Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

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00:00:00: Heute spreche ich mit Miriam Wiedemann zu ihrem Beitrag in der Konfliktdynamik die vergessene Zielgruppe.

00:00:08: Warum wir über radikalisierte Ältere sprechen müssen, der ein Phänomen in den Blick nimmt das bisher unterbeleuchtet war?

00:00:16: Nämlich dass sich ältere Personen wie fünfzig mein alter Radikalisier vor allen Dingen digital getrieben in vielerlei Hinsicht politisch verschwörungstheoretisch gesundheitspolitisch etc.

00:00:31: und immer weiter hinabschlittern in eine Filterplase, die diese Radikalisierung letztlich dann selbst verstärkt.

00:00:39: Hört euch das Gespräch an!

00:00:40: Und schaut euch den Beitrag auf der Webseite

00:00:43: von Nomos Verlag

00:00:45: an.

00:00:45: Der Beitrag ist verlinkt und kann die ersten Wochen kostenfrei eingesehen werden.

00:00:50: Der Verlag wird den Beitag freischer.

00:00:53: Jetzt geht's los mit dem Podcast.

00:00:55: Herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:57: Gut durch die Zeit der Podcasts rund um Mediation, Konfliktcoaching und Organisationsberatungen.

00:01:02: Podcast von den Kofema!

00:01:04: Ich bin Sascha Walke begrüße Sie zu einer neuen Folge.

00:01:08: Und die heutige Folge soll sich mit einem Phänomen beschäftigen das noch gar nicht so bekannt ist aber wichtig in dem Blick zu bekommen und zu beobachten und dann auch zu gucken was macht man damit?

00:01:22: habe ich mir eine ganz kompetente Expertin eingeladen, Frau Miriam Wiedemann.

00:01:29: Frau Wiedermann, hallo!

00:01:30: Hallo und freut mich!

00:01:32: Und um das Thema zu benennen – und gar kein Geheimnis draus – es geht um radikalisierte ältere Personen.

00:01:40: Da stehen schon zwei Konkretisierung drin also Radikalisierung.

00:01:44: was ist da sozusagen in den Blick zu nehmen?

00:01:47: Und Ältere Person, das scheint etwas Besonderes zu sein nennenswerten Umfang, sodass Sie und Ihre Kollegen auch eine Publikation schon im letzten Jahr veröffentlicht haben.

00:01:59: Und darauf basieren jetzt in der Fachzeitschrift Konfliktdynamik einen Aufsatz für die Bearbeitung in den unterschiedlichsten Settings dieses Thema hinzubekommen.

00:02:11: Frau Wiedermann, zunächst mal bekommen Sie zu dem Thema radikalisierte ältere Personen?

00:02:17: Das hat mit unserer Arbeit zu tun, die Frau Doktor Pol und ich.

00:02:20: Wir waren lange Jahre insbesondere in der Zeit von Corona an der Beratungspraxis tätig im Bereich Weltanschauungsarbeit.

00:02:27: Früher hätte man gesagt seckten Psychokruppen neue religiöse Bewegungen usw.. Während Corona ist uns aufgefallen, dass sich die Beratungsstruktur bzw.

00:02:36: das Klientel geändert hat.

00:02:39: Wir hatten früher immer Anfragen ratsuchende Eltern, die es sich wegen ihrer Kindersaugen gemacht haben.

00:02:46: Mein Kind hat da jetzt einen Guru kennengelernt und verhält sich komisch oder ist in irgendeine religiöse Gruppe hineingeraten?

00:02:54: Wohingegen es während der Pandemie plötzlich umgekehrt war, Jüngere haben sich gemeldet ... und haben gesagt, meine Oma, mein Opa, meinen Papa, meine Mama reden so komisches Zeug.

00:03:05: Die posten in unseren Familienchats ganz komische Verschwörungsinhalte.

00:03:10: Und das hat sich gehäuft über einen längeren Zeitraum.

00:03:13: Das haben wir beide bemerkt und haben uns darüber ausgetauscht.

00:03:16: Interessanterweise haben es auch andere Fachstellen bundesweit bemerkend.

00:03:20: Wir haben dann auf dieses Phänomen ein bisschen genauer draufschauen wollen.

00:03:24: Also das auch mal untersuchen wollen.

00:03:25: Statistisch gibt es da Untersuchungen dazu Und tatsächlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das kein Einzelphänomen ist.

