Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.

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00:00:00: Hey!

00:00:00: Hallo.

00:00:01: Heute spreche ich mit Jörg Schneider-Protmann hier im

00:00:05: Podcast

00:00:06: zu einer Nutzerumfrage, Nutze von Mediation und außergerichtlicher Streitbeilegung die angefertigt wurde vom Roundtable für Mediation & Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft RTMKM.

00:00:21: Wir haben dazu eingeladen Frau Christiane Händl und Herr Rürich Hagel beides Mediatoren Roundtable tätig der verschiedene Firmen der deutschen Wirtschaft zusammenführt, die sich gemeinsam Gedanken machen.

00:00:37: Wie können wir außergerichtliche alternative Streitbeilegungsverfahren etablieren oder zumindest nutzen so wie wir sie für uns benötigen?

00:00:46: Und in diesem Kontext ist eine Umfrage zustande gekommen, die hochinteressante und im Podcast jetzt besprochen wird.

00:00:52: Hört rein!

00:00:53: Viel Spaß und jetzt geht es los mit dem Podcast.

00:00:55: Herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:56: Gut durch die Zeit der Podcaste rund um Mediation, Konfliktcoaching und Organisationsberatung ein Podcast von Inko Fehmar.

00:01:03: Ich bin Sascha Weigel und begrüße Dich zu einer neuen Folge!

00:01:06: Und diese Folge wird es in sich haben denn wir sind hier zu viert im Podcaststudio und ich begrüse zunächst mal mein Kollegen Jörg Schneider-Protmann.

00:01:14: Hallo Jörgg

00:01:15: Hallo Sascha schön hier im Studio zu sein...

00:01:19: wollen wir ja hier ein Thema bearbeiten, an dem haben wir lange schon gearbeitet.

00:01:23: Es geht heute nicht um Verhandlungen wie wir sonst ja immer sprechen sondern heute geht es um Mediationen, Organisationen und wir haben es geschafft!

00:01:32: Wir haben zwei Kolleginnen im Podcaststudio der kommen wir gleich dazu und werden uns mit dem Thema Nutzer von Mediation beschäftigen.

00:01:43: Jörg, wie bist du drauf?

00:01:44: Hast du dich auf die Sendung gut vorbereitet?

00:01:47: Ja natürlich, wie immer.

00:01:48: Perfekt!

00:01:48: Ich habe alles studiert was es dazu gibt.

00:01:50: Jedenfalls die eine Veröffentlichung, die es dazu gibt, habe ich mir natürlich angeschaut.

00:01:55: Vielleicht möchte man noch ein bisschen etwas zum Hintergrund sagen oder wie wir hier drauf gekommen sind?

00:01:59: Das kommt ja eigentlich aus einer Reihe, die wir früher so vor zwei drei Jahren mal produziert hatten über Konfliktmanagementsysteme dann auch in Unternehmen.

00:02:07: da hatten wir verschiedene Episoden aber das war natürlich immer auch aus der Sicht der anbietenden häufig auch der Mediatur.

00:02:14: Ich erinnere mich noch... auch mal von der SAP, denn früher in den Jürgen Priem hatten wir mal da

00:02:20: Professor Knobloch

00:02:21: genau.

00:02:21: Der Prof.

00:02:22: Knoblauch war eben immer schon so ein bisschen der Zusammenhang mit dem RTMKM.

00:02:30: Da werden wir vielleicht nachher noch sagen was das ist und in diesem Zusammenhang sind eigentlich auch die Idee geboren worden.

00:02:35: dann lass uns doch mal von dem Verein oder wie man es nennen kann von der Organisation mal jemanden her kommen und einen Thema vertiefen

00:02:42: Denn die haben was gemacht, das haben Mediaturen bisher eigentlich kaum gemacht.

00:02:46: Die haben sich mit Nutzern von Mediation beschäftigt und dazu eine Umfrage.

00:02:52: Und all das kann Frau Christiane Händel und Herr Ulrich Haage viel besser erklären und erläutern, was es damit auch nicht hat.

00:03:00: Herzlich willkommen, Christiana!

00:03:02: Hallo Ulrich!

00:03:07: So, ich habe euch schon als Kollegen vorgestellt aber ich würde gerne noch ein bisschen mehr von euch erfahren und auch bezogen auf diesen Kontext diese Nutzerumfrage die ihr im Kontext dieses Roundtable für Mediationen-Konfliktmanagement gemacht hat.

00:03:22: Das ist ja aus einem Guss das hat ja einen Zusammenhang!

00:03:24: Christiane du arbeitest bei der Deutschen Bahn.

00:03:27: was machst Du da?

00:03:28: Ich arbeite in der Umutstelle der Deutschen Bahn, betreue dort unseren internen Mediaturmpool den wir da seit dem Jahr ist.

00:03:35: Und bearbeite genauso auch Konfliktfälle.

00:03:37: Das heißt wenn Kollegen bei uns anrufen und Kolleginnen mit irgendeinem Thema das sie gerade haben dann versuchen wir das hier zu klären.

00:03:44: Und dort neutral und allparteilig und vertraulich entsprechend zu agieren.

00:03:47: Genau!

00:03:48: Das mache ich bei der Bahn.

00:03:49: Im Räumtebel bin ich seit dem Jungen im Jahr.

00:03:54: im

00:03:54: Jahr sind knapp zwanzig Jahre.

00:03:57: Also wenn das dieses Jahr tausende, wenn der ein oder andere auch gerade sich erinnert und dachte die Christiane, die kenne ich doch.

00:04:05: Dann hat es damit zu tun.

00:04:06: du warst schon mal hier im Podcast Und zwar als Initiatoren eines Streitgesprächs.

00:04:12: Im Hintergrund, genau, hatten wir schon mal was gemacht als Deutsche Bahn.

00:04:16: Es war ein Streit-Gespräch zwischen Kürsten Schröder und Thelma

00:04:19: Metzger.

00:04:20: Genau!

00:04:20: Wir dürfen es nicht Streitgesprech nennen – das war ein klärendes Gespräch.

00:04:24: Ein klärendes Gespräch zu dem Mediation und Klärufshilfe.

00:04:29: Das

00:04:30: hat mit eurem Mediatorenpool bei der Deutschen Bahn zu tun, wo ihr diese beiden aus Diele in euren Pool ... Vertreter.

00:04:37: Ulrich,

00:04:38: vielleicht magst du auch ein bisschen etwas zu dir sagen was du gemacht hast?

00:04:42: Vielleicht was du heute machst.

00:04:43: auch ich glaube das eine Rolle ein bisschen verändert und vor allem ich glaube du bist auch sehr gut berufen Ich weiß nicht sogar als Gründungsmitglied des Roundtable Mediationen und Konfliktmanagement vielleicht auch dazu noch ein bisschen was zu sagen in dem Zusammenhang.

00:04:57: Das

00:04:57: mache ich sehr gerne!

00:04:58: Vielleicht zu meiner Person, ich bin von Hause aus Jurist Über twenty-fünf Jahre in einem Unternehmen tätig zunächst bei Bombadier und im Anschluss dann bei Einstein.

00:05:07: Wir stellen so all die schönen Züge, nicht nur in Deutschland sondern weltweit hier.

00:05:12: Und ich hatte da verschiedene Funktionen und war zum Beispiel auch der Vorsitzende der internationalen Einheit für Streitbeilegungen also für externe BtoB Konflikte und habe mich schon sehr lange mit dem Thema Mediation beschäftigt.

00:05:27: In diesem Zusammenhang bin ich nach Hamburg gekommen.

00:05:31: Da hat nämlich die Viet-Rena-Universität Frankfurt Oder zusammen mit EWC eine Reihe aufgesetzt, wo sie in zehn Untersuchungen des Thema Mediation bearbeitet haben und im Jahr zwei Tausend Sieben war dazu eine Veranstaltung in Hamburg ein Konfliktmanagement-Seminar.

00:05:46: Und da waren eben noch mehr so Personen wie ich unterwegs.

00:05:49: dort haben wir uns dann zusammengeschlossen und haben gesagt es macht doch keinen Sinn dass wir uns alle neue Gedanken über alternative Konflikbeilegung machen und haben dann gesagt, lass uns doch mal zusammentreten.

00:06:00: Und haben dann den sogenannten Roundtable gegründet der in dem Jahr die erste Sitzung damals bei SAP durchgeführt hat.

00:06:07: Und seither gibt es eigentlich den Roundtable.

00:06:10: an dem Zusammenhang vielleicht noch ein Wort zum Roundtable.

00:06:12: Der Roundtable ist eine reine Nutzer der Initiative.

00:06:16: da treffen sich tatsächlich nur Unternehmen, die im wirtschaftlichen Kontext irgendeine Art von Konfliktmanagement betreiben und zwar entweder in innerbetrieblichem Bereich oder im externen Bereich.

00:06:27: Also wir haben wirklich so beide Bereiche recht gut vertreten bei uns und stellen die da auch ganz gut dar.

00:06:33: Jörg, in der Tat ich bin zwischenzeitlich aus dem Unternehmen ausgeschieden.

00:06:36: das bedeutet gleichzeitig dass ich nicht mehr offiziell Mitglied des Roundtable sein kann weil ich eben Zu den Dutzern Gehöre.

00:06:44: Aufgrund der langen Zugehörigkeit wurde ich dann zum Ehrenmitglied erneint und bin froh, dass ich jetzt trotzdem noch im Namen des Wochen Täge hier sprechen darf.

00:06:52: Sehr schön.

00:06:52: Das freut uns und vielleicht kann ich das noch sagen, tatsächlich hatten wir den Roundtable auch schon mal im Studio sozusagen, vielleicht indirect.

00:06:59: der Felix Wendenburg war ja einmal da und da haben wir über die Konfliktauswalttools gesprochen, die ja auch quasi im Kontext des Roundtables entwickelt wurden, kann man sagen zwei Konfliktauswalt-Tools, eins für innerbetriebliche Konflikte, das andere für BtoB-Konflikte Kompass.

00:07:16: und direkt glaube ich, da haben wir schon mal darüber gesprochen.

00:07:19: Und der Felix Wendenburg ist ja auch nicht Unternehmensvertreter, sondern ich glaube er hat von Zeiten der Viadrina dann dieses Projekt begleitet quasi auch schon von Anfang an so wenn ich richtig erinnere...

00:07:31: In der Tat das ist der einzige Nicht-Nutzer bei uns im Kreis.

00:07:34: Wir haben als wissenschaftliche Begleitung die Europauuniversität mit dabei.

00:07:39: Von Anfang an waren Lars Kirchhoff dabei und dann Felix Windenburg Und die unterstützen uns immer wieder und Felix war gerade auch in der Zusammenstellung dieser Auswahl-Tools kräftig mit dabei.

00:07:51: Und hat das ja auch toll vorgestellt damals?

00:07:53: Vielleicht noch eine Frage, dass sich diese Firmen so zusammengeschlossen haben damals und dann bis heute praktisch durchgehen, sich immer wieder treffen.

00:08:01: Womit hängt es zusammen?

00:08:02: ist es sozusagen einfach weil Mediation so toll ist und die Leute Spaß an der Freude haben oder ist es tatsächlich ein wirtschaftlicher Aspekt den da Unternehmen umtreiben.

00:08:14: Ich fange mal an, du Christianne darfst gerne gleich ergänzen.

