Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Transkript

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00:00:00: Es wird auch immer das Ziel des Schlichtes sein, zunächst die Parteien dazu zu bringen, dass sie sich reinvernehmlich einigen ohne einen

00:00:07: Vorschlag.

00:00:08: Herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:09: Gut durch die Zeit der Podcaste rund um Mediation, Konfliktcoaching und Organisationsberatung im Podcast von den Kuffemen!

00:00:16: Ich bin Sascha Waike und begrüße Dich zu einer neuen Folge.

00:00:20: Und die heutige Folge soll eine Lehrstelle schließen Denn bei der ganzen Diskussion um Mediation als Alternative zum Gerichtsverfahren und der Gegenüberstellung von Mediationen und Gerichten, von Richter- und Mediatoren.

00:00:38: Was nicht nur in den Anfängen der Mediation ausgiebig gemacht wurde sondern auch immer noch heute dient wenn man sagen will was der eine nicht macht und dafür der andere geht meistens verloren das dann noch ganz andere Figuren als Dritte im Konflikt auftauchen können.

00:00:54: und Heute soll es um einen dritten gehen um die Figur des dritten in Form der schlichter Person.

00:01:02: Und dafür habe ich mir eine Expertin auf diesem Gebiet eingeladen, Josefine Ottrick!

00:01:08: Hallo Josefina!

00:01:10: Hello!

00:01:10: Expertin weil du dich ausführlich mit diesen Rechtsgebieten, mit diesem Konfliktklarungsverfahren beschäftigt hast das rechtlich organisiert ist zu dem man also mehr und mehr rechtliche Regelungen findet was ein recht junges Rechtsgebiet ist bezweist auch ein recht Junges Verfahren, dass sich zumindest heute und in den letzten Jahren immer weiter ausgefallen hat.

00:01:33: Und als Streitbeilegungsmethode im deutschen Konflikt-Bearbeitungsangebot will ich das mal so sagen auf jeden Fall eine feste Position erarbeitet haben was es genau ist und wie das auch im Verhältnis zu den anderen steht.

00:01:49: Das soll heute alles Thema werden Josefine denn du hast dazu vor kurzem einer Promotionsarbeit abgeliefert veröffentlicht.

00:01:58: Herzlichen Glückwunsch erst mal dazu!

00:02:01: Vielen Dank, vielen Dank.

00:02:02: Ja ist mittlerweile schon wieder zwei Jahre her die Zeit fliegt.

00:02:05: Na ja vielen dank dass ich hier sein kann.

00:02:07: Da hat sich ja einiges getan im Angebot von Konfliktbearbeitungsverfahren.

00:02:11: aber zunächst Josephine wie kommt es das du dich mit Schlichtungsverfahren beschäftigt hast?

00:02:15: Das macht man ja nicht einfach Mal so.

00:02:18: da geht's

00:02:18: mir wie allen jetzt mit Mediation oder einen anderen Verfahren zu tun haben.

00:02:22: Man muss dann gewisses Febel dafür haben und bei mir war das irgendwie seit meiner Jugend schon, dass ich mich dafür interessiert habe mal andere Wege zu gehen als so die üblichen.

00:02:31: Ich bin sowieso nicht der Typ, der auf Konfrontation geht.

00:02:34: Was hast du in der Jugend getan um andere Wegen zu beschreiten?

00:02:38: Oder hab' ich vieles geschehen!

00:02:42: Ich war immer die, die ausprobiert hat alles Mögliche und das finde ich bei diesen Schafanen halt auch.

00:02:46: Man muss den Mut haben es einfach auszuprobieren.

00:02:49: Das reizt natürlich auch.

00:02:51: Mal zu sehen, gehen andere Wege auch so gut oder besser noch, gehen die noch besser als das was halt bisher so überkommen traditionell durchgeführt wird und dass ich bei der Schlichtung gelandet bin war tatsächlich ein bisschen dem geschuldet, dass ich irgendwie durch Zufall wieder an die Uni zurück bin dort dann eine Stelle als Lehrgraf für besondere Aufgaben hatte also besonders hohen Lehrerbotat, da war ich da dozentin nach dem Referendum der Jata nach dem zweiten Staatsexamen überlegt da, wenn ich jetzt einmal da bin an der Uni.

00:03:21: Ich habe schon immer gerne auch wissenschaftlich gearbeitet eigentlich dann versuche ich doch zu promovieren oder nehme das mal Angriff?

00:03:27: Dann ... ich weiß gar nicht es ist eins vom anderen gekommen und ich hab mich mit der Freundin unterhalten über was ich promoviren könnte.

00:03:33: und dann war so die Idee ach aber so Mediation und so.

00:03:36: oh das ist doch etwas was dich so interessiert.

00:03:37: so vom Typ her passt du doch da ganz gut rein und so.

00:03:41: Und da war bei uns in der Uni tatsächlich der Professor Gräger Der, der da so die Choriferee in dem Bereich ist der damals aber schon immer irritiert war.

00:03:50: Und das war so ein bisschen, naja ich probiere es mal, aber eigentlich nimmt niemanden mehr.

00:03:54: Ja und wir haben uns dann aber irgendwie doch dazu gefunden dass er dann gesagt hat ja nehm' ich machen muss und dadurch dann das Schlichtungsthema.

00:04:04: Du bist als ausgebildete Juristin also nochmal zurück an die Uni?

00:04:08: Und dort hat sich das dann gefügt, dass die Methoden die Mann oder einige Einfach mal ausprobieren, um zu schauen wie es dann läuft.

00:04:17: So eine Konfliktbearbeitung, die ich darauf konzentriert habe, dann schlichtungsverfahren dir anzuschauen?

00:04:23: Ja das war damals im Jahr zwei Tausendsechzehn.

00:04:25: da war das Verbrauchersteilbeilegungsgesetz gerade so groß in der Diskussion.

00:04:29: Da war das also gerade ein heißes Thema und Mediation war damals ja schon recht gut beackert.

00:04:34: Also da gab's

00:04:35: schon auch noch zehn oder so.

00:04:36: Kurz vor der Evaluierung in der Zeit gab schon das Gesetz, aber in der Tat diese Schlichtungsstellen sind erst mit dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz in der Fläche zumindest besprochen worden weil es dann für Verbrauchern sozusagen zugänglich gemacht wurde.

00:04:51: Wie war das damals?

00:04:52: Es gibt ja die spezifischen Schlichtungstellen in den einzelnen Professionen.

00:04:57: da werden wir dann bestimmt auch noch mal draufzusprechen.

00:04:59: und War das damals alles schon eingerichtet?

00:05:01: oder war das die Zeit in der das auch gerade erst so aufkam?

00:05:05: Tatsächlich

00:05:06: waren diese Verbraucherlichtungsstellen, da gab es schon einige deutschlandweit.

00:05:10: Die aber vielleicht auch noch nicht ganz so bekannt waren und dann eben erst durch das VSBW, durch dieses Verbraucherstreiberlegungsgesetz so richtig bekannt wurden soweit man bekannt sagen kann...

00:05:23: In Fachkreisen!

00:05:26: Da gab es schon einige, dass sich dann aber vermehrt auch, ich sag mal jemand darauf spezialisiert hat oder noch mehr Stellen geöffnet wurden.

00:05:35: Das fing natürlich dann noch mehr an.

00:05:37: Es waren schon einige da also die großen Erze was Energie betrifft, Restanwaltskammer... Also gibt's ja verschiedene Verbraucher und Schlichtungsstellen.

00:05:45: Die waren eigentlich schon da und wurden dadurch ein bisschen geregelt.

00:05:49: Das fällt gucken wir uns mal an was da alles da ist und wie das zusammenhängt denn Man kann relativ schnell den Überblick verlieren.

00:05:58: selbst wenn man sich damit beschäftigt gilt es schon irgendwie den überblick dann nochmal sich neu zu erarbeiten.