00:03:32: Es sind nicht nur ein paar Leute gewesen sondern über einen ganz großen Zeitraum bundesweit mehrere Menschen die dieses Problem geschildert haben und es hat uns den Anlass gegeben das zu publizieren und auch die Gesellschaft darauf hinzuweisen, dass es hier ein Problem geben sollte oder ergibt auf das man ein bisschen genauer drauf schauen sollte.

00:03:52: Das heißt, ganz aus Ihrer Praxis heraus haben Sie die Veränderung festgestellt.

00:03:56: Jetzt melden sich andere Leute.

00:03:58: Jüngere melden Sich mit Sorgen und Blick auf die Älteren und nicht mehr umgedreht.

00:04:03: Wenn sie von Jüngeren an älterern sprechen... Was kann ich mir darunter vorstellen?

00:04:07: Von der Altersstruktur her rufen da Gymnasiasten an Schüler.

00:04:11: Es sind tatsächlich, würde ich sagen so um die dreißig-fünfunddreißig jährige gewesen teilweise auch bis vierzig, die sich über ihre Eltern oder auch Großeltern informiert haben je nach alter Struktur.

00:04:22: es könnten auf fünfundzwanzig bis aber definitiv untypisch für die vorherige Beratungspraxis, die wir beobachtet hatten.

00:04:31: Ich spreche von Älteren dann in einer Gruppe, plus, plus dir plötzlich mit kruden Vorstellungen kamen.

00:04:40: Das muss nicht unbedingt die Pandemie betreffen.

00:04:42: Es konnte auch Gesundheitsthemen betreffend also das gutes Thema Impfung Corona war ja ein Gesundheitsthema hat das natürlich nochmal auf die Tagesordnung gebracht Aber es waren noch andere Themen dabei Klimawandel was er zunächst mit Corona nichts zu tun hatte.

00:04:55: Aber alles im Bereich Verschwörung, Alternativtheorien sage ich einfach mal ein ganz cruder Mix esoterisch-verschwörerisch.

00:05:04: Es war also sehr interessant mit welchen Themen man da Kontakt hatte.

00:05:09: Bevor wir sozusagen das Thema weiter einkreisen und vertiefen vielleicht noch ein zwei Worte zur ihrer Fachberatungsstelle um sich ein Bild machen zu können, in welchem Kontext ist sozusagen die Beobachtung dann möglich gewesen.

00:05:22: Wie können wir uns das vorstellen?

00:05:24: Sind das sozusagen Telefongespräche und sie sind in der Einzelberatung von Personen oder haben Sie eher in der Fachberatungsstelle so eine Art Traufsicht und können über Zahlen und Studien solche Veränderungen wahrnehmen?

00:05:40: Zunächst mal ist das Buch in einer Zeit entstanden, in der die Frau Dr.

00:05:42: Pulti Leitung der zentralen Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen hatte und immer noch innehand.

00:05:47: Also ganz nah an den Leuten und an den Menschen dran war in der Beratungspraxis also Telefon aber auch E-Mail Anfragen.

00:05:55: Ich war in dieser Zeit am Kultusministerium tätig und habe eben dort eine Ehrdraufsicht gehabt, auch auf verschiedene Prozesse die bundesweit liefen.

00:06:04: Also ich habe gute Vernetzungsarbeit geleistet.

00:06:07: Aufgrund des regelmäßigen Austauschs von uns beiden ist uns das gemeinsam aufgefallen.

00:06:12: also tatsächlich beide Aspekte haben in diese Publikation mit eingespielt.

00:06:16: Auch die Studien- und die Researchlage sozusagen, die dadurch entstanden sind, haben beide Aspekte.

00:06:23: Das bedeutet das Phänomen, was Sie beschreiben sowohl im Aufsatz als auch schon ein Buch ist nicht nur eine Graswurzelbeobachtung aufgrund von Beratungsfällen die jetzt mein wegen in Baden-Württemberg gehäuft sind sondern abgeglichen mit bundesweiten Veränderungen und wahrscheinlich eben auch weltweit in Industrienation.

00:06:43: Ist dieses Phänomene von Radikalisierung ja zumindest bekannt?

00:06:47: Und vielleicht auch bezogen auf Ältere also wie vierzig würde ich jetzt mal so als Daumengröße nehmen.

00:06:54: Oder reden wir, dass es wirklich die Personen sind, denen man noch vor einiger Zeit vorgeworfen hat, dass sie überhaupt nicht digitalisiert sind, das ist überhaupt nicht mit sozialen Medien oder dergleichem beschäftigen?

00:07:04: Können Sie innerhalb der Altersstruktur von U-Fürzigjährigen bis dann U-Achzig Unterschiede beobachten?