00:08:17: Konfliktmanagement ist ja grundsätzlich ein wichtiges Thema und ich muss auch sagen der Roundtable beschäftigt sich nicht nur mit Mediationen sondern mit der alternativen Konflikteilegung also alles was außerhalb des Gerichtes in irgendeiner Form stattfinden.

00:08:28: deshalb haben wir auf dieses Tool gemacht um das richtige Verfahren für diesen richtigen Fall zu finden.

00:08:33: Insofern will Beschäftigungsmit allen Themen Und häufig ist ja so dass die Unternehmen gar nicht wissen was es eigentlich alles gibt haben wir eben die Schwarmintelligenz und haben viel, viel mehr Input, den man alleine gar nicht nutzen kann.

00:08:45: Und ich mache das an mir wieder fest.

00:08:47: Ich finde es klasse dass ich zum Roundtable da mal dazugekommen bin.

00:08:50: Gleich in der ersten Sitzung habe ich genannt Hopla.

00:08:52: Da gibt's ja sowas wie innerbetriebliches Konfliktmanagement.

00:08:55: Das hatte ich bisher keine Ahnung.

00:08:56: Ich hab mich immer um die externen Konflikte gekümmert und dachte dann, Mensch, es klingt ja auch verdammt spannend!

00:09:01: Das muss sich bei uns im Unternehmen auch einmal anstoßen.

00:09:04: Ich habe das dann auch über einen längeren Zeitraum bei unseren Unternehmen gemacht.

00:09:08: Also so viel vielleicht mal von meiner Seite, Christiane.

00:09:10: Ich überlege auch gerade und würds wie folgt beantworten deine Fragesasche?

00:09:26: eigentlich erst dann zu agieren, wenn sämtliche Kinder in den Boden gefallen sind.

00:09:30: Also eigentlich schon in den Schritt vor der Mediation zu kommen und zu sagen was können wir prädentiv machen?

00:09:36: Und muss man sich manchmal vielleicht einfach sozusagen von hinten von der Kette nach vorne durchkämpfen bis das überall so bewusst ist dass man auch sehr viel am Anfang investieren muss um das lange Prozess dort einzusteigen.

00:09:48: Wir bei der Bahn sind schon ziemlich weit sowohl mit dem Thema Mediation als auch mit dem Konfliktmanagement insgesamt.

00:09:55: Wir haben wahnsinnig viel Anlaufstellen für Mitarbeiter, wir machen extrem viel im Bereich Ausbildung, Fortbildung intern zur Führungskraste für Mitarbeiter.

00:10:06: aber es ist halt ein extrem langer Weg.

00:10:08: so was wirklich als Bewusstsein zu verankern ist wichtig und gut dort auch tätig zu werden, weil man dadurch einfach Streitigkeiten vermeidet.

00:10:18: Die Fluktuation sinkt eventuell, Krankenstand sinkt evtl.

00:10:21: und insofern ist es tatsächlich immer eine wirtschaftliche Komponente die Konflikte mit dem Blick zu

00:10:26: haben.

00:10:27: Ich glaube das sind ein guter Punkt, guter Übergang jetzt uns mit dieser von euch durchgeführten Nutzerumfrage zu beschäftigen.

00:10:35: Und ich habe das vor uns so ein bisschen polemisch gemeint Aber da ist ja tatsächlich was dran, dass das bis dato kaum belastbare Zahlen gab.

00:10:44: Was mit den Leuten die in der Gefahr sind eine Mediation machen zu müssen?

00:10:50: Die mediation gemacht haben wie sie damit geht kurz danach etwas später also wir gucken die darauf.

00:10:57: und welche geschichten welche narrative entwickeln sich über mediation wenn das eben im unternehmen so angeboten wird?

00:11:04: Wie kam denn das dass ihr diese Umfrage, die doch sehr umfangreich ist.

00:11:08: Also, die sehr aufwendig war.

00:11:16: an zwei Termin-Teile genommen haben, die vom Bundessekretär im Veranstalteten waren.

00:11:22: Ich glaube in den Einundzwanzig nur Ulrich.

00:11:25: Und da haben sehr viele Mediatoren eingesetzt und es ging um das Thema was brauchst bei der Zertifizierungsverordnung für Mediatoren Neues?

00:11:33: Brauchst du etwas anderes wie auch immer als die denn zu gestalten?

00:11:36: Wie wird sie gelebt?

00:11:37: Da waren auch wir mit dabei vom RTMKM als einzige übrigens, die auch tatsächlich Nutzer von dem Ganzen mit waren.

00:11:43: Da ist uns aufgefallen... Es wird immer nur von Mediaturen, für Mediatoren diskutiert.

00:11:49: Aber was eigentlich Nutzer zu leben kann, so sagen die Medianten ist dort nicht einmal gefallen.

00:11:53: und das war für uns echt der Anlass zu sagen da gucken wir konkret mal rein.

00:11:57: Da schauen wir uns mal an.

00:11:59: Was sagen den Nutzersinn?

00:12:01: Mediatoren wirklich qualifiziert?

00:12:03: gibt es dort Nachholbedarf?

00:12:05: wie nehmen Medianzen die Zertifizierungsverordene oder Zertifikierung überhaupt wahr?

00:12:10: Wie nehmen sie die Qualität wahr?

00:12:11: Und so sind wir angefangen mit der Idee und haben uns lange damit beschäftigt, Ulrich Nix schon.

00:12:17: Es hat glaube ich ein Jahr gedauert bis wir den Fragebogen tatsächlich fertig hatten.

00:12:21: für uns das wir sagen konnten jetzt ist er in sich flüssig!

00:12:24: Für uns.

00:12:25: dann sind wir in die Umsetzung gegangen das Ganze technisch umzusetzen und zweiundzwanzig im letzten Quartal haben wir den Fraggebogen dann möglichst breit gespreut.

00:12:34: Ich würde noch mal gerne, falls ich das darf, ergänzen zu dem Beginn des Ganzen.

00:12:38: Also tatsächlich, das Bundesjustizministerium hat da eingeladen gehabt zur verschiedenen Veranstaltungen um das Thema der Qualität zu verbessern und zwar über allgemeine Vorgaben die von der Startseite gemacht werden können.

00:12:51: Was steckt dahinter?

00:12:51: Dahinter steckt eigentlich der QVM mit der Qualitätsverbund Mediation, der sich zusammensetzt insbesondere aus den großen Verbänden, die eigentlich schon immer das Thema hatten weil sie ihre eigenen Ausbildungsverordnungen hatten die immer von zweihundert Ausbildungsstunden aus immer teilweise noch mehr.

00:13:08: Und die gesagt haben, die Ausbildung ist einfach nicht gut genug.

00:13:11: Diejenige, die jetzt nach der Zertifizierungsverordnung dort verlangt wird und die haben dann die sogenannte erste Frankfurter Erklärung herausgegeben und haben da eben gesagt gehabt also wir haben so wenig Mediation weil die Qualität offensichtlich der Mediatoren...

00:13:26: Ach das war der Schluss sozusagen weil es so wenig mediation gibt.

00:13:31: dass muss an den Mediaturen liegen die nur Hundertzwanzig Stunden.

00:13:38: Genau so kam das da rüber und Dauern hat dann das Ministerium gesagt gehabt, okay wenn es an der Qualität liegt was können denn wir gesetzgeberisch daran tun?

00:13:46: müssen wir zum Beispiel die Anzahl der Ausbildungsstunden verändern, da müssen wir sonstige Maßnahmen ergreifen wie zb.

00:13:52: Mediationskostenhilfe oder solche Dinge.

00:13:54: und das wurde dann ausführlich zwischen all den Beteiligten dort besprochen.

00:13:58: und ich muss ganz ehrlich sagen teilweise hatten die Veranstaltungen mit Mediation wenig zu tun.

00:14:03: Die Art und Weise, wie da miteinander umgegangen wurde...

00:14:06: Am Pfuse des Leuchtturms ist es immer am dunkelsten!

00:14:11: Ja genau!

00:14:12: Du warst auch bei den Terminen dabei?

00:14:14: Genau

00:14:14: ich kann das bestätigen.

00:14:16: Das war ein großer Kreis weiß ich gar nicht mehr.

00:14:18: Es waren ja viele Teilnehmer aber die waren tatsächlich eigentlich alle aus der Mediatoren Szene.

00:14:23: Ich würde mal sagen es war eine große Nabelschau so bisschen Und ganz klar stand diese Prämisse im Raum.

00:14:29: Es wird so wenig genutzt, weil die Qualifikation nicht stimmt.

00:14:31: Also Ulrich, ich glaube du hast es sehr gut hergeleitet und war eigentlich sehr eindimensional wenn man so will.

00:14:37: Wir müssen jetzt irgendwie an der Ausbildung, an der Zertifizierung schrauben und dann wird das alles gut!

00:14:42: Und ich glaube, das habe ich verstanden.

00:14:44: Das hat euch dann doch dazu bewegt zu sagen kann man da vielleicht auch anders drauf schauen.

00:14:49: Es kam noch die Aussage hinzu, der Evaluationsbericht wurde da auch nochmal vorgestellt.

00:14:54: Darauf wurden dann auch wieder Rückschlüsse gezogen und wir haben gesagt gehabt, wo sich da fehlen die wichtigsten Leute an der Mediation nämlich diejenigen, die es betreiben, die die Mediatoren erstmal beauftragen.

00:15:03: Und dann haben wir gesagt gehabt alles zusammen schauen wir mal ob tatsächlich es in Qualitätsmangel gibt, ob die Ausbildungsstunden so wichtig sind ob die Zertifizierung tatsächlich so den Nutzer auch eine Rolle spielt und so weiter und sofort.

00:15:15: Und das hat dann alles zusammen bewogen, dass wir eben diese Nutzung im Fall gestartet haben.

00:15:19: Das

00:15:20: ist eigentlich total schade auch, dass dieser Evaluationsbericht dem Medianten gar nicht in den Blick genommen hat.

00:15:25: Ich glaube, die Kollegen haben es damals versucht, auch an die Medianten tatsächlich heranzukommen sind aber irgendwie anscheinend auf der Mediatorebene versagt.

00:15:35: Es haben über tausend Mediatoren teilgenommen.

00:15:39: Das war auch wirklich ein Mangel, der Herr.

00:15:40: War diese Nutzerumfrage von euch echten Entsprung?

00:15:43: Seitdem hat sich auch einiges noch so getan an Befragungen nicht viel aber ein bisschen was... Ich erinnere mich noch an zwei dieser Sitzungen die ich zum damaligen Zeitpunkt... Also es war ein Klangstück gesetzgeberischer Arbeit Einbeziehung der Adressaten und der Regelung.

00:15:59: Und dann aber war das ja wie eine Versammlung einer Partei wo jeder was erzählen darf wie er will.

00:16:04: Es war schade dass die Medien Toren keinen guten, abgestimmten Vorschlag an den Gesetzgeber machen konnten und das dann er Kraft reinkriegen.

00:16:14: Also das war für mich eigentlich damals das Merkmal dieser Tage was wirklich schade war.

00:16:19: Es fehlte teilweise auch der Umsetzungswille, um ganz ehrlich zu sein.

00:16:22: Also da waren doch ein paar Vorschläge gemacht worden die in der großen Diskussion aufgebracht wurden wie zum Beispiel Mediationskostenhilfe und solche Dinge.

00:16:29: Und dann ist ja das Bundesjustizministerium tatsächlich an die Länder gegangen.