00:06:06: wofür ist was da und wie weit überlappt sich das und was soll dass eigentlich alles?

00:06:11: vielleicht gehen wir da schrittweise ran.

00:06:14: oder anders gefragt hast du heute noch nach deiner promotion mit.

00:06:18: Schlichtungsstellen zu tun, hat es dich auch dort zu einer dieser Schlichtungstellen verschlagen?

00:06:23: oder wo bist du gerade aktiv?

00:06:25: Ich hatte mir damals gedacht nach der Promotion wenn ich von der Uni weggehe wäre ja eigentlich so in dem schlichtungsbereich ganz schön.

00:06:31: da ich aber in der Gegend wohne wo schlichtung nicht so die große Rolle spielt und diese schlichtungen stellen sagen wir die zentralisieren sich.

00:06:38: das ist berlin dass ist münchen In Kehl und Frankfurt sind so die großen Player.

00:06:44: Das kam für mich nicht in Frage, das war einfach wirklich viel zu weit weg mit Prämie und wirklich verbunden.

00:06:49: Also dazu kam jetzt aber auch noch dass ich diese Verbraucherschlichtung stellen, dass auch nicht ganz der Bereich ist den Ich mir angeschaut habe.

00:06:57: also ich wollte bewusst weg von diesem Verbraucherbereich.

00:07:01: Der spielt auch eine Rolle bei meiner Betrachtung Aber er ist nicht der Fokus.

00:07:05: also das ist der Unterschied zu eigentlich Alle in anderen wissenschaftlichen Arbeiten aus dem juristischen Bereich im Bereich Schlichtung, da wird sich halt hauptsächlich mit dem VSBG beschäftigt.

00:07:15: Das habe ich mir gerade nicht so sehr angeschaut.

00:07:18: Mir ging es eigentlich um die Schlichtungen zwischen Privatpersonen, zwischen Unternehmen alles was außerhalb des Verbraucherschichtungsbereiches ist und wo es gesetzlich keine Regelungen gibt.

00:07:30: Darum ging's mir.

00:07:31: also das war der Bereich.

00:07:33: Wo man bis dato sagen könnte Wenn nicht Gericht, dann macht doch eine Mediation und Schlichtung spielt da keine Rolle.

00:07:41: Also das war sozusagen auch die Lehrstelle, die du vorgefunden hast?

00:07:44: Genau!

00:07:45: Also Schlichtungen außerhalb der Verbraucherschlichtung waren eigentlich allenfalls in Fachkreisen bekannt Eigentlich nicht.

00:07:52: Es wurde aber in der Praxis durchaus schon durchgeführt und das war mir wichtig, da auch denjenigen die das durchführen dieses Verfahren eine gewisse Grundlage zu geben weil dann natürlich Unsicherheiten bestehen wenn es keine gesetzliche Regelung gibt.

00:08:04: man versucht halt das Verfahren durchzuführen so gut wie's geht und die funktionieren ja auch.

00:08:09: also gerade in diesen Bereichen regelmäßig sehr gut diese Verfahren.

00:08:13: Aber wenn man natürlich kein Grundlage hat bleibt immer die Unsicherheit.

00:08:17: Und deswegen, um noch mal zurückzukommen bin ich tatsächlich dann in einem Bereich gelandet wo ich jetzt auch mit alternativen Verfahren zu tun habe aber nicht direkt.

00:08:27: also ich bin jetzt an staatlichen Bauamt im Erlangen-Nürnberg und da bin ich in der Rechtsabteilung.

00:08:33: Wir sind im Endeffekt die Anwälte des Freistaates Bayern als Bauherr.

00:08:37: Also wir kümmern uns so um die ganzen Bauten um die Uni in der ich vorher gearbeitet habe zum Beispiel Die Aufgaben, die ich dort wahrnehme sind sehr vielfältig.

00:08:47: Aber unter anderem geht es gerade im Baurecht ist das ja ein großes Thema wirklich darum wie kann ich da Konflikte außerhalb des Gerichtsverfahrens lösen?

00:08:54: Und das spielt eine sehr große Rolle

00:08:56: ohne dass Bauen zu unterbrechen.

00:08:58: Genau also die Kollegen haben da wirklich auch sehr großes Interesse an dem Wissen was ich habe mit diesem Bereich und es freut mich auch immer sehr, dass das doch sehr willkommen ist.

00:09:07: Es wird trotzdem noch relativ zahlhaft durchgeführt Also nicht nur bei uns jetzt in den Behörden sondern ja flächendeckend in ganz Deutschland.

00:09:14: Da

00:09:14: würde ich sagen, wir gucken uns das jetzt mal genauer an.

00:09:16: Was muss man zum Schlichtungsverfahren so auf der ersten Stufe auf jeden Fall wissen?

00:09:22: Was hat es damit auf sich auch vielleicht so in Relation zu gerichtlichen Verfahren, zur Schiedsgerichtsverfahren, zur Mediation, wenn man das mal so auf die obersten Stelle nimmt.

00:09:33: was macht das schlichtungs verfahren besonders?

00:09:36: Man sollte den Fokus erst mal darauf richten, was ist das Schlichtungsverfahren und was unterscheidet es von diesen anderen Verfahren?

00:09:42: Das ist immer so.

00:09:42: die erste Frage.

00:09:44: Was ist das jetzt eigentlich?

00:09:45: Achso, Schiedsverfahren!

00:09:46: Ein-Schlichtungs-Verfahren... Achso

00:09:48: Mediation?!

00:09:49: Nein, das ist schon immer ein bisschen schwierig für die, die damit nichts zu tun haben.

00:09:54: Also man kann eigentlich sagen, Schlichtung wenn sie so durchgeführt wird, wie ich es erarbeitet habe und wie auch einige Schlichtungsstellen das durchführen.

00:10:03: Und gerade auf die Schlichtung zwischen privaten und Unternehmen funktionieren?

00:10:07: Dann ist sie der Mediation doch sehr ähnlich!

00:10:10: Der Hauptunterschied ist eigentlich das Verfahrensmerkmal des Schließtungsvorschlags.

00:10:15: Es läuft alles auf einen Vorschlag hinaus?

00:10:17: Ja genau dass die Schichtungsperson einen Lösungsvorschlag unterbreitet und der ist nicht bindend.

00:10:23: Also das ist wirklich nur ein Vorschlag.

00:10:25: und das ist der große Unterschied auch zur Schiedsgerichtsbarkeit.

00:10:28: Wobei da noch andere Unterschiede bestehen, weil Schiedssgericht, ich sage mal, ein privates Gericht...

00:10:34: Genau!

00:10:34: Ist ein Richter, auch wenn er nur schiet.

00:10:36: aber der heißt halt Schiedstrichter?

00:10:38: Genau man kann noch ein paar andere Beurteilungsmaßstäbe da verwenden was es jetzt zum staatlichen Gericht auch noch ein bisschen unterscheidet.

00:10:45: Aber ansonsten ist es ja dem staatlichen Gerecht sehr ähnlich.

00:10:48: wohin gegen die Mediation, die Schlichtung und genauso auch wie alle, also Adjudikationen.

00:10:53: Was es noch für Verfahren gibt?

00:10:55: Es gibt da ja ewig viele alternative Verfahren.

00:10:58: Sich da schon unterscheiden, dass wir da eben nicht auf die Gesetzeslage unbedingt schauen sondern eher darauf schaue.

00:11:05: Also das ist primär diese Interessen der Parteien.

00:11:08: Das ist eben der Wesenscam, das ist mehr der Inhalt auch der Schlichtung.

00:11:13: Also insofern eigentlich der Mediation sehr ähnlich.

00:11:16: ich habe jetzt über die vielen Jahre immer mal wieder Mediaturen kennengelernt, die sagen Es ist ja die Lehre der Mediatur, keinen Vorschlag zu unterbreiten.