00:07:11: Ich frage das auf dem Hintergrund weil jetzt die Wahlen Sachsen-Anhalt erst wenige Tage her ist und das Phänomen dort deutlich sich geändert hat, Radikaler gewählt haben als die älteren, obwohl wir lange Zeit dachten naja es sind die Älterinnen die radikalisiert wählen.

00:07:31: Also sowohl als auch das Buch möchte ja nicht sagen wir haben kein Problem bei Jugendlichen oder bei Jüngeren sondern wir haben auch ein Problem bei den Älteren, das praktisch noch hinzugekommen ist.

00:07:41: Was wir festgestellt haben, ist beispielsweise dass sehr viel beobachtet wird und auch sehr viele Projekte für junge Menschen angeboten werden die eben in diesem Radikalisierungsspektrum sich wiederfinden lassen aber dass eben die Angebote und auch mal die Aufmerksamkeit nicht auf dem Bereich der Fünfzig- und Fünfundfünfzigjährigen auffordst ist und dieses Buch wollte sensibilisieren.

00:08:02: Achtung, da gibt es aber auch noch etwas was man beachten muss.

00:08:05: Keins von beiden schließt das andere aus.

00:08:07: Das was Sie beschreiben ist natürlich auch eine Werbekampagne die sehr digitalisiert abläuft.

00:08:12: also wir wissen ja dass sehr viele Parteien oder einige Parteien sehr stark auf TikTok, auf Instagram setzen usw.. Da sind die Jugendlichen natürlich gut dabei.

00:08:21: Das hat sicherlich auch mit dieser Nutzung von sozialen Medien zu tun.

00:08:24: Auf der anderen Seite sind es aber der Sicht führen können, die sich auch in den sozialen Medien abspielen.

00:08:33: Die aber tatsächlich eher für ältere Gedacht sind.

00:08:35: Also ich sag's mal so wir haben im Buch auch bestimmte Themen genannt zum Beispiel Gesundheitsthemen, die jetzt für Jugendliche weniger relevant sind und einfach oft und dessen das jugendliche wenige Probleme mit Gesundheit haben und es keine Rolle in ihrem Leben aktuell spielt wohingegen bei Älteren ist schon ein Problem.

00:08:51: Ich bin jetzt vierzig geworden.

00:08:53: Ich möchte nicht sagen, dass ich große gesundheitliche Probleme habe aber es spielt langsam eine Rolle und es spielt immer mehr eine Rolle je älter wir werden.

00:08:59: das ist einfach natürlich bedingt und die springen aufgrund dieser bestimmten Themen einfach auch andere Themen an.

00:09:05: deswegen also tatsächlich Themen abhängig und auch abhängige welche Bedürfnisse bei den Menschen angesprochen werden.

00:09:12: Jugendliche haben andere Bedürfenes als Ältere

00:09:14: Und das für das ist ne ergänzende Beobachtung die ja so auf dem wichtigen Punkt der bisher unterbeleuchtet war abzielt und es ist nicht in Wande sozusagen, dass die einen aufgehört haben und die anderen begonnen haben.

00:09:26: Radikalisiert sozusagen da aus der Nutzung von digitalen Medien rauszukommen.

00:09:32: Was heißt das konkret?

00:09:33: radikalisiert?

00:09:34: Also was sind Auswirkungen?

00:09:37: wo Sie sagen jetzt haben wir's hier mit einer Radikalisierung zu tun?

00:09:40: Ist das etwas was ich im politischen Stimmen niederschlagen würde?

00:09:44: Ist es eher etwas was wir am Sonntag nachmittags Kaffeetisch beobachten können weil dort Wenn die Familie noch zusammenkommt, dann der Austausch starkfindet.

00:09:53: Jenseits oder diesseits der digitalen Medien?

00:09:57: Zum Thema Radikalisierung gibt es natürlich Begriffsdefinition und so weiter auf die wir in der Publikation noch genauer eingehen.

00:10:02: unabhängig davon... Passiert das auch im Buch, wie wir es beschreiben, eher schleichend?

00:10:07: Das kann tatsächlich in einer Äußerung beim Mittagstisch passieren oder beim Kaffegrenzchen.

00:10:13: Oder in kleineren Posts, die ja damals auch in Corona-Zeiten sehr beliebt waren Familienchats.

00:10:19: Die sich aber immer mehr verengen und häufiger werden indem man beispielsweise ... Wir sprechen ja von Filterblase also wir haben bewusst diesen Begriff Filterblasen eingebaut weil das Korrektiv von außen teilweise nicht mehr erkennbar war bei den Menschen, die betroffen waren.