00:16:33: Die hat teilweise diese gesetzgeberische Wahrheit haben und hat nachgefragt ob man das nicht mal angehen wolle.

00:16:38: Dann kamen von fast allen Ländern zurück Nee damit beschäftigen wir uns gar nicht und damit war das Thema gleich wieder tot.

00:16:44: Geben

00:16:45: wir ein bisschen in die Inhalt und das würde ich sozusagen Einordnen.

00:16:48: kurz und sozusagen die Grundlage, was Mediation da betrifft ist dieses große Paradox.

00:16:54: Dass alle das gut finden auch, ne?

00:16:57: Das Angebot an Mediation scheint so attraktiv zu sein dass die ganzen Konfliktparteien, die es gibt, die jeder auch erlebt und auch selber manchmal isst, dass eigentlich sofort genutzt werden müsste in großem Umfang.

00:17:09: Das war ja auch durchaus die Idee naheliegend und das aber kaum geschieht Bis dato, auf jeden Fall immer gedacht wurde, naja da müssen wir halt besser werden.

00:17:20: Wir müssen uns halt besser ausbilden, wir müssen besser uns qualifizieren.

00:17:23: Es muss ja an uns liegen weil das Verfahren so unglaublich toll ist und ihr habt dann den naheliegenden Schluss praktisch ausgeführt.

00:17:31: Wir fragen einfach mal die Leute, die tatsächlich schon damit zu tun hatten als Konfliktpartei in großem Umfang sodass nicht nur die Mediatoren, die Medianten ja kennen es gibt ja durchaus ziele Mediaturen, die auch praktizieren Aber das ist natürlich immer nur ein kleiner Ausschnitt, es ist keine repräsentative Personengruppe die man als Mediant vor sich hat.

00:17:52: Ich glaube Jörg, Ulrich und Christian, ich weiß gar nicht ob du auch im Unternehmen mediativ agierst?

00:17:58: Im formellen Sinne, ich glaube du musst mit den Kollegen schon vermittelnd umgehen aber als Mediatorin dort...

00:18:04: Manchmal auch das!

00:18:06: Wir haben ja nur einen ganz begrenzten Personenkreis Die als konfliktparteien zu uns kommen.

00:18:12: vielleicht muss man auch noch was dazu sagen.

00:18:14: also der mediant ist ja ist ja ein scheiß tier.

00:18:17: Also die mediation ist ja per se vertraulich

00:18:22: Thema.

00:18:23: Ja, ist ein vertrauliches Verfahren und das ist ja auch gut so ne?

00:18:26: Also es läuft ja niemand rum und sagt ich war jetzt hier in der Mediation.

00:18:30: Es gibt auch keine Anwendervereinigungen wie bei der SAP oder so.

00:18:34: die Nutzer die sich dann zusammentun den Nutzer der Mediation.

00:18:37: also man musste erst mal finden Na, und das wäre jetzt vielleicht auch mal ganz interessant zu hören.

00:18:44: Wie seid ihr denn da vorgegangen?

00:18:45: Ich meine Ihr wart ja ein Anwenderkreis im RTMKM von daher schon einmal prädestiniert.

00:18:49: aber wie seid ihr vorgegangen?

00:18:51: Wen habt ihr denn eigentlich ausgewählt als potenzielle Nutzer?

00:18:55: Wir haben am Prinzip unserer Umfrage die war hier offen mit dem Internet erstmal per siv alle zugänglich rein theoretisch, wenn sie jeder finden kann.

00:19:02: Aber wir haben das ganz gezielt auch verschickt gehabt, und zwar einmal an unsere Mitgliedsunternehmen im RTM kamen mit der Bitte das ordentlich zu streuen.

00:19:12: Wir haben es an IHKs verschickt die ja auch nochmal sehr viel mit dem Thema Mediation auch unerbetrieblich machen.

00:19:18: Wir hatten Rechtsanwaltskanzleien auch gezielt mit angesprochen Sonstige Netzwerke, die wir einfach mit dabei hatten.

00:19:25: Ich kann sagen bei uns bei der Bahn zum Beispiel habe ich dieses Thema auch mit unser soziales Internet reingegoben und hab das geteilt so dass es bei uns also auch relativ viele Mitarbeiter einfach erreicht hat.

00:19:36: Und wir haben die Umfrage insofern offen gestaltet, dass wir gesagt haben wir sprechen jetzt nicht nur Nutzer von zb innerbetrieblicher Mediation an sondern wenn jemand eine Scheidungsmediation hatte, in der Familienmediation konnte er genauso dran teilnehmen.

00:19:51: und es waren auch ein paar wenige Menschen die hier anscheinend aus dem Bereich Familien mediation kamen gar nicht aus den generbetrieblichen Bereichen.

00:19:59: Wir haben durchaus auch Personen angesprochen, die noch nie an einer Mediation teilgenommen haben.

00:20:02: Ich habe einfach mal so gefragt, habt ihr irgendwelche Kontakte zur Mediation?

00:20:06: Habt ihr schonmal daran teilgenommen?

00:20:08: wenn ja an wie vielen?

00:20:09: Mediationen und so weiter.

00:20:11: Und diejenigen, die noch nie Tanteil genommen haben, die haben natürlich einen Großteil der Fragen nicht beantworten müssen weil sie sprechen dann praktisch an eine ganz andere Stelle, weil sie eben zur Mediation nichts sagen konnten und haben dann eben zu den staatlichen Hilfen und der Gleichmittelstellung nehmen dürfen aber eben nicht auf die anderen Fragen antworten müssen.

00:20:27: Aber das heißt ich glaube dass ist ein wichtiger Punkt Wenn ich das richtig verstanden habe aus der Studie, dass das schon Leute waren die aufgrund der Mitgliedschaft einer großen Organisation mein wegen bei Bombardier oder Deutsche Bahn mit so einem Konfliktmanagement System begleitet waren.

00:20:45: Dass das Prinzip ja möglich gewesen wäre davon informiert zu sein, dass der Arbeitgeber sowas anbietet und das Konflikte die auftreten für Arbeitnehmer ist das ja relativ normal, dass die das dann auch anbringen können.

00:20:58: Also es ist jetzt nicht der Verbraucher oder der Bürger den ihr gefragt habt sondern ihr habt Leute aus den Unternehmen gefragt?

00:21:07: Wir haben es überwiegend über die Unternehmen gestreut.

00:21:09: Theoretisch kann jeder teilgenommen haben.

00:21:12: wir haben auch nicht abgeprüft wo die Leute tatsächlich herkommen ob sie in einem Unternehmen tätig sind und was da tun.

00:21:18: aber am Ende hätte jeder teilnehmen können.

00:21:23: Ulrich, ich korrigiere.

00:21:24: Wir hatten auch durchaus abgefragt wo die Leute herkamen und hatten dort gezielten paar Branchen vorgegeben und hatten aber auch Freitextfelder für Sonstiges und wir hatten auch Rechtsanwälte dabei Gutachter und ähnliches also Menschen die eigentlich definitiv nicht aus dem innerbetrieblichen oder aus einem betrieblichem Bereich heraus kamen als Selbstständige unterwegs waren.

00:21:46: Ärzte hat man glaube ich auch ein oder zwei mit bei.

00:21:48: Also da waren auch wenige andere Menschen mit Beinen.

00:21:51: Korrekt,

00:21:52: wir haben so viele Fragen gestellt!

00:21:54: Ich habe es schon so gelesen, sei mal rausgelesen.

00:21:57: Das ist doch überwiegend ein betrieblicher Kontext war.

00:22:00: Jedenfalls die, die geantwortet haben im betrieblichen Kontext also anwältig sind ja meistens dann auch in den betrieblichem Kontext tätig.

00:22:06: Also zwar jetzt eher keiner dabei der vielleicht seinen Nachbarschaftsstreit hatte oder eine familienrechtliche Streitigkeit weil da kommt das Thema Vertraulichkeit noch stärker zu tragen.

00:22:18: Betrieblicher kontext und Zwei Perspektiven, glaube ich, konnte man dann rauslesen.

00:22:23: So was wir am Anfang auch schon mal hatten also das Thema innerbetriebliche Konflikte und eben zwischen Unternehmen als btb.

00:22:29: Ich glaub es sind so zwei Ebenen die man glaube ich so unterscheiden kann auch bei den Antworten.

00:22:35: Ziel war Daten von solchen Nutzern zu bekommen?

00:22:39: Was war so dann die Datengrundlage?

00:22:41: wie viel Rücklauf hattet ihr gehabt dass wir uns ein Bild machen können auf was die Studie sozusagen alles an Größe und Umfang letztlich auswertet?

00:22:49: Also wir hatten konkret zweihundertviertzehn Rückläufer und knapp zweidrittel davon haben den Fragebogen komplett ausgefüllt.

00:22:57: Auswerten konnte man aber alle bis dahin wo sie halt geklickt haben, also auch die anderen waren mit Auswärten bei der ersten.

00:23:03: Die Rücklaufquote hätte besser sein können, hätte ich mir auch gewünscht ehrlicherweise.

00:23:08: Gleichzeitig haben wir es mal mit anderen Studien verglichen und haben festgestellt Wir liegen damit durchaus in einem normalen Bereich an Rückläufern Auch zu damaligen Zeit

00:23:18: Aber als Macher ist sie immer schrecklich zurück auf Kurde.

00:23:21: Jürg

00:23:21: hat ja gesagt, die Medianten sind ja scheue Tiere also die fahren sich kaum nach außen.

00:23:28: Ja aber das heißt so hunderthundertsechzig medianten erfahrene Konfliktparteien?

00:23:33: Also da kann man sagen hat man ein gewisses Vielfalt schon im antwortbereich drin.

00:23:37: Ich wüsste jetzt keine entsprechende Studie auch gerade aus deutschsprachigen Bereich

00:23:42: Die Hundertsechzig, die geantwortet haben bis am Ende ausgefüllt haben.

00:23:45: Das waren jetzt nicht alles Medianten da waren auch welche dabei, die gesagt haben wir noch nie im lieben Mediation genutzt.

00:23:50: aber Wir können uns vorstellen und sind dann auch zum älteren Bereich der Fragen gleich gelangt was mediation sinnvolles sein kann oder auch Nicht wo sie vorbehalten hätten so als nicht Blitzer die sich noch nicht damit beschäftigt

00:24:02: hat.

00:24:02: Ich habe

00:24:02: jetzt so kurz überschlagen von den von den zwei Dritteln Was

00:24:05: mir aufgefallen ist.

00:24:06: es steht das so drin in der Studie dass von den Teilnehmern wiederum gesagt haben, sie hätten selbst eine Mediationsausbildung und neununddreißig Prozent waren sogar selbst als Mediatoren aktiv.

00:24:19: Er hat eigentlich die Nutzerseite abgefragt und es war dann aber doch wieder sehr viele bei den Teilnehmern, die dann doch eben auch vielleicht aus der Mediaconszene kommen.

00:24:29: und das wäre jetzt die Frage habt ihr berücksichtigt?

00:24:31: Bei der Auswertung hat sich nach eurer aus eurer Sicht ausgewirkt auch auf die Antworten.

00:24:36: Das hat sich vielleicht bei ein paar Freitextfeldern durchaus ausgewirkt.

00:24:40: In Sinne von, was ist dir besonders positiv oder negativ aufgezahlen in der Qualität?