00:11:24: Aber ab und zu trifft man doch mal wieder welche, die sagen, wohnst du in meinem Vorschlag oder so?

00:11:28: Es soll Mediatoren geben!

00:11:29: Die reden da, Hugo.

00:11:31: Ich habe keinem

00:11:32: gesehen, der es nicht auch getan hat... aber das ist eine andere Diskussion unter Mediaturen.

00:11:38: Das was Mediation ... so ausdrücklich bewirbt.

00:11:42: Wir bringen keinen Vorschlag, wir machen keinen Lösungsvorschlag.

00:11:46: Wir erarbeiten nur das Prozedere wie sie eine Lösung erarbeiten können.

00:11:51: Das wird hier sozusagen abgeändert und gesagt, wir führen ein Verfahren durch, ein Schlichtungsverfahren.

00:11:58: Ich werde Fragen stellen, ich werde verschiedene Dinge tun als Schlichter.

00:12:01: Es läuft darauf hinaus dass ich einen Vorschlag unterpreite.

00:12:05: Den können Sie dann als weitere Diskussionsgrundlage oder als Entscheidungsvorlage nehmen?

00:12:12: Genau für eine eigene Einigung.

00:12:14: dann das spannende ist und deswegen habe ich diese Mediaturen angesprochen die zumindest sagen sie unterbreiten aber zu einem Vorschlag und ich denke

00:12:22: evaluative mediation im weitesten Sinne, die auch dazu stehen habe ich jetzt auch vor kurzem hier ja die frau büring-ule.

00:12:30: Die das ja auch offensiv vertritt und sagt evaluative mediation ist völlig in ordnung.

00:12:36: In der ordnung von mediation

00:12:38: kann man sich sicher darüber streiten.

00:12:40: deswegen gibt es ja auf die diskussion.

00:12:42: Ich denke Es Ist Ganz Ganz Wichtig dass man diese Unterscheidung oder auch diese begriffliche Unterscheiding vornehmt, nicht der Begriffe wegen.

00:12:50: Es hat eine andere Wirkung, ob ich auf einen Schlichtungsvorschlag hinarbeite oder auf eine Einigung zwischen den Parteien.

00:12:56: Wenn die Parteien wissen – Ich muss mich mit dem anderen einigen und der Mediator!

00:13:01: spielt im Endeffekt keine große Rolle, der ist halt da und leitet das Verfahren.

00:13:04: Und es ist sehr wichtig aber das ist ja für den Parteien regelmäßig gar nicht so bewusst.

00:13:09: dann versuchen die den gegenüber zu überzeugen von ihren Lösungsgedanken in die andere Partei.

00:13:14: Ins gut läuft!

00:13:14: Ich sage mal das ist eigentlich auch so die Zielrichtung der Gedanken der Parteien in dem Verfahren.

00:13:20: ne?

00:13:20: In dem Schlichtungsverfahren ist es ähnlich wie ein Gerichtsverfahren.

00:13:24: ich versuche den schlechter zu überzeugenden denn der schlichter macht ja dann mal einen Vorschlag und ich will ja dass er vorschlagt Einer ist, der auch meine Interessen vertritt oder niederscheht.

00:13:34: Das ist

00:13:34: auch tatsächlich so dass diese Dynamik dann wieder in Gang kommt weil das Schlichtungsvorschlag so ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt?

00:13:42: Oder ist es nur die Anwesendete Zielrichtung?

00:13:45: Ich kann es natürlich aus der Praxis nicht beurteilen, weil ich selber keine Schlichterin bin.

00:13:49: rein aus den Forschungen, die ich mir da betrachtet habe angesehen habe ist das einfach die psychologische Wirkung dieser Unterscheidung.

00:13:57: Das macht etwas auch mit der Offenheit der Parteien, denn wenn ich weiß, ich will den Schlichter überzeugen kann es sein dass sich manche Dinge mehr taktiere, mehr ähnlich wie im Gerichtsverfahren dann einfach mich verhalte nicht ganz so offen bin als vielleicht in der Mediation was wiederum natürlich Auswirkungen auf das Verhalten und das Handeln des Schlichtes hat.

00:14:16: Das wäre interessant weil doch noch der Unterschied ist.

00:14:19: bei Gericht interessiert mich die Gegenpartei.

00:14:23: Tatsächlich sage ich es mal gegen null, weil ich nur den Richter überzeugen muss.

00:14:27: Im Gegenteil, ich kann sogar noch bei dem einen oder anderen Argumentationsmuster Plétoyer wie auch immer noch dem Gegner eins auswischen in der Hoffnung er wird sich jetzt unfletig benehmen und sich beim Richter unmöglich machen.

00:14:40: Ich kann also ein bisschen provozieren oder so während hier im Schlichtungsverfahren mir ja doch noch Bedeutung zu haben scheint egal was der schlicht dafür einen schönen Vorschlag macht.

00:14:51: Letztlich muss auch mein Konfliktgegner noch zustimmen.

00:14:55: Genau!

00:14:55: Oder hast du herausgefunden, dass das schon doch eine Bindewirkung hat dieser entscheide Vorschlag?

00:15:01: Ja, dazu würde ich gleich kommen.

00:15:03: was ich in dem Zusammenhang aber noch sagen würde ist, dass es die große Herausforderung auch für den Schlichter je nachdem wie man es gegenüber den Parteien kommuniziert welche Rolle man als Schlichte hat und der Vorschlag nur ein Unverbindlicher ist und man sich ja trotzdem dazu einigen muss, dass der dann auch gilt als verbindlich.

00:15:22: Agieren dann auch die Parteien.

00:15:23: also durchaus kann es passieren und das ist eben bei diesen Verbraucherschlichtungsstellen manchmal der Fall, dass es wie fast in so einem Gerichtsverfahren rüber kommt diese Art und Weise wie's aufgezogen wird Und das kann diesen negativen Effekt haben den wir im gerichtsverfahren haben.

00:15:40: allerdings beim gerichts verfahren passt er so, weil er da ja so vorgesehen ist.

00:15:43: Aber jetzt im Schlichtungsverfahren würde er nicht so passen dass die Parteien eben gerade die Gegenseite nicht so einen Blick haben und nicht versuchen die zu überzeugen oder mit ihr zu arbeiten sondern eben nur mit dem Schlichter.

00:15:55: Und das muss der schlichter schon darauf hinwirken auch dass die partei miteinander hier wirkt und deswegen wird er oder sollte er es regelmäßig auch ähnlich wie in einer mediation aufbauen des Verfahrens ein bisschen diese Wirkung erhält.

00:16:12: Zu der Bindewirkung?

00:16:15: Ja, hat das eine faktische Binde-Wirkung, dass dieser Vorschlag dann erarbeitet ist?

00:16:19: Genau also das ist tatsächlich was in der Verbraucherstreitbeilegungen ja ein ganz großer Diskussionspunkt ist wo so die Gegner immer sagen ah das hat doch... Bindungswirkung.

00:16:29: Wenn der Verbraucher diesen Vorschlag bekommt, dann denkt er das ist eine Entscheidung und da muss die so annehmen.

00:16:34: Er kriegt es ja auch häufig online schriftlich und schaut wie ein Verdikt aus?

00:16:38: Also das ist tatsächlich was... Das hängt halt wirklich davon ab, wie es kommuniziert wird, wie das Verfahren abläuft, wie auch die Entscheidung beziehungsweise der Vorschlag aussieht.

00:16:49: Ich glaube sechs Schlichtungsstellen habe ich evaluiert.

00:16:52: Da hab ich Interviews geführt mit den Leitern dort und den Bearbeitern und mir eben auch diese Vorschläge angeschaut.

00:17:00: Und tatsächlich war nur eine Schlichtungsstelle dabei, die einen Vorschlag hat der vom Aufbau her anders ist als eine Gerichtsentscheidung.