00:10:35: Also eine Gefahr und so haben wir es auch deutlich gemacht entsteht eben dann wenn schwarz-weiß denken entsteht.

00:10:41: das passiert nicht gleich am Anfang.

00:10:42: ist das wie gesagt ein Prozess der einsetzt Wenn Sündenböcke gefunden werden oder wenn ganz klar negative Handlungsmuster entstehen also gesundheitliche Fehlentscheidungen die damit verbunden sind.

00:10:52: Misstraum gegen staatliche Institutionen Das geht hin bis zu Delegitimierung des Staates.

00:10:57: Die Schrittweise Radikalisierung Verengung von Denkmuster dir eindeutig zu negativen Handlungsmustern führen und die können ganz verschieden aussehen.

00:11:05: Die können ganz aktiv sich gestalten, indem man bestimmte Aussprüche tätigt oder sich an bestimmten Dingen beteiligt.

00:11:12: Es kann aber auch ins Privatleben hineinreichen Entscheidungen für Kinder, die getroffen werden ohne Entscheidungen, die gerade nicht getroffen sind.

00:11:19: Da hat uns Corona ja einiges gezeigt, die sich im Übrigen auch gehalten haben.

00:11:23: also die Themen der Pandemie ist nicht abgehakt.

00:11:25: Die wurden weitergetragen, werden zwar nicht häufig jetzt in den Publik Aber spielen immer noch in der Beratungspraxis eine Rolle.

00:11:33: Ich kann das auch aus eigenen Erfahrungen sagen oder darauf zurückgreifen, aber eine Beobachtung ist dabei wenn die Filterplase mal verlassen wird weil zum Beispiel in einem Familienjet mitgeteilt wird irgendwas worauf zu achten ist was eine Gefahr ist oder was scheinbar eine Gefahre ist.

00:11:49: Das ist ja schon auch der erste Aufschlag wo wir mitbekommen ah ok da wird jetzt etwas geteilt und das ist aber merkwürdig.

00:11:56: Eine erste Reaktion eine Abstoßungseffekt hat, so nach dem Motto bitte schick mir das nicht mehr zu oder was schickst du dafür ein Zeug?

00:12:03: Bitte lasst das.

00:12:05: Und dadurch dann letztlich die Kommunikation unterbrochen wird und nicht aufgenommen wird.

00:12:10: Wie stellt sich das dann auf der Seite da der sich vielleicht radikalisierenden Dadurch- oder auf dem Weg schon befindenden Älteren wenn die Freunde oder Familienmitglieder so ne Reaktion zeigen.

00:12:25: Also durchaus verständlich, aber vielleicht die Folgen nicht mehr im Blick haben nur weil es nicht mehr ein Familienchat ist.

00:12:32: Pass jetzt ja dennoch.

00:12:33: Also wir argumentieren ganz stark dahingehend, dass man den Kontakt halten soll.

00:12:38: Denn die Menschen, die das betrifft, sind schon in dieser Filterblase.

00:12:42: Das Korrektiv von außen ist teilweise oft nur noch die Familie.

00:12:46: Wir haben auch verschiedene Vulnerabilitätsfaktoren deutlich gemacht, eins davon ist soziale Isolation.

00:12:50: Das verstärbt natürlich immer mehr diesen Filterblaseneffekt weil eben das Korreaktiv von Außen fehlt.

00:12:55: Sie können sich das mit einer Plattformlogik vorstellen.

00:12:58: also ich schaue mir ein x-beliebiges Video an und dann Dann werden verschiedene Beiträge in diese Richtung mir vorgeschlagen und dann verengt sich das natürlich immer mehr.

00:13:06: Das kann im Sozialgefüge auch stattfinden, insbesondere wenn natürlich anderen Sichtweisen ausgeblendet werden.

00:13:12: Das passiert im digitalen Raum durch Algorithmen, im sozialen durch den Kontaktabbruch.

00:13:17: Das heißt von der Person selber ausgelöst oder von den Anderen argumentieren, ganz stark eingehen dass man Kontakt hält mit der Person.

00:13:25: Also man soll sich nicht auf inhaltliche Diskussionen einlassen.

00:13:28: es wirkt eher dann auf die Person als du bist.

00:13:30: das Schlaf scharf sage ich einfach mal.

00:13:32: also oder Schlafschafe oder die Begriffe die damit in Verbindung gebracht werden.

00:13:36: Wir haben viel Erfolg gesehen In der Taktik auf die Bedürfnisse die da drunter liegen einzugehen.