00:24:46: Gleichzeitig haben wir explizit gesagt und selbst wenn du auch Mediator bist bitte denke an deine Mediantenrolle in diesem Fragebogen gerade also fühlst wirklich mit der Perspektive aus.

00:24:57: was habe ich jetzt mediant erlebt sofern okay Ich sehe das Ganze ehrlich gesagt positiv.

00:25:02: Mediatoren sind doch auch bereit, sich als Medianten zur Verfügung zu stellen und eigene Künftigkeit zu lösen.

00:25:07: Da sind innerbetriebliche Mediatoren vielleicht schon weiter als die externen.

00:25:12: wenn wir uns vorhin überlegt haben dass da vielleicht... Die mediative Haltung in Konferenzen manchmal etwas

00:25:18: lief

00:25:19: hervorragend war.

00:25:22: Und auch für den externen Bereich sagen, ich bin auch Wirtschaftsmediator seit vielen Jahren.

00:25:27: Aber natürlich nicht fürs eigene Unternehmen.

00:25:29: Im eigenen Unternehmen habe ich aber jede Menge Mediation-Füßunternehmen dann als Nutzer durchgeführt und ja... Ich bin auch Rechtsanwalt!

00:25:36: Also ich denke gleich mehrere Faktoren dock ab, aber ich hab eben sehr viele BtoB-Mediationen als mediant für unsere Unternehmen durchgeführt.

00:25:44: Das ist auch glaube ich für die Eigende dann auch Professionalität als Mediator enorm wichtig?

00:25:50: Ich verstehe, das ist deine These dabei schon.

00:25:53: Dass das noch mal beachtet werden muss wenn jetzt Mediation eingeschätzt wird.

00:25:59: wie habe ich das erlebt?

00:26:00: Wie hilfreich war das?

00:26:01: Wie hat es mich gefördert oder gefördert so dass das natürlich von einem ausgebildeten Mediator nochmal anders eingeschetzt wird und das kann durchaus in beide Richtungen gehen.

00:26:11: So ist es ja!

00:26:12: Das ist mir halt sozusagen ein bisschen ins Auge gesprungen.

00:26:15: Ihr wolltet die Nutzerperspektive abfragen Und jetzt sind auch wieder viele Mediatoren dabei, ne?

00:26:21: Also ich hatte ja vorhin ein bisschen polemisch den Begriff Nabelschau.

00:26:24: Da ist natürlich gewisses Risiko das es vielleicht auch ein bisschen wie es nicht sagen verfälscht.

00:26:29: aber verändertes Bild Ja wenn man jetzt eben Menschen hat die eine Mediation teilnehmen und die eben davon vielleicht vorher noch nicht viel gehört haben Vielleicht nehmen diese eben doch anders war als einen ausgebildete Mediator der nachher selbst teilnimmt.

00:26:43: Aber das ist nur mal ein bisschen eine These von mir.

00:26:45: Das

00:26:45: ist jetzt ein bisschen... Tätisch, wenn ich da mal antworte.

00:26:48: Ich glaube, wenn die Mediatoren als Medianten die anderen Mediaturen, die kritischer waren und sind auch eher kritischer mit den Antworten Punkt eins und Punkt zwei, ich glaube, Wenn Mediatoren auf einmal Mediantens sind dann sind sie auch tatsächlich Mediantinnen und auf dem Stuhl als Medienten und neben dort anders war vielleicht was will ich damit sagen?

00:27:13: Ich glaube, der Perspektivwechsel ist schon möglich für Mediatoren.

00:27:17: Jetzt bin ich in einer medianten Rolle und wie geht es mir jetzt als Mediantruhr tatsächlich?

00:27:22: Ich finde das auch ganz interessant von den Ergebnissen her.

00:27:24: Man hätte ja vielleicht wenn wir stärker Mediationsgetrieben genießen werden, ähnliche Ergebnisse gehabt wie der Evaluationsgericht.

00:27:32: Und es gibt doch teilweise ganz deutliche Unterschiede und ganz offensichtlich am wohl auch die Mediaturen unter uns anders geantwortet als die Mediatoren, die nur als Mediator geantwortete haben.

00:27:42: Das ist ein guter Punkt und wir gucken uns jetzt diese Ergebnisse auch mal an, was da jetzt rauskommt.

00:27:48: Was er überraschend war, das jedenfalls sollte man mit bedenken, dass es durchaus eben auch geschulte Leute waren.

00:27:54: Jedenfalls gehen Mediaturen in der Theorie davon aus, dass Konfliktparteien Scheuklappen aufhaben und so fokussiert sind auf ihre Positionen, dass sie auch die Lehren- und Erfahrungen einer Mediationsausbildung schlichtweg vergessen.

00:28:08: Ja!

00:28:10: An den Umfragen überrascht.

00:28:12: Also ihr hattet ja auch schon eine Idee gehabt und so im Zug diese Evaluation gesagt, wir müssen jetzt die Nutzer befragen.

00:28:16: das kann so nicht bleiben!

00:28:18: Und vielleicht ne Hoffnung, ne?

00:28:20: Schon so'ne Idee.

00:28:21: was kann da rauskommen... Was hat euch überrasacht als ihr die Ergebnisse angeschaut habt?

00:28:26: Magst du euch?

00:28:27: Ich möchte ganz grundlegende Dinge gar nicht erwähnen.

00:28:30: Zu dem kompensiere ich gleich noch.

00:28:32: Was mich so überraschert war als erstes dass viele doch an mehr als einer Mediation teilgenommen haben teilweise relativ viele Mediationen schon hinter sich haben.

00:28:41: Ja, das ist mal so ein eines der wichtigen Themen.

00:28:43: Es gibt Wiederholungstäter!

00:28:44: Es gibt

00:28:45: ganz ortenseitig Wiederholungs-Täter.

00:28:47: und wenn ich jetzt mach auf den innerbetrieblichen Bereich hier, so häufig hat man da ja die innerbetriebliche Mediation auch nicht.

00:28:53: Die hat man nicht alle fünf Minuten weil irgendein Thema jetzt hochkommt.

00:28:56: Das finde ich schon spannend.

00:28:58: Was mich überrascht hat, war dass der Anteil an, ich sag mal vorsichtig Gruppenmediationen doch extrem hoch war.

00:29:05: Also es war jetzt nicht die klassische Zweier mediation mit nur zwei Medianten sondern es war ein extremen hoher Anteil.

00:29:12: Ich glaube das war deutlich über fünfzig Prozent wo mehr als zwei Leute in der mediation waren.

00:29:17: Das hat mich auch überraschte.

00:29:19: Jetzt fällt mir gleich der nächste Punkt ein, in dem Zusammenhang fand ich es auch spannend dass es einen hohen Teil von Co-Mediationen gibt.

00:29:26: Das hatten wir also jetzt im BtoB.

00:29:28: Kontext hatten wir das eigentlich gar nicht hatte ich das gar nicht erwartet gehabt aber tatsächlich waren unwahrscheinlich viele in Co-Mediation unterliegt.

00:29:35: Also da gibt's ja bei diesem Konfliktmanagement System Anforderungen an Mediation.

00:29:40: ist das damit zu erklären?

00:29:41: Dass da einfach immer zwei Personen strukturell gesetzt sind?

00:29:46: oder wie ist es bei euch bei der Deutschbahn?

00:29:48: Bei uns ist es tatsächlich so und ich könnte mir vielleicht auch vorstellen, dass viele Kollegen bei der Bahn – wir haben ja schon sehr lange das Thema Mediation seit dem Jahr two-toßend acht, zwei-toßen neun machen wir Mediation im Konzern.

00:30:00: Also haben wir auch sehr viele Medianten im Konzernt tatsächlich.

00:30:03: Ich kann mir tatsächlich vorstellen wenn ein höherer Anteil zum Beispiel aus unserem Unternehmen kommt.

00:30:09: aber ich glaube SAP macht's auch in Co-Mediation.

00:30:11: Bei uns hat es tatsächlich geregelt, dass wir immer eine Co-Mediaktion arbeiten Und das finde ich auch total sinnvoll, egal ob es mehr als zwei Leute sind oder nur zwei Leute.

00:30:21: Weil man ganz einfach mehr Perspektiven als Mediatoren abdecken kann.

00:30:24: Gucken bei der Auswahl von Mediatorenteams immer dass die... unterschiedlich sind, wie sie ticken.

00:30:30: vielleicht aus verschiedenen Ausbildungen herauskommen die beiden Mediatoren.

00:30:33: Dass wir verschiedene Themen abdecken können, verschiedene Professionen sind der Gründe haben also verschiedene Berufe eigentlich haben verschiedener originär Ausbildung dass ich dort ein Techniker mit dem Juristen trist oder wie auch immer zum Beispiel?

00:30:46: Also beide Überraschungen gehören praktisch auch zusammen.

00:30:49: Wenn es Gruppen-Mediationen sind also Teamkonflikte das dann auch die potentiell Vermittleraussagen, da gehe ich nicht alleine rein.

00:30:56: Das machen wir zu zweit.

00:30:58: Sind das die Datensätze?

00:30:59: Die sagen es sind beide Dinge zusammen Gruppen und Co-Mediation.

00:31:03: Wenn ich mich rechtlich erinnere, dann hatten wir auch einen relativ hohen Anteil von Mediationen, die nur mit einem Mediator durchgeführt wurden.

00:31:11: Obwohl es eine Gruppenmediazion ist.

00:31:12: Das stelle ich mir schon relativ anspruchsvoll sowohl für Medianten als auch für Mediator vor wenn ich dort sehr viele Menschen in der Mediation habe.

00:31:20: Interessant wäre es ja da hat sich glaube Ullrich Durses angedeutet das ist vielleicht oder auch aus dem was du gesagt hast Christiane dass es vielleicht im innerbetrieblichen Bereich die Tendenz ist eher zur Komediation und vielleicht im Bereich Zwischenunternehmen, also BtoB-Bereich.

00:31:35: Also jedenfalls meine eigene Erfahrung oder bin ich ja selber auch tätig?

00:31:38: Da erlebe ich das sehr selten, dass man wirklich so eine Kommediation hat.

00:31:42: Ich weiß nicht wie es bei euch ist oder ich glaube, ich habe es bei dir gerade auch so rausgehört, dass du gesagt hast in dem B to b Bereich eigentlich eher da hat man halt einen Mediator eine Mediatur

00:31:51: drin Ganz häufig ja.

00:31:53: Wir haben ganz wenige Kombinationen auch im externen Bereich schon gehabt, aber in aller Regel eine Mediatur und ein Mediator.

00:31:59: Ich finde die Punkte hier so als überraschengeneinander wichtig weil das für Ausbildung meistens zu kurz kommt also für zertifizierte Mediaturen jedenfalls auch in der alten Welt.

00:32:09: bis hundertzwanzig Stunden wenn man sich die Ausbildungsverordnung anschaut von den Anforderungen her ist absolut unterbeleuchtet.

00:32:16: Es gibt wenige gute qualifizierte Mediationsausbildungen, die das halt wirklich in den Fokus rücken.

00:32:22: Aber an sich wird man als zertifizierten Mediatoren darauf nicht vorbereitet.

00:32:27: Würdet ihr das auch so sehen von eurer Erfahrung her?

00:32:30: Ich glaube, das Thema Co-Mediation ist tatsächlich ein Thema was in der Ausbildung zu kurz kommt.

