheiden wollen.

00:33:10: Kann ja sein, dass es dann eine anfängt aber der hat schon seine Antja geschriftet oder so schon im Kopf und das wird jetzt heruntergearbeitet oder sowas.

00:33:18: Das ist trocken und leblos.

00:33:19: Sowas würde ich wenn's geht doch eher schnell stocken oder unterbinden.

00:33:24: Dann zahlt sich er auf die emotionale Seite gehen.

00:33:27: also was ärgert sie denn am meisten?

00:33:29: Wo wollen Sie denn hin?

00:33:30: eher wirklich ne persönliche Stellungnahme nehmen?

00:33:33: Aber nicht der hat gesagt und die haben gesagt und sie haben damals auch sowas.

00:33:37: So was würde ich doch weitgehend stoppen.

00:33:42: Also da haben wir ja aus der Steve de Schäser Richtung auch die schöne Ausnahmenfrage, wenn jemand so in seinem Problem-Zirkus ist kriegst du richtiger Stadt.

00:33:51: und dann zu fragen wie war es denn als die Waffen einmal schwiegen oder wie war's vorher?

00:33:58: also das ist ja dann so.

00:33:59: wenn man so Bild nicht darstellt mal ich dann immer auf dass in diesem Problem doch noch paar grüne Felder drin sind.

00:34:07: Die Ausnahmen, nämlich die gibt es immer!

00:34:09: Da hat man schon mal eine Möglichkeit auch ein bisschen überzuleiten.

00:34:12: aber im Grunde ich habe ja eben das vom Co-Resa schon mal genannt Putz's Stinking Fish on the Table.

00:34:18: Das muss auch möglich sein, ne?

00:34:19: Aber wenn das sich wiederholt und dreht sich nur noch dann kann man jemanden höflich dazu einladen nicht in der Wiederholung zu bleiben.

00:34:30: Wegmoderieren, sondern damit arbeiten und aufnehmen.

00:34:33: Und dort ankoppeln... ...und dann in die Richtung lenken, die baraterisch konstruktiv erscheint!

00:34:40: Das nehme ich jetzt aus deinem Beitrag.

00:34:42: Das waren jetzt die zwei Punkte, ne?

00:34:44: Die für mich jetzt erhellend wirken.

00:34:46: nochmal.

00:34:47: Die Unsicherheiten, die sie vielleicht in Form von Problemscham oder Lösungskränkung zeigen auf Seiten der Klienten Gibt es Aspekte dieses Bereiches, die wir jetzt noch gar nicht angerissen haben?

00:34:58: Wo ihr sagt also das wäre schon wichtig noch als Berater darauf zu achten.

00:35:05: An sich haben wir alles gesagt wird ein Punkt nochmal vorheben dass der Klient oder die Klientin sich wenn sie sich mal in einer Beratung nicht gut fühlt darunter sich gut fühlen.

00:35:16: Also dass sie immer die Idee hat, ich bin hier richtig im Prozess oder so und ich habe Vertrauen.

00:35:22: Und kann soweit kontrollieren wie ich selber brauche oder so?

00:35:25: Ich bin ja richtig in Prozess wenn das wackelig wird dann braucht man auch die Sensibilität als Berater.

00:35:31: sozusagen stimmt es so einfach eigentlich.

00:35:33: was erwarten Sie von mir?

00:35:34: also wieder diese Grundlage zu klären.

00:35:37: Das ist der sichere Rahmen, dass man auch weiß als Klient.

00:35:40: Ich gehe dahin auch um Unsicherheitsgefühle unangenehme Empfindungen erleben und durcharbeiten zu können, weil dort der Rahmen ist dass ich es bearbeiten kann.

00:35:50: Es ist nicht die Ursache das die Gefühle kommen oder die Eindrücke oder die Gedanken.

00:35:55: ja das finde ich einen wichtigen Punkt.

00:35:57: gut ihr beiden Ich habe heute noch gar nicht dann das Thema angeschnitten wollte auch noch nicht anscheinend sondern vielleicht wirklich für eine nächste Episode mit euch beiden.

00:36:06: dann was sind denn die Umgangsweisen von Unsicherheiten seitens der Berater und der Mediatoren Gerade bei Ausbildungskandidaten?

00:36:14: so eine Frage manchmal, wer bin ich denn?

00:36:16: Dass ich anderen bei der Konfliktbearbeitung unterstützen kann.