00:17:08: Alle anderen haben sich sehr an dieser Struktur der Gerichts-Entscheidungen orientiert.

00:17:13: das kann natürlich auch so eine Wirkung erzeugen dass man sagt also was jetzt vorliegt das muss ich ja jetzt so hinnehmen Die Diskussion geht ja noch weiter dass man dann sagt Dann haben sie auch keine Lust mehr vor Gericht zu ziehen weil Sie ja sagen es ist bindend Das Gericht würde eventuell genauso entscheiden oder ich kann gar nicht mehr.

00:17:30: Ich sage mal, dieser kleine Bereich würde ich sagen das ist so diese Gefahr.

00:17:33: aber die meisten Schlichtungsverfahren und die die auch außerhalb der Verbraucherschlichtung wären schon so durchgeführt dass diese Wirkung nicht entsteht.

00:17:42: da achten dann die schlechte Auto

00:17:44: Und gibt es vor Regeln oder Übungen wo diese Unterschiede von Schriftlichkeit und Mündlichkeit des Verfahrens, eine Rolle spielen und formalisiert sind.

00:17:55: Also während Mediation ja doch recht, sag ich mal pranschenabhängig ist ob das sehr schriftlich abläuft oder alles nur im Gespräch letztlich und per Handschlag weil man keine komplexe Entscheidung treffen muss sondern eher wieder sagt okay Beziehung es wieder hergestellt.

00:18:12: Ist das im Schlichtungsverfahren üblich dass das schriftliche läuft?

00:18:16: Schlichtungsvorschlag schriftlich erfolgt?

00:18:19: Also auch da ist es unterschiedlich eben nicht wie in der Mediation, wo sind wir und welchem Anwendungsbereich.

00:18:25: Also gerade die Verbraucheschichtung fällt ein bisschen aus dem Rahmen aus diesem Konstrukt weil die regelmäßig schriftlichen abläuft also komplett schriftliche manchmal noch mit einem Telefonanruf oder so.

00:18:38: das kann man doch sein.

00:18:39: aber so mündliche Verhandlungen, so müntliche Termine gibt es da eigentlich eher weniger.

00:18:45: Wohin gegen jetzt außerhalb der Verbraucherschlichtung?

00:18:48: Eigentlich ist eher wie in einer Mediation abläuft und da kann man dann, denke ich auch sagen, je nachdem, in welchem Bereich man sich befindet wird es dann vorwiegend auch persönlich dazwinden – vor Ort oder zumindest via Videokonferenz.

00:19:01: aber der Schlichtungsvorschlag selber das ist etwas.

00:19:04: also das würde auch empfohlen immer schriftlich zu unterbreiten.

00:19:08: Also, eine Schlichtung ist ein offizielles Schlichtungsverfahren.

00:19:14: Eine Schlichtung habe ich auch in vielen anderen Bereichen.

00:19:16: Ich habe aber auch in der Schulschlichtung tatsächlich.

00:19:18: Da gibt es ja Schichtepersonen oder die heißen in den Ländern auch unterschiedlich wo die Kinder... dazu ausgebildet werden.

00:19:24: Das ist auch eine Schlichtung regelmäßig.

00:19:27: Wenn die sozusagen einen Vorschlag machen, das ist immer diese Idee wenn die älteren Schüler dann bei Schlichtungen mit jüngeren Schülern im Vorschlag unterbreiten oder sagen so läuft es hier bei uns bitte dran halten?

00:19:38: Genau und die wären natürlich kein schriftlichen Schlichtungsvorschlag unterbringen.

00:19:43: Josephine vielleicht dass wir das ein bisschen einordnen können, die jetzt in diesem ganzen gesellschaftlichem Angebot von Konfliktbearbeitungsmethoden nicht so bewandert sind.

00:19:53: Wir haben schon jetzt immer die Verbraucherschlichtung benannt und da gibt es das Verbrauchertreitbeilegungsgesetz, dass die Schlichtung auch drinnen vorsieht.

00:20:01: Aber das ist nur ein Teil der Verbrauchschlichtung!

00:20:04: Und dann gibt es die Nichtverbraucherschlichtungen, das womit du dich beschäftigt hast.

00:20:08: wenn also private oder Unternehmen eine Schlichtungen durchführen wollen bei denen eben kein Verbrauchar dabei ist vielleicht das noch mal ein bisschen auseinander nehmen.

00:20:19: Genau,

00:20:20: man kann natürlich auch eine Schlichtung mit einem Verbraucher durchführen also auf diese Konstellation.

00:20:24: Unternehmerverbraucher außerhalb der Verbraucherschlichtungsstellen gibt es natürlich auch.

00:20:28: Also kann man genauso durchfühlen.

00:20:30: hier kann man eigentlich sagen also gerade wer jetzt Mediator ist da kann sich da eigentlich an der Mediation orientieren dass wo meine mediation machen können da kann man auch eine schlichtung machen.

00:20:39: das ist eigentlich sehr vielfältig einsetzbar.

00:20:42: von den konflikten her kann eigentlich alles mögliche inhalt so eine schichtungsverfahren sein.

00:20:47: Das einzige was halt jetzt, ich sag mal bei dem Schlichtungsverfahren gleich ein bisschen besonders ist dass wir nur für diese Verbraucherstreitbeilegungstellen.

00:20:57: Für die Verbraucher schlichtungsstellen das VSBG haben und für alle anderen Stellen.

00:21:02: also es gibt dann noch ein paar vereinzelte Sonderregelungen.

00:21:05: so dieser wird unterschiedlich verwendet.

00:21:08: aber so Ombudstellen in verschiedenen Einrichtungen oder so gibt's da auch.

00:21:12: Aber das geht regelmäßig in die Richtung Verbrauchschlichtung Genau, also da gibt es verschiedene Organisationen die auch da verschiedene Anwendungsfälle anbieten oder für verschiedene Anwendungsfällen da die Schlichtung anbiet.

00:21:25: Von daher kann man jetzt gar nicht sagen das ist nur in dem Bereich oder nur in diesem Bereich sondern es ist total vielfältig.

00:21:31: Dass wir einen Überblick bekommen oder zumindest so eine Aufzählung in welchen Bereichen für Verbraucher besondere Schlichtungsstellen Existieren, Schlichtungsverfahren.

00:21:44: Du hattest schon Energie genannt für die Personennahverkehr?

00:21:48: Kann ich gar nicht alle ausmöglich weil das sind... Ich weiß gar nicht wie viele es sind.

00:21:51: also

00:21:52: wir reden wahrscheinlich über Dutzende, über zwei Dutzend.

00:21:55: Ja genau.

00:21:56: Also es sind sehr sehr viele und da gibt's auch eine Übersichtstabelle wo die Adder drin stehen.

00:22:02: Das ist jetzt seit er schon eine Weile von mir her ja übers Ministerium läuft dass die haben da die Tabelle

00:22:07: Genau.

00:22:08: Das bringe ich mit in die Show-Notzahlen, aber das ist sozusagen auch wenn es gar nicht dein Arbeitsgebiet ist, um das einzuordnen und auch deutlich zu machen als Bürger-, als Verbraucher bin ich in einer Gesellschaft deren Angebot Konflikt zu vermitteln oder zu lösen schon dass allein im Studium wert ist.

00:22:25: Wenn man da jemand durchsieht weil es wirklich nicht mehr so ganz einfach ist was man eben sagen kann Ich komme mit meinem Handwerkskoffer nicht weiter dann gehe ich halt zur Gericht.

00:22:36: Sondern heute kann man wirklich ein sehr komplexes ausgefeiltes System sehen, das mehr oder weniger aufeinander abgestimmt ist.

00:22:45: Ja definitiv da könnte ich noch weitere drei Stunden füllen mit diesem Thema weil das tatsächlich auch was ist, was mich beschäftigt dass es eben für den Einzelnen, der ein Konflikt hat.