00:13:45: also zum Beispiel welches bedürfnis wird jetzt durch dieses Thema bei diesen Menschen befriedigt.

00:13:50: Das kann individuell sein, Antwortversuch für komplexe Sachverhalte, die nicht zu verstehen sind.

00:13:56: Halt wird gesucht und Anerkennung kann gesucht werden.

00:13:59: Ich weiß das, ich will euch das mitteilen.

00:14:01: Es kann aber auch ein ganz einfacher Ausdruck von Sorge sein.

00:14:04: Ich mache ein Beispiel, das Impfthema war ja ein großes Thema ist es immer noch mittlerweile.

00:14:08: Die älteren Menschen, die sich um ihre Enkelkinder sorgen machen ... Ich hab da gehört, dass passiert ein Körper oder der Körper vergiftet wird.

00:14:17: Ein Enkelkind passiert, ich habe Angst um die.

00:14:19: Das ist ein Bedürfnis dahinterlegt.

00:14:21: das muss nicht immer grundlegend was mit diesen ganzen, mit dieser grundsätzlichen Pharmazie-Thematik zu tun haben und das anzusprechen.

00:14:29: Das sind tatsächlich Taktiken in denen sich die Menschen dann auch gehört fühlen und sagen ja aber ich hab da ja Angst.

00:14:35: Wurde heißen auch dass aus der Sicht derjenigen die jetzt solche Nachrichten mitbekommen?

00:14:39: sagen, oh da geht was los.

00:14:40: Dass das eigentlich schon längst im Gange ist also dass die andere Person wahrscheinlich schon viel länger in diese Richtung konsumiert hat oder zugeschüttet wurde und dass da jetzt die Kommunikation nach außen hin oder das mitteilen, dass da schon mehr passiert ist?

00:14:58: Was wissen wir darüber wie ältere digitale Medien, soziale Medien oder auch die Chats auf den einzelnen Ja, Apps von Telegram bis WhatsApp.

00:15:11: Wie stark die den nutzen?

00:15:12: Ich schämmer immer noch vor dass die... Noch nicht digitalisiert sind!

00:15:17: Also wir haben ja dieses Bild von Deutschland.

00:15:18: Wir sind nicht digitalisiert aber diese Radikalisierung ist digital getrieben.

00:15:24: Die findet nicht beim Pritschabend statt Bis auch du einen besseren Umgang mit Konflikten erlernen.

00:15:32: Dann ist vielleicht unsere Mediations- oder Coaching Ausbildung etwas für dich.

00:15:37: Wir starten regelmäßig im März und eine Mediationsausbildung auch noch zusätzlich im Oktober eines jenen Jahres.

00:15:45: Informiere dich auf unsere Webseite, kontaktier uns und wir können schauen ob das das passende ist!

00:15:51: Und jetzt geht's mit dem Podcast weiter.

00:15:54: Hab ich das genau?

00:15:55: Die die wir beschreiben, die ist definitiv digital... getrieben in Anführungsstrichen, denn die Pandemie hat dann noch mal natürlich einen Vorschub geleistet.

00:16:02: In dem alles digital ablaufen musste.

00:16:04: Wir hatten kein Bridge-Abend im Zeitraum sozusagen.

00:16:08: Tatsächlich nutzen ältere Menschen in Deutschland auch.

00:16:10: Medien und auch das Handy, auch das Smartphone.

00:16:13: Da gibt es diverse Studien die wir im Artikel genannt haben.

00:16:16: sie benutzen sie aber anders.

00:16:17: Studien zeigen dass Jugendliche auch die Nachrichten und gesellschaftlichen Themen auf dem Handy sozusagen sich auf den Handy informieren wo hingegen ältere Menschen sehr gerne noch die etablierten Medien nutzen.

00:16:30: Das Handy wird aber gerne verwendet um beispielsweise die Chats Familienchats zu nutzen andere also E-Mails überprüfen usw.

00:16:38: Und vielleicht auch hin und wieder mal ein paar soziale Medienseiten anzuschauen, die verlinkt werden oder einem geschickt werden.

00:16:44: Interessant ist aber die Voraussetzungen, die beide Gruppen mitbringen.

00:16:48: Studien haben gezeigt das Jugendliche tatsächlich mit einer eher kritischeren Haltung diese Medien konsumieren.

00:16:54: also sie wissen dass es KI's gibt.

00:16:56: Es gibt Deepfakes.