00:32:35: Bei uns im Mediatorenpool machen wir intern da zum Beispiel immer wieder regelmäßig Weiterbildungen zu und sagen hey Thema Co Mediation ist wichtig weil bei der einfachen Nachschulungsbedarfen mitkriegen.

00:32:46: die Abstimmung untereinander ist wirklich das A&O einer Mediation.

00:32:50: Also ich kann zur Kogmediation was sagen, da ist ganz genau so.

00:32:53: Das findet aus meiner Sicht auch viel zu wenig Start in diesen ganzen Ausbildungsnährgängen.

00:32:58: Dass man wirklich mal eine Mediation mit zwanzig Teilnehmern macht und von mir aus noch zusammen mit einem Kogmediator zusammen das kommt praktisch nicht vor.

00:33:06: Die meisten Ausbildungen sind ja gar nicht groß genug für sowas aber in der Tatsache findet es regelmäßig statt.

00:33:11: Also das kann ich aus der Praxis bestätigen also relativ häufig, aber das würde jetzt nicht so... nicht so formal betrachten, wird mir aber schon auch berichtet was schon versucht wurde.

00:33:21: wenn jetzt da zwei Gruppen oder zwei Personen und häufig haben sich dann Vorgesetzte oder auch Verantwortliche dazu zweit an Vermittlungsgesprächen abgearbeitet.

00:33:32: Aber noch viel stärker ist dass es in Gruppen zu Konflikten kommt und dann meistens weiß ich irgendwie du das auch erlebst so zum Mediatur nach außen hin mit nur zwei Streithanzeln oder so, die sind es irgendwie am lautesten.

00:33:45: Aber das Team drumherum oder die Arbeitsgruppe, die Projektgruppe gehört eigentlich immer dazu, sodass man ganz häufig in Gruppenmediationen

00:33:52: setzt.".

00:33:53: Ganz eigenes Thema in Organisationen, wenn du eben Teamkonflikte hast und dann sozusagen die Auswahl, die richtigen Personen auszuwählen.

00:34:02: Wie finde ich dir?

00:34:03: Wer gehört denn alles dazu?

00:34:04: Welche Ebene dazugehört?

00:34:06: Die Vorgesetzten auch mit dazu.

00:34:08: Das ist ein ganz eigenes Feld.

00:34:09: nochmal aber Ulrich, du wolltest auch noch mal was dazusagen.

00:34:11: Ja, ich wollte es auf die B-to-B für Konflikte auch übertragen.

00:34:14: da ist ja ganz selten so dass nur der Projektlader sitzt oder nur der Jurist des Unternehmens daran teilnimmt.

00:34:20: wir waren immer zu fünf sechs Personen unterwegs, um eben die Aspekte alle abzudecken.

00:34:26: Um da richtig anfrocken zu können und wenn ich das auf der Gegenseite auch nochmal habe dann hab' ich schon mal zehn Leute darin sitzen, die irgendwie an der Mediation als medianten Teil nehmen.

00:34:34: Ja?

00:34:34: Das ist schon spannend!

00:34:35: Ich komme auf eine Aussage sozusagen die Kernaussage, die ihr auch erstes in der Studie benannt habt jetzt zu sprechen weil das eine gute Nachricht für Mediatoren is'.

00:34:45: Die gleichzeitig aber das Problem aufwirft.

00:34:47: ja was macht man denn

00:34:48: dann?!

00:34:51: Keine Unzufriedenheit mit den Mediatoren und ihren Kompetenzen, ihren Leistungen fest.

00:34:57: Die Medianten sind zufrieden!

00:35:00: Also nicht juwelnd begeisternd aber sie bekommen das was sie erwarten.

00:35:04: es ist jetzt keine Enttäuschung wie mediatoren arbeiten und dass bei aller Bin in Differenzierung die Mediatoren sich selber und ihren Kollegen geben über einen Tag legen, ob sie die richtige Ausbildung haben oder den richtigen Stil haben.

00:35:17: Ob sie den richtigem Gesichtsausdruck mitbringen und vor allen Dingen ganz wichtig auch die richtige Haltung?

00:35:21: Das ist für Medianten offenbar keine Diskussion!

00:35:25: Kann man das so sagen dass die zufrieden sind mit dem was Mediatoren abliefern?

00:35:31: Christiane du hast ein... Ja

00:35:34: ich denke schon dass man es so sagen kann Und gleichzeitig auch wieder nicht.

00:35:37: wie immer ein klares und deutliches Jein.

00:35:39: In unserer Umfrage ist rausgekommen, dass für Medianten der Mediator zum Erfolg knapp die Hälfte beiträgt.

00:35:48: Die andere Hälften tragen die Mediantens zum Erfolg dabei?

00:35:51: Wie offen sind sie wirklich?

00:35:52: Wie freiwillig sind Sie da?

00:35:54: Wollen Sie Lösungen haben oder sind Sie selber so, dass Sie sagen ich will überhaupt keine Mediation teilnehmen?

00:35:59: je nachdem die ausgeprägte Dat die Bereitschaft ist sich auf die Mediation einzulassen wird die Mediation auch erfolgreicher sein.

00:36:08: Dieser Eigenanteil von Medianten, der macht ca.

00:36:11: die Hälfte aus bei dem Ganzen, die andere Hälfe nur die andere hälfte macht ein Mediatrochs.

00:36:16: So dein Schipfier, würde ich sagen?

00:36:17: Darf

00:36:18: vielleicht noch ergänzen wir haben drei Dinge abgefragt bei den Medianten nämlich wie zufrieden seid ihr mit mediatroch gewesen, wie zu frieden wart ihr mit dem Verlauf der Mediation im Allgemeinen und wie zu Frieden wart Ihr mit dem Ergebnis der Meditation wenn man sich da die Zahlen anschaut Es ist ganz spannend, also mit dem Mediatur waren siebenundsiebzig Prozent zufrieden oder sehr zufriedene sogar.

00:36:40: Mit dem Verlauf waren sogar eine Nachtzig-Prozent zufriedener.

00:36:42: Also noch ein bisschen mehr als diejenigen, die mit den Mediaturen zufriedenen waren.

00:36:46: Die Parteien tragen da auch ein gutes Stück zubeil.

00:36:49: Und mit dem Ergebnis waren gleich nur nachtzig prozent zu frieden, also noch mehr zusammen.

00:36:53: Das glaube ich erzählt schon so ein bisschen die Geschichte und wenn man diese drei Faktoren sich anschaut kann man schon sagen, dass die Qualität der Mediation gut mindestens aus Sicht der Nutzer.

00:37:04: Und urig da ergänze ich jetzt noch gerade, weil es mir einfällt.

00:37:08: Von den Mediationsfällen die hier betrachtet wurden, seventy-fünf Prozent, also drei Viertel der Mediation sind ja positiv beendet worden mit einer Vereinbarung.

00:37:18: Denn ich dann weiß also, es waren drei Viertele, die positiv beended worden sind und über achtundachtzig Prozent waren zufrieden mit der Mediation auch wenn sie nicht einvernehmlich beendete wurde.

00:37:29: trotzdem waren die Leute zufrieden, weil sie anscheinend irgendeine Klarheit in der Mediation bekommen haben.

00:37:34: Das bestätigt eine belgisch-holländische Studie von vor ein paar Jahren.

00:37:38: also deren Ergebnis war es ist völlig egal prozentual für die Zufriedenheit ob die Mediation zu einer weiteren Zusammenarbeit führt oder zu einer Exitlösung führt.

00:37:47: dass Sie sich trennen das spielt keine Rolle man muss sich als Mediator darüber gar keiner Gedanken machen.

00:37:53: das ist kein Qualitätskriterium.

00:37:55: welche Schlussfolgung zieht ihr daraus für die mediation wenn sozusagen Die Hauptdiskussion unter Mediatoren, de facto eine Innen-Diskussions, die für die Klienten, für die Medianten offenbar überhaupt keine Bedeutung mehr hat.

00:38:07: Ob sie jetzt noch müh besser werden oder nicht?

00:38:10: Wir haben den Abfragewerten auch gesehen was den Leuten eigentlich wirklich fehlt.

00:38:15: Die Ziele haben gesagt Sie haben von Mediation mal etwas gehört.

00:38:18: Die ziele haben daran auch schon teilgenommen und nichtsdestotrutz fehlen häufig irgendwelche formalen Kriterien, z.B.

00:38:24: verschiedene Konflikteinlaufstellen so dass ich bei den verschiedenen Feldern auch gleich sehen kann ob da geht es hin und da kann es hingehen.

00:38:30: Es fehlt in den Medien teilweise an der externen Unterstützung wie zum Beispiel einer Mediationskostenhinsicht um zu sagen bei Gericht kann ich sowas kriegen weil für die Mediation kann ich so was nicht bekommen.

00:38:40: Also es sind so externe Faktoren die da auch noch eine große Rolle spielen.

00:38:43: ob ich jetzt eine Mediation mache oder auch nicht.

00:38:46: Was geht dir durch den Kopf?

00:38:47: Du hast das ja aus mehreren Perspektiven auch schon.

00:38:50: Ja, also interessant fand ich jetzt auch nochmal diese Erfolgsquote.

00:38:55: Ich glaube ihr habt jetzt irgendwie so seventy-achtzig Prozent genannt.

00:38:58: Das ist ja die, die auch immer wieder so rumschwört wenn man so liest und hört.

00:39:02: Also irgendwas scheint da ja doch dran zu sein?

00:39:04: Jetzt sage ich mal einfach so das Verfahren ist eben... Wenn es denn dann angewendet wird hat offenbar doch eine relativ hohe Erfolgswahrscheinlichkeit.

00:39:14: und das finde ich schon nochmal eine gute Erkenntnis, dass es eigentlich eure Studie jetzt auch so bestätigt hat dieses Gefühl der diesen gefühlten Wert.

00:39:21: Und dann ist natürlich jetzt so dieser Befund, die habt ihr schon mal gesagt.

00:39:25: Wir sind ja gestartet mit, haben gesagt es gab damals dann dieses Anhörungsverfahren im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrends und der zentrale Befund war also wir haben Qualitätsprobleme oder wir müssen das die Qualität besser sichtbar machen.

00:39:38: Wir müssen an der Ausbildung einer Zertifizierung schrauben und genau hier schüttelt jetzt von den Kopf Das können die Hörer nicht sehen.

00:39:45: aber ich gebe's wieder.

00:39:47: Eigentlich ist er jetzt doch das Spannende dass eure Studie hat ja eigentlich gezeigt Das ist es nicht.

00:39:54: Und tatsächlich finde ich's jetzt interessant zu sehen, vielleicht auch was waren eure Empfehlungen aus der Studie heraus?

00:40:00: Was habt ihr eben dann konkret vorgeschlagen?

00:40:02: Was kann man denn noch tun um die Nutzung zu verbreitern?

00:40:06: und vielleicht dann auch noch wie wurde das denn aufgegriffen?

00:40:08: also gab's eine Resonanz in irgendeiner Form sozusagen der Impact eigentlich davon von dem Ganzen.

00:40:15: Ich kann nur sagen dass Bundesverstehensministerium hat sich da doch wenig bei uns gemeldet

00:40:24: Weil es jetzt nicht dran kam, weil so viele andere in der Schlange standen und euch kontaktiert hatten?

00:40:29: Ich

00:40:30: weiß natürlich nicht wer da in der Stange steht.