00:22:55: Egal ob das die Privatperson ist, ob das ein Unternehmen ist oder ob das eine Behörde ist einfach der Überblick fehlt.

00:23:04: wo kann ich jetzt hingehen mit meinem Konflik?

00:23:06: Ich will vielleicht gerade nicht zum Anwalt gehen oder ich will nicht zu Gericht gehen habe manchmal auch die Angst wenn ich zum Anwand gehe bin ich gleich bei Gericht.

00:23:15: da gibt's ja ganz unterschiedliche Haltung auch

00:23:17: was der Praxis überhaupt nicht mehr entspricht.

00:23:23: Ich weiß nicht, wie viele Anwälte, also müsste man wahrscheinlich mal eine Erhebung machen.

00:23:26: Mittlerweile wirklich da auch Empfehlen in andere Richtungen noch?

00:23:31: Das ist ja eigentlich... Also es sind sie dazu verpflichtet, machen trotzdem nicht alle Anwälder aber doch sehr, sehr viele mittlerweile die wirklich nicht nur das Gerichtsverfahren empfehlen sondern auch einen Überblick über den anderen Verfahren haben.

00:23:43: Deswegen ist natürlich der Anwalt schon oder die Anwältin ein guter Anlaufpunkt um da sich orientieren zu können.

00:23:50: Aber ich wäre sicher sehr förderlich, wenn man eine Möglichkeit hätte für den Bürger oder auch Vereinrichtungen so wissen wie kann ich jetzt weiter vorgehen mit welchen Verfahren und da so eine Anlaufstelle mal zu haben oder Informationsmöglichkeit?

00:24:06: Im Grunde ist es ja tatsächlich nicht nur der Anwalt der immer noch Anlauf Stelle Nummer eins ist für eskalierte Konflikte würde ich schon sagen in der großen Anzahl.

00:24:17: Er prüft, ist das hier überhaupt was für mich?

00:24:19: Und dann schickt er den manchmal dorthin oder dorthIN.

00:24:21: auch Mediatoren sollten so eine Phase der Prüfung drin haben, ist nicht vielleicht doch Gericht- oder anwaltliche Beratungen jetzt nötig, Ist nicht vielleicht auch Schlichtung, das passende?

00:24:34: weil ein Schlichtungsvorschlag wenn ich ihn selber nicht erbringen will wäre einfach nochmal Das passendere, wenn ich das mir so anhöre vielleicht sogar auch von allen Seiten.

00:24:44: Aber auch um zu wissen und da wäre ich bei dem Motto was ist dafür Mediaton interessant dass es ein Schlichtungsverfahren gibt.

00:24:52: für Fälle die eben auch mediativ bearbeitet werden können kann ich als Mediator einfach sagen dann mache ich halt hier einen schlichtungs verfahren.

00:24:59: also wenn nichts ist so ein schriftlichen Vorschlag kriege ich auch noch hin.

00:25:04: ja ja also durchaus

00:25:06: mehr.

00:25:06: es ist nicht.

00:25:07: Also, mehr ist es nicht.

00:25:10: Genau wie man's nimmt!

00:25:13: Ich kann's noch hübsch machen und ein bisschen detaillierter formulieren aber de facto ist es so dass ich auch als klassischer Mediator der peinlichst darauf trainiert ist ja nicht auch nur durchblicken zu lassen was eine kluge Idee wäre einfach sagen kann okay jetzt war ein Vorschlag in den nennies halt schlichtungsverfahren.

00:25:35: hey du jetzt ist ein guter Zeitpunkt, dein Smartphone zu nehmen und eine Sternebewertung zu hinterlassen.

00:25:44: Vielleicht sogar auch einen kleinen Kommentar zu dieser Episode und wie es dir hier bei dem Podcast gefällt?

00:25:52: Und mit dem Podcast geht's jetzt weiter!

00:25:56: Tatsächlich versuche ich da auch immer die Mediaturen so bestärken auf diese Verfahren anzubieten weil das voll und ganz ihrer Kompetenz entspricht Also mit einer Mediaturnausbildung, eine schlichte Ausbildung als solches gibt es nicht.

00:26:09: Es wird vereinzelt mal angeboten da, als Mediator vielleicht aufzusatteln oder so.

00:26:14: Das gibt zum Beispiel auch Ausbilder als Konfliktlöser die umfassen ein bisschen näher verfahren, nicht nur die Mediation aber an sich.

00:26:21: den Schlichten wie es dem Mediators gibt, gibt's nicht als Ausbildung und deswegen ist das durchaus finde ich ein sehr gutes Feld für Mediaturen sich in diese Richtung noch zu entwickeln.

00:26:32: Aber man sollte trotzdem vorsichtig sein, also zum Beispiel während des Verfahrens dann zu sagen jetzt mache ich doch einen Vorschlag.

00:26:39: Das hat dann wieder diesen Hintergrund was ich für uns schon erzählt habe mit der Perspektive wie gehen die Parteien in dieses Verfahren rein?

00:26:47: Wenn sie von Anfang an denken ist es eine Mediation und damit rechnen Sie bekommen keinen Vorschlag und sich intensiv öffnen und versuchen... eine Lösung vielleicht zu finden.

00:26:57: und dann sage ich auf einmal als Mediator, ach jetzt habe ich vielleicht sogar noch in den einzelnen Gesprächen Infos erfahren.

00:27:03: Na ja, dann mache ich jetzt mal einen Vorschlag aus diesen ganzen Infos.

00:27:06: das kann schon problematisch werden.

00:27:08: Entsprechend nicht der vertraglich vereinbarte Leistung ganz juristisch gesprochen.

00:27:12: Psychologisch von der Verwirkung her kann es problematischer werden Und ich könnte dann eventuell auch Informationen verwerten, die die Parteien gar nicht geäußert hätten wenn sie gewusst hätten dass ein Vorschlag am Ende steht.

00:27:23: Man sollte von Anfang an klarstellen in welches Verfahren man jetzt geht und sich dessen auch bewusst sein das diese zwei Verfahren Mediation und Schlichtung trotzdem auch wenn es sich im Ablauf sehr ähnlich sind von der Wirkung her doch... etwas unterschiedlich sind und dementsprechend auch unterschiedlich ausgestaltet werden sollten.

00:27:41: In dem Zusammenhang kleiner Werbeblock, nicht für mich sondern ein Sich mal die ganzen Ausbildungsstellen.

00:27:47: das ist natürlich etwas was gerade fehlt so eine Aufsattelung als Schlichter.

00:27:51: also das wäre durchaus ein Ausbildesangebot was man hier noch geben könnte weil Philly Mediatur natürlich dann da fühle ich mich jetzt auch nicht fit dazu so ne Schlichtung durchzuführen.

00:28:00: worauf muss ich denn da achten?

00:28:01: Was muss ich da machen?

00:28:02: Der Punkte ist, glaube ich wirklich noch auch eine Lehrstelle.

00:28:05: Was jetzt das heißt?

00:28:06: Wenn nicht das Ändere die einseitige Änderung des Vertrages.

00:28:10: Jetzt gibt es keine Apfel mehr wie vereinbart sondern eine Birne.

00:28:13: noch dazu ist er schon von der Warte her nicht machbar.

00:28:16: aber selbst wenn Parteien und dem Mediator während des Verfahrens dann sagen also gut da machen wir doch ne Schlichtung draus war.

00:28:23: Ich merke dass sie mich immer wieder anfragen was ich davon halte.

00:28:27: Ich habe da auch prinzipiell gar nichts dagegen, so als evaluativ arbeitender Mediator bin ich da also relativ locker drauf.

00:28:34: Aber ich würde das gerne in eine geordnete Bahn führen und wir machen das jetzt ein zusätzliche Variante von Schlichtungsverfahren.