00:16:57: Sie können das einschätzen und viele von ihnen sagen auch ich glaube mittlerweile über fünfzig Prozent dass sie schon Kontakt hatten mit Deepfakes und KI-generierten Inhalt, also mit Fehlinformationen.

00:17:08: Wohingegen die gleiche... Befragung dazu geführt hat, dass es bei den Älteren im unteren zweistelligen Bereich eher war.

00:17:15: Also die Menschen realisieren gar nicht das sie damit Kontakt hatten und nehmen diese Fehlinformationen oder Desinformationen teilweise auch auf.

00:17:22: Und ihnen ist nicht klar, dass sich um etwas Generiertes handelt oder teilweise auch, dass ihnen Medien vorgeschlagen werden, die durch Algorithmen ihnen vorgeslagen wurden also dieses Verständnis für Algorithmus und KI einfach nicht so ausgeprägt wie in den jüngeren Altersgruppen.

00:17:38: Und das heißt, darüber findet der Einstieg statt.

00:17:42: Die Personen brauchen gar nicht einen Account auf den einzelnen sozialen Medien.

00:17:47: Also wenn ich mir vorstelle an meine Eltern oder so, haben die jetzt sind sie auch Facebook?

00:17:51: Nee!

00:17:52: Aber das ist auch gar nicht notwendig.

00:17:54: Sie werden anders kontaktiert.

00:17:56: Was ist denn, wenn ich jemand bin, der sich Sorgen macht um meine Elterngeneration und suche... Ich kann Rat suchen es gibt Fachberatungsstellen Aber was sind so erste Schritte, die wir geraten werden?

00:18:08: Was wäre eine gute Auftakt.

00:18:11: Also zunächst sag ich immer man soll dort anpacken wo auch die Ursache ist.

00:18:14: natürlich das was Sie gerade beschrieben haben des Digitale.

00:18:17: es kommt mal ein Link und so weiter.

00:18:19: man rutscht da rein man zeigt Interesse aber natürlich gibt es bestimmte Faktoren die das begünstigen.

00:18:23: also ich sage nicht dass jeder in dieser Altersgruppe anfällig ist aber es gibt bestimmte ich sage mal Faktore die eine verstauter Hinwendung zu diesen Themen begünstigt.

00:18:32: Ich würde daran ansetzen.

00:18:33: Also ich habe vorhin soziale Isolation genannt, ich hatte auch schon Personen am Telefon die mir gesagt haben was soll ich da jetzt machen?

00:18:41: und ich hab gesagt mehr einbinden.

00:18:43: Sozialmehr einbinde den Austauschfördern an Themen andocken wenn das Fußball ist oder sonst irgendetwas einfach in die Vereine mit reinnehmen.

00:18:51: Den Austauschwördern nämlich gerade eben diese Filterblase durchbrechen.

00:18:54: es gibt bestimmte andere Ängste, die damit verbunden sind.

00:18:58: Gesundheitsängste, Rentenängste also Absicherungsängste die man einfach mit bearbeiten muss über die man mit den älteren Menschen auch mal reden sollte.

00:19:07: natürlich als Angehöriger kann man bestimmte Ängsten nicht vorbeugen weil also manche müssen auch politisch vorgebeugt werden eine bestimmte Selbstaufwertung, die der Mensch möchte.

00:19:15: Also er hat im Prinzip ... Ich mach mal ein Beispiel.

00:19:18: Die Rente ist eingetroffen.

00:19:19: Ich hab jahrelang gearbeitet, ich hatte da meine Freunde, mein Freundeskreis oder meinen Bekanntenkreis.

00:19:25: Ich war da jemand und jetzt spüre ich keine Selbstwirksamkeit mehr.

00:19:28: Ich arbeite nicht, ich bin zu Hause, ich habe keinen Austausch mehr.

00:19:31: Und diesen Menschen kann eigentlich zumindest positiv geholfen werden, indem man eben diesen Austauschwördert, in dem man eine Selbstwirksamkeit herstellt.

00:19:37: Ich sag mal Ehrenamt beispielsweise.

00:19:39: Es gibt ganz verschiedene individuelle Ansatzmöglichkeiten.

00:19:42: man einfach diese Faktoren so klein hält wie möglich.

00:19:46: Kochelieren denn diese Ergebnisse mit Veränderungen im Bereich zum Beispiel Ehrenamt oder mit Erkenntnissen, wie der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand gelingt?

00:19:58: Also verbringen heute ältere vielleicht nicht ihr Fachgebiet aber vielleicht in dem Kontext aufgetaucht ihre Zeit anders

00:20:07: Also definitiv.