00:36:20: Bin ich noch viel jünger oder noch viel unerfahrender?

00:36:22: Ich weiß doch gar nicht was die für eine Rolle im Unternehmen haben etc.

00:36:27: und dann entsteht natürlich auch Unsicherheit darüber.

00:36:29: Was wollen sie eigentlich von mir?

00:36:30: Ich kann mich erinnern an einen Auftrag, da habe ich das mal ganz deutlich erlebt ging es um eine Moderation einer großen Arbeitsgruppe.

00:36:37: unterschiedliche Interessenlagen, die wollten eine Modération haben Kein Gespür dafür, was die von mir wollten.

00:36:43: Also was ich für eine Leistung für sie erbringen sollte und Ich habe das so hoch aufgehängt dass sich praktisch nur scheitern konnte an dem tag und dem abend zuvor man hätte das auch einfach als Lampenfieber beschreiben können aber Das war mir auf jeden fallen ist mir noch eindrücklich vor Augen.

00:36:57: Und dazu habe ich würde ich mit euch an nächsterseits sprechen denn das kann auch unterschiedlich und auch mit Beratungsscham zu tun haben.

00:37:04: Was es tatsächlich mein Aufschlag in der beratung wenn ich nicht weiß Was wird er von mir mit welchen problemen kommt der?

00:37:11: gündet du nix.

00:37:12: du weißt was ich mein

00:37:13: darf man gar nicht drüber nachdenken was du da saß coach in klient zu uns kommt und umaskern shadow coaching also sie ist ja nicht vor ort da hast du ja nur eine erzählte ein narrativ von ihm.

00:37:25: zur Verfügung.

00:37:26: Also du weißt nicht wirklich, wie die Firma ist?

00:37:29: Wir haben von manchen Branchen eine Ahnung aber so richtig nichts.

00:37:32: Man kennt den Menschen nicht so von seiner Persönlichkeit her.

00:37:36: Man kenne sein privates Umfeld eigentlich nicht.

00:37:38: da hat man nur ne Schilderung und so weiter.

00:37:41: und sofort kann man jetzt sagen super arbeiten wir mit diesen Narrativen mit der Schilderin.

00:37:46: wenn wir die jeden kriegen entwickeln können es gut.

00:37:48: aber im Grunde ich finde das sollte man gar nicht darüber nachdenken wir wissen nichts

00:37:54: Und das hat doch am Anfang... also bei mir war es ein Lernprozess, ich weiß nicht wie's euch ging.

00:37:58: Dann damit in konstruktiven beraterischen Umgang zu finden?

00:38:03: Am Anfang wusste ich nicht was will da von dir!

00:38:07: Also wenn sie denkt dass ich eine Lösung für Sie habe dann haben sie wirklich einen Problem nach dem Motto aber das sind wir schon mittendrin oder Rolf du hast noch Ja, ich

00:38:16: würde das eher umdrehen und sagen.

00:38:17: Also dieser Zweifel, diese Unsicherheit des Anfängers dann dabei, möge der uns erhalten bleiben?

00:38:24: Dass wir immer diese Unsichheit, dieses Fragen sehen werden am roten Punkt ist es jetzt wichtig oder machen irgendwas ganz anders oder so.

00:38:31: also diese Unsicherung sich selbst der fragen die sollten wir selber aufrecht erhalten Das brauchen die Klienten ja auch.

00:38:38: Also das wäre wirklich ein guter Parallel.

00:38:40: Ja, also das ist der Titel und das ist das Thema da komme ich auf euch zu Die Unsicherheit des Anfängers-Aufrechterhalten Da kommen wir dazu.

00:38:47: Vielen Dank für das Gespräch und für die Aussicht!

00:38:49: Diese Folge werde ich mit großer Leichtigkeit bei euch anfragen.

00:38:53: Okay,

00:38:54: okay

00:38:56: Gute Zeit Genau Für den Moment.

00:38:58: jedenfalls bedanke ich mich, dass du hier wieder mit dabei warst.

00:39:01: Verabschiede mich mit besten Wünschen!

00:39:02: Bis zum nächsten Mal.

00:39:03: Komm gut durch die Zeit.

00:39:04: – Ich bin Sascha Weigel Dein Horst von den Koffee, mein Institut für Konflikt- und Verhandlungsmanagement in Leipzig und Partner für professionelle Mediations- und Coachingausbildungen.

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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