00:28:42: Ich will mich auch absichern dass meine Vorschläge oder auch einen Gesamtvorschlag wirklich ihr Arbeiter willen entspricht, dass sich das überhaupt tue unabhängig vom Inhalt.

00:28:51: Und dann ändern wir gemeinsam während der Konfliktbearbeitung das Verfahren oder ergänzen es.

00:28:58: Mit Blick auf Vertraulichkeitsabsprachen, Vertraulicherungsregelungen dass das im Gericht nicht verwertbar wird.

00:29:07: was ändert sich jetzt für die Parteien und für den Mediator wenn sie zusätzlich oder parallel anreichend stattdessen ein Schlichtungsverfahren tun?

00:29:16: Es gibt ja kein schlichtungsgesetz.

00:29:18: wie das mediationsgesetz.

00:29:20: An sich ist das natürlich durchaus möglich, also man kann das wenn sich alle darüber einig sind den Vertrag entsprechend ändern.

00:29:27: Den Vertragsinhalt ich denke das wichtigste worauf man wirklich achten sollte und nicht nur als Schichter darauf achten sondern auch es auch tun ist die Partei darüber aufzuklären was sich jetzt ändert ganz konkret und was dass auch für Auswirkungen hat.

00:29:41: wenn ich jetzt einen Vorschlag unterbreite fängt im Endeffekt schon damit an, welche Informationen aus dem bisherigen Verfahren kann ich verwerten für diesen Vorschlag und welche vielleicht gerade nicht.

00:29:53: Also das ist etwas.

00:29:54: wenn man wirklich im Verfahren wechselt sollte man das auf jeden Fall klären dass die Parteien dann sagen okay also diese Information Das möchte ich nicht, dass das auf dem Tisch ist.

00:30:04: Oder auch dieser Vorschlag, den ich gemacht habe oder dieses Lösungsangebot, was ich gemacht hab... ...das gilt dann aber nicht wenn Sie den Vorschlag machen als schlichter?

00:30:12: Das will ich nicht als Vorschlag sehen!

00:30:14: Das ist in der Zeit sehr wichtige Komponenten.

00:30:16: Ist denn ein Schlichtungsvorschlag und wenn es kein Gesetz gibt wird's wahrscheinlich in der Hoheit der Beteiligten liegen.. ..aber ist der per se Vertraulichkeits inkludiert?

00:30:29: Also ist das vertraulicher Vorschlag hat der prinzipiell andere Wirkungen und kann von dritten eingesehen werden etc.

00:30:39: An Vertraulichkeit ist natürlich so ein Thema, ne?

00:30:43: Letzte Frage dazu!

00:30:46: Da trennen sich die Geister.

00:30:48: also das ist ja ganz schwierig.

00:30:49: Prinzipiell ist das gesamte Verfahren ja vertraulich zumindest wenn man es vereinbart und das ist natürlich das Problem in der Schlichtung.

00:30:56: Man kann sagen Es gibt eine gewisse Rundvertraulichheit.

00:30:59: Die ergibt sich einfach schon aus dem ganz normalen gesetzlichen BGB-Regierung und auch aus dem Grundgesetz, man sagt Vertragsfreiheit im Rahmen unseres Vertragsschlusses.

00:31:09: Denn das ist ja letztlich die Hinführung auf einen Vergleichsschluss habe ich auch den Anspruch.

00:31:15: da muss sich darauf achten dass ich eine gewisse Vertraulichkeit war.

00:31:19: Ich sage mal es ist ein Minimum.

00:31:21: wenn man darüber hinaus noch mehr Informationen gewahrt haben möchte, dann sollte man das auf jeden Fall regeln am Anfang des Verfahrens.

00:31:29: Und da kommt es ganz drauf an was man genau regelt.

00:31:31: der Erschlichtungsvorschlag selber ist inso weit vertraulich.

00:31:35: also wenn man das so redet entsprechen dass er eben jetzt nicht nach außen gegeben wird.

00:31:40: aber es fängt natürlich schon damit an was ist wenn ich vor Gericht ziehe wenn ich gegen diesen Vorschlag vorgehe aus welchen Gründen auch immer weil ich sage der andere hat mich da getäuscht oder der Schlichter hat mich dargetäuscht Also nicht gegen den Vorschlagvorgang, sondern gegen die Einigung, die wir dann abgeschlossen haben.

00:31:55: Dann muss ich ja dem Gericht das schon mal vorlegen und dann stellt sich die Frage, wenn ich eine Einigung habe genauso wie mit der Zunsverfahren auch?

00:32:03: Die Parteien haben sich geeinigt, das Gericht muss auslegen aber für die Auslegung braucht sie nähere Informationen und diese Informationen rühren natürlich aus dem Verfahren in diesem Fall dann aus dem Schlichtungsverfahren.

00:32:16: Ist das jetzt etwas, was sensibel ist?

00:32:18: Was der Vertraulichkeit unterliegt oder eben nicht.

00:32:21: Also das sind sehr komplizierte Fragen gerade zur Vertraulicherheit und an sich kann man schon sagen – und das sollte man auch so regeln wirklich ausdrücklich, dass der Schlichtungsvorschlag erstmal vertraulich ist dass das Verfahren total traurig ist, also da gilt genauso wie im Mediationsverfahren auch.

00:32:38: Ich wacke jetzt einfach mal sozusagen ohne große Prüfung außer was so hier im Hinterkopf passieren kann während des Gesprächs.

00:32:45: Ist das Schlichtungsverfahren nicht auch unter das Mediationsgesetz subsumierbar?

00:32:51: Fassbar!

00:32:52: Weil es ja ein Konfliktbearbeitungsverfahren ist, das auf einer Entscheidung hinzulaufen soll und wer der dritte keine Entscheidungskompetenz hat.

00:33:01: Was für den Schlichter ja zutrifft.

00:33:03: Und damit wäre im Grunde genommen diese Form von Schlichtungsverfahren, die wir gerade so behandelt haben juristisch vom Mediationsverfahren mit der besonderen Regelung der Beteiligten das der Dritte einen Vorschlag machen kann.

00:33:19: Also ich finde das eine sehr spannende Frage weil ich tatsächlich also dieser mir noch nie gestellt habe bei mediationsgesetz umfasst mich die Mediation als Begriff ja schon wenn Anschau, wie die Begriffsbestimmung ist im Rahmen des Mediationsgesetzes.

00:33:36: Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren bei den Parteien mithilfe eines oder mehreren Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehnliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.

00:33:49: Dann würde ich im ersten Moment sagen ja das passt!

00:33:53: Im zweiten wenn ich mir dann den Absatz zwei anschaue Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person Ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt, hätte ich hier jetzt schon Probleme.

00:34:06: wenn ich sagen würde, da fallen wir eigentlich raus.

00:34:09: Weil wir keinen Mediator haben und damit können auch das Mediationsgesetz nicht anfassen.

00:34:13: Genau!

00:34:14: Wir werden es nicht ausdiskutieren können?

00:34:16: Nee

00:34:16: man kann natürlich die Frage stellen also ohne Entscheidungsbefugnis der Schlichte gibt ja eigentlich auch keine Entscheidung sondern ist eher ein Vorschlag.

00:34:24: Also man kann durchaus diskutieren wäre sicher mal einen Aufsatz wert sich das anzuschauen genau ob man's vielleicht darunter fassen könnte.

00:34:32: Also man kann definitiv sagen, dass so diese Inhalte des Mediationsverfahrens in großen Teilen also die meisten Sachen wirklich übertragen werden können.

00:34:41: Wir haben ja von der Mediation eine Vorstellung kultiviert innerhalb der Mediatorenschaft, die sehr stark von der mediation herrührt und nicht zu sehr von der Juristerei.

00:34:50: Der Gesetzgeber hat sich doch sehr zurück gehalten und hat dort eine abstrakte Formulierung gewählt, in der Zukunft die Rechnung tragen sollte, dass eben noch nicht alle Methoden gefunden wurden.