00:20:08: Wir beobachten ab dem Zeitalter in Eintritt, Rente, Pension also dieses Alter nochmal einen mentalen Umbruch der sowohl von Unsicherheit, aber auch von neuer Selbstfindungsphase geprägt ist.

00:20:20: Aber eben auch vom zeitlichen, ich sag mal vom Tagesablauf her nochmal die Frage stellt was mache ich denn jetzt in meiner Zeit?

00:20:27: Wir haben ein Beispiel genannt den Langeweile zu problematischen Verhaltensweisen geführt hat indem man angefangen hat sich in bestimmte Themen einzulesen an Anführungsstrichen und sich immer mehr mit bestimmten Themen zu beschäftigen die einen in diese Thematik erstmal hineinbringen.

00:20:41: das ist auch eine Umstellung.

00:20:44: Das erinnert mich an dieses Klischeebild des Jugendlichen, der nicht weiß mit sich anzufangen.

00:20:48: Vielleicht auch arbeitslos war.

00:20:51: Bin ja so Generationen, so sieben und siebzig geboren Ostdeutschland Jugendarbeitslosigkeit dann später und so.

00:20:56: Und dann findet dort sozusagen aus Langeweile wirklich ein Abkleidschild.

00:21:01: das können wir sozusagen auch beobachten bei älteren die dann Ja.

00:21:06: Sie müssen so schmunzeln, vielleicht habe ich irgendwann... Nein

00:21:10: nein, das stimmt natürlich!

00:21:11: Das Thema Langeweile ist tatsächlich ein ausschlaggebender Punkt der sowohl bei Jugendlichen als auch bei Älteren eine Rolle spielt.

00:21:18: Natürlich hört sich das jetzt auch plakativ an zu sagen man soll seinen Ruhestand vorbereiten und gucken was man da macht usw.. Ist aber tatsächlich ne gute Idee sich am Hobby zu orientieren das vorzubereiten zu gucken.

00:21:29: was macht man dann wenn ich den ganzen Tag mir eine Aufgabe suchen möchte?

00:21:34: Also wie kann ich das so machen?

00:21:35: Am besten, dass ich dadurch eine Selbstwirksamkeit verspüre.

00:21:39: Dass ich was Gutes tue und mich auch mit dem Thema beschäftigt, das mich interessiert.

00:21:42: Das ist tatsächlich auch ne wichtige Rolle des Teilens.

00:21:44: sich die Älteren mit den Jüngeren

00:21:46: auf der individuellen Ebene ist ja darin Tatsächlich auch Ne Chance zu sehen.

00:21:51: weil wenn Ich sozusagen bewusst Auf solche Nachrichten oder solche Kontaktaufnahmen Die ein bisschen merkwürdig am Anfang erscheinen oder auch beängstigend sind dann entsteht Ja durchaus einen Handlungsdruck sorgen entdehnen kann da wieder mehr Kontaktfläche aufkommen.

00:22:06: Wenn es gut kommt, ist die Familie wieder enger beisammen an sich ja ein schönes Bild auch.

00:22:11: was geschieht sozusagen wenn das ein gesellschaftliches Phänomen ist Die hatten das vorhin schon so angesprochen dass man die Angebote auch zuschneiden muss aus älterer Personen?

00:22:21: wie kann man sich das vorstellen?

00:22:23: Wir haben auch mit den anderen europäischen Ländern als wir mir jetzt beispielsweise erst Vortrag in Luxemburg gehalten Dieses Phänomen beobachtet nicht nur Luxemburg, Belgien, Österreich und so weiter.

00:22:35: Sie gehen auch sehr stark auf.

00:22:36: den Vorschlag, den wir gemacht haben nämlich diese PIER-Informationsgruppen also PIER bringt man auch eher mit Jugendlichen in Verbindung.

00:22:43: aber ist tatsächlich so dass die Gleichaltrigen Veranstaltungen Informationsveranstaltung für Gleichalträge machen.

00:22:49: damit meine ich nicht die achtzehnjährige sondern tatsächlich die sechzigjährigen beispielsweise die dort Austauschforen finden bestimmte Themen bearbeiten.

00:22:58: das muss aber nicht unbedingt ein politisches Thema.

00:22:59: es können auch andere Themen sein, denn klar ist auch in Pausen wird ja über Politik oder über andere Themen gesprochen.

00:23:05: Über Rentenerfahrungen und so weiter und diese Austauschforen schaffen.

00:23:10: das ist tatsächlich ein ganz ganz großer Gewinn.

00:23:13: Die gibt es leider zu wenig.