00:40:31: Aber sie haben von uns das Ergebnis auch zugeleitet bekommen und wir hatten eigentlich immer einen sehr guten Draht zum Justizministerium Und die haben sich permanent an uns gewandt nicht nur in dieser Frage sondern auch in anderen Fragen der alternativen Streitbeilingung.

00:40:43: Sie haben aber darauf eigentlich inhaltlich überhaupt gar nicht reagiert das Justizministerium an manche Themen einfach auch abgehakt nach der länderlichen Frage.

00:40:52: Und da wird jetzt auch nichts wieder ausgemacht, auch wenn wir auch noch mal sagen, da sollte man vielleicht doch was tun.

00:40:56: Aber sie haben sich einfach nicht gemeldet.

00:40:58: Ich glaube aber tatsächlich, was schon gut wäre, was bis jetzt meiner Meinung nach auch nicht stattgefunden hat ist, wenn in der Mediatorenzene das Thema noch ein bisschen intensiver aufgegriffen werden würde und noch ein wenig mehr diskutiert werden würde?

00:41:12: Zum Beispiel hatten wir auch festgestellt dass Medianten sagen zu unsester Zeitfaktoren echter plus Punkt gegenüber sämtlichen anderen Verfahren.

00:41:21: Das heißt, hier als Mediatoren sollten vielleicht auch herausstellen, hey, Mediation kostet nicht so viel Zeit!

00:41:26: Wie andere Verfahren geht schneller und ich komme schneller zu einer Lösung?

00:41:30: Ich kann schon einiges aus dieser Studie für mich in meiner Mediationstätigkeit ableiten und genauso könnte man das auf die Mediationszene übertragen.

00:41:38: Wir könnten glaube ich auch einiges fürs Verfahren tun wenn wir andere Faktoren als Systema Qualität in den Vordergrund stellen

00:41:46: Also Qualität im Sinne der Leistungen des einzelnen Mediators.

00:41:50: Ich finde die Ergebnisse, die ihr da heraus befragt habt sind auf einer Linie mit vielen anderen kleinen Bausteinen das der Einzelne Mediator In einem Kontext momentan arbeitet der noch nicht so zur Mediation hinführt.

00:42:03: Also die Strukturen, die Anlaufstellen eure ich dir benannt hast, die Dinge wo zum Beispiel ein Mitglied einer Großorganisation oder eben als Bürger in der Gemeinde zuführen.

00:42:15: zu den einzelnen Verfahren dass das immer noch zu wenig ist beziehungsweise Die Zuführung läuft ja momentan bei Konflikten.

00:42:24: Ich gehe zu meinen ganz nahen privaten Anlaufstellen von Freunden

00:42:28: etc.,

00:42:29: wenn es zu viel wird, geh ich zum Anwalt.

00:42:30: Das ist halt immer noch der erste, wenn es um eskalierte Konflikte geht und dann ist das einfach die Person, die irgendwie das vertrauensabgesichertste Verfahren bietet.

00:42:40: Da kann der einzelne Mediator eigentlich wenig machen, da kann sich gut ausbilden, dann ist dass aber in welchen Strukturen er agiert oder die er anbietet, das ist schon eine Herausforderung eher für Organisation wie... Firmen, Vereine Organisationen oder eben für den Gesetzgeber.

00:42:55: Ja Stichwort Gesetzgebers vielleicht?

00:42:57: Ich habe immer so den Eindruck des Interesse an der alternativen Streitbeilegung ist sehr... Punktuell.

00:43:03: Das Thema ist dann hochgekommen, damals Evolutionsbericht und da hat man die Anhörung gemacht und dann hat man es angepackt und hat an der Ausbildung so ein bisschen was noch mal gemacht und wieder in Schramm gelegt.

00:43:14: Es läuft aktuell ZPO-Reformdiskussion, die Stiezgerichtsbarkeit ja, da könnte man das Ganze wunderbar mit einbetten.

00:43:22: Der Prof.

00:43:23: Krieger hat dazu auch geschrieben oder jetzt Aktuell der Herr Plassmann, glaube ich aus Berlin einen Beitrag geschrieben.

00:43:29: Wie man die außergerechtliche Streitbelegung einbetten könnte und das findet irgendwie nicht statt weil sie wie ihr das wahrnimmt ja.

00:43:35: Das Interesse ist auch seines Gesetzgebers ist funktuell uns jetzt nicht so wie in anderen Ländern Frankreich Italien Spanien wo halt die außer- gerechtlichen Streitberlegungsverfahren einfach fest in den Kanon der Streitbarlegungen integriert sind und es auch gewisse verbindliche Regelungen gibt.

00:43:50: Es fehlt bei uns einfach und ich habe noch keine richtige Erklärung woran das liegt.

00:43:55: Also eine Erklärung habe ich natürlich auch nicht.

00:43:57: Ich treffe die gleichen Schlussfolgerungen dort, wir sind in der Tat dabei jetzt momentan zum Beispiel in der ZPO auch das zehnte Buch zu überarbeiten.

00:44:05: da geht es um Schiedsverfahren.

00:44:07: Wir nehmen nicht mal die gesamte ZPO in die Hand und schauen einfach mal was gibt es eigentlich für verschiedene Verfahren?

00:44:13: Es gibt ja jede Menge Verfahren die überhaupt keine Grundlage haben bei uns die aber genauso gut da rein gehören würden.

00:44:19: Und dann gibt es noch die Verfahren, die ich gut miteinander kombinieren kann Und sagen kann, ich muss erst mal das und dann kann ich das machen.

00:44:25: Oder hier gibt es noch die Mediation-Windows wie ich nutzen kann um da besser voranzukommen usw.

00:44:31: Also der ganzheitliche Konfliktmanagementansatz, der fehlt auf der Gesetzebungsseite komplett.

00:44:36: Ich habe eine Erklärung als These aber zuerst Christiana!

00:44:52: Passt aber dazu durchaus.

00:44:54: Wir hatten in der Umfrage auch gefragt, wie alt die Leute sind im Thema Daumen und konnten dann auswerten je nachdem wir als sie sind haben Sie angekreuzt habt schon viel Erfahrung weiß noch gar nicht was Mediation ist usw.. Ich meine mich zu erinnern dass die leute unter vierzig gesagt hatten sie wissen schon was mediation ist.

00:45:12: also der Anteil derer die davon noch nie gehört haben wurde glaube ich, fast null.

00:45:16: Das heißt eine jüngeren Bevölkerungsgruppe ist das Thema schon etwas bekannter sodass wir das leicht hoffen können dass da auch bald was passiert.

00:45:23: gesetzgemerisch.

00:45:25: Da

00:45:25: kann ich nur eine Dote von meinem Sohn erzählen.

00:45:27: der hat in der Schule so ne Konfliktlotsen Ausbildung gemacht um genau solche im Verfahren dann im Schulalltag irgendwie mit den Mitschülern einzubringen.

00:45:35: also die wissen schon viel leer wie man sowas machen kann und kriegen da schon viel viel früher Ausbildungen noch lange vor irgendeiner Berufsausbildung.

00:45:42: das ist schon gar nicht so schlecht.

00:45:43: Ich bringe ein, zwei Thesen vor wo ich der Meinung bin dann müssen wir darüber nachdenken.

00:45:47: Da würde mich eure Meinung interessieren.

00:45:49: also ich glaube zum einen ist es aus der Sicht der Justiz immer noch Nenische Mediation.

00:45:57: Es einfach zahlenmäßig.

00:45:59: mit dem was über die Jahre hin als Gerichtsverfahren an Zahlen da war War das immer.

00:46:04: irgendwie ist ne Nische dass jetzt nicht Zentral weil die Zahlen aber nicht in die Höhe gegangen sind als noch die Gerichtsverfahren millionenhaft waren in den Nullerjahren.

00:46:16: Die EU hatte dieses Projekt, in zehn Jahren über eine Million Verfahren europaweit.

00:46:22: Alternative Streitbeilegung.

00:46:23: In dem Jahr zwei Tausend achtzehn war es dann irgendwie null Komma eins Prozent von denen angesteuerten hundert Prozent.

00:46:29: also das hat einfach nicht gefruchtet.

00:46:31: und jetzt finde ich ist ne Sackgasse.

00:46:32: und da würde mich eure Meinung interessieren.

00:46:35: die Mediations Bewegungen so wie sie sich entwickelt hat ganz stark betont alternative und Abgrenzung zum Gericht.

00:46:44: Und immer das andere ist, immer wie eine Konkurrenz!

00:46:47: Es ist ein ganz schlechter Ausgangspunkt jetzt ganzheitlich, dass Angebot gesellschaftlicher oder staatlicherseits für abgestimmte Konfliktmanagementverfahren anzubieten weil es immer noch Reflexe sind die man raushört sowohl bei Mediatoren und da finde ich noch am stärksten wenn man fragt was macht eine Mediator?

00:47:07: Naja ich bin kein Richter.

00:47:08: der stärkste Punkt Und das noch nicht klar ist, was ist denn Mediation im Kontext von Justiz?

00:47:15: Im Kontext vor einem Gesamtangebot.

00:47:18: Das fällt uns irgendwie vielleicht in Deutschland stärker als in anderen Ländern schwer.

00:47:23: Tut uns ein bisschen zurückzunehmen vom puristischen Mediationsgedanken.

00:47:27: Zweite These oder woran sich das zeigt auch beim Thema Freiwilligkeit wo wir uns wirklich wie die Wissenschaftler benehmen in der Praxis.

00:47:34: Wie die Wissenschaftlern?

00:47:35: weil

00:47:36: Ja, weil es muss hundert Prozent freiwillig sein.

00:47:38: Schon als du vorhin sagst, die sind nicht ganz freiwilliger.

00:47:40: Aber für Mediatoren ist das ganz schwierig.

00:47:42: und wenn sie drüber reden... Da

00:47:44: grätsch ich gleich rein!

00:47:46: Ganz klar definiert.

00:47:47: Es gibt eine Unternehmensethik-Richtlinie, die besagt wir haben vernünftig miteinander zusammenzuarbeiten Wir haben eine Konzernbetriebsvereinbarung für Gleichbehandlung und Gegendeskriminierung Die besagt ich habe Konflikte mit meinem Kollegen erst mal selbst zu lösen.

00:48:02: Und wie habe ich mich auch zu verhalten nämlich partnerschaftlich und so weiter auch sofort.

00:48:06: Das heißt wir leiten daraus ab wenn Kollegen Konflichte haben dann haben sie auch eine Mitwirkungspflicht an der Mediation teilzunehmen.

00:48:14: Sich das zumindest mal anzuhören, an einer ersten Sitzung teilzunnehmen und zu sagen ich guck mal was da jetzt auf mich drauf zukommt!

00:48:22: Dass Sie denn immer noch sagen können Ich möchte das nicht und ich möchte dass meine Führungskraft hier etwas entscheidet ist ein anderes Thema.

00:48:28: aber erstmal sollten Sie sich das bitte anhören und da sehe ich überhaupt kein Widerspruch drin zur Freibildigkeit in der Mediation danach dann zu sagen Ist nicht für mich das Verfahren aber im Rahmen meiner normalen Arbeitsvertragenden Pflicht und ich habe Teil.

00:48:41: Ich kann das gerne unterstützen, ich sehe dich jetzt in WTB zusammenhören.