00:35:04: Noch nicht alle Kniffe und Tricks auch angewendet werden und die Standardisierung des Mediationsverfahrens keineswegs abgeschlossen ist.

00:35:13: Kurz sie hat das genaue Säuneentwicklung offen gehalten um zumindest die gesetzlichen Regelungen anzuwenden ohne aber auch Unterschiede innerhalb der Mediation zuzukraben.

00:35:25: also Standard gerne, aber es gibt eben mehrere möglichen Standards.

00:35:28: Und eine ganz ähnliche Diskussion daher komme ich drauf ist ja um diese evaluative Mediation die dann auch gesagt wird Ja das machen die da in Amerika oder so Aber hier bei uns macht man sowas nicht, aber das ändert ja nichts daran dass das Gesetz genau das hergibt und das möglich ist.

00:35:43: und Ich finde gerne das darf auch schlichter weiterhin heißen, aber Das mediationsgesetz gilt zumindest als grobe Orientierung für das was gilt.

00:35:52: Das würde ich definitiv sagen wie du sagst grob Orientierung.

00:35:56: Also das finde ich gut, weil es doch... also ich habe auch in meiner Promotion einige Paragraphen aus dem Mediationsgesetz geprüft, ob man die übertragen kann und es gibt halt im Einzelnen aufgrund dieser Wirkung, die wir vor uns besprochen haben schon Abweichungen.

00:36:11: Da muss man dann schon manchmal das ein bisschen anders auslegen aber so im Groben kann man auf jeden Fall sagen, das was ich als Mediator bis dahin gelernt habe.

00:36:21: Das was sich über das Mediationsgesetz anwende, dass kann ich für die Schlichtung eigentlich auch sehr gut übertragen?

00:36:27: Ja also dann wird es doch wahrscheinlich einfach ein Aufsatz werden müssen wo man da nochmal tiefer geht und eine zweite und dritte Stufe.

00:36:34: jedenfalls sollten die Regelungen zum zertifizierten Schlichter nicht anwendbar sein und aufgrund einer Gesetzeslücke jetzt da das gleiche noch mal unter falschen Vorzeichen durchführen.

00:36:46: Josephine, was ist noch wichtig?

00:36:48: Wenn wir uns so dem Thema nähern auch vielleicht mit Blick in die Zukunft.

00:36:52: Was ist wichtig da gewahrt zu werden?

00:36:55: Ist das eine reine Fachdiskussion, die noch gar nicht begonnen hat?

00:36:58: Ist es ne echte Bereicherung für den Konfliktmarkt, für den konfliktbearbeitungsmarkt?

00:37:05: weil endlich dass, wonach ja Konflikparteien auch streben und bei Mediatoren immer sozusagen auf Granit beißen sich vieles einfallen lassen, wie würde der Kerl denn das machen?

00:37:18: oder die Frau?

00:37:20: Aber irgendwie hat sie nur gelernt kein Vorschlag zu unterbreiten.

00:37:23: Ist Schlichtung da wirklich noch mal für die Praxisten Verfahren was viel anschlussfähiger ist weil es Orientierung bieten kann?

00:37:32: Also tatsächlich habe ich sogar ein paar Kollegen, die behaupten, Schlichtungen ist das Verfahren, was die größte Anwendung hat.

00:37:38: vielleicht jetzt noch nicht aber was auf jeden Fall sehr zukunftsfähig ist und zukunftschwäger als die Mediation Und dort, wo jetzt die Mediation ihre Grenzen hat und deswegen vielleicht auch in der Zahl der Anwendung irgendwo ins Stockengerät.

00:37:53: Dort könnte die Schlichtung durchaus die Alternative darstellen um eben noch breitere Angebote zu haben.

00:38:01: also ich persönlich bin auch der Meinung dass schon allein jetzt aus meiner Praxis in der Behörde merke ich immer wieder das Bedarf der Partei nach einem Vorschlag ist einfach sehr hoch ist.

00:38:12: nicht nur, dass einige sagen da wie sollen wir denn zu einer Lösung kommen.

00:38:15: Wir haben doch ich schon die ganze Zeit verhandelt und sind nie zu einer Lösung gekommen.

00:38:18: wieso soll das jetzt so ein Mediator ändern?

00:38:20: Ich meine die Diskussion kennt jeder Mediatur und muss das immer wieder ausräumen.

00:38:25: wieso das trotzdem was bringen?

00:38:26: aber wenn man natürlich von Anfang an sagen kann es gibt einen Vorschlag am Ende ob der dann tatsächlich kommt also das ist ja auch eine Besonderheit im Schlichtungsverband oder...

00:38:34: Den müssen sich die Konfliktparteien erst mal erarbeiten.

00:38:37: diesen Vorschlag

00:38:38: Ja genau in gewisser Weise Der muss ja nicht kommen.

00:38:41: Also ich kann den Schlichtungsverfahren auch durchführen und es wird auch immer das Ziel des Schlichtes sein, zunächst die Parteien dazu zu bringen dass sie sich einvernehmlich einigen ohne einen Vorschlag.

00:38:51: von daher sind wir ja wieder bei der Mediation sage ich mal bis zu diesem Punkt und ich glaube dass das vielen Parteien den Interessen vieler Parteien viel mehr entspricht.

00:39:00: noch wie gesagt ist hat auch die gewissen Nachteile dass man als schlichter auf vielmehr darauf hinarbeiten muss dass sich die Partein öffnen an seinem eigenen Vertrauen.

00:39:10: Also die Parteien müssen natürlich dem Schlichter vertrauen, wenn er ein Vorschlag macht.

00:39:14: Die nehmen die nur an, wenn sie sagen der ist kompetent dafür diesen Vorschlag so zu unterbreiten.

00:39:19: Der war auch ansonsten zuverlässig und hat sich uns gegenüber gut bewährt.

00:39:24: Er hat sich bei uns kompetend gemacht indem er uns die Dinge abgefragt hat, die er gefragt hat.

00:39:30: Die Dündarmik finde ich besonders interessant weil der Schlichtungsvorschlag klar vom Schlichter kommen muss.

00:39:36: aber er kann es um die Bedingungen stellen dass das Verfahren so läuft, wie er das benötigt dafür.

00:39:42: Und damit sind die Parteien nicht – wie bei Gericht sozusagen außen vor und können das einem Rechtsbeistand überlassen?

00:39:50: Die Fachsprache da zu führen, sondern sie sind gefragt und müssen sich ihren Schlichtungsvorschlag

00:39:56: erarbeiten.".

00:39:57: Mir gefällt das immer mehr.

00:40:00: Das ist super!

00:40:01: Ja, ich bin auch total begeistert wie man merkt im Rahmen der Promotion bin ich an diesen Punkt gekommen wo ich mir ja die Frage stellen musste was sind denn überhaupt die Verfahrensprinzipien dieser Schlichtung?

00:40:10: In der Mediation haben wir über das mediationsgesetz gewisse Verfahrensprinzipie.

00:40:14: das Gerichtsverfahren hat Prozessprincipien aber es gilt nur für die Schlichtungen.

00:40:18: Da wäre wieder unser Aufsatz besonders spannend weil da jetzt nicht mehr nur das schlichtungsverfahren unter das mediationsgesetz schlüpfen könnte, sondern wenn das passiert dann müsste es sich auch an diesen Prinzipien orientieren.

00:40:32: Ach, das ist wiederum ein Nachteil wahrscheinlich.

00:40:34: Das ist schon schwierig.

00:40:35: Ja genau, zumal!

00:40:36: Ich bin zwar in vielen Punkten auf der Linie der Mediation.

00:40:39: also gerade die Freiwilligkeit, die Neutralität und die Vertraulichkeit sind so drei großen Prinzipien die ja in der Mediation auch gelten.