00:23:14: die Projekte sind in der Bundesrepublik leider so ausgelegt dass es Projektes sind.

00:23:19: Projekten laufen ein bis zwei Jahre und dann laufen sie.

00:23:22: Und diese längerfristig angelegten, ich sag mal jetzt Austauschforen oder andere Möglichkeiten für ältere in den Austauscht zu treten.

00:23:29: Die gibt es fast nicht also gar nicht auf Langzeit angelegt und wenn dann als Projekt.

00:23:35: Zum Abschluss auch so einen Blick in die Zukunft oder die Aussicht was sind absehbare Tendenzen?

00:23:40: Also haben Sie den Eindruck wir sind damit jetzt sozusagen schon in dem Bereich das ist wegauf Geht, wissen wir noch zu wenig, dass das wir abschätzen können.

00:23:51: Wie groß ist das Problem eigentlich?

00:23:53: Wo stehen wir dann?

00:23:54: Worauf kommt es an in den nächsten Monaten und Jahren?

00:23:57: Das wissen nicht über dem Berg, das kann man sagen.

00:23:59: also ob sich's verschlimmert hat oder nicht.

00:24:01: Das kann ich jetzt statistisch nicht belegen.

00:24:03: Es ist aber klar, dass wir natürlich immer nur die Spitze des Eisbergs erfassen können.

00:24:06: Also auch die Studienverfassungsschutz, Connex-Studie

00:24:09: usw.,

00:24:10: die bringen natürlich nur das zutage was eben schon deutlich radikalisiert ist.

00:24:14: Das, was sich unten tut in dem Bereich das es für uns zunächst einmal noch gar nicht sichtbar.

00:24:19: die sozialen Medien TikTok Instagram spielen weiterhin Eine große Rolle, eine steigende Rolle.

00:24:25: Ich bin jetzt gerade im großen Buchprojekt zum Thema Sinfluencer und ist grad auch immer eine immer bedeutendere Rolle im Rahmen der Orientierungswuche die immer mehr ins Digitale hineingeht.

00:24:35: also da gibt es noch Handlungsbedarf, gibt's Ausbaubedarf?

00:24:38: Auch natürlich politisch wissenschaftlich.

00:24:40: und ich sag immer so lange man das Problem nicht an den Wurzel packt können wir auch weiter oben nichts bewirkstelligen.

00:24:47: Es sind Bedürfnisse, die Menschen haben, es sind Ängste, die Leute haben sie möchten teilweise gehört werden.

00:24:52: Also man sagt immer so plakativ, wer das Gefühl hat gehört zu werden.

00:24:55: Der wird leiser!

00:24:56: Solange diese Menschen nicht das Gefühl haben, dass sie gehört werden oder eine Selbstwirksamkeit erfahren.

00:25:00: Oder diese Bedürfnisse in irgendeiner Art und Weise angesprochen werden.

00:25:03: So lange werden die Menschen auch probieren, diese Bedirfnisse zu befriedigen.

00:25:07: Und da sind natürlich die digitalen Medien, weil sie auch niederschwellig sind, das was am zugänglichsten ist.

00:25:12: Da wirken die plattformlogischen Algorithmen alles leider auch gegen uns.

00:25:17: Die Diskussion um Plattformen Einstellungen

00:25:20: usw.,

00:25:21: die hatten ja schon länger und gibt es auch weiterhin wird aber sich in absehbarer Zeit nichts ändern.

00:25:25: deswegen müssen wir da anpacken, wo wir können.

00:25:27: Und das ist nur mal in den Kompetenzen und der Reflexionskompetent, kritisch hinterfragen

00:25:31: usw.,

00:25:32: aber auch wie gesagt die Bedürfnisse, die Menschen probieren damit zu befriedigen.

00:25:36: Frau Wiedemann vielen Dank für das informative Gespräch und dass Sie das Thema so auf dem Schirm haben!

00:25:44: Mir war es tatsächlich neu und daher vielen Dank dafür.

00:25:49: Kein Problem.

00:25:50: Frau Widemann ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und gutes Gelingen.

00:25:54: Ja, danke schön.

00:25:55: Machen Sie es gut bis bald!

00:26:11: zur Verfügung zu stellen.

00:26:24: Ich verblabe mit besten Wünschen, euer Sascha von INCOFEMA!

00:26:28: Kommen gut durch die Zeit hier aus Leipzig vom Institut für Konflikt- und Verhandlungsmanagement und Partner für professionelle Mediations- und Coachingausbildungen in KOFEMA.

00:26:37: Ciao.

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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