00:48:45: also wir haben bei uns im Unternehmen auch mal so Umfragen gemacht weltweit zu den von uns durchgeführten Mediationen Und da kam auch aus dass die Mediationen die Durchtrittanlassstab fanden zum Beispiel weil der Richtervorschlug eine Mediation durchzuführen waren noch viel erfolgreicher als die anderen Mediation.

00:49:01: Also wenn ein gewisser Druck da ist in sowas reinzugehen dann wird es nachher auch noch viel besser.

00:49:08: Ähnliches sehe ich auch bei uns, wenn wir hier beim Gerichte streiten, da gibt's ja auch die Belgütterrichtervereinigung des Verfahrens dort und der Richter mal vorsteckt überlegt euch das mal.

00:49:20: Das wäre doch ein guter Fall dafür!

00:49:22: Ich hab' es noch selten erlebt dass die Parteien sagen so einen Quatsch machen oder nicht.

00:49:25: Die meisten sagen, wenn der Richte das vorstellt, dann sollten wir das mal machen, auch wenn ich selber gar nicht... Ich halte das für den Quatschs, aber wir machen jetzt einfach mal.

00:49:32: Wenn ich da mal schaue wie die Verfahren ausgehen Dann sind die nachher gut.

00:49:36: Auch bei denen, die am Anfang dachten das wird eine Katastrophe werden.

00:49:40: Die gehen dann gut aus.

00:49:41: also ein bisschen Druck darf durchaus da sein und ich glaube eine von euch einer der vorigen Ombudstamen hat auch mal gesagt so ein bisschen push in die Mediation ist gar nicht schlecht.

00:49:50: Gutes Beispiel, ich hatte es auch im Kopf mit dem Güterichteverfahren Ulrich.

00:49:54: Weil da kommen eigentlich die beiden Ansätze, die beiden Thesen von dir Sascha ja zusammen.

00:49:58: Einmal dieses Thema Freiwilligkeit also die motivierte Freiwilligkeit, fremdmotivierte Freiwilligkeit genau das funktioniert.

00:50:05: Da fallen mir auch noch ein so, es gibt ja auch diese, da warst du glaube ich auch beteiligt, Ulrich, so diese Corporal pledges.

00:50:10: Also wo Unternehmen einfach sagen wir schreiben das in unsere Governance rein dass wir erst mal außergerichtlich versuchen oder auch wenn's einen Vertrag gibt zwischen Unternehmen Mediationsklausel Sascha, da haben wir uns ja auch schon in mehreren Episoden mit beschäftigt.

00:50:24: Dann steht ihr im Vertrag und zehn Jahre später gibt es einen Streit und die Menschen, die dann sozusagen diese Mediationsklauseln ziehen müssen, Anführungszeichen machen das ja auch nicht freiwillig.

00:50:33: Die machen weil sie im Vertraget steht Ja, und vielleicht noch ganz kurz dieses Gütericht der Verfahren.

00:50:37: Ich finde das ist ja doch ein schönes Beispiel eben auch für die Vernetzung von Justiz mit einem mediationsähnlichen Verfahren.

00:50:44: Und also ich höre auch Gutes davon.

00:50:46: Es gibt manche Gerichte, die das sehr intensiv anwenden Die das wirklich erfolgreich machen Aber es sind halt zu wenig.

00:50:52: nach wie vorher

00:50:53: Würdet ihr sagen dass Das was wir jetzt sozusagen als Einheitsmeinung zur Freiwilligkeit haben Dass das Konsens in der Mediationsbewegung ist?

00:51:04: Die Mediatoren-Szene kenne ich dazu nicht gut genug, aber ich bin in verschiedenen Ausbildungsgängen auch als Lehrer tätig und kriege dann schon immer mit was andere gesagt haben.

00:51:13: Dazu höre ich das nicht so raus, dass die alle der gleichen Meinungen sind, der dir gerade war.

00:51:18: Die letzten beiden Sendungen drehen sich auch um diese Thematik und der Schweizer Kollege James Peter hat mir zum Beispiel aus der Schweiz berichtet, dass diese Mediationsklauseln, die mal geschlossen wurden vom Richter dann später im Prozess wenn die einer doch geklagt hat, als nicht wirksam anerkannt.

00:51:35: Weil er sagt, wenn sie jetzt nicht wollen dann sind ihr nicht freiwillig und dann geht das nicht von statten.

00:51:40: Die Gerichtsplage

00:51:41: kommt ja von einer Seite und ich vom beiden Parteien.

00:51:43: Sie ist in der einen Seite des Anrufendes Verfahrens und die haben häufig noch nicht mal im Blick gehabt dass da ein Verfallkmal sendet.

00:51:50: Vielleicht hatten sie es auch im Blick.

00:51:51: und ach komm wir klagen jetzt so zu den Mal.

00:51:53: also es ist keine gemeinsame Entscheidung.

00:51:55: Okay das bringt uns sozusagen zu dem Punkt.

00:51:59: Also wenn Mediation stattfinden, sind sie erfolgreich.

00:52:02: Medianten-Konfliktparteien sind zufrieden.

00:52:05: Strukturen die Medianten also zuführen ich sage mal so Leitplanken bisschen Push ein bisschen.

00:52:13: dort geht es entlang um die Sache zu klären hilft dabei Wenn wir das zusammennehmen was heißt das für Die Arbeit die Mediatoren in Gemeinschaft jetzt angehen sollten.

00:52:26: Also was sind noch Empfehlungen, die man aus eurer Studie rausnehmen kann und auch umsetzen kann?

00:52:32: Ob nun für Vereine oder Organisationen als vielleicht auch für Mediatoren?

00:52:38: Das will wohl überlegt sein!

00:52:40: Ich habe jetzt auch keinen Raus nehmen wollen.

00:52:43: aber Jörg ich frag dich auch mit sozusagen was würdest du noch draus ziehen?

00:52:47: Die Studie hat ja ein paar konkrete Empfehlungen gemacht, das finde ich schön auch hinten raus.

00:52:52: Wir haben glaube ich viele Themen jetzt auch schon angesprochen.

00:52:54: aber im Grunde spread the word so... Im Unternehmenskontext, Schulungen, Mitarbeiter, Führungskräfte-Schülungen eben als Teil der Governance.

00:53:02: die Christiane wie ihr das ja gemacht habt bei euch im Unternehmen und ich nehme an also in dem Unternehmen wie der Deutsche Bahn da kannst du wahrscheinlich vermute ich jetzt mal zu fast jeden Mitarbeiter gehen in Fragen, was ist Mediation?

00:53:14: und der könnte mir vielleicht etwas dazu sagen oder bin ich da so optimistisch?

00:53:18: Ich fürchte das es immer noch zu viel Optimismus.

00:53:19: Wir haben über zweieinertusend Mitarbeiter.

00:53:22: Okay dann formuliere ich es andersrum.

00:53:24: Was ich wahrnehme, ich reise viel mit der Bahn und was ich wirklich wahrgenommen habe dass das Personal in den Zügen in Konfliktsituationen souveräne agiert als noch vor ein paar Jahren.

00:53:34: Konfliktsituation gibt viele die motzenden Mitfahrer, die sind ja selber auch immer unter Druck.

00:53:39: Ich erleb da mittlerweile eine Souveränität und darüber freue ich mich immer, wenn der Zugführer dann irgendein Durchsage macht.

00:53:45: Und das Ganze irgendwie ernst nimmt aber auch wieder lässig nimmt.

00:53:48: Da habe ich es wirklich gefühlt er hat sich was verändert.

00:53:51: Definitiv also wir bieten da gerade für das Personal extrem viel an die Leute die damit Kundenkontakt auch unterwegs sind an Anschulungen Richtung Deeskalation in Konfliktsituationen usw.

00:54:04: Und gleichzeitig ist es ein ganz großes Kommunikationsthema.

00:54:08: Wie kommuniziere ich mit Leuten?

00:54:09: einfach, dass Konflikte gar nicht erst entstehen oder gleich auf niedrigen Level schon wieder gut gelöst werden können?

00:54:16: Und ich glaube das sind zwei Strenge die man tatsächlich miteinander verfolgen muss.

00:54:20: Also nicht nur konflikte deeskalieren sondern auch Kommunikation trainieren, trainieren trainieren und immer dran bleiben.

00:54:27: Also Stichwort auch Konfliktprävention, die ja auch ansprechen in Euro-Studien.

00:54:31: Und Sascha da sind wir eigentlich bei unserem Steckenpferd, wenn man so will.

00:54:35: also diese ganze Reihe, die wir über die Konflikmanagementsysteme gemacht haben, sind von der Konflektprävenzion und Antizipation ausgegangen und von der These, dass das ein wesentlicher Bestandteil sein sollte jedes Konflikkmanagementsystems.

00:54:47: Das bestätigst du jetzt eigentlich Christian?

00:54:50: Wir versuchen sehr viel im Präventivenbereich zu machen Als Gesamtkonzern natürlich, aber auch wie als On-Boot-Stelle.

00:54:56: Wir haben mit DB Training das ist unser interner Bildungsdienstleister.

00:54:59: Haben wir so eine Rotmerk entwickelt die hier früher mal mediativer Haltung?

00:55:03: Haben wir es festgestellt mit mediativa Haltung kann der normalen Verbraucher weniger anfangen.

00:55:07: Wir haben sie dann umbenannt in Rotmerkkonfliktor und ihre Auslösung, wie wir auch eine interne Seite im Internet betreiben.

00:55:15: Da haben wir ganz viel zusammengefasst.

00:55:16: zum Thema Ich- und der Konflikt Achtsamkeit ein Konfliktefall ich im konflikt mit anderen Konflikte Kompetenz usw.

00:55:25: Und da kann man ganz viele Lernnackels Videos, Lerneinheiten sich anschauen und machen alles selbst verantwortlich.

00:55:31: Ich glaube das ist wirklich wichtig immer wieder zu sagen Leute geschäftigt euch mit dem Thema und arbeitet an eurer eigenen Kommunikation.

00:55:38: Die anderen kann ich nicht ändern, ich kann nur mich selber ändern auch im Konflikt fallen.

00:55:42: Vielleicht

00:55:42: kann ich da noch ergänzen... Auch die Mediation ist ja ein Konflikpräventionsverfahren.

00:55:46: Nicht überall!

00:55:47: Das ist also nicht nur ein reines Konflektbeilehungsverfahren sondern kann auch Konflikte vorbeugen.

00:55:52: Und gerade in großen Unternehmen wenn es um Restrukturierung geht, Umorganisationen geht rechtzeitig mit den Leuten über Themen sprechen, die Leute selber auch mal was entwickeln lassen.

00:56:01: Da kann man unwahrscheinlich viel mit Mediationstechnik und mit einer Mediation auch bewirken.

00:56:06: Und das Gleiche gilt auch im unternehmerischen externen Kontext.

00:56:09: Es geht darum wenn ich zum Beispiel Gesellschaft das Verträge aufsetze und immer nach Formel schauen, was kann ich hier am besten machen?

00:56:15: Was sind eigentlich Wesenhintergründe

00:56:17: usw.?

00:56:18: Also die Mediation ist nicht nur ein reines Konflikt Beilegungsverfahren.

00:56:21: Ja da gab es noch einen hervorragenden Kollegen der hatte Deal Mediation dazu genannt und er hat da eine klasse Arbeit zugeschrieben.

00:56:28: Jörg, ich glaube kennst die Arbeit auch ganz gut?