00:40:47: ich habe aber bei der Schlichtung durch diesen Schichtungsvorschlag noch ganz stark, es muss auf jeden Fall sehr stark informiert werden und transparent gemacht werden.

00:40:57: Wo ich eben bei so einem Prinzip der Informiertheit bin was wirklich ein sehr wichtiges Prinzip in dem Schlichtungsverfahren ist und dazu kommt das was du gerade angesprochen hast dass die Parteien sehr aktiv da auch mit dabei sind dieses Prinzip der Mitsprach habe ich es genannt Das sich nicht nur auf das Verfahren bezieht wie bei der Mediation auch sondern eben auch auf den Vorschlag eine Mitsprache.

00:41:21: Es ist nicht wie bei Gericht, wo dann einfach eine Entscheidung ergeht sondern es ist schon ein Vorschlag der auf den Interessen basiert die die Parteien vorbringen, die die zeigen und der im Nachhinein ja auch wieder erst mal angenommen werden muss.

00:41:34: also die Mitsprach ist sehr wichtig da.

00:41:37: Also hier wird mir noch einen Unterschied zwischen Schlichtung und Mediation ganz besonders wichtig werden.

00:41:42: ich bin ein Freund in der Mediation nur die Parteien in der Mediationen den Blick zu nehmen.

00:41:48: Die Erlaubnis der Mediation ist sozusagen sehr individual orientiert, nur dieser Konflikt und diese Parteien dürfen im Rahmen des Rechtmäßigen alles vereinbaren was für sie wichtig ist.

00:42:01: Es ist keine Entscheidung die Ausstrahlungswirkung hat auf andere Konflikte oder auf andere Personen andere Konstellationen.

00:42:09: also ein radikaler Schnitt zum gerichtlichen Urteil.

00:42:12: bei einem Schlichtungsverfahren könnte jetzt die schlichter Person Wertentscheidungen, was auch noch klug wäre aus der Perspektive YZ und noch jemand anderem mit hineinarbeiten.

00:42:28: Und sagen das ist ein Schlichtungsvorschlag, der ist tragfähig und hat auch Nachbarn oder umliegende Personen mit im Blick.

00:42:35: Das ist einfach mein Vorschlag als Schlichter wenn ich das machen darf?

00:42:39: Wenn sich die Parteien das zumuten lassen müssen Und da könnte man nochmal das Schlichtungsverfahren auch profilieren in Abgrenzung bringen zum Mediationsverfahren.

00:42:49: Es ist nicht nur der Vorschlag, sondern auch das was in den Vorschlag hineingearbeitet wird?

00:42:54: Definitiv!

00:42:54: Also dass es auch ein wichtiger Punkt inwieweit da ich sage mal auch Allgemeininteressen mit rein gespielt werden kann.

00:43:02: Natürlich gilt auch da wie in der Mediation erstmal ist das wichtig was die Parteien vereinbaren aber letztlich führt das alles auf den Kerngedanken zurück der Schlichtung.

00:43:11: Wofür mache ich diese Schlichtungen?

00:43:13: Ich will eine Lösung haben, die beigelegt wird, die also auch für die kommende Dauer zählt und auch tragfähig ist.

00:43:22: Und wenn ich für diese Lösung aber allgemein Interessen habe, die da berührt werden, dann ist es sinnvoll, wenn ich die durch einen Schlichter auch mal reinbringen kann.

00:43:31: Denn dann ist die Chance ja noch größer, dass sie auch aufs Dauer

00:43:35: besteht.".

00:43:36: und vielleicht nicht nur die Parteien sich auch eine Lösung geeinigt haben, die in der Praxis wenn es dann um allgemeinen Interessen geht, die dann mit berührt sind, vielleicht gar nicht bestehen kann.

00:43:46: In manchen Fällen ist das ja durchaus der Fall.

00:43:49: also es ist eine Möglichkeit das mit reinzubringen.

00:43:53: Trotzdem muss er schlichter natürlich sich an den Parteiinteressen orientieren.

00:43:56: Also dass es nach wie vor Maß geben zu wie in der Mediation auch.

00:44:00: Wenn er jetzt sagen wir einen Vorschlag unterbreitet Total gegen die Parteiinteressen geht, dann wird ja auch keine zukunftsfähige Lösung sein.

00:44:10: Also da ist noch einiges offen.

00:44:12: wir werden diesen Aufsatz irgendwie in Angriff nehmen.

00:44:17: Für den Podcast sind wir jetzt erst mal soweit durch.

00:44:20: ich muss sagen vielen dank das war heute wirklich einen Erhellungsgespräch.

00:44:24: Ich habe heute viele Sachen neu gelernt.

00:44:27: Ja das war ein Feuerwerk an Ideen, die der Podcast geliefert hat für ein Verfahren das ich am Anfang unterschätzt hatte.

00:44:34: Vielen Dank dafür!

00:44:36: Danke auch von meiner Seite also ich kann nur da verwerben macht mehr Schlichtung.

00:44:41: Es lohnt sich.

00:44:44: Genau gut Josefine eine gute Zeit und bis bald.

00:44:48: wir werden schauen was mit dem schlichtungsverfahren diesseits der Verbraucherschlichtungen stellen und verfahren.

00:44:56: alles geschieht in den nächsten Monaten und Jahren.

00:45:01: Danke, ja wahrscheinlich eher Jahre.

00:45:04: Tschau tschau!

00:45:07: Dr.

00:45:07: Josefine Ortrick.

00:45:09: Schlichtungsverfahren war heute unser Thema.

00:45:12: die Grundlage bildet die Promotion von Josefina beziehungsweise auch ihre Aufsätze die jetzt in den verschiedenen Mediationszeitschriften veröffentlicht wurden.

00:45:22: In der ZKM gab es eine Aufsatzfolge von zwei Aufsetzen.

00:45:26: Wir haben uns das Verfahren angeschaut und haben Unterschiede zur Mediation herausgearbeitet, natürlich auch zum Gericht.

00:45:32: Und es ist deutlich geworden, dass mehr als nur der Entscheidungsvorschlag ist, der dieses Verfahren besonders macht, der aber auch eine besondere Dynamik hervorruft für die eigenverantwortliche Bearbeitung durch Konfliktparteien.

00:45:50: Wir haben auch die spannende Frage aufgeworfen inwieweit dass Schlichtungsverfahren gesetzlich ein Mediationsverfahren ist.

00:45:58: Ich habe das dann im Rahmen meiner Möglichkeiten bejaht, weil ich tatsächlich noch keine Grenze gesehen hab aber das bedarf weiterer Prüfung und würde interessante Konsequenzen für das Verständnis von Mediation mit sich bringen.

00:46:14: was denkst du?

00:46:15: Und was denkt ihr dazu?

00:46:17: Was hat es mit dem schlichtungs- verfahren im angesichts des mediationsgesetzes aufsich?

00:46:22: welche Probleme werden gelöst, denen sich die Mediation gegenüber sieht.

00:46:27: Welche Probleme werden aufgeworfen?

00:46:29: Die für das Schlichtungsverfahren damit einhergehen.

00:46:33: Schreibt es mir in die Kommentare oder per E-Mail.

00:46:36: hinterlasst einen Kommentar auf eurem Podcastcatcher wo ihr diesen Podcast hört.

00:46:41: eine Sternebewertung wäre hilfreich damit auch andere diesem Podcast hier hören finden können und dann genießen können jede einzelne Folge jeder Woche.

00:46:52: Vielen Dank, dass du hier mit dabei warst.

00:46:55: Bis zum nächsten Mal.

00:46:56: Kommt gut durch die Zeit!

00:46:57: Ich bin Sascha Weighe Dein Haus von Ingofema dem Institut für Konflikt- und Verhandlungsmanagement Und Partner für professionelle Mediations- und Coachingausbildungen.

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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