00:56:31: Danke für die Flühe mehr!

00:56:34: Genau.

00:56:34: aber Ulrich, du sprichst mir aus der Seele genau weil das ist ein Thema dass sich schon lange propagiere.

00:56:39: eben dieses Projekt begleitende Arbeiten mit mediativen Verfahren kann man deal mediation nennen kann man auch anders nennen aber in der Tat diese präventiven Ansätze ich glaube es ist wirklich das was auch in den Unternehmen tatsächlich etwas verändern kann.

00:56:52: Gut Christiane Ulrich, vielen Dank für das informative Gespräch.

00:56:58: Vielen Dank für die Befragung und für die Auswertungen, für die Studie.

00:57:02: Sie ist im Internet frei verfügbar.

00:57:03: also jeder kann sich da noch mal vertiefen.

00:57:06: schön dass ihr da was ja unsere Fragen und unsere Anmerkungen dazu aufgenommen habt erwidert habt ein bisschen Licht ins Dunkel des Scheuen Rees gebracht hat der gemeine Mediant.

00:57:23: Was hat's mit dem Aufsicht?

00:57:25: Vielen Dank, Werden.

00:57:26: Ja vielen dank auch von mir und mal schauen was sich da ist noch weiter draus entwickelt.

00:57:31: ich glaube wir sammeln ja immer Themen und Ideen und mir spuckt schon wieder so das eine oder andere im Kopf rum.

00:57:37: Wunderbar!

00:57:39: Danke

00:57:39: schön.

00:57:40: Das war unser Gespräch mit Christiane Händel und Ulrich Haage vom RTMKM zur Nutzerumfrage.

00:57:50: Jörg was nimmst du dir jetzt mit der Du dich als Mediator mittlerweile aufgestellt hast.

00:57:58: Nach deiner anwaltlichen Tätigkeit jetzt mit frischer Webseite, ich habe sie mit Freude mir angeguckt hat sich was für dich ergeben wo du sagst da werde ich nochmal so ein bisschen über meine Aufstellung wie ich mich positioniere was ich tue was ich sage wie ich auf Kunden zugehe oder so wo du sagtest das würde ich mal rausnehmen.

00:58:17: dann hab ich etwas noch einmal gelernt dafür, so aus der Sicht jetzt des einzelnen Mediators auch der mit Kollegen arbeitet.

00:58:24: Ich glaube es war wirklich interessant mal diese Nutzerperspektive überhaupt mal zu betrachten weil wir doch immer oder die Mediatoren Szene also euch ist ich eben sehr gerne mit sich selber beschäftigt und ich denke auch in der Ansprache des Marktes wenn wir als Mediator an den Markt gehen ist es, glaube ich schon auch entscheidend sich zu überlegen.

00:58:45: Wer sind eigentlich meine möglichen Adressaten?

00:58:48: Und und ich glaube auch das ist was, was Mediatorn nicht so gerne machen soll in Marktgegebenheiten denken dann vielleicht auch das eigene Markt Profil entwickeln.

00:58:57: Ja, es gibt ja so viel unterschiedliche Anwendungsbereiche von Mediation und natürlich ist da die Marktansprache eine ganz andere.

00:59:04: Jetzt hatten wir heute vor allem diese Unternehmensperspektive.

00:59:08: und schon allein da finde ich für mich sind das wirklich zwei verschiedene Welten.

00:59:12: Die innerbetriebliche Mediationen mit der zwischen Unternehmen haben wir ja schon oft hier auch gehabt.

00:59:17: Eigentlich sind es verschiedene Tätigkeitsbereiche.

00:59:19: Das auch in der Ansprache dann eben.

00:59:21: Es sind auch unterschiedliche Nutzer und das sind der Ansprüche wiederum fruchtbar.

00:59:25: Ich glaube, das ist die Aufgabe für die Mediatoren und Mediatorinnen.

00:59:29: Ja, das sehe ich auch.

00:59:29: der Aspekt... Also den wir ja auch schon benannt haben, so Organisationsmediationen wo halt Arbeitnehmer in ihrer Rolle dann medianten werden oder eine Mediation jetzt zwischen Einzelpersonen, wo einfach Unmittelbaren Nutzer auch die Auftraggeber sind.

00:59:45: Ich meine das ist vielleicht nicht ganz klar, auch in der Studie wer-wer es von den Befragten?

00:59:49: Sind das Auftrag Geber von Mediation oder sind das Medianten die im Kontext ihrer Arbeitnehmer schafft diese Mediation begonnen haben.

00:59:58: Das macht da schon nochmal ein Unterschied.

01:00:00: bleibt also bleibt auch für die Forschung sage ich mal noch viel Arbeit sich dem Thema zu widmen.

01:00:05: weiter Daten zusammen.

01:00:07: in Österreich ist jetzt eine große Studie rausgekommen, dazu von Frau Professor Meyerhofer.

01:00:12: Da ist vieles noch wirklich unbekannt aber jetzt eben schon mehr und mehr erhält.

01:00:16: also wir können uns schon auf ein paar Daten stützen

01:00:19: und das Thema eben immer wieder nicht bei der Nabelschau verhängen und vielleicht auch mal dieses Thema Qualifizierung Zertifizierung abschließen.

01:00:28: Ich habe mich eigentlich gefreut, ich hab in der ZKM bis jetzt ganz aktuell einen Beitrag vom Kollegen aus Berlin, der sagt im Grunde schafft doch die ganze Zertifikierung wieder ab weil sie eigentlich gar kein Mehrwert bietet.

01:00:39: Der hat das mal schön provokant formuliert und da ist tatsächlich was dran.

01:00:43: ja also wir sollten einfach das Thema glaube ich mal hinter uns lassen und das Ganze einfach wie eine Professionsmöglichkeit sehen und für diese eben auch ein Markt gibt und uns mehr mit dem Markt beschäftigen.

01:00:54: Wenn es nicht stört, dann muss man jetzt dafür auch nicht groß Arbeit aufwenden.

01:00:58: Es ist schon die Frage wo legen wir unsere Ressourcen hin?

01:01:01: Wo erarbeiten wir uns Neues?

01:01:03: und da ist schon der Punkt den ich von so ein bisschen angeschnitten habe wie positioniere ich mich?

01:01:08: was ist mein Verständnis als Mediator in einer Gesellschaft die eben auch schlichter aufweist Schiedsrichter Richter wofür viele Personen und viele Organisationen unterschiedlichste Interessen haben Und ich nicht so diese einzelne Mediation von zwei Geschundenen, die sich abarbeiten in ihrer Einseitigkeit dann in so einer kleinen drei-Person-Mediation jetzt mich als Standardfall vorbereitet.

01:01:34: Der Standardfall ist offenbar ein anderer

01:01:38: jedenfalls der, der mir und ich glaube auch dir begegnet.

01:01:40: er

01:01:41: selbst wenn man jetzt sagt naja aber Scheidungsmediazion ist doch eine ganz klassische mediation da kommt zwei Personen und das hat hohe Fallzahlen.

01:01:48: also wer es sich heute scheiden lässt kommt eigentlich nicht dran vorbei über Mediation nachzudenken.

01:01:53: Und da würde ich sagen, das ist auch ein durchstrukturiertes Gebiet.

01:01:57: man wird an den Scheitungsanwalt zunächst kommen und dort sind ganz viele auch wirklich praktizierende Mediatoren und da ist man schon zugespürt.

01:02:05: also da können wir eigentlich sehen was es für Rahmensetzungen gibt dass medianten sagen also meinetwegen so ne meine wegen dann machen wir das halt.

01:02:15: wenn er sagt es läuft das ist jetzt dran.

01:02:17: okay

01:02:18: juck

01:02:19: zwar mir eine freute Mit dir heute mal nicht über Verhandlung zu reden.

01:02:23: Wir werden das bald hier tun, da gehen wir an die Manipulationstechniken ran sondern nochmal unser Thema Konfliktmanagement Systeme präventiver und antizipierende Konflikten-Managementarbeit anzupacken.

01:02:36: Vielen Dank Dir auch Sascha gut reingepasst in die Linie der Gespräche, die wir hatten.

01:02:41: Wir haben ja am Anfang auch ein bisschen das zurückverfolgt, dass wir auch den RTMKM schon mal hatten.

01:02:47: Ja ich hoffe jedenfalls, dass es vielleicht jetzt doch bis hin dazu beiträgt, daß die eine oder andere Hörerin dann auch mal diese Nutzerumfrage anhört.

01:02:56: Ich finde das lohnt sich sehr!

01:02:57: Es ist eine interessante Erkenntnis und es ist sehr gut aufbereitet, sehr verständlich und ich glaube jeder jede kann für sich auch so ein paar Erkenntnisse draus gewinnen, die dann für ihre eigene Arbeit fruchtbar gemacht werden können.

01:03:09: Noch ein Gedanke, weil das tatsächlich häufiger passiert momentan auch.

01:03:12: Das Unternehmen nicht so groß wie die Deutsche Bahn aber kleinere vor allen Dingen und komplexe Unternehmen und Organisationen solche internen Strukturen aufbauen.

01:03:21: und für diese Person in der Personalabteilung, in der Organisationsentwicklung, für die ist dieses Studium wahnsinnig hilfreich?

01:03:28: Absolut!

01:03:29: Weil es ja auch sehr stark eben die Perspektive aus den Unternehmen heraus aufgreift.

01:03:34: Das kann ich von meiner Arbeit sagen, das wird häufiger nachgefragt.

01:03:37: Sozusagen interne Weiterbildung von solchen Pools an Ombudspersonen und an Schlichtern oder Mediaturen.

01:03:44: Und dort eben auch nicht nur – und das merke ich immer wieder – die Qualifizierung der einzelnen Personen im Blick nehmen untereinander.

01:03:53: Ich hatte vor uns die Konfliktanlaufstellen genannt.

01:03:55: Ich habe das mal ein paar Mal mit Forschungsorganisationen und Universitäten hier in Walter Bildung und dem Seminaren gehabt.

01:04:01: Die ganzen Anlaufstellen vertreten.

01:04:04: Rinnen kennen sich häufig gar nicht.

01:04:07: Da wird jemand Gleichstellungsbeauftragte oder Ombudspersonen, oder Konfliktmanagement-Beauftragter oder Beauftragten für gute Zusammenarbeit am Arbeitsplatz und hat mit den anderen Anlaufstellen wo Konflikparteien hingehen nie was zu tun.

01:04:20: es gibt keine Abstimmung weder zwischen dem Person noch strukturell gefordert.

01:04:25: das sind häufig so Punkte wo man wirklich sehr viel erreichen kann mit ganz einfachem Maßnahmen die nichts mit Weiterbildung zu tun haben.

01:04:33: Das war jetzt mir noch wichtig.

01:04:34: So kurz zum Abschluss noch einen reingehauen, den wollte ich vorhin schon anbringen.

01:04:38: Immer!

01:04:39: Vielen Dank, das hast du schon des Stichwortabschluss gewählt und ich glaube jetzt machen wir es jetzt.

01:04:45: Super, vielen Dank Sascha.

01:04:48: Bis bald.

01:04:49: Tschüss.

01:04:51: Und das wars für heute hier.

01:04:53: Kommt gut durch die Zeit.

01:04:55: Ich bin Sascha Weigel.

Über diesen Podcast

Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.

Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.

Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de

von und mit Dr. Sascha Weigel

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